Ortsgemeinde: Zeitgemäße Gastronomie mit Historie verbinden

21.11.2018

Wettbewerbsarbeiten zur Entwicklung der Burg Schwalbach vorgestellt

Burgschwalbach. Zahlreiche renommierte Architekturbüros und Planer aus ganz Deutschland hatten sich am Wettbewerb zur Entwicklung der Burg Schwalbach beteiligt. Jetzt konnten sich die Burgschwalbacher und andere interessierte Gäste selbst ein Bild über den Siegerentwurf und andere eingereichte Arbeiten machen. Die Gemeinde und das Land hatten dazu in die Burgblickhalle zu einer Informationsveranstaltung zum offiziellen „Hochbaulich - freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil zur Entwicklung der Burg Schwalbach“ eingeladen.

Und das öffentliche Interesse war entsprechend groß. Bereits am 18. Juni fand eine erste Vorbesprechung zum Wettbewerb in den Räumlichkeiten der Burg statt. Jetzt stellte Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg die Wettbewerbsarbeiten zur Entwicklung der Burg Schwalbach vor. „Die Entwicklung der Burg Schwalbach ist ein großes, herausforderndes Projekt. Eine komplette Burganlage aus dem 14. Jahrhundert mit großem touristischem und kulturellem Potenzial soll wiederbelebt und bestmöglich genutzt werden. Um die besten Ideen und Vorschläge zur künftigen Nutzung und Verbesserung der touristischen Attraktivität der bedeutenden Burganlage zu erhalten, hat das Land Rheinland-Pfalz einen europaweiten Architektenwettbewerb ausgelobt“, sagte Dr. Weinberg bei der Präsentation. Der große Aufwand eines Architekturwettbewerbs, sowohl für den Auslober als auch für die Wettbewerbsteilnehmer, habe sich gelohnt. „Viele hervorragende Architekten haben viel Zeit investiert, um sich in die komplexe Aufgabenstellung hineinzudenken. Die Qualität und Vielfalt der eingereichten Wettbewerbsbeiträge ist insgesamt beeindruckend“, so Dr. Weinberg. Der Siegerentwurf im Wettbewerb zeichne sich durch seine zurückhaltenden Eingriffe in die historische Bausubstanz aus und schaffe es dennoch, die funktionalen Anforderungen an eine wirtschaftlich zu betreibende Gastronomie zu erfüllen. „Die Burg Schwalbach wird künftig ein attraktiver touristischer Anziehungspunkt mit einer zeitgemäßen Gastronomie werden, ohne ihre historische Identität und Substanz aufzugeben“, betonte der Staatssekretär.

Das Preisgericht, bestehend aus erfahrenen Architekten, Landrat Frank Puchtler, Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian sowie Vertretern der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, tagte am 18. Oktober unter dem Vorsitz von Prof. Kerstin Schultz aus Reichelsheim. Aus den zwölf eingereichten Wettbewerbsarbeiten wurde der 1. Preis an das rheinland-pfälzische Büro Heinrich Lessing Architekten in Zusammenarbeit mit dem Büro für Landschaftsplanung Bierbaum. Aichele.Landschaftsarchitekten aus Mainz vergeben. In der weiteren Veranstaltung stellte das Architekturbüro Lessing seine Arbeiten und Ideen visuell vor. Dr. Stefan Weinberg erläuterte zum Abschluss, dass im folgenden Jahr an einer Ausführungsplanung gearbeitet werde. „Ziel ist es, das Projekt im Landeshaushalt 2021 einzustellen und danach mit den Bauarbeiten für die neue Gastronomie zu beginnen“, so der Staatssekretär. krf

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Mittwoch, 21. November 2018, Seite 16

 

Großes Interesse herrschte bei der Präsentation der Ergebnisse zur künftigen Nutzung der Burg Schwalbach.

 

Ein Blick vom Turm während der Bauarbeiten auf den Ort: Burgschwalbach und die Burg sind eng miteinander verbunden. Die Menschen dort sind gespannt, wie das Konzept für die Zukunft in der Praxis aussieht. Archivfoto: Uli Pohl

 

Foto: Ein Blick vom Turm während der Bauarbeiten auf den Ort: Burgschwalbach und die Burg sind eng miteinander verbunden. Die Menschen dort sind gespannt, wie das Konzept für die Zukunft in der Praxis aussieht. Archivfoto: Uli Pohl