Evangelische Kirchengemeinde Burgschwalbach

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Kirchstr. 4
65558 Burgschwalbach

Telefon (06430) 4040
Telefax (06430) 7936

E-Mail E-Mail:

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Herzlich Willkommen bei der evangelischen Kirchengemeinde Burgschwalbach


In unserer Gemeinde leben rund 685 evangelische Christinnen und Christen.
 

Spendenkonto: Nassauische Sparkasse
Kto 563006722  BLZ 510 500 15

BIC NASSDE55 – IBAN DE58510500150563006722

Verwendungszweck: "Ev. KGM Burgschwalbach" 

 

Pfarrstelle:

Frau Pfarrerin Annette Blome wird  ab 1. Juni 2016 in den Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach ihr Tätigkeit aufnehmen.

 

Pfarrsekretärin:

Rosi Seemann
Gemeindebüro Kirchstraße 4, 65558 Burgschwalbach
Öffnungszeiten: dienstags 9 – 12 Uhr
Telefon: (06430) 4040; Fax: (06430) 7936

 

Küster:

Wilhelm Pfeifer
Telefon: (06430) 928370

 

Evangelische Kindertagsstätte Salto Vitale:

Leiterin: Isabell Scheld 

Am Kindergarten 1, 65558 Burgschwalbach

Telefon: 06430/7341

Evangelische Kindertagesstätte Salto Vitale

 

 Kontaktdaten für Kita-Beauftragte:

Annette Blome, Pfrin. Hauptstr. 6, 65558 Oberneisen -Email:  

Lea Krämer, Weinbergstr. 3, 65558 Burgschwalbach, Email:     

 

Kita - Ausschuss:

Ehrenfried Bastian (Bürgermeister OG), Brennersgraben 1, 65558 Burgschwalbach – Email:     

Frieder Gethmann, Oberhäuser Hof, 65558 Burgschwalbach – Email:

 

 

Der Kirchenvorstand:

1. Vorsitzende Pfarrerin  Blome Annette

2. Vorsitzende Gapp Ulrike

 

Weitere Mitglieder:

  • Aßmann Roger

  • Gethmann Frieder

  • Krämer Lea

  • Lauter Alisha

  • Reinl Kerstin

  • Schnee Heidi

 

Unsere regelmäßigen Veranstaltungen auf einen Blick:

 

Gottesdienst alle 14 Tage in der Kirche Sonntag 10:00 Uhr oder Samstag 19:00 Uhr,

den genauen Termin entnehmen Sie bitte auf der Webseite unter "Aktuelles"

oder aus dem Mitteilungsblatt.
Dienstag  09:00 -12:00 Uhr Öffnungszeiten des Gemeindebüros, Kirchstr.4
Samstag  09:00- 12:30 Uhr Konfirmandenunterricht nach Terminliste
Einmal im Monat nach Vereinbarung Ökumenischer Frauenkreis

Gemeindebrief _ Team

 

[Aus der Geschichte der Kirche ]

 

 

 

Pfarrhaus

 

Pfarrhaus

 

 

 

 

 

 

 


 


Aktuelle Meldungen

Termine der ev. Kirchengemeinde

(17.09.2019)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 22. September

10.00 Uhr Gottesdienst

 

Dienstag, 24. September – keine Bürozeiten

 

Samstag, 28. September

15.00 Uhr Kirchliche Trauung Johannes und Angela Leber, geb. Henrich

 

Sonntag, 29. September – kein Gottesdienst

 

Mittwoch, 2. Oktober – geänderte Bürozeit

9.00 – 12.00 Uhr Öffnungszeiten des Gemeindebüros

 

Sonntag, 6. Oktober – Erntedank

14.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl und Taufe von Elijah Aßmann, Sohn von Andreas Schütz und Janine Aßmann. Im Anschluss an diesen Gottesdienst möchten wir gerne unseren Garten am Pfarrhaus offiziell mit Kaffee und Kuchen einweihen. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

 

Dienstag, 8. Oktober

9.00 – 12.00 Uhr Öffnungszeiten des Gemeindebüros

 

Hinweise:

Pfr. Annnette Blome befindet sich vom 16.09. bis 30.09.2019 in Urlaub. Die Vertretung in Trauerfällen hat Pfr. Klaus Wallrabenstein übernommen. Sie erreichen ihn unter der Tel. 06432-6467377.

 

Sprechzeiten mit Frau Pfrin. Annette Blome nach Vereinbarung, Tel. 06430 - 7006 oder in dringenden Fällen mobil 0176-62095814.

 

Die Ev. Kirchengemeinde sucht zum nächstmöglichen Termin eine/n Küster/in. Sollten Sie Interesse daran haben, bitte melden Sie sich im Gemeindebüro während den Öffnungszeiten.

 

Unsere Anschrift:

Ev. Pfarramt Burgschwalbach, Kirchstr. 4

65558 Burgschwalbach

Tel. 06430-4040

FAX: 06430-7936

E-Mail: ev.kirchengemeinde.burgschwalbach@ekhn-net.de

 

Hinweis:

Liebe Gemeinde,

an den Wochenenden, an denen kein Gottesdienst stattfindet, ist unsere Kirche sonntags von 10.00-11.00 Uhr zum Verweilen und Besinnen geöffnet (ohne Pfarrer und Küster).

 

 

Foto zur Meldung: Termine der ev. Kirchengemeinde
Foto: Termine der ev. Kirchengemeinde

Evangelische Kirchengemeinde Burgschwalbach: Segen und viele gute Wünsche für Pfarrerin

(14.09.2016)

Kirche Amtseinführung von Annette Blome für Kirchengemeinden Burgschwalbach und Oberneisen

Oberneisen/Burgschwalbach. Einen herzlichen Empfang bereiteten die evangelischen Kirchengemeinden Burgschwalbach und Oberneisen ihrer neuen Pfarrerin Annette Blome. Propst Oliver Albrecht ordinierte die Theologin für ihren Dienst in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und führte sie offiziell an ihrer ersten Pfarrstelle ins Amt ein.

Viele kluge und richtige Bücher würden Theologen während ihres Studiums lesen, sagte Propst Albrecht in seiner Ordinationsansprache in der Oberneiser Rundkirche. „Liest man sie nur zur Prüfung oder markiert sie, weil sie im eigenen Leben markant geworden sind?“, fragte der Propst. Ob die Schriften zu Herzen gehen, sei auch Gemeindepfarrern im Dienst abzuspüren. Im ersten Jahr nichts Neues anfangen, sondern zuhören und wahrnehmen, was ist – diesen Rat gab Albrecht der jungen Theologin mit für die Arbeit in den beiden Kirchengemeinden, zu denen auch die Orte Lohrheim und Netzbach gehören, bevor er Blome ordinierte.

Assistiert wurde ihm dabei von Prodekan Christian Dolke, Ulrike Gapp vom Kirchenvorstand Burgschwalbach, Blomes Lehrpfarrer aus Strinz-Margarethä, Dr. Jürgen Noack, und ihrem Mentor vom Spezialvikariat in der Behindertenseelsorge, Pfarrer Rolf Haller. Christian Dolke, stellvertretender Dekan des evangelischen Dekanats Nassauer Land, rief die Gemeindemitglieder zur Unterstützung ihrer neuen Pfarrerin auf. Zwei Kirchengemeinden zu betreuen mit so vielen Menschen, sei eine große Aufgabe und Verantwortung. Dass Gott den Christen keinen Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gegeben habe, darauf verwies Blome in ihrer Predigt. Nicht nur gegen die Krisen in der Welt hätten Christen etwas dagegenzusetzen. Auch in alltäglichen Ängsten, wenn etwa der Berg an Arbeit zu groß erscheine, schenke das Wort Hilfe. „Aus der Kraft Gottes zu leben, davon möchte ich mich auch in meiner Arbeit leiten lassen“, sagte Annette Blome.

Sehr musikalisch ging es in dem Festgottesdienst und beim anschließenden Empfang in der Oberneiser Rundkirche zu. Neben dem Posaunenchor und Organistin Manuela Dietrich sang der Vater der jungen Theologin Arnulf Blome Psalmworte. Der Kirchenchor von Oberneisen unter Leitung von Cornelia Blanche sowie der Singkreis Strinz-Margarethä unter Margot Höland trugen ebenfalls zur vielseitigen Umrahmung der Feier bei.

Lang war die Liste an Rednern, die nach dem Gottesdienst Blome zur Ordination gratulierten und ihr Gottes Segen für ihren Dienst wünschten. Dazu gehörten neben den beiden Kirchenvorstandsvorsitzenden Ulrike Gapp (Burgschwalbach) und Peter Pelk (Oberneisen) auch Landrat Frank Puchtler und die Vorsitzende des Dekanats Nassauer Land Anja Beeres. Willkommensgrüße übermittelten außerdem Bruder Friedrich Neumüller für die katholische Gemeinde, Lohrheims Ortsbürgermeister Rudolf Kubitza und Marion Adelmann aus Netzbach als Vertreter der vier Zivilgemeinden, die zur Pfarrstelle gehören, Hiltrud Schäfer für die Ortsvereine, Elfriede Kunz für die Frauenkreise und Karin Lehmann im Namen der Kindertagesstätten und Amtsvorgänger Stefan Fischbach. Und auch von ihren bisherigen Ausbildungs- und Wirkungsstätten wie von Volker Weis aus Breithardt und Gisela Diefenbach aus Strinz-Margarethä gab es gute Wünsche, die deutlich machten, welch positive Eindrücke sie überall hinterlassen hat.

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Mittwoch, 14. September 2016, Seite 16

 

Die Vorstände der Kirchengemeinden Burgschwalbach und Oberneisen freuen sich, mit Annette Blome (Mitte) eine neue Gemeindepfarrerin in ihrer Mitte zu haben. Den Ordinationsgottesdienst für die 36-jährige Theologin in der Rundkirche Oberneisen gestalteten Propst Oliver Albrecht, Pfarrer Dr. Jürgen Noack, Pfarrer Rolf Haller und der Prodekan des Dekanats Nassauer Land Christian Dolke (von links).

Foto zur Meldung: Evangelische Kirchengemeinde Burgschwalbach: Segen und viele gute Wünsche für Pfarrerin
Foto: Die Vorstände der Kirchengemeinden Burgschwalbach und Oberneisen freuen sich, mit Annette Blome (Mitte) eine neue Gemeindepfarrerin in ihrer Mitte zu haben. Den Ordinationsgottesdienst für die 36-jährige Theologin in der Rundkirche Oberneisen gestalteten

Evangelische Kirchengemeinde Burgschwalbach: Pfarrerin macht im Aartal viele positive Erfahrungen

(30.08.2016)

Kirche Propst Albrecht ordiniert Annette Blome und führt sie in den Dienst als Gemeindepfarrerin für Burgschwalbach und Oberneisen ein

Oberneisen/Burgschwalbach. Wenn Annette Blome am Samstag, 10. September, in der Rundkirche von Oberneisen ordiniert wird, hat sie die Region schon etwas kennen gelernt. Seit Juni ist die 36-jährige Theologin Gemeindepfarrerin für die evangelischen Kirchengemeinden Burgschwalbach und Oberneisen, zu der auch Lohrheim und Netzbach gehören. Sie trat die Nachfolge von dem im September 2015 nach Nassau gewechselten Stefan Fischbach an.

Ihr erster Eindruck: „Die Leute sind total hilfsbereit.“ Es brauche natürlich etwas Zeit, die Menschen, Einrichtungen, Gemeindegruppen und Gegebenheiten kennen zu lernen, sagt Blome. Als „echte Perlen“ empfindet sie dabei die beiden Gemeindesekretärinnen, und hilfreiche Unterstützung erfahre sie von den beiden Kirchenvorständen, die die mehr als 1600 Evangelischen in den vier Ortschaften vertreten. Der Propst für Süd-Nassau, Oliver Albrecht, wird die Pfarrerin zur Anstellung ins Amt einführen und mit der Ordination für den Dienst in der evangelischen Kirche segnen.

Damit ist Blome an einem neuen Lebensabschnitt angelangt, der gar nicht sofort auf ihrer beruflichen Wunschliste stand, als sie in ihrer Heimat Trendelburg im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen ihr Abitur in der Tasche hatte. Zunächst absolvierte sie nämlich eine Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA) und arbeitete ein Jahr lang in einer Apotheke. „Immer Apotheke konnte ich mir dann aber auch nicht vorstellen.“ Ein kirchlich geprägtes Elternhaus und vor allem ein vierwöchiges Gemeindepraktikum im Grundstudium festigten ihren Entschluss, den Weg ins Pfarramt einzuschlagen: „Ich habe gemerkt, dass mir das unheimlich Spaß macht und ich es mir auch zutraue.“

So studierte sie in Frankfurt, Leipzig und Mainz Theologie, absolvierte ein Spezialvikariat in der Behinderten-Seelsorge und ihr Vikariat in Strinz Margarethä, einem Ortsteil von Hohenstein, wo sie bis zur fertigen Sanierung des Oberneiser Pfarrhauses auch noch wohnt.

Gerade ihre Erfahrungen in der Grundschule und im Konfi-Unterricht habe sie als große Bereicherung erfahren, nennt sie einen vieler positiven Aspekte des Pfarrberufs. „Außerdem kommt man als Pfarrerin mit vielen und vielfältigen Menschen zusammen.“ Es sei wichtig, in einer Pfarrerin jemanden zu haben, den man vertrauensvoll an der Lebensgeschichte teilhaben lassen kann: „Auch wenn dabei von ihr keine Lösung erwartet wird.“ Froh ist sie auch über das starke Engagement ihrer Aargemeinden in Erziehung und Bildung von Kindern. Gleich für drei Kindertagesstätten in Oberneisen, Burgschwalbach und Lohrheim ist die junge Pfarrerin jetzt zuständig.

„Erfahrungen weiterzugeben, ist doch so etwas Gutes, das Orientierung im Leben gibt!“ Wie arm wäre die Welt, geriete die biblische Erzählung von David und Goliath in Vergessenheit, hat sie ein Beispiel parat. Und dann muss sie den Kopf schütteln: „Wie kann man auf die Idee kommen, Lichterfest statt St. Martin feiern zu wollen? Es ist doch wichtig, teilen zu lernen, vor allem bei uns, die wir alles im Überfluss haben.“

Neben positiv neugierigen, hilfsbereiten, freundlichen Menschen hat Blome noch eine andere gute Seite an ihrer neuen und ersten Wirkungsstätte als Gemeindepfarrerin in den ersten drei Monaten entdeckt: „Die Landschaft hier ist wirklich schön!“ Für die Theologin, die nicht nur Musik mag, sondern auch gern wandert, also ein idealer Lebensraum. „Bei der Bewegung in der Natur bekommt man häufig die besten Ideen.“

Die Amtseinführung und Ordination von Annette Blome am Samstag, 10. September, in der evangelischen Rundkirche Oberneisen beginnt um 16 Uhr.


 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Dienstag, 30. August 2016, Seite 21

 

Auch wenn sie jetzt schon öfter in der Oberneiser Rundkirche gepredigt hat: Auf ihre Ordination als Pfarrerin in einer der eindrucksvollsten rheinland-pfälzischen Kirchen freut sich die junge Theologin ganz besonders.

 

Foto zur Meldung: Evangelische Kirchengemeinde Burgschwalbach: Pfarrerin macht im Aartal viele positive Erfahrungen
Foto: Auch wenn sie jetzt schon öfter in der Oberneiser Rundkirche gepredigt hat: Auf ihre Ordination als Pfarrerin in einer der eindrucksvollsten rheinland-pfälzischen Kirchen freut sich die junge Theologin ganz besonders.

Evangelische Kirchengemeinde Burgschwalbach: Kirche Neue Pfarrerin für Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach

(20.05.2016)

Annette Blome beendet Vakanz

Kirche Neue Pfarrerin für Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Oberneisen/Burgschwalbach. Im Pfarrhaus in Oberneisen arbeiten noch die Handwerker. Im Pfarrbüro wird eine Wand herausgebrochen, der Durchgang verändert. Die Wohnung steht seit dem Auszug von Pfarrer Stefan Fischbach im September vergangenen Jahres leer. Bald ist sie wieder mit Leben gefüllt. Annette Blome (36) arbeitet ab 1. Juni als Pfarrerin für die Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach. Sie beendet die neunmonatige Vakanz in der pfarramtlichen Verbindung. Bis sie in das Pfarrhaus einzieht, vergehen allerdings noch zwei oder drei Monate. Erst muss das Pfarrhaus fertig sein. Bis dahin bleibt sie in ihrer jetzigen Bleibe in Strinz Margarethä wohnen und pendelt vom Hohensteiner Ortsteil an die Aar.

„Ich hoffe, dass ich mit positiver Neugierde empfangen werde“, freut sie sich auf ihre Tätigkeit als Pfarrerin in den beiden Kirchengemeinden. Sie ist dann evangelische Seelsorgerin für rund 1600 Gemeindemitglieder. Zum Kirchspiel Oberneisen zählen noch die Orte Netzbach und Lohrheim.

Nach ihrem Vikariat in Strinz Margarethä ist die Stelle in Oberneisen und Burgschwalbach ihre erste Station als Pfarrerin, das allerdings zur Probe. „Nach drei Jahren setze ich mich mit den Kirchengemeinden erneut an einen Tisch und entscheide, ob ich bleibe oder nicht“, berichtet Annette Blome. Aufgewachsen ist die 36-Jährige in Nordhessen. In Trendelburg, eine Kleinstadt im Landkreis Kassel, wurde sie geboren. Nach ihrem Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin. „Danach habe ich mir überlegt, ob ich diesen Beruf mein ganzes Leben ausüben möchte. Ich habe gern mit Menschen zu tun, bin in einer kirchlich aktiven Familie aufgewachsen, und so entschied ich mich für ein Theologiestudium in Frankfurt“, berichtete Annette Blome im Gespräch mit der RLZ. Über Leipzig und Mainz, wo sie ihr kirchliches Examen ablegte, begann sie bei Pfarrer Jürgen Noack ihr Vikariat in Strinz Margarethä. Dort sammelte sie erste Erfahrungen in der kirchlichen Arbeit, unterrichtete in der Grundschule in Kettenbach, leitete Jugendgruppen und fand immer mehr Spaß „biblische Geschichten aufzuarbeiten“.

Nach einem Spezialvikariat von sechs Monaten in der Behindertenseelsorge in Wiesbaden, übernahm sie für ein Jahr eine Vertretungsstelle in Hohenstein-Breithardt. Oliver Albrecht, Propst für Süd-Nassau, wies sie auf die vakante Stelle in Oberneisen und Burgschwalbach hin. Sie interessierte sich, und es kam zu einem ersten Vorstellungstermin mit den Kirchenvorständen aus Oberneisen, Burgschwalbach, Dekan Christian Dolke und Oliver Albrecht. Sie entschied sich für die Stelle und unterzeichnete kürzlich ihren Vertrag. „Jetzt freue ich mich, dass ich in meiner ersten eigenverantwortlichen Gemeinde anfangen kann. Zunächst will ich die Gemeinden kennenlernen, mich mit ihr austauschen und dann gemeinsam festlegen, was möglich ist. Die Kirche muss offen sein und sich an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten“, blickt sie in die ersten Monate als Pfarrerin. Im September erfolgt ihre offizielle Ordination. Eine weitere Aufgabe sei es, die beiden Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach zusammenzuführen.

Neu für Annette Blome ist die Arbeit mit den drei Kindertagesstätten in Oberneisen, Burgschwalbach und Lohrheim, die sich in der Trägerschaft der Kirche befinden. „Das betrachte ich als Chance, neue Erfahrungen zu sammeln und mit den Menschen in Kontakt zu kommen“, sagt Annette Blome. Auch der Kontakt mit den Pfarrern in den Nachbargemeinden an der Aar ist ihr ein besonderes Anliegen.

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 20. Mai 2016, Seite 22

 

Annette Blome arbeitet ab 1. Juni als Pfarrerin in den Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach. Foto: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Evangelische Kirchengemeinde Burgschwalbach: Kirche Neue Pfarrerin für Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach
Foto: Annette Blome arbeitet ab 1. Juni als Pfarrerin in den Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach. Foto: Uli Pohl

ev. Kirchengemeinde: Pfarrhaus wird zum Ort der Begegnung

(22.02.2016)

Kirche Verkauf des Gemeindehauses sichert finanzielle Zukunft der evangelischen Kirchengemeinde Burgschwalbach

Burgschwalbach. Wichtige Weichen für die Zukunft und insbesondere die finanzielle Sicherheit der Gemeinde hat die evangelische Kirchengemeinde Burgschwalbach gestellt. Der zurzeit pfarrerlose Kirchenvorstand hat sich für den Verkauf des in die Jahre gekommenen Gemeindehauses und einen Umbau des Pfarrhauses zu einem Gemeindezentrum entschieden, und dies aus gutem Grund.

Wie in allen Kirchengemeinden sinkt auch im rund 1200 Einwohner zählenden Burgschwalbach vor allem demografisch bedingt die Zahl der Evangelischen jedes Jahr um etwa ein Prozent. Hatte die Kirchengemeinde 1996 noch 768 Mitglieder, sind es heute 102 Personen weniger. Ein Ende dieser Entwicklung ist weder in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) noch in Burgschwalbach abzusehen. Das hat nicht zuletzt Folgen auf die Finanzlage.

Die Landeskirche senkt die Zuschüsse. Kaum eine Gemeinde dieser Größenordnung kann aus eigener Kraft noch teure Gebäude unterhalten geschweige denn sanieren.„Die Entwicklung ist insgesamt sehr schmerzhaft für uns“, erklärt Kirchenvorstandsvorsitzende Ulrike Gapp den Verkauf des Gemeindehauses und die Umbaupläne fürs Pfarrhaus, wo Burgschwalbachs letzte Pfarrerin im Juli 2013 auszog. Die Weichen seien von der Kirchenverwaltung gestellt worden und hätten niemandem in der Gemeinde gefallen. Beim Gemeindehaus handelt es sich um eine umgebaute Fachwerkscheune aus dem 18. Jahrhundert. 1986 kam es in den Besitz der Kirchengemeinde und ist seither bis auf die Außenfassade 1998 und kleine Reparaturarbeiten noch nie saniert worden. Auf durchschnittlich rund 3000 Euro pro Jahr beliefen sich zuletzt die Unterhaltungskosten. Kirchlich genutzt wurde das Gemeindehaus nur noch vom ökumenischen Frauenkreis, den Konfirmanden und für die Sitzungen des Kirchenvorstands. Eine Sanierung wäre wie auch im Pfarrhaus in nächster Zeit unumgänglich gewesen. „Wir hätten finanziell keine Chance gehabt, beide Gebäude zu sanieren“, so Gapp. „Aber den Kopf einfach in den Sand zu stecken hilft ja auch nicht weiter.“

Es habe keine Alternative gegeben, sich von einem Gebäude zu trennen, damit das andere auf Dauer erhalten bleiben kann. Rückendeckung erhielten Gapp und der einstimmig hinter der Entscheidung stehende Kirchenvorstand nicht nur von Dekan Christian Dolke, sondern auch von dem für die Bauverwaltung zuständigen Vertreter der EKHN-Verwaltung, Joachim Bay. „Burgschwalbach ist kein Einzelfall. Es gibt zahlreiche Gemeinden in unserer Landeskirche, die sich derzeit von Gebäuden trennen müssen, um für die nächsten Jahre finanziell auf sicheren Beinen zu stehen.“ Und auf den konkreten Fall angesprochen, erklärt Bay: „Die Zuweisung für das Gemeindehaus aus Darmstadt wäre in den kommenden Jahren gekürzt worden; die für den Zuschuss ausschlaggebende Versammlungsfläche beim Erhalt beider Gebäude war schon jetzt an ihre Grenze geraten. Die Ausgaben hätten dann aus den Rücklagen gestemmt werden müssen.“ Bay war es auch, der der Gemeinde zunächst vorschlug, sich vom Pfarrhaus zu trennen, um Unterhaltungskosten zu sparen. Der Kirchenvorstand präferierte allerdings den Verkauf des entfernteren Gemeindehauses, um das gemeindeeigene Gebäude direkt neben der Kirche erhalten zu können und in ein Gemeindezentrum umzuwandeln, zumal die Nutzung des Gemeindehauses in der Vergangenheit immer mehr zurückging. „Die Nähe des Pfarrhauses zur Kirche war uns dabei wichtig“, sagt Roger Aßmann, Mitglied im Bauausschuss der Kirchengemeinde. „Hier ist die Mitte des Dorfes, hier ist das Dorfgemeinschaftshaus, hier gibt es einen Garten, hier gibt es eine Toilettenanlage für die Gottesdienstbesucher, von hier aus lassen sich dank der Küche ein Kirchkaffee oder ähnliche Angebote viel leichter organisieren.“ Das könne auch das Gemeindeleben fördern.

Glücklicherweise habe sich für das Gemeindehaus schnell eine Käuferin gefunden. Das sichert zumindest einen Grundstock zur Finanzierung der Sanierung. Darüber hinaus hofft die Gemeinde auf einen 65-prozentigen Zuschuss der Landeskirche sowie auf Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm.

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Montag, 22. Februar 2016, Seite 24

 

Das in unmittelbarer Nähe der Kirche gelegene Pfarrhaus im Zentrum von Burgschwalbach soll zu einem Gemeindezentrum umgebaut werden. Die Wohnung im ersten Obergeschoss bleibt jedoch erhalten.

 

 

Schauten sich jetzt die Pläne für den Umbau des Pfarrhauses in ein Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde Burgschwalbach an (von links): Alisha Lauter, Heidi Schnee, Roger Aßmann, Ulrike Gapp und Kerstin Reinl.

 

Architekt erarbeitet Konzept für den Umbau und künftige Nutzung

Ein Architekt arbeitet derzeit am Konzept für den Umbau, der noch im Sommer dieses Jahres beginnen soll. Die Wohnung im ersten Stock bleibt erhalten. Im Erdgeschoss soll neben dem Pfarrbüro durch eine Neuaufteilung der Räume ein Gemeindesaal mit einem barrierefreien Zugang entstehen. Unter dem Dach wird Platz für das Kirchenarchiv geschaffen sowie Lagerraum für Gemeinde und Mieter. Für die Sanierung bleibt der Kirchenvorstand auf sich gestellt. Seit Januar 2015 besteht zwischen Burgschwalbach und Oberneisen eine pfarramtliche Verbindung. Die Stelle ist nach dem Wegzug von Stefan Fischbach vakant. „Wir hoffen aber, dass zur Einweihungsfeier auch ein neuer Pfarrer oder eine neue Pfarrerin gefunden ist“, blickt Ulrike Gapp optimistisch in die Zukunft

Foto zur Meldung: ev. Kirchengemeinde: Pfarrhaus wird zum Ort der Begegnung
Foto: Schauten sich jetzt die Pläne für den Umbau des Pfarrhauses in ein Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde Burgschwalbach an (von links): Alisha Lauter, Heidi Schnee, Roger Aßmann, Ulrike Gapp und Kerstin Reinl.

ev. Kirchengemeinde: Stefan Fischbach wechselt von der Aar an die Lahn

(27.05.2015)

Kirche Pfarrer verlässt Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Oberneisen/Burgschwalbach. Pfarrer Stefan Fischbach verlässt im Sommer die beiden Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach und wechselt nach Nassau. Der Kirchenvorstand hat den 49-Jährigen bereits gewählt. Am Montag läuft die Einspruchsfrist aus. Fischbach rechnet mit einem positiven Ergebnis. Der Pfarrer hatte den Gemeinden seine Entscheidung, von der Aar an die Lahn zu wechseln, am Pfingstsonntag am Ende des Konfirmationsgottesdienstes in Oberneisen und am Montag in Burgschwalbach mitgeteilt.

Fischbach ist seit 1. April 2003 Seelsorger in der Kirchengemeinde Oberneisen, zu der auch die Orte Netzbach und Lohrheim zählen. Seit 1. Januar dieses Jahres – mit Einführung des neuen Pfarrstellenbemessungsgesetzes – ist er auch offiziell für die Kirchengemeinde Burgschwalbach tätig. Dort übernahm er zuvor jedoch schon die Vertretung in der Vakanz, nachdem Pfarrerin Melanie Schneider Burgschwalbach zum 1. Juli 2013 verlassen hatte. Beide Kirchengemeinden werden von Stefan Fischbach in einer ganzen Stelle betreut. Wann genau der Wechsel vollzogen wird, ist zurzeit noch offen. Möglich ist der Monat September.

Private Gründe waren es, die Fischbach veranlassten, sich auf die ganze Stelle in Nassau zu bewerben. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Ich gehe schweren Herzens, freue mich aber auch auf die neuen Aufgaben“, berichtete Stefan Fischbach in einem Gespräch mit der RLZ. Zu beiden Kirchengemeinden habe er ein hervorragendes Verhältnis, doch mit Nassau sei eine Pfarrstelle frei geworden, die ihn sehr nah an seine Heimat Dausenau führe. Dekan Christian Dolke wertet den Weggang von Stefan Fischbach als einen ganz normalen Vorgang: „Nach zwölf Jahren an einem Ort ist der Wechsel zu einer neuen Pfarrstelle nicht ungewöhnlich. Ich akzeptiere die Entscheidung von Stefan Fischbach.“ Die Pfarrstelle werde nun neu bilanziert und ausgeschrieben. Auch Peter Pelk, Ortsbürgermeister von Oberneisen und Vorsitzender des Kirchenvorstands, versteht die Entscheidung.

„Stefan Fischbach hat viel für die Kirchengemeinde getan und auf die Finanzen geachtet. Er hinterlässt eine intakte Gemeinde. Es endet eine lange Epoche in guter Zusammenarbeit. Doch mit jedem Ende kommt auch ein Neuanfang. Eine Pfarrersfamilie wäre für uns ideal“, hofft Pelk auf eine rasche Nachfolge und auf keine oder nur sehr kurze Vakanz.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 27. Mai 2015, Seite 16

 

Die neuen Glocken für die Rundkirche waren sicher ein Höhepunkt in den zwölf Jahren, in denen Stefan Fischbach (rechts, mit roter Jacke) als Seelsorger in der Kirchengemeinde Oberneisen tätig war. Foto: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: ev. Kirchengemeinde: Stefan Fischbach wechselt von der Aar an die Lahn
Foto: Foto: Uli Pohl

Flüchtlingshilfe "Untere Aar": Kleiderkammern/ Zwischenlager in Burgschwalbach und Hahnstätten nehmen ihre Arbeit auf

(01.04.2015)

Ab sofort stehen in der Burgblickhalle Burgschwalbach, Panröderstr. 28 und im Evangelischen Gemeindehaus Hahnstätten, Kirchgasse, je ein Raum zur Verfügung, in denen dringend benötigter Bedarf, wie z. B. gespendete Bekleidung und Haushaltsgegenstände, für unsere in der Verbandsgemeinde aufgenommenen Flüchtlinge  zwischengelagert werden kann.

Aufgrund der nur begrenzten Raumkapazitäten muss so  verfahren werden, dass nur tatsächlicher Bedarf nach telefonischer Absprache direkt von den Spendern an die Betroffenen weitergeleitet wird oder - ist diese Möglichkeit nicht gegeben - werden die Spenden nach ebenfalls telefonischer Absprache gerne bis zur Weitergabe  zwischengelagert. Zu beachten ist hierbei, dass der Schwerpunkt der zwischengelagerten Spenden in Burgschwalbach auf Haushaltsgegenständen und Kinderspielzeug liegt, in Hahnstätten auf Bekleidung und Wäsche. Die eingegangen Spenden werden inventarisiert, so dass ein aktueller Überblick über den Bestand bei Anfragen stets gegeben ist. Die Helferinnen und Helfer in den beiden Ortsgemeinden stehen im Austausch bezüglich des jeweiligen konkreten Bedarfs.

Bitte beachten Sie, dass im Mitteilungsblatt unter dem Logo der Initiative regelmäßig darüber informiert wird, was aktuell gerade gebraucht und gesucht wird. Immer benötigt werden Fahrräder, Bettwäsche, Handtücher, Töpfe, Pfannen, Geschirr und Besteck sowie Alltagsgegenstände wie Wäscheständer, Bügeleisen usw. Auch Kinderbekleidung und Spielsachen sind immer willkommen! Kleidung für Erwachsene wird eher gezielt nach Größe und Geschlecht gesucht und öffentlich bekannt gegeben, Ausnahme sind dicke Jacken, Mützen und Handschuhe. Bitte beachten Sie, dass die Kleidung gewaschen und möglichst ohne Defekte sein sollte!

 

Aktuell werden auch noch Regale für die Kleiderkammern/ Zwischenlager benötigt.

 

Als Ansprechpartner haben sich in Burgschwalbach

Herr Rolf Datow (Telefon: 0176/ 83206285) und

Frau Anja Dietrich (Telefon: 06430/ 928114) und

 

in Hahnstätten

Frau Heike Hansmann (Telefon: 06430/ 1213),

Frau Dagmar Szitnick (Telefon: 06430/ 7679) und

Frau Alexandra Biehl (Telefon: 06430/ 5284)

zur Verfügung gestellt.

Schon jetzt sei allen potenziellen Spendern, als auch allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ganz herzlich für ihre Unterstützung gedankt.

 

Für die Flüchtlingshilfe „Untere Aar“

Andrea Dressler und Achim Lauer

 

 

ev. Kirchengemeinde, ev. Kindertagesstätte „SALTO VITALE“: Nachwuchs geht auf sechsstündige Weltreise

(19.11.2014)

Religion Nach 15-jähriger Pause lud die evangelische Kirchengemeinde wieder zu einem Kinderbibeltag ein

Burgschwalbach. Erstmals seit 15 Jahren fand in der evangelischen Kirchengemeinde Burgschwalbach wieder ein Kinderbibeltag statt. „Durch den Weggang unserer Pfarrerin Melanie Schneider und der damit verbundenen Neuorientierung in unserer Kirchengemeinde war auch der Kindergottesdienst ins Stocken geraten,“ erzählen die beiden Kirchenvorsteherinnen Kerstin Reinl und Andrea Dreßler.

Anregungen und Hilfe holten sich die beiden Frauen beim Flachter Pfarrer Daniel Cremers. Cremers, der sich die Pfarrstelle in Flacht mit seiner Frau teilt, ist zusätzlich mit der religionspädagogischen Betreuung des Burgschwalbacher Kindergartens beauftragt, um Pfarrer Stefan Fischbach, der seit dem Weggang von Melanie Schneider auch für Burgschwalbach zuständig ist, zu unterstützen.

Am vergangenen Samstag war es dann so weit: Für 30 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren ging es auf Weltreise. Der Tag begann in der Kirche, wo man gemeinsam sang und erste Reisevorbereitungen traf. Dann besuchten die Kinder in kleinen Reisegruppen die Länder Norwegen, Kolumbien, Ruanda, Indien und Libanon. In den jeweils landestypisch hergerichteten Räumen des Pfarrhauses konnten sie sich kreativ und spielerisch dem jeweiligen Land und seinen Eigenarten annähern. „Das hat total Spaß gemacht!“, sagten mehrere Kinder, als die Reise am Nachmittag in der Kirche zu Ende ging. Pfarrer Cremers feierte mit ihnen einen mitreißenden Kindergottesdienst zum Thema „Große bunte Welt“.

Nach mehr als sechs Stunden Weltreise forderten die Kinder lautstark eine Zugabe. „Das habe ich in der Kirche schon länger nicht mehr zu hören bekommen“, freute sich Cremers zusammen mit allen ehrenamtlichen Helfern. Andrea Dreßler bedankte sich stellvertretend für den Kirchenvorstand für das große Engagement, ohne das dieser Tag nicht hätte stattfinden können.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 19. November 2014, Seite 16

 

Die 30 Kinder hatten einen Riesenspaß an der Weltreise, die sie in die Länder Norwegen, Kolumbien, Ruanda, Indien und Libanon führte. Zum Abschluss nahmen sie an einem Kindergottesdienst mit Pfarrer Daniel Cremers teil.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 19. November 2014, Seite 16

 

Ev. Kirchengemeinde: Gelebtes Beispiel für die Integration von Flüchtlingen

(28.10.2014)

Hilfsaktion In Burgschwalbach hat sich eine private Initiative gegründet.  Von unserem Mitarbeiter Uli Pohl

 

Burgschwalbach. Ihr Schicksal und ihre Leiden lassen sich kaum erahnen. Etwas schüchtern, zurückhaltend, doch auskunftsfreudig und höflich beantworten die drei Männer im evangelischen Gemeindehaus in Burgschwalbach in einem Gespräch mit der RLZ die Fragen zu ihrer Herkunft und auf welchen Wegen sie in den Ort in der Verbandsgemeinde Hahnstätten gelangten. Die drei Männer aus Eritrea sind im evangelischen Gemeindehaus untergebracht. Das Haus im Besitz der Kirchengemeinde steht leer, seit die Pfarrerin Burgschwalbach verlassen hat. Die Seelsorge in der Kirchengemeinde übernahm Pfarrer Stefan Fischbach aus Oberneisen, der beide Gemeinden seelsorgerisch betreut.

Im August kam die Anfrage der Verbandsgemeinde, den vorhandenen Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. In einem spontanen Treffen erklärte sich der Kirchenvorstand bereit, einen Teil der Wohnung für die drei Eritreer zu vermieten. Im Haus ist noch das Gemeindebüro eingerichtet. Die Männer sind 36, 32 und 20 Jahre alt.

 

Es ist ein Beispiel, das Schule machen könnte

Diese Situation war der Auslöser für eine vorbildliche Hilfsinitiative im Ort. Ein Beispiel, das Schule machen könnte. Rund 20 Bürger erklärten sich bereit, die Eritreer zu unterstützen, ihnen ergänzend zur Versorgung durch die Verbandsgemeinde eine Hilfestellung im alltäglichen Leben zu geben. Mit den Eritreern weitete sich der Blick auf die weiteren Asylsuchenden in Burgschwalbach. Dort wohnen zurzeit noch eine syrische Familie mit drei Kindern sowie eine tsche tschenische Familie mit vier Kindern. Anfang November wird eine weitere Familie aus Syrien erwartet. „Der Einzug der drei Männer in das Gemeindehaus war die Initialzündung für spontane Hilfeleistungen für alle Flüchtlinge im Ort“, berichten Andrea Dressler aus dem Kirchenvorstand und Pfarrer Stefan Fischbach. Sie betonen beide ausdrücklich, dass es sich nicht um eine Initiative der Kirchengemeinde handelt.

„Zu einem ersten Treffen, in dem wir die Situation thematisierten, kamen rund ein Dutzend Bürger aus dem Ort. Hilfsbereite Menschen, die vom Schicksal der Flüchtlinge erfahren hatten“, erklärt Andrea Dressler. Inzwischen sind rund 20 Einwohner in einem Netzwerk organisiert, tauschen sich über noch benötigte Dinge für den Lebensunterhalt der Flüchtlinge aus. Die Verbandsgemeinde stellt eine Grundausstattung bereit. Doch darüber hinaus werden viele Dinge benötigt. So erklärten sich Frauen und Männer aus Burgschwalbach bereit, den Asylsuchenden erste Deutschkenntnisse beizubringen. Während Frauen in einem Kurs der Volkshochschule in der Verbandsgemeinde Deutsch lernen können, gab es bisher kein Angebot für Männer. Über das Mehrgenerationenhaus im Kreml wurde jetzt ein Kurs für sie organisiert. Ab Januar können sie in Zollhaus die deutsche Sprache erlernen, eine Voraussetzung für den weiteren Aufenthalt in der Bundesrepublik. Alle haben einen Antrag auf Asyl gestellt. Sie wollen in Deutschland bleiben, ihre Vergangenheit hinter sich lassen.

 

Jetzt sind sie zum Weltklang-Festival eingeladen

Die Initiative treibt die Integration der neuen Mitbewohner in den Ort voran. Mit Besuchen auf dem Sportplatz am Märchenwald oder der Begleitung zu Einkäufen wurden erste Hürden überwunden. Am heutigen Samstagabend sind die drei Eritreer zum Besuch des Weltklang-Festivals in Katzenelnbogen eingeladen. Dort treffen sie auf Asylsuchende, die in der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen untergebracht sind. Für sie hat Veranstalter Matthias Frey Freikarten zur Verfügung gestellt. Ein Zeichen der Integration, der Hilfsbereitschaft und dass alle in der Region willkommen sind.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 25. Oktober 2014, Seite 11

 

Ev. Kirchengemeinde: Melanie Schneider den Abschied schwer gemacht

(26.06.2013)

Kirche Dekan entpflichtet Seelsorgerin als Gemeindepfarrerin von Burgschwalbach

Burgschwalbach/Holzappel. Auch wenn die Gemeindeglieder Melanie Schneider den Wechsel von zwei halben in Burgschwalbach zu einer vollen Pfarrstelle in Holzappel gönnten – das ein und andere Tränchen floss dann doch, als die Gemeindepfarrerin jetzt mit einem Festgottesdienst verabschiedet wurde. Sechseinhalb Jahre arbeitete die Seelsorgerin unter der Burg, ihrer ersten Pfarrstelle.

Schneider machte in ihrer letzten Predigt als Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde den Burgschwalbachern Mut, dass nicht sie es sei, die Gemeinde ausmache, sondern alle getauften Christen der Dorfgemeinschaft. „Auch wenn hier kein Pfarrer mehr wohnt und kein Licht mehr brennt, geht in unserer Gemeinde nicht das Licht aus“, so die Theologin, die auf das Jesus-Wort verwies: „Ihr seid das Licht der Welt!“.

Anschaulich bestückte sie ein großes hölzernes Facettenkreuz – Erkennungszeichen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau – mit Gegenständen, die zum Predigtvers „Wir haben hier keine bleibende Stadt“ passten: Die Bibel als Grundlage, ein deutlich oft genutztes Gesangbuch, Wanderschuhe und Schnittblumen. Ob in Burgschwalbach oder an ihrer neuen Wirkungsstätte in Holzappel: Christen blieben verbunden in einem Herrn, einem Glauben und einem Geist. Zuletzt deutete Schneider als Zeichen der Kontinuität auf den Taufstein aus dem Jahr 1714 hin, der gute wie schlechte Zeiten überdauert habe. „Die Taufe ist das weltweit verbindende Element der Christen, so die Theologin, „getauft wird man nur ein- und für allemal.“

Dekan Christian Dolke entpflichtete Schneider von ihrem Dienst als Burgschwalbacher Gemeindepfarrerin und rief der Gemeinde ein Bild von einer jungen Frau in den Sinn, das einen Jungen trägt. „Wird Dir die Last nicht zu groß?“, sei sie gefragt worden und habe geantwortet: „Das ist doch keine Last, das ist doch mein Bruder.“ In diesem Sinne wünschte er auch der Gemeinde, sich gegenseitig zu stützen und zu tragen. Nach Schneiders Weggang wird Burgschwalbach jetzt von Pfarrer Stefan Fischbach aus Oberneisen mit betreut. Im Zuge einer neuen Pfarrstellenbemessung könnten die beiden Gemeinden ab 2015 dann eine pfarramtliche Verbindung bilden.

Mit einem schwedischen Sommerpsalm und dem Satz „In der Ferne“ verschönerte der Frauenchor Burgschwalbach unter Leitung von Konstantin Funk den Gottesdienst und sorgte für einen stimmungsvollen musikalischen Abschiedsgruß an die Pfarrerin. Die stellvertretende Vorsitzende Silke Schmoeger sowie Ulrike Gapp und Dieter Kramer überreichten Schneider im Namen der Kirchengemeinde und deren Vorstand Abschiedsgeschenke. Einen Blumenstrauß übergab Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian der Pfarrerin und erinnerte an die positiven Spuren, die sie für die ganze Gemeinde hinterlasse.

Stefan Fischbach dankte Schneider im Namen der Pfarrerschaft an der Aar für das stets unkomplizierte Miteinander. Vor der Kirchentür bekam die scheidende Gemeindepfarrerin nicht nur zahlreiche gute Wünsche für ihren Weg von der Aar in die Esterau mit, dort empfingen auch die Palmbachtaler die Besucherschar mit schönen volkstümlichen Weisen und Wanderliedern, die der passionierten Wanderin ganz besonders gut gefallen haben dürften.

Am Sonntag, 7. Juli, um 14 Uhr wird Schneider als neue Gemeindepfarrerin in Holzappel in ihren Dienst eingeführt.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 26. Juni 2013, Seite 22

 

Melanie Schneider im Kreis des Kirchenvorstands, Dekan Christian Dolke und Stefan Fischbach aus Oberneisen, der Burgschwalbach zunächst mit betreut. Im Zuge einer neuen Pfarrstellenbemessung könnten die beiden Gemeinden ab 2015 dann eine pfarramtliche Verbindung bilden.

 

Foto zur Meldung: Ev. Kirchengemeinde: Melanie Schneider den Abschied schwer gemacht
Foto: Ev. Kirchengemeinde: Melanie Schneider den Abschied schwer gemacht

Ev. Kirchengemeinde: Melanie Schneider verlässt Burgschwalbach

(21.06.2013)

Seelsorge Pfarrerin wechselt in die Esterau nach Holzappel

Burgschwalbach. Wenn Melanie Schneider am kommenden Sonntag um 14 Uhr mit einem Gottesdienst als Gemeindepfarrerin von Burgschwalbach verabschiedet wird, hat die Theologin ein lachendes und ein weinendes Auge. „Von zwei halben Stellen auf eine volle wechseln zu können, ist für mich schon mit der Vorfreude verbunden, endlich ganz an einem Ort anzukommen“, erzählt die 38-Jährige. Doch in den sechseinhalb Jahren, die sie als erste Pfarrstelle ihres Berufslebens an der Aar verbracht hat, gab es viele schöne Erinnerungen und Begegnungen, die sie nun zurücklassen muss.

Unvergessen bleiben ihr etwa die Lichter-Andachten beim Weihnachtsmarkt, der rund um „dieses wunderschöne Kirchlein“ stattfindet. Und nicht nur, wenn sie von der vollen Kirche, gut besuchten Wandergottesdiensten mit schönen Grillabenden rund um das Gotteshaus berichtet, beginnen ihre Augen zu strahlen. Auch das idyllische Innere des Gotteshauses selbst wird sie vermissen, wenngleich ihr die Kirche zu Beginn ihrer Dienstzeit die ersten Sorgenfalten bescherte, weil das Dach saniert werden musste.

„Das war wie ein Sprung ins kalte Wasser“, erinnert sich Schneider. Auch die Kinder der Gemeinde, die sie einst in der evangelischen Kindertagesstätte „Salto Vitale“ kennenlernte, sind ihr ans Herz gewachsen. Mittlerweile trifft sie die ehemaligen Knirpse durch ihren Unterricht an der Grundschule in Hahnstätten als ABC-Schützen wieder.

Die wechselnden Einsätze und Vertretungsdienste, die ihr die andere Hälfte ihres Dienstes bescherte, führten Schneider nach St. Peter in Altendiez, Flacht und die andere Gemeinden im Aartal, Eppenrod und zuletzt zur Jakobusgemeinde nach Freiendiez. Allein an Heilig Abend hatte Schneider fünf Dienste zu absolvieren. Die Pfarrerin sieht das als eine Bereicherung für ihr weiteres Berufsleben an. „Man blickt über den Tellerrand, was sehr wertvoll ist, und man lernt sehr viele Menschen kennen.“

Als sehr wohltuend hat sie in den vergangenen Wochen das Verständnis empfunden, das ihr Bürger für ihren Wechsel nach Holzappel entgegengebracht haben. „Das hat gut getan“, sagt Schneider und hofft, dass auch der 13-jährigen Weimaranerin „Erra“ der Umzug aus dem Aartal in die Esterau gut bekommt.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 21. Juni 2013, Seite 22

 

Melanie Schneider – hier mit ihrem Weimaraner „Erra“ – wird am Sonntag um 14 Uhr in einem Gottesdienst als Burgschwalbacher Gemeindepfarrerin verabschiedet.

Foto zur Meldung: Ev. Kirchengemeinde: Melanie Schneider verlässt Burgschwalbach
Foto: Ev. Kirchengemeinde: Melanie Schneider verlässt Burgschwalbach

Ev. Kirchengemeinde: Pfarrerin verlässt Kirchengemeinde Burgschwalbach

(16.05.2013)

Seelsorge Melanie Schneider wechselt zum 1. Juli nach Holzappel in die Esterau Von unserem Redakteur Uli Pohl

 

Burgschwalbach. Nach sechs Jahren seelsorgerischer Tätigkeit in der Kirchengemeinde Burgschwalbach wechselt Pfarrerin Melanie Schneider zum 1. Juli in die Esterau und übernimmt die vakante Stelle der Kirchengemeinde Holzappel, zu der auch die Orte Laurenburg, Scheidt und Horhausen zählen. Ein Wechsel, der ihr schwerfällt, doch die Gründe sind nachvollziehbar. „In Holzappel übernehme ich eine volle Stelle. In Burgschwalbach hatte ich eine halbe. Eine weitere halbe übernahm ich als Springer in einzelnen Gemeinden“, erläutert sie ihren Wechsel nach Holzappel.

Weiter sieht sie die Pfarrstelle in der Esterau als dauerhaft an, während die in Burgschwalbach aufgrund der veränderten Strukturen in der Evangelischen Kirche verändert werden könnte. Im Zuge der neuen Bemessungsgrundlage der Pfarrstellen könnten die seelsorgerischen Zuständigkeiten im Dekanat Diez neu aufgeteilt werden. „Die Tätigkeit in Holzappel gibt mir eine Perspektive. Dort kann ich bleiben, während die Zukunft in Burgschwalbach offen wäre“, führt die 38-Jährige weiter an.

In Burgschwalbach habe sie sich schnell wohlgefühlt. Als sie dort 2007 ihre erste eigenverantwortliche Pfarrstelle von Vorgänger Ingo Henrich übernahm, hatte sie zunächst alle Hände voll zu tun. „Doch nach und nach habe ich mich eingearbeitet, eingelebt und wohlgefühlt“, so Melanie Schneider. Sie selbst bezeichnet sich als Landei und liebt die ländliche Struktur in den Dörfern. „Eine Tätigkeit in einer Stadt käme nie infrage“, betont die scheidende Pfarrerin, die in Nastätten geboren wurde und aufgewachsen ist.

In Holzappel war sie die einzige Bewerberin für die Nachfolge der im Oktober 2012 verabschiedeten Pfarrerin Sabin Jungbluth. Die, so Schneider, sehr rührige Kirchengemeinde Burgschwalbach verlässt sie mit Wehmut, doch freut sie sich schon auf ihre neue Arbeit in Holzappel. Eine Herausforderung, schließlich betreut sie in ihrem neuen Umfeld weitaus mehr Menschen als in Burgschwalbach.

Wie es um die seelsorgerische Zukunft in Burgschwalbach aussieht, bleibt offen. Die Pfarrstelle von Melanie Schneider bleibt wahrscheinlich zunächst vakant. Ihre Tätigkeit übernehmen andere Pfarrer in Vertretung. Ihre Wohnung im evangelischen Gemeindehaus bleibt zunächst leer. Das Gebäude ist im Besitz der Kirchengemeinde Burgschwalbach. Die Verabschiedung von Melanie Schneider in Burgschwalbach ist am Sonntag, 23. Juni, um 14 Uhr. Die Einführung in Holzappel ist auf Sonntag, 7. Juli, 14 Uhr, terminiert. Bevor sie ihre vertraute Umgebung in der Palmbachgemeinde verlässt, wartet zunächst die Konfirmation am Pfingstsonntag auf die Pfarrerin. Danach wird sie nach und nach ihre Koffer packen, bevor sie ihre Zelte in ihrer neuen Heimat in der Esterau aufschlägt.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 16. Mai 2013, Seite 24

 

Sechs Jahre war Melanie Scheider in Burgschwalbach tätig. Dort hat sie viel bewegt, doch liegt ihre berufliche Zukunft in der Esterau. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ev. Kirchengemeinde: Pfarrerin verlässt Kirchengemeinde Burgschwalbach
Foto: Ev. Kirchengemeinde: Pfarrerin verlässt Kirchengemeinde Burgschwalbach

Evangelische Kirchengemeinde: Konfirmation vor 65 Jahren gedacht

(03.04.2013)

Burgschwalbach. Vor 65 Jahren waren sie schon einmal zur Konfirmation vor dem Altar zusammengekommen. Jetzt trafen sich die Jugendlichen von damals zu ihrer Eisernen Konfirmation in der Kirche in Burgschwalbach zu einem von Pfarrerin Melanie Schneider gestalteten Gottesdienst. Mit dabei waren (von links) Helen Herbst, geb. Reusch, Ursula Look, geb. Christ, Norbert Bender, Otto Butzbach, Ernst Spriestersbach, Friedel Georg und Otto Ohlemacher.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 3. April 2013, Seite 22

Foto zur Meldung: Evangelische Kirchengemeinde: Konfirmation vor 65 Jahren gedacht
Foto: Evangelische Kirchengemeinde: Konfirmation vor 65 Jahren gedacht

Gotteshaus ist spannend wie ein Krimi

(07.01.2011)

Ortsbesichtigung Burgschwalbacher Kirche ist rund 1000 Jahre alt – Bürger helfen bei Erhalt

Von unserer Mitarbeiterin

Wilma Rücker

Burgschwalbach. Romanischer Wehrbau trifft auf gotischen Chorraum, vorchristliche Runenzeichnungen begegnen christlichen Symbolen. Ein Pfarrer, der mindestens vier seiner Gemeindemitglieder, darunter seine eigene Tante, auf den Scheiterhaufen schickte, hat auf dem Weg zur Kanzel eine dauerhafte Botschaft hinterlassen. Eine Grabplatte hinter dem Altar von 1557 mit rätselhaften Inschriften und zwei wunderbare Buntglasfenster des Odenwälder Künstlers Heinz Hindorf über dem Altar. Der Besucher der Burgschwalbacher Kirche ist bereits auf den ersten Blick beeindruckt. Doch das ist noch lange nicht alles, was die kleine, ungewöhnliche Kirche zu bieten hat.

Pfarrerin Melanie Schneider, bekannt für ihre lebensnahen und zeitaktuellen Predigten, machte einen Extrabesuch außerhalb der Gottesdienstzeit möglich. Gerade erst hat die Kirche für mehr als 100 000 Euro ein neues, stabiles Dach bekommen. Abreißen und erneuern, wie vielerorts Mode geworden und auch praktiziert wird, kommt hier nicht infrage. Wie die Pfarrerin erzählt, wird ständig repariert und instand gesetzt, so wie es der Kirchensäckel – ganz altmodisch, aber bodenständig – gerade erlaubt. Viele Mitglieder der Kirchengemeinde haben aber dabei auch einen Extrabeitrag geleistet. Auf Weihnachtsmärkten und bei anderen dörflichen Veranstaltungen wurde stets an das marode Dach erinnert und fleißig gebastelt, gedrechselt, gebacken, gekocht und gesammelt. Die Burgschwalbacher sind stolz auf ihre Kirche, die so viel zu erzählen hat – man muss nur lange genug in sie hineinhören und hinschauen.

Der Blick vom Altar aus lässt das 1000-jährige Kirchenschiff mit seinen leicht geneigten Balken wie ein echtes Schiff anmuten. Eine Arche Noah in Burgschwalbach? Die Decken sind reich mit grafischen Stuckelementen ausgeschmückt. Und der ungeliebte, bereits erwähnte Pfarrer Johannes Heymann, damals 59 Jahre alt, ließ die Kirche 1678 gründlich renovieren und hielt seine Vorgaben schriftlich im Kanzelaufgang fest. Dieser ist aus Platzmangel nur durch einen Mauerdurchbruch vom Chorraum aus zu besteigen. Heymanns Renovierung ist ein einmaliges Nebeneinander von vorchristlichen Runen und christlichen Symbolen.

Das Kirchlein, etwa um 1100 nach Christus als romanische Wehrkirche errichtet, wurde an der Stelle erbaut, wo sich vorher eine alte Kultstätte befand. Erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts folgte der Anbau des Chorraums im gotischen Stil. Grabplatten im Altarraum und an der Außenseite der Kirche erzählen geheimnisvolle Geschichten aus dem Leben verstorbener Adliger, die hier ihre letzte Ruhe fanden. Zu weiteren Besonderheiten in dem kleinen Gotteshaus am Palmbach zählen das schwarze Marmortaufbecken von 1714 und das Altarkreuz von 1716. Auch die Orgel und das Geläute sind sehens- und hörenswert. Die Kirche ist nach Rücksprache im Pfarrbüro jederzeit zu besichtigen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 14. Januar 2011, Seite 19

 

Pfarrerin Melanie Schneider (hier vor der alten Grabplatte von 1557 im Altarraum) weiß viele Geschichten um das schöne Kirchlein in Burgschwalbach zu erzählen.Foto: Wilma Rücker

Foto zur Meldung: Gotteshaus ist spannend wie ein Krimi
Foto: Gotteshaus ist spannend wie ein Krimi

60 Gläubige wandern und beten gemeinsam

(13.06.2010)

Besonderer Gottesdienst in Burgschwalbach

Burgschwalbach. Bereits zum zweiten Mal feierte die evangelische Kirchengemeinde Burgschwalbach mit Pfarrvikarin Melanie Schneider einen sogenannten Wandergottesdienst. Am Sonntagmorgen um 10 Uhr ging es los. Mehr als 60 Teilnehmer trafen sich an der Kirche.

Nach einem gemeinsamen Gebet und einem Lied ging es über Berg und durch Talsenken. Nach der länger als eine Stunde dauernden Wanderung fanden sich die Kirchgänger wieder auf dem Innenhof des alten Gotteshauses ein. Bei der Erfrischung spendenden symbolisch aufgebauten Quelle, einer Wasserstelle mit Blüten und grünen Zweigen, sowie dem dazupassenden Bibeltext stand Gott im Mittelpunkt. Er sei vergleichbar mit einer Kraft spendenden Oase, die auch mit einem Spaziergang oder einer Zusammenkunft auf die Menschen wirken kann.

Nach dem eher fröhlichen Gottesdienst blieb noch ausreichend Zeit für einen gemeinsamen Imbiss. Die Kollekte und der Verkaufserlös des Tages erbrachten zusammen 550 Euro, die sogleich für einen guten Zweck, die Aktion „Wir machen mit“, an den Schirmherrn Dr. Achim Lauer, Arzt aus Burgschwalbach, überreicht wurden. (wr)

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 22. Juli 2010, Seite 21

 

Nach der Wanderung stand der Gottesdienst an.

Foto zur Meldung: 60 Gläubige wandern und beten gemeinsam
Foto: 60 Gläubige wandern und beten gemeinsam


Veranstaltungen

17.11.​2019
10:00 Uhr
Ev. Kirchengemeinde: Gottesdienst zum Volkstrauertag
Um 11:00 Uhr Gedenkfeier auf dem Friehhof [mehr]