Katholisches Pfarramt St. Petrus, Pfarrbüro Katzenelnbogen

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Lahnstr. 14
56368 Katzenelnbogen

Telefon (06486) 6214
Telefax (06486) 902176

Öffnungszeiten:
Mo bis Do: 8:00 Uhr bis 11:45 Uhr
Di von 14:00 Uhr bis 17:45 Uhr

Pfarrkirche Maria Empfängnis, Zollhaus
In der Schliem 4
65623 Hahnstätten - Zollhaus

Pfarrer Bruder Friedrich Neumüller

Regelmäßige Gottesdienste
Dienstag 18:30 Uhr Heilige Messe
Samstag 18:00 Uhr Vorabendmesse

Der Bau der Kirche wurde im Jahre 1925 begonnen und 1929 fertig gestellt. Schutzpatronin der Kirche ist die Gottesmutter; das Patrozinium der 8. Dezember, das Fest der Mutter Gottes. Die Kirche wurde mehrfach renoviert und teilweise umgestaltet. Der im barocken Stil gehaltene Innenraum weist einen schönen Hochaltar auf und beherbergt als besondere Kostbarkeit eine gute Nachbildung der „Wiener Madonna“ von Riemenschneider und einen holzgeschnitzten Kreuzweg.

Die Kirche kann nach Absprache mit Frau Schneider, Tel.: 06430 – 7077 oder 06430 – 7108 besichtigt werden.

 

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Aktuelle Meldungen

Historische Geschichten umranken Kirche

(03.05.2011)

Historie Gotteshaus in Zollhaus ist Besuch wert

Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Zollhaus. Erst 81 Jahre alt ist die katholische Kirche Maria Empfängnis in Zollhaus. Damit ist sie noch eine verhältnismäßig junges Gotteshaus in unserer Region. Doch ranken sich einige historische Geschichten um das Gebäude.

Das vorwiegend evangelisch geprägte Gebiet an der Aar hatte bis dahin – außer in Diez, Limburg und Balduinstein – kein katholisches Gotteshaus. Die ersten Katholiken rund um Hahnstätten fuhren vor etwa 100 Jahren mit der Aartalbahn nach Limburg zum Gottesdienst oder gingen zu Fuß nach Daisbach (nach 1945 zu Hessen gehörend) zur heiligen Messe. Es waren vor allen die vielen fremden Arbeiter, die in dem neu erblühten Industriegebiet rund um Zollhaus ihr Brot verdienten und dabei den katholischen Glauben mitbrachten.

Ein ausrangierter Lagerschuppen der Firma Dembach (das heutige Gemeindehaus) wurde provisorisch zum Gotteshaus umfunktioniert. Da immer mehr Katholiken herzogen, stiftete die Firma Dembach – einst ein großes Unternehmen mit Produkten für den Landhandel – das neben der damaligen Notkirche gelegene Brachland zum Bau einer Dorfkirche. Auch das Grundstück gegenüber, heute Parkplatz, gehörte zur Schenkung und wurde lange als Pfarrgarten genutzt.

Der Kirchenbau, ein einschiffiges Gebäude mit abgerundetem Chorraum, wurde 1929 beendet. Das markante Gebäude wurde aus heimischen Bruchsteinen errichtet. Seine spitzbogigen Fensternischen fallen ins Auge. 24 000 Mark betrugen die Baukosten, die mithilfe des Bonifatiusvereins und durch Spenden von Gläubigen gestemmt werden konnten.

Zunächst fehlte es an ortsansässigen Geistlichen. Die Pfarrer reisten für die Gottesdienste an. Sie kamen meist aus Limburg, unter ihnen Bischof Ferdinand Dirichs und Dr. Höhler. Nach dem Krieg, der auch in Zollhaus seine Blutopfer forderte, kamen neue Katholiken aus dem Sudeten- und Egerland, die sich eine neue Heimat aufbauten. Und endlich wurde auch eine Orgel in die Kirche eingebaut. Sie wurde vom Kloster Marksheim am Main übernommen. 1949 wurde auf dem Platz der einstigen Notkirche das heutige Gemeindehaus errichtet, das seit zwei Jahren mit dem Abbild der Raphael-Madonna verziert ist.

Nach Pfarrer Prades Amtszeit ist heute Pfarrer Bruder Friedrich Neumüller seit sechs Jahren hier der Hausherr. Er verkündet außerdem noch in den Pfarrgemeinden Katzenelnbogen und Pohl das Wort Gottes. Pfarrer Neumüller berichtet, dass der marmorierte Hochaltaltar aus einer Kirche in Münster-Maifeld nach Zollhaus kam. Leider ist es nicht möglich, einige bauliche Details der Kirche zu erfahren, da seit ein paar Jahren die Kirchenchronik verschwunden ist. Aber das Kirchlein am Wegesrand in den Einrich hat einige beachtenswerte Gegenstände zu bieten. Da ist die Riemenschneidermadonna, eine alte Replik, die aus Bayern stammt. Ingetraud Schneider sorgt dafür, dass der schlichte, wohlgeformte Taufstein aus hellgrauem Lahnmarmor für Taufen stets mit echten Blumengirlanden geschmückt wird. Ein altes reliefartiges Weihnachtsbild gibt Rätsel auf. Es soll von einem Kirchenmitglied aus der Vorgängerkirche (Schuppen) gerettet worden sein und hat seinen Platz hinter dem Taufstein. Auch die 15 Stationen des Kreuzweges sind eine Besonderheit. Aus Lindenholz und handgeschnitzt, zeigen sie Jesu Leiden bis zur ungewöhnlichen 15. Station, der Auferstehung.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 3. Mai 2011, Seite 19

Pfarrer Bruder Friedrich Neumüller vor dem schönen Altar, der einst eine Kirche in Münster-Maifeld schmückte. Auch die Stationen des Kreuzweges sind eine Besonderheit der katholischen Kirche in Zollhaus. Foto: Wilma Rücker

 

Messe einmal miterleben

Wer sich für die kleine Kirche am Wegesrand interessiert: Pfarrer Neumüller lädt regelmäßig für samstagabends um 18 Uhr zum Gottesdienst und dienstags um 18.30 Uhr zur Werktagsmesse ein. An jedem ersten Montag im Monat gibt es ein Mittagessen für Alleinstehende. Ingetraud Schneider kocht das Hauptgericht, und Wilma Maiwald kümmert sich um den Nachtisch.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 3. Mai 2011, Seite 19

Foto zur Meldung: Historische Geschichten umranken Kirche
Foto: Historische Geschichten umranken Kirche

Katholische Kirche: Gemeindereferentin wird ins Amt eingeführt

(26.08.2010)

Zollhaus begrüßt Nachfolgerin von Ingetraud Schneider: Anna Maria Kremer freut sich auf Aufgabe

Zollhaus. Eine feierliche Vorabendmesse haben die Christen in der Kirche Mariä Empfängnis in Zollhaus erlebt. Sie begangen die Einführungszeremonie ihrer neuen Gemeindereferentin Anna Maria Kremer.

Kremer hat schon Anfang Juli dieses Amt übernommen. Sie löste damit Ingetraud Schneider aus Hahnstätten ab, die den Ruhestand antrat. Pfarrer Bruder Friedrich Neumüller erinnerte in seinem Predigttext an Frauen in der Bibel und besonders an die „Mühe“, Gott zu dienen. „Auch wenn es nicht immer nach den Wunschvorstellungen abläuft, so soll doch der gläubige Christ sich mit allen Kräften bemühen, das Tor zum Paradies nicht zu vergessen“, sagte er.

Die Messe wurde von Diakon Bernd Faßbender (Limburg) und Pfarrer Patrick aus Kenia und allen Messdienern der Gemeinde würdevoll begleitet. Nachdem Pfarrer Neumüller einen Grußbrief des Limburger Bischofs Franz- Peter Tebartz-van Elst verlesen hatte, stellte sich die neue Gemeindereferentin vor. Anschließend wurde Kremer vom Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats, Hubert Salbert, empfangen.

„Ich habe das Gefühl, jetzt kann es richtig losgehen, und darauf freue ich mich“, so die neue Gemeindereferentin zu den Gottesdienstbesuchern. Im Gemeindehaus folgten Grußworte, unter anderem von Pfarrer Robert Kuhn-Ristau (Hahnstätten), Pfarrer Stefan Fischbauch (Oberneisen) und Bürgermeister Volker Satony.

Anna Maria Kremer kommt aus Selters-Haintchen und ist 54 Jahre alt. Zwei erwachsene Kinder und zwei Enkel zählen zu ihrer Familie. Seit 17 Jahren arbeitet sie für die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) als Bildungsreferentin. Außerdem ist sie seit elf Jahren geistliche Begleiterin des Frauenverbands katholischer Frauen. Ihr Einsatzgebiet war bisher das Bistum Limburg – von Dillenburg bis Zollhaus, von Montabaur bis Frankfurt. Für Frauenfrühstück, Abendveranstaltungen oder Einkehrtage standen ihr bisher 30 Stunden Arbeitszeit pro Woche zur Verfügung. Mit den neuen Stunden (erstmals zehn in Zollhaus) erreicht sie ihre volle Arbeitszeit – allerdings zunächst befristet für ein Jahr. Kremer liegen besonders die Erstkommunion und die Seniorentreffs am Herzen. Auch Schülergottesdienste sind ihr willkommen. Neue Ideen möchte sie entwickeln und auch aufgreifen. Wilma Rücker

M Anna Maria Kremer ist dienstagnachmittags im Büro im Pfarrhaus Zollhaus erreichbar, ansonsten auch in Katzenelnbogen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 26. August 2010, Seite 20

 

Mit einer Messe begrüßten Diakon Bernd Faßbender, Pfarrer Bruder Friedrich Neumüller und Pfarrer Patrick (von links) die neue Gemeindereferentin Anna Maria Kremer. Foto: Wilma Rücker

Foto zur Meldung: Katholische Kirche: Gemeindereferentin wird ins Amt eingeführt
Foto: Katholische Kirche: Gemeindereferentin wird ins Amt eingeführt