BoW- Initiative zur Erhaltung unserer intakten Heimat und ohne Windkraftanlagen e. V.

Initiative zur Erhaltung unserer intakten Heimat Burgschwalbach und ohne Windkraftanlagen  e.V. (BoW)

1. Vorsitzender: Harry Rollig
2. Vorsitzender: Heinz Dieter Huth

Telefon (06430) 7755 Harry Rollig
Telefon (06430) 4060 Heinz Dieter Huth
Mobiltelefon (0170) 8055773 Harry Rollig
Mobiltelefon (0172) 1037615 Heinz Dieter Huth

E-Mail E-Mail:
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Homepage: www.bow-info.de

Vorstellungsbild

Zweck des Vereins ist die Förderung der Heimatpflege mit dem Schwerpunkt der Vermeidung der Verunstaltung der schutzwürdigen Landschaft durch elementare Eingriffe ins Landschaftsbild - insbesondere durch Windkraftanlagen und/oder Windkraftanlagenparks - die sich nachhaltig negativ auf die Heimat und auf die Bürger von Burgschwalbach auswirken.


Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenverordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.


Aktuelle Meldungen

BoW: Windkraftgegner beraten die Region

(09.05.2018)

Verein Rollig weiter an der Spitze von BoW

Von unserem Mitarbeiter Rolf Kahl

Burgschwalbach. „Was in Burgschwalbach möglich ist, können auch andere Initiativen in den umliegenden Orten erreichen“, sagt Harry Rollig, alter und neuer Vorsitzender des Vereins „Initiative zur Erhaltung unserer intakten Heimat Burgschwalbach ohne Windkraftanlagen“ (BoW) im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus der Palmbachgemeinde. Im Fokus stehen dabei die Orte Kaltenholzhausen und Altendiez.

„Nicht nur der Schall von Windkraftanlagen wirkt sich negativ nicht allein auf den Menschen, sondern auf alle Lebewesen aus“, so Rollig weiter. „Dies führt langfristig zu dramatischen Veränderungen in den Biotopen.“ Rollig und seine Vorstandskollegen stehen Bürgerinitiativen in Hessen und Rheinland-Pfalz unterstützend zur Seite und empfehlen die Gründung von Vereinen gegen die Windkraft. So wird eine Abordnung der „BoW“ auch am 23. Mai bei der Vereinsgründung in Altendiez vor Ort sein. „Damit werden wir deutlich machen, dass sich der Verein nachhaltig in der Region einbringt“, betont Rollig.

Innerhalb der anstehenden Neuwahlen demonstrierte die Versammlung dann Zusammenhalten. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Dies sind im Einzelnen: Harry Rollig (Vorsitzender), Heinz Huth (Zweiter Vorsitzender), Dieter Scherer (Schriftführer), Erich Butula (Zweiter Schriftführer), Ottmar Moll (Kassierer), Lothar Schüttler (Zweiter Kassierer) sowie die Beisitzer Ralf Fetter, Dr. Werner Müller und Robert Hofscheuer.

Rollig blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf das abgelaufene Jahr zurück. So stand 2017 insbesondere das Thema Renaturierung in Form von Blühwiesen in den Gemarkungen von Burgschwalbach – insgesamt sind drei Flächen angelegt – sowie die Teilnahme an diversen Veranstaltungen zur Windkraft und eine Herbstwanderung am 5. September im Mittelpunkt der Aktivitäten. Der Verein BoW zählt aktuell 104 Mitglieder.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Mittwoch, 9. Mai 2018, Seite 15

 

Der wiedergewählte Vorstand um den Vorsitzenden Harry Rollig (Mitte) gruppierte sich zum Erinnerungsfoto. Foto: Rolf Kahl

 

Foto zur Meldung: BoW: Windkraftgegner beraten die Region
Foto: Der wiedergewählte Vorstand um den Vorsitzenden Harry Rollig (Mitte) gruppierte sich zum Erinnerungsfoto. Foto: Rolf Kahl

BoW: WindkraftVerein hilft heimischen Bürgerinitiativen im Kampf gegen Windparks

(30.04.2018)

30.04.2018 Was in Burgschwalbach vor mehr als einem Jahrzehnt gelungen ist, kann auch in anderen Orten gelingen. Dies erklärte der Vorsitzende des Verein „Burgschwalbach ohne Windkraft, Harry Rollig, in der jüngsten Jahreshauptversammlung des Vereins.


 

Burgschwalbach

Die Neuwahl des Vorstands und aktuelle Aktivitäten standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Vereins „Initiative zur Erhaltung unserer intakten Heimat Burgschwalbach ohne Windkraftanlagen“ (BoW).

Anlass der Vereinsgründung im Jahr 2004 war ein geplanter Windpark auf dem Gebiet „Wehrholz“ in Burgschwalbach, gegen den der Verein erfolgreich zur Felde zog. BoW hatte federführend dazu beigetragen, dass die seinerzeit im Flächennutzungsplan ausgewiesene Vorrangfläche für Windkraftanlagen von 71 auf rund 20 Hektar reduziert wurde. Damit scheiterte der Bau eines Windparks. Mit Demonstrationen und Diskussionsrunden machte der Verein auf die möglichen Auswirkungen durch 150 Meter hohe Rotoren aufmerksam – ein Hubschrauber führte die Höhe der Anlagen vor Augen.

Geschlossenheit gezeigt

Mittlerweile sind 14 Jahre vergangen. „Wir beobachten die Entwicklung weiterhin, insbesondere im Rhein-Lahn-Kreis und in den angrenzenden Nachbargemeinden im Landkreis Limburg-Weilburg sowie Rheingau-Taunus“, sagte Vorsitzender Harry Rollig, der auf Jahr 2017 zurückblickte. Insbesondere stand das Thema „Renaturierung“ in Form von Blühwiesen in Burgschwalbach (drei Flächen) sowie die Teilnahme an diversen Veranstaltungen zur Windkraft und eine Herbstwanderung am im Mittelpunkt des aktuell 104 Mitglieder starken Vereins.

Bei den Neuwahlen demonstrierte die Versammlung Geschlossenheit. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt: Harry Rollig (1. Vorsitzender), Heinz Huth (2. Vorsitzender), Dieter Scherer (1. Schriftführer), Erich Butula (2. Schriftführer), Ottmar Moll (1. Kassierer), Lothar Schüttler (2. Kassierer) sowie die Beisitzer Ralf Fetter, Dr. Werner Müller und Robert Hofscheuer.

Harry Rollig berichtete im Anschluss, dass innerhalb der Hauptaktivitäten des Vereins für das Jahr 2018 die Beratungen der Windkraftgegner in der heimischen Region im Fokus stehen. Namentlich führte Rollig die Orte Kaltenholzhausen und Altendiez auf. „Wir stehen den Bürgerinnen und Bürgern in den Nachbargemeinden beratend zur Seite. Was in Burgschwalbach möglich ist, können auch andere Initiativen in den umliegenden Orten erreichen“, so Rollig. „Nicht nur allein der Schall von Windkraftanlagen wirkt sich negativ auf den Menschen, sondern auf alle Lebewesen aus“, berichtete Rollig weiter. „Dies führt langfristig zu dramatischen Veränderungen in den Biotopen.“ Rollig und seine Vorstandskollegen stehen Bürger-Initiativen in Hessen und Rheinland-Pfalz unterstützend zur Seite und empfehlen die Gründung von Vereinen gegen die Windkraft. So wird eine Abordnung der „BoW“ auch am 23. Mai bei der Vereinsgründung in Altendiez anwesend sein. „Damit wird deutlich, dass sich der Verein weiterhin nachhaltig in der Region einbringt“, so Rollig zum Abschluss. (ckb)

 

Der neugewählte Vorstand des Vereins „Burgschwalbach ohne Windkraft“ mit dem Vorsitzenden Harry Rollig (Mitte).

Foto: Christopher Kahl

 

Foto zur Meldung: BoW:  WindkraftVerein hilft heimischen Bürgerinitiativen im Kampf gegen Windparks
Foto: Der neugewählte Vorstand des Vereins „Burgschwalbach ohne Windkraft“ mit dem Vorsitzenden Harry Rollig (Mitte) Foto: Christopher Kahl.

BoW: Brachflächen in blühende Wiesen umgewandelt

(25.08.2017)

Natur Verein Burgschwalbach ohne Windkraft setzt ein Zeichen gegen das Insektensterben

Burgschwalbach. „Nachdem aufgrund der BoW-Eingaben zum Regionalen Raumordnungsplan Mittelrhein/Westerwald seit 2016 keine Windkraftanlagen mehr in der Gemarkung Burgschwalbach aufgestellt werden dürfen, ist BoW weiter aktiv. Der Fokus liegt nun auf dem Erhalt der intakten Heimat Burgschwalbach. Schwerpunkt in diesem Jahr sind die Insekten.“ Harry Rollig blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Rollig ist Vorsitzender des Vereins Burgschwalbach ohne Windkraft (BoW). Ein Vereinsziel ist der genannte Erhalt der intakten Heimat.

Zum Erhalt von Fauna und Flora in der Heimat hat BoW jetzt drei Blühwiesen in der Gemarkung Burgschwalbach angelegt. Auf einer Fläche von rund zwei Hektar blüht es seit ein paar Wochen in allen Farben. Zum Hintergrund der Aktion sagt Rollig: „Es ist mittlerweile hinreichend bekannt, dass es einen dramatischen Rückgang von Insekten gibt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat vor einem Insektensterben in Deutschland gewarnt. Die Folgen wären schwerwiegend.“

Mit den Insekten schwinde auch die Nahrungsgrundlage für Vögel und Fledermäuse. Vogelarten wie Blaukehlchen, Mehlschwalbe oder Dorngrasmücke, die ohnehin schon unter der Zerstörung ihrer Lebensräume zu leiden hätten, würden bei einem weiteren Rückgang ihrer wichtigsten Nahrung Probleme bekommen, genügend Nachwuchs aufzuziehen. Für die biologische Vielfalt sei dies eine schlechte Nachricht.

In Deutschland stünden zudem von den mehr als 500 Wildbienenarten mehr als 40 Prozent auf den roten Listen der gefährdeten Arten. „Auch früher häufig vorkommende Schmetterlinge wie der Schwalbenschwanz sind heute in vielen Gebieten bedroht“, führt Rollig an. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen sei die Anzahl der Fluginsekten seit 1989 mancherorts um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Nicht nur die Zahl der Arten, sondern auch die der Individuen befinde sich in einem dramatischen Sinkflug.

„Den Insekten fehlt die Nahrung“, sagt Rollig. Am stärksten betroffen seien vermutlich Gebiete in unmittelbarer Nähe von intensiv bewirtschafteten Agrarflächen. Das Problem dieser Agrarflächen sei, dass in Mais- oder Getreidefeldern die meisten Insekten kaum Nahrung finden. „Wiesen mit blühenden Wildblumen oder Brachflächen sind heute eher selten. Dieser Verlust von Lebensraum und Nahrung ist eine wichtige Ursache für das Insektensterben, wie das Bundesamt für Naturschutz berichtet“, führt Rollig aus.

Der Verein Burgschwalbach ohne Windkraft hat sich dieses Problem jetzt auf die Agenda gesetzt und in einer Initiative die drei Brachflächen erfolgreich in Blühwiesen umgewandelt. Die Flächen sind auf dem Iltisberg, vor der Weihnachtsbaumschonung und auf dem Ziegenheck. Nach Beobachtungen des Jagdpächters Dr. Werner Müller hätten sich in den Blühwiesen nicht nur zahlreiche Insekten angesiedelt, sondern auch Niederwild oder Feldhasen hätten dieses wunderbare Nahrungsangebot angenommen.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 25. August 2017, Seite 22

 

So sah es vor einigen Tagen auf der Blühwiese unter der Hochspannungsleitung aus. Das Blütenmeer lockt viele Insekten an. Foto: Burgschwalbach ohne Windkraft

 

Foto zur Meldung: BoW: Brachflächen in blühende Wiesen umgewandelt
Foto: Foto: Burgschwalbach ohne Windkraft

BoW: Neben dem Naturschutz stehen auch Denkmal- und Brandschutz entgegen

(24.06.2016)

Neben dem Naturschutz stehen auch Denkmal- und Brandschutz entgegen

Zwei Potenzialflächen hatte der Entwurf für den Regionalen Raumordnungsplan auf Burgschwalbacher Gemarkung ausgewiesen: Die Fläche WE 34a/b, Wehrholz, und die Fläche WE 33, Königseick/Eichenhölzchen. Insbesondere die Fläche auf der unbewaldeten Kuppe des Wehrholz hätte direkten Sichtbezug zur Burg Schwalbach gehabt. „Schon wegen der geringen Entfernung hätte diese Fläche gar nicht ausgewiesen werden dürfen, denn von Baudenkmälern muss ein Abstand von mindestens fünf Kilometern eingehalten werden“, verweist Harry Rollig auch auf die laufende, millionenschwere Sanierung der Burg aus denkmalschützerischen und touristischen Motiven. Doch auch den Bau von Anlagen im Wald am Eichenhölzchen sieht er kritisch: „Bei Blitzeinschlag hätte der Wald abbrennen können.“ kat

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 24. Juni 2016, Seite 21

Foto zur Meldung: BoW: Neben dem Naturschutz stehen auch Denkmal- und Brandschutz entgegen
Foto: BoW: Neben dem Naturschutz stehen auch Denkmal- und Brandschutz entgegen

BoW: Erfolg für Verein: Keine Rotoren vor der Burg

(24.06.2016)

Windkraft Burgschwalbacher Initiative kämpfte zwölf Jahre gegen Potenzialflächen – Raumordnungsplan geändert

Von unserer Redakteurin Katrin Maue-Klaeser

Burgschwalbach. „Don Quichote hat seinen Kampf gegen die Windmühlen verloren – wir haben gewonnen.“ Stolz sind sie auf ihren Erfolg, Harry Rollig und Heinz Huth: Die Höhen unmittelbar um Burgschwalbach herum bleiben frei von Windkraftanlagen, die Potenzialflächen Wehrholz und Königseick/Eichenhölzchen sind aus dem Regionalen Raumordnungsplan gestrichen. Tatsächlich handelt es sich nun rechtskräftig um sogenannte Ausschlussflächen, auf denen keine Windenergieanlagen errichtet werden dürfen. Das hat der Verein „Burgschwalbach ohne Windkraft“ Mitgliedern und Bürgern schriftlich mitgeteilt – eine Erfolgsbilanz.

Gleich über einer Ruhebank sollten sich Rotoren drehen an dem Spazierweg in Verlängerung der Kettenbacher Straße. Den perfekten Blick auf Burg Schwalbach genießt der Wanderer von dort, und das soll auch so bleiben. Bis zu elf Standorte waren auf der getreidebestandenen Anhöhe vorgesehen. „Und profitiert hätte nur eine Handvoll Privatleute, weil das Land nicht in Gemeindehand ist“, betont Huth. Als Gemeinderatsmitglied hatte er bereits im Dezember 2003 bei der ersten Abstimmung als einziger Ratsherr sein Ja zur Windkraft verweigert. Drei Monate später beschloss der Rat erneut über das Thema – und sprach sich geschlossen gegen den Bau von Anlagen auf Burgschwalbacher Gemarkung aus. Was bereits 2001 als lockere Bürgerinitiative begann, formierten die beiden Überzeugungstäter Rollig und Huth zum Verein „Burgschwalbach ohne Windkraft“ (BoW). Sie setzten auf die Struktur und Satzung eines Vereins, wollten Gesicht zeigen.

Der Zuspruch aus der Bevölkerung war enorm, „außer denen, die hier Grund besitzen, waren alle auf unserer Seite“, sagt Huth. „Alle haben an einem Strang in eine Richtung gezogen. Zwölf Jahre haben wir gekämpft, aber es hat sich gelohnt“, sagt Rollig. Außer dem Schwarzstorchvorkommen sei ohnehin alles bekannt gewesen, ergänzt er: „Die Milane nennen wir hier Gabelweihe, jeder weiß, dass es die hier gibt – und das ist schon ein K.-o.-Kriterium.“ Doch erst, nachdem ein Ornithologe auf der Ruhebank gegenüber der Burg Platz genommen und das Vorkommen von Rot- und Schwarzmilan kartiert hatte, zog sich der Projektierer zurück. „Angesichts der vielen Bedingungen, unter denen die Anlagen hätten abgeschaltet werden müssen, hätte der Betreiber ohnehin kein Geld daran verdient“, sind Huth und Rollig überzeugt. Umgekehrt sehen die beiden eine klare Wertsteigerung der Gemarkung Burgschwalbach durch den Erhalt der touristischen Attraktivität.

Nachdem das ursprüngliche Vereinsziel erreicht ist, wollen sich die BoW-Initiatoren nun andere Projekte suchen, um die Weiterentwicklung ihrer Heimat zu fördern. So soll der Verein bestehen bleiben und sich weiterhin zum Wohle Burgschwalbachs einsetzen.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 24. Juni 2016, Seite 21

 

Sie halten ihre Hände schützend über die Burg Schwalbach: Heinz Huth (links) und Harry Rollig freuen sich, dass die Pläne für Windräder auf dem Wehrholz vom Tisch sind. „Sie hätten direkten Sichtbezug zur Burg gehabt“, betonen die Initiatoren von „Burgschwalbach ohne Windkraft“. Sie zeigen auch: Viermal so hoch wie der rund 50 Meter hohe Freileitungsmast links wären die Anlagen geworden. Foto: Katrin Maue-Klaeser

 

 

 

Foto zur Meldung: BoW: Erfolg für Verein: Keine Rotoren vor der Burg
Foto: BoW: Erfolg für Verein: Keine Rotoren vor der Burg

BoW: Die Windkraft kritisch begleiten

(18.05.2016)

Vereine Harry Rollig bleibt Vorsitzender von BoW

Burgschwalbach. „Aufgrund der zahlreich derzeit gebauten Windkraftanlagen und Windparks in der Region ist unsere Arbeit aktueller denn je“, hob der Vorsitzende Harry Rollig in der Jahreshauptversammlung des Vereins „Initiative zur Erhaltung unserer intakten Heimat Burgschwalbach und ohne Windkraft“ (BoW) hervor.

Als Beispiele dafür nannte er den Bau von Windkraftanlagen in Heidenrod, Hünfelden und Hünstetten. Der Verein engagiert sich seit 2004 für „die Förderung der Heimatpflege mit dem Schwerpunkt der Vermeidung der Verunstaltung der schutzwürdigen Landschaft durch elementare Eingriffe ins Landschaftsbild – insbesondere durch Windkraftanlagen – die sich nachhaltig negativ auf die Heimat und auf die Bürger von Burgschwalbach auswirken.“ So steht es auf der Internetseite des Vereins geschrieben.

Seit mittlerweile zwölf Jahren gibt es den Verein. Ursprung der war die damals geplante Windkraftanlage im Gebiet Wehrholz in Burgschwalbach, gegen die sich BoW mit Erfolg zur Wehr setzte. Zurzeit zählt der Verein 113 Mitglieder. Eine große Anzahl der Mitglieder folgte der Einladung zur Jahreshauptversammlung. Harry Rollig, der weiter an der Vereinsspitze steht, informierte nach den Vorstandswahlen detailliert über den Stand der Windkraftaktivitäten im benachbarten Hessen und im Rhein-Lahn-Kreis. Unter anderem teilte er mit, dass der von der Gemeinde Hünfelden geplante Windpark im Kirberger Wald zunächst gestoppt ist. Grund ist eine Entscheidung des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung. Die Behörde befürchtet, dass Windräder im Umkreis von 15 Kilometern Einfluss auf das Drehfunkfeuer in Hünstetten-Limbach nehmen könnten.

Weiter berichtete er, dass der Verein im vergangenen Jahr in Hahnstätten eine Eingabe gegen neu ausgewiesene potenzielle Windkraftflächen in der Verbandsgemeinde einreichte und damit seinen Protest gegen die Anlagen zum Ausdruck brachte. Bei den ausgewiesenen Flächen handelt es sich unter anderem um eine bewaldete Fläche an der Burgschwalbacher Grenze zu den Gemarkungen Kaltenholzhausen und Hünfelden sowie rund um das Gebiet Wehrholz in Burgschwalbach. Ergänzt wurden diese Informationen um aktuelle Zahlen des Anteils erneuerbarer Energien im Land Rheinland-Pfalz und Deutschland.

Abschließend teilte der Vorsitzenden mit, dass am 3. September die traditionelle Herbstwanderung geplant ist und verwies auf den BoW-Stammtisch, der jeden zweiten Donnerstag im Monat in der Gaststätte Felsenkeller in Burgschwalbach stattfindet. up

Weitere Informationen im Internet unter www.bow-info.de

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Mittwoch, 18. Mai 2016, Seite 15

 

Der neu gewählte Vorstand (von links): Ralf Vetter, Manfred Schuhmacher, Horst Bauer, Harry Rollig, Heinz Huth, Wolfgang Bondorf, Dieter Scherer, Lothar Schüttler, Erich Butula und Werner Müller.

 

Foto zur Meldung: BoW: Die Windkraft kritisch begleiten
Foto: Der neu gewählte Vorstand (von links): Ralf Vetter, Manfred Schuhmacher, Horst Bauer, Harry Rollig, Heinz Huth, Wolfgang Bondorf, Dieter Scherer, Lothar Schüttler, Erich Butula und Werner Müller.

BoW: Verein behält die Windkraft fest im Blick

(07.05.2014)

Versammlung Landschaftsbild um Burgschwalbach soll erhalten bleiben.

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es den Verein Burgschwalbach ohne Windkraftanlagen (BoW). Er gründete sich 2004 als Initiative zur Erhaltung der intakten Heimat. Ursprung der Vereinsgründung war die damals geplante Windkraftanlage im Gebiet Wehrholz in Burgschwalbach, gegen die sich der Verein mit Erfolg zur Wehr setzte. So trägt BoW einen Anteil an der damaligen Entscheidung des Verbandsgemeinderates, die im Flächennutzungsplan ursprünglich ausgewiesene Vorrangfläche für Windkraftanlagen von 71 auf 19,5 Hektar zu reduzieren. BoW trug weiter zum Scheitern eines beabsichtigten Windparks bei. Mit eindrucksvollen Demonstrationen, Veranstaltungen und Diskussionsrunden machte der Verein auf die Auswirkungen durch die 150 Meter hohen Rotoren aufmerksam. Mittlerweile sind Jahre vergangen. Alternative Energien sind gefragt, die Windkraft wird unter anderen Gesichtspunkten betrachtet und bewertet. So hat die Verbandsgemeinde Hahnstätten jetzt die Potenzialflächen dokumentiert. Dieses Verfahren ist abgeschlossen. Dabei werden unter anderen Flächen um Burgschwalbach als mögliche Standorte für Windkraft ausgewiesen. Als nächste Schritte folgen die landesplanerische, ornithologische und die FFH-Begutachtung.

„Wir beobachten die Entwicklung, sowohl in der Verbandsgemeinde Hahnstätten als auch im Rhein-Lahn-Kreis und im benachbarten Hessen“, berichtete Harry Rollig, der in der Jahreshauptversammlung in seiner Position als Erster Vorsitzenden bestätigt wurde. Er betonte weiter: „Unser Ziel bleibt gleich. Burgschwalbach soll in Zukunft ohne Windkraft bleiben.“ Zur Entwicklung in der Verbandsgemeinde Hahnstätten sagte er: „Wenn die nächsten Schritte abgeschlossen sind, werden wir uns positionieren.“ Der Vorsitzende berichtete in der Jahreshauptversammlung über weitere Aktivitäten. So gibt es am 6. September wieder eine Herbstwanderung. Nach einer Entscheidung des Vorstand will sich der Verein nicht mehr am Weihnachtsmarkt in Burgschwalbach am 29. November beteiligen.

Abschließend sagte Harry Rollig: „Da das Thema Windkraft in der Region Fahrt auf nimmt, folgen weitere Veranstaltungen, mit denen der Verein Burgschwalbach ohne Windkraft seine Position deutlich macht. Wir verfolgen die Entscheidungen und die Entwicklungen in der Umgebung.“

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 7. Mai 2014, Seite 16

 

Der komplette Vorstand des Burgschwalbacher Vereins wurde in der Jahreshauptversammlung bestätigt.

 

Foto zur Meldung: BoW: Verein behält die Windkraft fest im Blick
Foto: BoW: Verein behält die Windkraft fest im Blick

BoW- Initiative zur Erhaltung unserer intakten Heimat und ohne Windkraftanlagen e. V.: Vorstand einstimmig im Amt bestätigt

(23.04.2012)

Initiative BOW-Mitglieder sind sehr zufrieden

Burgschwalbach. Der gesamte BOW-Vorstand (Burgschwalbach ohne Windkraft) ist in der Jahreshauptversammlung einstimmig wiedergewählt worden. Als Vorsitzender vertritt Harry Rollig die Interessen des Vereins, unterstützt wird er von Heinz Huth, dem Zweiten Vorsitzenden. Erster Schriftführer ist Dieter Scherer, sein Stellvertreter Erich Butula. Die Kasse führen Ottmar Moll und Lothar Schüttler. Als Beisitzer wurden Werner Müller, Manfred Schuhmacher und Ralf Vetter wiedergewählt. Kassenprüfer sind Horst Bauer und Wolfgang Bondorf.

Nach der Wahl informierte Rollig über den Stand der Windkraftaktivitäten in Hessen (Aarbergen, Hünfelden und Hünstetten) sowie im Rhein-Lahn-Kreis (Diez, Katzenelnbogen, Nastätten und Hahnstätten). Ergänzt wurden diese Informationen um die aktuellen Zahlen des Anteils erneuerbarer Energien in Rheinland-Pfalz und Deutschland.

Rollig dankte den Mitgliedern für die Teilnahme an der Versammlung. Er wies auf den BOW-Stammtisch hin, der jeden zweiten Donnerstag im Monat in der Gaststätte Felsenkeller stattfindet.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 23. April 2012, Seite 13

 

Burgschwalbach ohne Windkraft: Auf der Jahreshauptversammlung wurde der gesamte BOW-Vorstand einstimmig wiedergewählt.

Foto zur Meldung: BoW- Initiative zur Erhaltung unserer intakten Heimat und ohne Windkraftanlagen e. V.: Vorstand einstimmig im Amt bestätigt
Foto: BoW- Initiative zur Erhaltung unserer intakten Heimat und ohne Windkraftanlagen e. V.: Vorstand einstimmig im Amt bestätigt

BoW: Ort setzt auf erneuerbare Energien

(27.04.2011)

Verein Burgschwalbach auf der Suche nach Alternativen – Mitglieder wollen keine Windkraftanlagen. Von unserer Mitarbeiterin

Lisa Biebricher

Burgschwalbach. Über erneuerbare Energien wird nach dem Super-GAU in Japan wieder viel diskutiert. Auch in Burgschwalbach werden sie bald wieder Thema sein, denn obwohl das Projekt Windkraftanlagen ruht, will der Ort in Zukunft trotzdem auf alternative Stromerzeugung setzen.

Der Verein „Burgschwalbach und ohne Windkraftanlagen“ hatte in den vergangenen Jahren erfolgreich gegen den Plan gekämpft, Windkraftanlagen um die Gemeinde herum aufzustellen. Auch wenn er damit bei vielen Außenstehenden zunächst für Unverständnis sorgte, da der Verein ja eigentlich für erneuerbare Energie ist, brachten ihm nähere Erklärungen meist Zustimmung für den Protest ein. Das Problem an den Windkraftanlagen lag im ökologischen sowie ökonomischen Bereich. Zum einen konnte ein Vogelexperte in einem Gutachten das Vorkommen mehrerer Milan-Arten feststellen, die unbedingt geschützt werden sollten, zum anderen zeigte ein weiteres Gutachten, dass die durchschnittliche Windgeschwindigkeit auf dem Gebiet viel zu gering und das Projekt somit nicht wirtschaftlich genug sei. Das Vorhaben wurde also erst einmal auf Eis gelegt. Nun aber will sich der Verein mit den anderen erneuerbaren Energien, die in Burgschwalbach infrage kommen, beschäftigen.

Ortschef Claus Harry Becker sagte zu, sich über mögliche Änderungen in diesem Bereich zu informieren und bestätigte das Vorhaben, in den nächsten Jahren auf erneuerbare Energien umzustellen. 17 Fotovoltaikanlagen gibt es bereits in Burgschwalbach.

Ob das Thema „Windkraftanlagen“ jedoch für immer vom Tisch ist, wird sich zeigen, denn bis 2050 soll deutschlandweit Windenergie die zentrale Rolle in der Stromversorgung übernehmen. Bisher gibt es allein in Rheinland-Pfalz bereits 1086 Anlagen.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 27. April 2011, Seite 19

 

Mitglieder des Vereins „Burgschwalbach und ohne Windkraftanlagen“ zeigen Interesse an erneuerbaren Energien. Foto: Lisa Biebricher

Foto zur Meldung: BoW: Ort setzt auf erneuerbare Energien
Foto: BoW: Ort setzt auf erneuerbare Energien


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