Gemeindebücherei: Bücherei ist wichtiger Bestandteil des Ortes

Burgschwalbach, den 18.09.2019

Feierstunde in Burgschwalbach – Lesesommer zu Ende

 

Burgschwalbach. Vier Jahrzehnte existiert die Gemeindebücherei von Burgschwalbach. Die Organisatoren rund um die Leiterin der Gemeindebücherei, Kerstin Ermel, nahmen den 40. Jahrestag der Einrichtung zum Anlass, um zu feiern.

Viele Bürger, insbesondere Eltern mit ihren Kindern, waren gekommen, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Gefeiert wurde zugleich auch der Abschluss des Lesesommers Rheinland-Pfalz. Ausgezeichnet wurden hier Kinder, die in den Sommerferien mehr als drei Bücher gelesen hatten. Siegerin wurde Sophie Ermel, die es auf stolze 16 Bücher und 3472 gelesene Seiten brachte. Bei strahlendem Sonnenschein saß man im Hof des Dorfgemeinschaftshauses bei Kaffee und Kuchen zusammen. Außerdem gab es einen kleinen Bücherflohmarkt mit aussortierten Büchern. Auch eine große Verlosung mit 150 Preisen begeisterte die kleinen Besucher.

„Es hat sich in den 40 Jahren einiges verändert“, erklärte Ermel. „Heute besteht die Möglichkeit, über LITexpress in Büchern und anderen Medien aus rheinland-pfälzischen und saarländischen Bibliotheken online zu recherchieren oder direkt zu bestellen. Die Grundlage bildet hier ein virtueller Katalog der teilnehmenden Bibliotheken. Dieser enthält derzeit mehr als 10 Millionen Titel von mehr als 150 öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Rheinland-Pfalz und Saarland.“ All das war 1979 undenkbar. Im Keller des Dorfgemeinschaftshauses wurde am 30. Juni 1979 die Gemeindebücherei unter der Leitung von Hannelore Becker „wiedereröffnet“. Anlass hierzu war der Beschluss des damaligen Gemeinderates am Wettbewerb „Unser Dorf liest“ teilzunehmen. Der Buchbestand umfasste seinerzeit 407 Bände, der sich aus 122 Neuerwerbungen und 285 bereits vorhandenen Büchern ergab.

Wiedereröffnung? „Ja“, erklärte Ermel: „Denn eigentlich besteht unsere Bücherei mit Unterbrechungen schon seit 1938.“ Aus älteren Unterlagen geht hervor, dass zur Einrichtung einer Volksbücherei 500 Reichsmark von der Gemeinde und 100 Reichsmark vom Kreis zur Verfügung gestellt wurden. „Nach dem Krieg wurde die Bücherei 1946 wiedereröffnet und war von da an in der Schule untergebracht. Als die Volksschule 1972 aufgelöst wurde, blieb auch die Bücherei geschlossen. Bis zur vorgenannten Wiedereröffnung“, erläuterte Ermel. Die Wiedereröffnung gilt als Geburtsstunde. Die Bücherei ist montags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. krf

 

Mittwoch, 18. September 2019, Rhein-Lahn-Zeitung Diez

 

 

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