Ökumenischer Frauenkreis

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Karola-Sibylle Kollang , Ingrid Roth

Telefon (06430) 5446 Ingrid Roth
Telefon (06430) 1214 Karola-Sibylle Kollang

Im Ökumenischen Frauenkreis treffen sich monatlich einmal christlich orientierte Frauen, mit evangelischem oder katholischem Glauben, um sich mit unterschiedlichen, nicht immer nur christlichen Themen, zu befassen. So wird z. B. zu Beginn des Jahres der Gottesdienst zum Weltgebetstag, der jedes Jahr am ersten Freitag im März gefeiert wird, vorbereitet, im April steht das Frauenfrühstück auf dem Programm, im Sommer wird die katholische Pfarrgemeinde in Zollhaus besucht und die Weihnachtsfeier ist dann noch einmal ein Höhepunkt zum Jahresende. Zurzeit bilden ca. 30 Frauen den Frauenkreis, die sich im Pfarrhaus treffen.


Aktuelle Meldungen

Ökumenischer Frauenkreis: Frauen an der Aar leben die Ökumene

(12.04.2014)

Kirche Schon vor 30 Jahren Bande zwischen Zollhaus und Burgschwalbach geknüpft – Vielfältiges soziales Engagement. Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Zollhaus/Burgschwalbach. Die einen reden von der Ökumene, andere leben: Die Christen zweier Kirchen an der Aar sind bereits 1984 näher zusammengerückt, und nun sind es inzwischen 30 Jahre her, dass sich die Frauen der evangelischen Kirchengemeinde Burgschwalbach mit den Frauen der katholischen Kirchengemeinde Zollhaus regelmäßig treffen.

Die damaligen Pfarrer Kuelwyn (Burgschwalbach), Pfarrer Jansen und Gemeindereferent Kuhmann (Zollhaus) gründeten gemeinsam mit den damaligen Ansprechpartnern Inge Huth und Ursula Friedrich den ökumenischen Frauenkreis, der sich bis heute noch großer Beliebtheit erfreut. Am 4. Juli 1984 war das erste Treffen mit 16 Frauen, das unter der Thematik „Diakonie – Dienst am Nächsten“ im Dorfgemeinschaftshaus mit einem Gläschen frischer Obstbowle begann. Seither standen viele christlich geprägte Themen und Fragen zur gemeinsamen Diskussion. Dabei widmeten sich die regen Damen neben Weltgebetstagen für Frauen auch zahlreichen sozialen Projekten, die sie mit Spenden gerne unterstützten. Nach Inge Huth und Liesel Petersen, die 20 Jahre die Leitung der ehrenamtlichen Treffen übernahmen, folgten Ingrid Roth und Heidrun Krämer sowie einige Damen mehr, die sich um alles kümmern, frische Ideen einbringen und tatkräftig mit anpacken, wo es gerade fehlt.

Nun ist noch Ingetraud Schneider zu erwähnen, die gute Seele der katholischen Kirche Zollhaus, die es immer wieder versteht, ihre Mitmenschen zu motivieren, gemeinsame Andachten zu halten und einen gemütlichen Abschluss zu feiern. Doch leider fehlt auch hier wie in vielen anderen Vereinen der Nachwuchs. Der 30-jährige ökumenische Geburtstag wurde nun kürzlich in der Burgschwalbacher Kirche mit Pfarrer Stefan Fischbach und der ehemaligen Gemeindereferentin für das Gebiet der Verbandsgemeinde Hahnstätten, Ingetraud Schneider, würdig begangen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 12. April 2014, Seite 15

 

Blick auf den ökumenischen Frauenkreis Burgschwalbach/Zollhaus in der Burgschwalbacher Kirche am 30. Jahrestag seines Bestehens.

 

Engagierte Truppe

Spenden aus Basarerlösen und weiteren Aktivitäten gingen an die Deutsche Krebshilfe, Sozialstation Diez, Universitätskinderklinik Mainz, humanitäre Hilfe (für Russland), die Tsunamihilfe „Wir machen mit“. Es wurden weitere finanzielle Mittel bereitgestellt für Geschirr im evangelischen Gemeindehaus, Krippenfiguren in Zollhaus und Burgschwalbach, für das neue Kirchendach der Burgschwalbacher Kirche sowie für ein neues Kuchenbüfett.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 12. April 2014, Seite 15

 

Foto zur Meldung: Ökumenischer Frauenkreis: Frauen an der Aar leben die Ökumene
Foto: Ökumenischer Frauenkreis: Frauen an der Aar leben die Ökumene

Referat beleuchtet das Glück

(03.08.2010)

Vortrag vor dem ökumenischen Frauenkreis in Burgschwalbach – Offenheit ist wichtiges Kriterium

Was ist Glück? Diese Fragen haben sich nicht nur Philosophen des Öfteren gestellt. Jetzt gab es im Burgschwalbacher Gemeindesaal einen Versuch, darauf eine Antwort zu finden.

Burgschwalbach. Beim ökumenischen Frauenkreis in Burgschwalbach ging es um das Thema Glück. „In jedem von uns lebt ein unbändiger Hunger nach Glück“, sagte Inge Schmidt, die Beauftragte für die Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau im evangelischen Dekanat Diez, die für diesen Tag als Referentin gewonnen worden war.

„Die Meinungen darüber, was mit Glück gemeint ist, gehen weit auseinander“, fügte sie hinzu und erinnerte an die vielfältigen Glücksverheißungen in der Werbung, die vor allem materielle und äußerliche Bedürfnisse wecken, um glücklich zu sein. Doch obwohl es noch nie so viele Menschen gab, die sich ihre materiellen Wünsche erfüllen können, wirke die Gesellschaft nicht glücklicher. „Im Gegenteil: Man beobachtet heute ein viel größeres Unglücklichsein als in entbehrungsreichen Zeiten“, sagte die Referentin. Stress und die Angst vor der Zukunft machten mehr denn je viele Menschen unglücklich. Glück finde sich selten, indem man krampfhaft danach suche; vielmehr gelte es, im Einklang und im Frieden mit sich selbst zu sein, um dem Glück zu begegnen. Dabei falle es Frauen oft leichter, den richtigen Weg zu finden. „Frauen sind pragmatischer und finden schneller den Mut, Dinge in die Hand zu nehmen“, so Schmidt, außerdem fänden sie ihr Glück eher in inneren Werten. „Das Glück wartet überall auf uns, wenn wir nur dafür offen sind und wenn wir uns auch an den kleinen Dingen erfreuen können.“

Schmidt machte den Frauen in Burgschwalbach Mut, ihre Lebenszeit für Dinge zu nutzen, die ihnen wichtig sind, und diese nicht immer mit Ausreden zu verschieben. „Atempausen“ könnten außerdem helfen, in Krisenzeiten durch Ruhe und Gebet wieder den Weg zu finden, der neue Perspektiven eröffnet, statt sich in betäubende Aktivitäten zu flüchten. Auch Jesus habe während der Anfechtung solche Zeiten eingelegt. „Höre auf deine innere Stimme, und wende dich dem zu, was dich berührt. Darin liegt der Weg zum Glück“, beendete die Referentin ihren anregenden Vortrag.

Im hübsch geschmückten Gemeindesaal hatten die evangelischen und katholischen Frauen anschließend Gelegenheit, das Thema zu vertiefen und ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken über das, was glücklich macht, auszutauschen. Was zum Glück dazugehört, das fand sich schließlich als Früchte an einem Baum – wieder mit Gedanken, die den Nachmittag anschaulich zusammenfassten.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 3. August 2010, Seite 19

Inge Schmidt (stehend, rechts) referierte beim ökumenischen Frauenkreis in Burgschwalbach über das Glücklichsein.

Foto zur Meldung: Referat beleuchtet das Glück
Foto: Referat beleuchtet das Glück