Ortsgemeinde Burgschwalbach

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65558 Burgschwalbach

Telefon (06430) 7673 Ortsgemeinde Burgschwalbach
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Homepage: www.burgschwalbach.de

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Wie der Name schon verrät, ist das Wahrzeichen des Dorfes die Burg Schwalbach, wohl einer der schönsten Burgen im Taunus. Aber auch der Dorfkern mit seiner frühmittelalterlichen Kirche erzählt ein Stück von der über zwölfhundertjährigen Geschichte der Gemeinde.

 

Die romantische Lage, etwas abseits gelegen vom Aartal, und die vielfältige Landschaft des Untertaunus mit einer intakten Flora und Fauna machen Burgschwalbach zu einem Ausflugsziel mit hoher Erholungswirkung. Oder lassen Sie sich in unserem Märchenwald „verzaubern“, ein Spaß für die ganze Familie.


Aktuelle Meldungen

Ortsgemeinde: Bauland und Straßen genießen Priorität

(11.07.2019)

Das hat sich der neue Burgschwalbacher Gemeinderat für die nächste Legislaturperiode vorgenommen

Burgschwalbach. Der wiedergewählte Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian hat die neu gewählten Mitglieder des Burgschwalbacher Gemeinderats in der konstituierenden Sitzung per Handschlag verpflichtet. Er zeigte sich erfreut darüber, dass darunter einige junge Leute sind. „Der Altersdurchschnitt in unserem Rat hat sich in dieser Wahlperiode definitiv gesenkt“, sagte der SPD-Politiker.

Dem geschäftsführenden Beigeordneten Dieter Scherer war es dann vorbehalten, dem am 26. Mai im Amt bestätigten Ortsbürgermeister die Ernennungsurkunde auszuhändigen. Bastian dankte den Wählern für ihr Vertrauen. Er blickte zurück auf die vergangenen fünf Jahre und gab einen Ausblick auf die künftige Arbeit des Gemeinderats.

Der Neuerschließung von Bauland und dem Straßenbau räumte er Priorität ein. Der Schuldenstand der Gemeinde sank in den vergangenen Jahren um fast 400 000 Euro. Im Jahreshaushalt 2018 wurde erstmals ein Überschuss erzielt. Für 2019 rechnet Ehrenfried Bastian mit einem ausgeglichenen Ergebnis. „Deshalb muss das Ziel des neuen Rates ein solider Umgang mit den Geldern der Bürger sein. Man darf nur ausgeben, was man sich leisten kann“, sagte der Bürgermeister.

Zum Ersten Ortsbeigeordneten der Ortsgemeinde Burgschwalbach wurde im Anschluss Stefan Biebricher gewählt. Frieder Gethmann wurde als weiterer Beigeordneter in seinem Amt bestätigt. Beide erhielten das einstimmige Votum der Ratsmitglieder. Auch die anschließende Wahl der Ausschussmitglieder erfolgte einmütig. Der Vorsitzende wertet diese Harmonie als eine fruchtbare Basis für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den kommenden Jahren. Im Nachgang verabschiedete der Ortsbürgermeister die ausgeschiedenen Ratsmitglieder. Auch der ehemalige VG-Bürgermeister Volker Satony wurde verabschiedet und erhielt ein kleines Präsent zum Andenken an die Ortsgemeinde Burgschwalbach.

Ehrenfried Bastian verteilte zudem Ehrenurkunden des Gemeinde- und Städtebunds an Manfred Schuhmacher für seine 40-jährige kommunalpolitische Tätigkeit sowie an Ulrich Ohlemacher für sein 20-jähriges Wirken in der Ortspolitik. krf

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Donnerstag, 11. Juli 2019, Seite 20

 

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Bauland und Straßen genießen Priorität
Foto: Ortsgemeinde: Bauland und Straßen genießen Priorität

Ortsgemeinde: Neue Parkplätze für Kita Burgschwalbach

(28.05.2019)

Teils chaotische Verkehrsverhältnisse während der Stoßzeiten zwingen Gemeinderat zum Handeln

Von unserem Mitarbeiter Rolf Kahl

Burgschwalbach. Die Parksituation rund um die Burgschwalbacher Kindertagesstätte Salto Vitale hatte sich in den vergangenen Monaten verschärft. Oberhalb des Neubaugebietes „In der Seite“ herrschte zu Stoßzeiten reines Chaos. Nun ist eine Lösung für das Problem in Sicht.

Um der teils ärgerlichen Parksituation rund um die Burgschwalbacher Kita Herr zu werden, hat die Ortsgemeinde dieser Tage einen Vorschlag erarbeitet. „Zur Behebung der teils chaotischen Verkehrsverhältnisse rund um den Kindergarten herum, besonders beim Bringen und Abholen der Kinder, soll ein Parkplatz neben dem Kindergarten errichtet werden“, teilt Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian mit. „Dieser Parkplatz wurde bereits im Bebauungsplan „In der Seite“ vorgesehen aber bis dato noch nicht realisiert“, so der Ortschef weiter.

In den vergangenen Wochen häuften sich die Beschwerden über die chaotischen Verkehrsverhältnisse. Die Bürger aus dem Neubaugebiet, die teils noch Lieferungen von Schwerlastverkehr für den Hausbau erhielten, waren sehr verärgert. „Hier kommt zu den Stoßzeiten kein Lkw mehr durch“, so eine Anwohnerin und fügt hinzu: „von Feuerwehr und Notarzt ganz zu schweigen.“ Beschwerden wurden bis ans Ordnungsamt der Verbandsgemeinde vorgetragen. Aber auch die Kita-Eltern baten um Verständnis: „Wo soll ich parken, während ich die Kinder in der Kita abgebe?“

Die vorhandenen Parkplätze am Straßenrand seien ständig besetzt. Seit mehreren Jahren kämpfen Eltern und Erzieherinnen der Kindertagesstätte um eine bessere Parksituation vor der Einrichtung. „In der Stoßzeit lässt es sich nicht vermeiden, dass man auch mal kurz im Parkverbot steht“, war von einem Elternteil zu hören.

Nun wurde die Lösung durch die Ortsgemeinde Burgschwalbach präsentiert und ein Beschluss zur Vergabe von „Arbeiten zu Errichtung eines Parkplatzes mit 16 Stellplätzen am Kindergarten“ gefasst. Die Kosten im unteren fünfstelligen Bereich sind im Haushalt verankert, der Auftrag wurde an ein örtliches Bauunternehmen vergeben. Ein Ende ist also in Sicht. „Bis dahin setzen wir auf die Vernunft der Eltern, die ihre Kinder zur Kita bringen, und die der Anwohner“, so Ehrenfried Bastian abschließend.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Dienstag, 28. Mai 2019, Seite 25

 

Der Kampf um die wenigen Parkplätze an der Kita in Burgschwalbach hat bald ein Ende – ein Parkplatz mit 16 Stellflächen kommt. Foto: Rolf Kahl

 

Bisher nur drei Abstellplätze

Bisher gibt es auf dem eigentlichen Areal nur drei Parkplätze. Zwischen 7.30 und 9 Uhr bringen die meisten Eltern ihre Kinder in die Einrichtung, ab 14.30 Uhr erfolgt die Abholung. Hinzu kommt, dass Mitarbeiter der Kita oder Besucher die Parkplätze „Am Kindergarten“ oder „In der Seite“ belegen. krf

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Neue Parkplätze für Kita Burgschwalbach
Foto: Der Kampf um die wenigen Parkplätze an der Kita in Burgschwalbach hat bald ein Ende – ein Parkplatz mit 16 Stellflächen kommt. Foto: Rolf Kahl

Ortsgemeinde: Rasengräberfeld Friedhof

(11.03.2019)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

aus gegebenen Anlass weise ich darauf hin, dass es gemäß unserer Friedhofssatzung nicht gestattet ist, die Urnenrasengräber mit Grabschmuck zu versehen. Durch diese Regelung werden die erforderlichen Mäharbeiten wesentlich erleichtert. Die Friedhofspfleger sind deshalb angehalten, vorhandenen Grabschmuck zu entfernen.

 

Am Ende des Grabfeldes wurde ein Gedenkstein eingelassen, an dem Blumen für die Verstorbenen zentral abgelegt werden können.

 

Ich bitte um Beachtung und Ihr Verständnis

 

Ehrenfried Bastian

Ortsbürgermeister

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Rasengräberfeld Friedhof
Foto: Ortsgemeinde: Rasengräberfeld Friedhof

Ortsgemeinde: Wettbewerb soll Qualität sichern

(08.12.2018)

Burg Schwalbach dient Ausstellung im Zentrum Baukultur als gelungenes Beispiel

Mainz/Burgschwalbach. „Gute Architektur kann Orte beleben und Lebensqualität verbessern. Wenn kompetente Architekten sich mit ihrem Wissen und ihrer Sensibilität eines Ortes annehmen, bekommt dieser die Chance auf neue Qualität“, sagte Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg bei der Eröffnung der Ausstellung „Staatsbau – Chancen durch Qualität“ im Zentrum Baukultur in Mainz.

„Manche Orte sind so besonders, dass sich der Bedarf an ihnen orientieren muss. In der Anfangsphase eines Projektes müssen Bauherren und die Verwaltung viele Varianten prüfen, bis die Planungsaufgabe beschrieben werden kann. Der Architektenwettbewerb bietet eine gute Möglichkeit der „Variantenprüfung“, so Weinberg.

Am Beispiel der zwei Architektenwettbewerbe zur Entwicklung der Ruine Burg Schwalbach und zum Neubau des Polizeipräsidiums in Ludwigshafen zeigt die Ausstellung die Vielfalt der Baumaßnahmen im Staatsbau. „Qualität im Bauen ist nicht nur mit Blick auf die Ästhetik wichtig, sondern es geht auch um Nachhaltigkeit, Termin- und Kostenkontrolle. Wettbewerbe sind dabei ein sehr direkter und unmittelbarer Weg zur Qualitätssicherung“, sagte Weinberg in einem Podiumsgespräch mit dem Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Holger Basten, dem Polizeivizepräsidenten Eberhard Weber und dem Generaldirektor Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Thomas Metz.

Die Ausstellung im Zentrum Baukultur im Brückenturm, Rheinstraße 55, in Mainz ist bis zum 21. Dezember mittwochs bis freitags jeweils von 14 bis 18 Uhr, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 8. Dezember 2018, Seite 15

 

Die Wettbewerbsbeiträge zur Gestaltung der Gastronomie auf Burg Schwalbach stießen auf großes Interesse bei einem breiten Publikum. als sie in Burgschwalbach präsentiert wurden. Archivfoto: Kahl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Wettbewerb soll Qualität sichern
Foto: Die Wettbewerbsbeiträge zur Gestaltung der Gastronomie auf Burg Schwalbach stießen auf großes Interesse bei einem breiten Publikum. als sie in Burgschwalbach präsentiert wurden. Archivfoto: Kahl

Ortsgemeinde: 14. Märchenhafter Weihnachtsmarkt 2018

(03.12.2018)

Die Ortsgemeinde Burgschwalbach dankt allen Helfern und Unterstützern, den Sponsoren für die überaus beliebte Tombola, den Standbetreibern und der Evangelischen Kirchengemeinde, besonders Frau Pfarrerin Annette Blome für die besinnlichen und stimmungsvollen Andachten. Danke für die musikalischen Begleitungen an der Querflöte, Geige und Keyboard.

Unser Dank gilt auch den Ortsvereinen, vor allem aber dem Organisationsteam und Allen, die mit einer Idee und Tatkraft, der Herstellung der Märchen- und Krippenfiguren und vielen anderen Dingen zum Gelingen des Marktes beigetragen haben.

 

Bedanken möchten wir uns bei den "Palmbachtalern" für die gelungene Einstimmung zur Adventszeit.

 

Mit schauspielerischem Eifer entführte uns der Freundeskreis der Kinder in Grimms Märchenwelt "Hänsel und Gretel" und ein lebendiges "Lasst uns froh und munter sein" folgte sogleich.

 

Herzlichen Dank sagen wir dem Team vom „Märchenhof“ für die besonderen Märchenstunden und dem Nikolaus für sein Kommen. Danke auch für den Krippenplatz und die Tiere in der Krippe.

 

Gemeinsam haben die Bürgerinnen und Bürger zum 14. Mal den Gästen und sich einen besonderen Tag beschert. Nur durch Ihre große Unterstützung ist die Durchführung des Marktes möglich.

 

Dank aussprechen möchten wir den freiwilligen Parkeinweisern und dem Team der Verkehrswacht SWA/Rheingau-Taunus-Kreis.

 

Wir danken allen Familien, die für die Aussteller und Gäste einen Parkplatz oder Strom bereitgestellt und einen historischen Hof für Besucher geöffnet haben.

 

Es ist immer wieder erfreulich, wie die Dorfgemeinschaft sich einbringt.

 

Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürger eine besinnliche Adventszeit.

 

Ehrenfried Bastian, Ortsbürgermeister

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Foto: Weihnachtsmarkt 2018

Ortsgemeinde: Weihnachtsmarkt mit besonderer Atmosphäre

(24.11.2018)

Märchenhafte Stimmung in Burgschwalbach

Burgschwalbach. Der märchenhafte Weihnachtsmarkt in Burgschwalbach ist im mittlerweile 14. Jahr schon seit Langem weit über die Ortsgrenze hinaus bekannt. Das liegt zum einen am besonderen Flair in der traumhaften Kulisse. Im Schatten der mächtigen Burg und in den verwinkelten Straßen und Gassen, rings um die illuminierte, mittelalterliche Dorfkirche herrscht regelmäßig am Samstag vor dem ersten Advent eine heimelige Atmosphäre. Und die über das gesamte Marktgelände verteilten Stationen mit bekannten Märchenfiguren wie Dornröschen, Rotkäppchen oder Schneewittchen locken vor allem Familien mit Kindern nach Burgschwalbach. Doch es gibt noch einen weiteren Grund, warum der Markt einzigartig ist. Viele Burgenschwalbacher Vereine, Institutionen und Bürger tragen dazu bei, dass der Markt „immer wieder schön wird“.

So auch am Samstag, 1. Dezember, wenn Burgschwalbach im Glanz der Lichter erstrahlt. In diesem Jahr können sich die Besucher auf 80 weihnachtlich geschmückte Marktstände freuen. Neu ist die Erweiterung des Marktgeländes in dem neu gestalteten Hof des Dorfgemeinschaftshauses. Eröffnet wird der Markt mit der Ansprache des Ortsbürgermeisters und weihnachtlichen Klängen der Palmbachtaler um 15 Uhr. Direkt im Anschluss trägt der Freundeskreis der Kinder bekannte Kinderlieder aus der Weihnachtszeit vor.

Beleuchtete Märchengruppen, die Weihnachtskrippe mit Schäfchen und den Heiligen Drei Königen tragen erneut zur besonderen Atmosphäre bei. Auch das nostalgische Karussell dreht wieder seine Runden. Für die Kinder gibt es die Märchenstunde im Märchenhof. Vorgelesen wird um 15.30, 16.30 und 17.30 Uhr. Um 18.15 Uhr verteilt der Nikolaus dort Geschenke an die Kinder.

Der Bücherflohmarkt und das Frauenchor-Café sind wieder in der alten Schule eingerichtet, umrahmt mit den Marktständen im Hof des Dorfgemeinschaftshauses. Die Weihnachtsbäckerei im Märchenhof und die Gastronomie freuen sich ebenfalls auf die Besucher. Die kulinarischen Angebote auf dem Markt und in den historischen Höfen sind sehr vielfältig. up/krf

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 24. November 2018, Seite 15

 

Eine einzigartige Stimmung herrscht wieder im Märchenhof. Auch in diesem Jahr gibt es in der heimeligen Atmosphäre Lesungen bekannter Märchen. Und am Abend verteilt der Nikolaus dort Geschenke an die Kinder. Fotos: Rolf Kahl (2), Uli Pohl (1)

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Weihnachtsmarkt mit besonderer Atmosphäre
Foto: Eine einzigartige Stimmung herrscht wieder im Märchenhof. Auch in diesem Jahr gibt es in der heimeligen Atmosphäre Lesungen bekannter Märchen. Und am Abend verteilt der Nikolaus dort Geschenke an die Kinder. Fotos: Rolf Kahl (2), Uli Pohl (1)

Ortsgemeinde: Zeitgemäße Gastronomie mit Historie verbinden

(21.11.2018)

Wettbewerbsarbeiten zur Entwicklung der Burg Schwalbach vorgestellt

Burgschwalbach. Zahlreiche renommierte Architekturbüros und Planer aus ganz Deutschland hatten sich am Wettbewerb zur Entwicklung der Burg Schwalbach beteiligt. Jetzt konnten sich die Burgschwalbacher und andere interessierte Gäste selbst ein Bild über den Siegerentwurf und andere eingereichte Arbeiten machen. Die Gemeinde und das Land hatten dazu in die Burgblickhalle zu einer Informationsveranstaltung zum offiziellen „Hochbaulich - freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil zur Entwicklung der Burg Schwalbach“ eingeladen.

Und das öffentliche Interesse war entsprechend groß. Bereits am 18. Juni fand eine erste Vorbesprechung zum Wettbewerb in den Räumlichkeiten der Burg statt. Jetzt stellte Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg die Wettbewerbsarbeiten zur Entwicklung der Burg Schwalbach vor. „Die Entwicklung der Burg Schwalbach ist ein großes, herausforderndes Projekt. Eine komplette Burganlage aus dem 14. Jahrhundert mit großem touristischem und kulturellem Potenzial soll wiederbelebt und bestmöglich genutzt werden. Um die besten Ideen und Vorschläge zur künftigen Nutzung und Verbesserung der touristischen Attraktivität der bedeutenden Burganlage zu erhalten, hat das Land Rheinland-Pfalz einen europaweiten Architektenwettbewerb ausgelobt“, sagte Dr. Weinberg bei der Präsentation. Der große Aufwand eines Architekturwettbewerbs, sowohl für den Auslober als auch für die Wettbewerbsteilnehmer, habe sich gelohnt. „Viele hervorragende Architekten haben viel Zeit investiert, um sich in die komplexe Aufgabenstellung hineinzudenken. Die Qualität und Vielfalt der eingereichten Wettbewerbsbeiträge ist insgesamt beeindruckend“, so Dr. Weinberg. Der Siegerentwurf im Wettbewerb zeichne sich durch seine zurückhaltenden Eingriffe in die historische Bausubstanz aus und schaffe es dennoch, die funktionalen Anforderungen an eine wirtschaftlich zu betreibende Gastronomie zu erfüllen. „Die Burg Schwalbach wird künftig ein attraktiver touristischer Anziehungspunkt mit einer zeitgemäßen Gastronomie werden, ohne ihre historische Identität und Substanz aufzugeben“, betonte der Staatssekretär.

Das Preisgericht, bestehend aus erfahrenen Architekten, Landrat Frank Puchtler, Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian sowie Vertretern der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, tagte am 18. Oktober unter dem Vorsitz von Prof. Kerstin Schultz aus Reichelsheim. Aus den zwölf eingereichten Wettbewerbsarbeiten wurde der 1. Preis an das rheinland-pfälzische Büro Heinrich Lessing Architekten in Zusammenarbeit mit dem Büro für Landschaftsplanung Bierbaum. Aichele.Landschaftsarchitekten aus Mainz vergeben. In der weiteren Veranstaltung stellte das Architekturbüro Lessing seine Arbeiten und Ideen visuell vor. Dr. Stefan Weinberg erläuterte zum Abschluss, dass im folgenden Jahr an einer Ausführungsplanung gearbeitet werde. „Ziel ist es, das Projekt im Landeshaushalt 2021 einzustellen und danach mit den Bauarbeiten für die neue Gastronomie zu beginnen“, so der Staatssekretär. krf

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Mittwoch, 21. November 2018, Seite 16

 

Großes Interesse herrschte bei der Präsentation der Ergebnisse zur künftigen Nutzung der Burg Schwalbach.

 

Ein Blick vom Turm während der Bauarbeiten auf den Ort: Burgschwalbach und die Burg sind eng miteinander verbunden. Die Menschen dort sind gespannt, wie das Konzept für die Zukunft in der Praxis aussieht. Archivfoto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Zeitgemäße Gastronomie mit Historie verbinden
Foto: Ein Blick vom Turm während der Bauarbeiten auf den Ort: Burgschwalbach und die Burg sind eng miteinander verbunden. Die Menschen dort sind gespannt, wie das Konzept für die Zukunft in der Praxis aussieht. Archivfoto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Römer - Quelle hat ein Dach

(16.11.2018)

Neuanschaffung dank Spenden möglich gemacht

Zollhaus. Die 1583 gefasste Römerquelle, von 1997 bis 1999 mit viel Einsatz von der Interessengemeinschaft Zollhaus (IG) renoviert und am Aartal Rad- und Wanderweg zwischen Zollhaus und Schiesheim gelegen, hat ein neues Aluminiumdach. Im April 2017 wurde das alte Kupferdach der Römerquelle gestohlen. Bis heute fehlt von den Dieben und dem Dach jede Spur.

Die Interessengemeinschaft Zollhaus und die zuständige Ortsgemeinde Burgschwalbach haben seither die Reparaturarbeiten und die Anschaffung einer neuen Abdeckung federführend begleitet. Das Dach aus Aluminium wurde Ende Oktober von einem Dachdeckerbetrieb installiert. Die Kosten betragen 5000 Euro. Dr. Werner Müller aus Zollhaus unterstützte die Investition mit einer Spende in Höhe von 1500 Euro. Auch die Naspa-Stiftung „Initiative und Leistung“ steuerte 1000 Euro bei. Hinzu kamen mehrere kleinere Spenden. Der restliche Betrag wurde von der Interessengemeinschaft sowie der Ortsgemeinde Burgschwalbach getragen. „Es ist schön, dass die Römerquelle nach mehr als einem Jahr wieder ein Dach hat. Wir haben uns bewusst für ein anderes Material entschieden und hoffen, so dem Diebstahl und Vandalismus vorzubeugen“, erläuterte Ehrenfried Bastian, Bürgermeister von Burgschwalbach. krf

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 16. November 2018, Seite 22

 

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Römer - Quelle hat ein Dach
Foto: Auch eine Spende der Familie Müller half bei der Anschaffung eines neuen Dachs der Römerquelle zwischen Zollhaus und Schiesheim. Foto: Kahl

Ortsgemeinde: Gastronomie soll die Burg aufwerten

(03.11.2018)

Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs gekürt – Beiträge sollen im November präsentiert werden

Burgschwalbach. Der Architektenwettbewerb zur Entwicklung der Burg Schwalbach ist entschieden. Das Preisgericht, bestehend aus erfahrenen Architekten, Landrat Frank Puchtler und Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian sowie Vertretern der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, hat vor wenigen Tagen unter dem Vorsitz von Prof. Kerstin Schultz aus Reichelsheim getagt. Aus den zwölf Wettbewerbsbeiträgen wurde der erste Preis an das rheinland-pfälzische Büro Heinrich Lessing Architekten in Zusammenarbeit mit dem Büro für Landschaftsplanung Bierbaum.Aichele.Landschaftsarchitekten, beide aus Mainz, vergeben.

„Die Burg Schwalbach bietet sehr großes touristisches und kulturelles Potenzial, das es zu beleben und bestmöglich zu nutzen gilt. Ich bin überzeugt, dass der Siegerentwurf für die neue Gastronomie einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der Burg leisten wird“, sagte Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen. Insgesamt sei die Qualität der eingereichten Wettbewerbsbeiträge beeindruckend: „Das Preisgericht hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und sich sehr intensiv mit den eingereichten Vorschlägen auseinandergesetzt.“

Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian und Landrat Frank Puchtler zeigten sich mit dem Ergebnis des Architektenwettbewerbs zufrieden: „Mit dem Siegerentwurf wird ein zukunftsorientiertes Nutzungskonzept auf den Weg gebracht“, sind sie überzeugt. „Ich freue mich über den gelungenen Entwurf des Preisträgers, mit dem die Belange des Denkmalschutzes und die Interessen der Besucher gleichermaßen berücksichtigt werden“, ergänzte Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz.

Im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren werden mit den Verfassern der Siegerentwürfe nun Vergabegespräche geführt. Darin werden weitere Kriterien für die Auftragsvergabe abgefragt. Dann wird die Planung detailliert ausgearbeitet und der Investitionsbedarf ermittelt. Dieser fließt in die Haushaltsberatungen auf Landesebene für den Haushalt 2021 ein. Vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung durch den rheinland-pfälzischen Landtag wird der Baubeginn für Ende 2021 angestrebt.

Den Bürgern werden die Wettbewerbsbeiträge in Burgschwalbach voraussichtlich noch im November präsentiert, kündigt das Ministerium an.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 3. November 2018, Seite 24

 

Beste Ideen für Nutzung per Wettbewerb gesucht

Die Burganlage aus dem 14. Jahrhundert wurde bis in die 1730er-Jahre genutzt, danach war die Burg Schwalbach dem Verfall preisgegeben. Künftig soll in der Burganlage wieder eine Gastronomie betrieben werden. Hierfür hatte das Land Rheinland-Pfalz einen Architektenwettbewerb ausgelobt, um die besten Ideen und Vorschläge zur künftigen Nutzung und Verbesserung der touristischen Attraktivität der bedeutenden Burganlage zu ermitteln.

 

 

Selbst bei tristem Winterwetter bietet die Burg Schwalbach einen stolzen Anblick. Die enormen Investitionen in die Sanierung der imposanten Burganlage sollen durch eine zeitgemäße gastronomische Nutzung gekrönt werden – Baubeginn wird allerdings erst in drei Jahren sein. Archivfoto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Gastronomie soll die Burg aufwerten
Foto: Archivfoto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Schutzkonzept gegen Hochwasser wird umgesetzt

(07.09.2018)

Rat Prüfung nach Fördermaßnahmen läuft in Burgschwalbach – Auch Römerquelle war Thema bei Gemeinderatssitzung

Von unserer Redakteurin Sabrina Rödder

Burgschwalbach. Hochwasserschutz ist in vielen Orten ein Thema, nachdem es in jüngster Zeit häufiger zu Überschwemmungen durch Starkregen gekommen ist. Auch in Burgschwalbach gab es in den vergangenen Jahren Überschwemmungsschäden. Daher befasste sich der Gemeinderat mit der Aufstellung eines Hochwasserschutzkonzepts für den Ort. Das Ergebnis: Das Konzept wird umgesetzt. Doch zuerst soll geprüft werden, ob es Fördermaßnahmen seitens des Landes gibt. „Ohne Fördermaßnahme sind wir außerstande, das zu leisten“, hält Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian fest und fügt hinzu, dass es bislang noch keine Kostenschätzung gibt. „Wir gehen aber mindestens von einem fünfstelligen Betrag aus.“ Sobald klar ist, ob das Konzept gefördert wird, soll ein Architekt beauftragt werden – laut dem Ortschef am besten noch in diesem Jahr.

Der Gemeinderat hat sich dafür ausgesprochen, Retentionsräume im Palmbachtal in Richtung Panrod zu errichten, also Rückhaltebecken, wo teils auch automatisch Schieber aus Metall hochgehen, wenn Hochwasser kommt – Ähnliches gibt es in Oberneisen. Diese Art von Hochwasserschutz sei relativ naturbelassen erstellbar. „Wir wollen keine unschönen Klötze anbringen, die das Landschaftsbild schädigen“, sagt Bastian, erklärt aber zugleich, dass es Aufgabe des Experten ist, genauere Konzepte auszuarbeiten.

Ein weiteres Problem, dass im Zuge des Hochwasserschutzkonzepts angegangen werden soll, sind die insgesamt fünf Brücken und Durchlässe im gemeindlichen Besitz Burgschwalbachs. Zur Verbesserung der Abflussleistung des Palmbachs sollen die Versorgungsleitungen unter das Bachbett verlegt werden, die sich zurzeit noch unter den Brücken im Abflussquerschnitt befinden. Denn die Brücken verfügen laut Bastian nicht über den erforderlichen Durchmesser. Auch bei Hochwasser soll hier genügend Platz sein, damit Wasser durchfließen kann. „Da werden jetzt Gespräche mit den Versorgern geführt“, sagt der Ortsbürgermeister.

Angedacht ist zudem, die Informationsübermittlung seitens der Rettungsleitstelle zu verbessern, so Bastian. „Die Ortsgemeinde hätte gern Infos seitens der Rettungsleitstelle, wenn zum Beispiel schon in Ketternschwalbach oder gar in Panrod Hochwasser steht“, erklärt der Ortschef. Ebenso zum Konzept gehörten die Gespräche mit den Bürgern, die aufgesucht und beraten wurden, auch eigene Schutzmaßnahmen zu treffen.

Gegenstand der Ortsgemeinderatssitzung war zudem die Abdeckung der Römerquelle. Die vorherige war bekanntlich Kupferdieben zum Opfer gefallen. Ein Angebot für rund 3900 Euro für eine neue Abdeckung, ebenfalls wieder kegelförmig, hat die Ortsgemeinde bereits vorliegen. „Die Abdeckung ist aus einem anderen Metall, zwar hochwertig, aber im Handel nicht so teuer. Die lohnt sich also nicht zu klauen“, drückt Bastian seine Hoffnung aus, dass nicht erneut Diebe am Werk sein werden. „Im Rahmen des Tourismus ist die Römerquelle wichtig. Die liegt direkt am Radwanderweg. Wenn wir das offen lassen würden, geht es auch irgendwann an die Bausubstanz des Brunnens, also der Quelle“, sagt der Ortsbürgermeister. Burgschwalbach hatte eine Spende von 1000 Euro von der Naspa-Stiftung erhalten und nochmals circa 1000 Euro von Privatleuten.

In der Sitzung wurde außerdem darüber informiert, dass die Gemeinde den Kauf eines neuen Transportfahrzeugs für die Feuerwehr mit 3000 Euro unterstützt, das kommendes Jahr angeschafft wird. Bei dem alten Fahrzeug läuft unter anderem der TÜV ab. „Ein solches Fahrzeug ist für unsere Feuerwehr unerlässlich. Damit fahren die Einsatzkräfte immerhin zum Einsatzort“, bekräftigt Bastian die finanzielle Unterstützung.

Der Ortsbürgermeister informierte zudem darüber, dass im September eine Verkehrsschau der Panröder Straße organisiert wird. Gemeinsam mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Diez will man Lösungen finden, wie Gefahrenquellen behoben werden könnten, eventuell durch eine Tempo-30-Zone. Auch gibt es hier laut Bastian Engpässe durch Falschparker.

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 7. September 2018, Seite 22

 

 

Ortsgemeinde: Bauarbeiter entdecken zufällig Geheimeingang

(09.08.2018)

Besichtigung Bei Sanierung der Burg Schwalbach sind unerwartete Funde ans Licht gekommen – Experten informieren über Baufortschritt. Von unserer Redakteurin Sabrina Rödder

Burgschwalbach. Wie weit ist die Sanierung an der Burg in Burgschwalbach vorangeschritten? Welche Arbeiten stehen noch aus? Und welche neuen Erkenntnisse haben die bauhistorischen Untersuchungen ergeben? Um diese Fragen zu beantworten, hatte Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian am Dienstag diverse Vertreter des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) und der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in die 650 Jahre alten Gemäuer eingeladen.

Es ist eine besondere Burg – das betonte Jutta Hundhausen vom LBB in ihrem Vortrag gleich mehrmals. Das liege nicht zuletzt an dem streng achsensymmetrischen Grundkonzept und an der imposanten Ansicht. Die Bauforscherin machte auch darauf aufmerksam, dass die Burg nie im Fokus von kriegerischen Auseinandersetzungen stand. Vieles sei noch gut erhalten: so zum Beispiel die eisernen Halterungen der Fahnenstangen, wo Graf Eberhard V. von Katzenelnbogen, der die Burg erbaute, die Fahne Katzenelnbogens wehen ließ. Besonders ist außerdem, dass der Graf die Fertigstellung der Burg nach gut 30 Jahren noch selbst erleben durfte. Dank der wachen Augen der Bauarbeiter, die seit 2011 die Burg sanieren, kamen laut Jutta Hundhausen auch bislang unentdeckte Schätze ans Licht. Sie entdeckten einen Geheimeingang, der wohl als Fluchtweg hätte genutzt werden können, wenn sich Feinde genähert hätten. Auch ein Backofen und Abflussrohre gehören zu den Funden.

Innerhalb der acht Jahre andauernden Sanierung konnten Feuchtschäden behoben und Hofflächen wiederhergestellt werden. Auch die Oberflächen an der Kapelle wurden verfugt, und die Sanierung des Bergfrieds konnte so weit abgeschlossen werden. Die Hang- sowie Stützmauern und der Torbogen konnten statisch gesichert werden. Mit Abschluss des jetzigen Bauabschnitts, der noch andauert und unter anderem den Austausch von Lehmmauerbereichen beinhaltet, sind es laut Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian 8 000 000 Euro, die das Land in die Burg investiert hat.

Aktuell in Planung ist der fünfte Bauabschnitt, zu dem die Medienversorgung und die Medienentsorgung der Burg zählen. Damit sind etwa Wasser, Abwasser, Löschwasser, Strom, Telekommunikation und Gas gemeint. Die Arbeiten gingen zeitlich gesehen gut voran, waren sich die Experten einig. Wann mit der kompletten Fertigstellung gerechnet werden könne, darauf wollten sie sich allerdings nicht festlegen.

Dr. Angela Kaiser-Lahme, Direktorin der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, machte darauf aufmerksam, dass nicht nur die eigentliche Sanierung der Burg ansteht. Künftig soll in der Anlage auch wieder eine Gastronomie betrieben werden. Mit Beginn der umfangreichen Bauarbeiten im Jahr 2011 war diese bekanntlich geschlossen worden. Die Gemeinde fiebert schon dem 18. Oktober entgegen, wenn verkündet wird, welches Architekturbüro bei einem Wettbewerb des LBB gewonnen hat. Teil der Konzeptentwicklung der Architekten sollen flexibel nutzbare Veranstaltungsräume sein, die die Tages- und Ausflugsgastronomie ergänzen. Auch Bereiche der Außenanlage sollen für eine gastronomische Bewirtschaftung hergerichtet werden. Zudem soll der Freiraum rund um die Burg mit Garten gestaltet werden, es sollen Parkplätze entstehen, und der Bereich vom Parkplatz aus durch das Torwächterhaus und den äußeren Hof soll eine Besucherführung erhalten – etwa durch Infotafeln oder sonstige Markierungen, wo sich diverse Besonderheiten der Burg wie Torhaus und Kapelle befinden.

Bezüglich der Gastronomie sprach Angela Kaiser-Lahme von einem überregionalen Interesse. „Frankfurt ist nah. Für jemanden von dort ist es attraktiv, hier hinzukommen“, sagte die Expertin und erklärte, dass sie damit eine Klientel meint, für die eine Stunde Fahrt zu einem Ausflugsziel kein Thema darstellt.

Zusätzlich zum gastronomischen Teil soll auch das Trauzimmer wieder hergerichtet werden, damit Trauungen weiterhin möglich sind. Auch ein Raum mit Geschichten zur Burg gehöre zu den weiteren Planungen dazu. Der Umbau ist laut Kaiser-Lahme auch deshalb so umfangreich, weil möglichst viele Bereiche barrierefrei sein sollen. Auch wenn alles so originalgetreu wie möglich saniert wird, bleibt es nicht aus, dass einige zusätzliche Türen angebracht werden, zum Beispiel um Technik zu verstauen, so ein LBB-Vertreter. In einem dezenten Anthrazit gehalten, fallen diese nur auf den zweiten Blick auf. Auch auf Absturzsicherungen könne natürlich ebenso wenig verzichtet werden.

Eine öffentliche Besichtigung der Burg samt Baustellenführung ist für Sonntag, 9. September, am Tag des offenen Denkmals, geplant. Genauere Infos werden noch bekannt gegeben.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Donnerstag, 9. August 2018, Seite 19

 

Jutta Hundhausen vom LBB (links) und Dr. Angela Kaiser-Lahme, Direktorin der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, erklärten bei einer Besichtigung der Baustelle auf der Burg die weitern Baumaßnahmen sowie die neuen Erkenntnisse der bauhistorischen Untersuchungen.Foto: Sabrina Rödder

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Bauarbeiter entdecken zufällig Geheimeingang
Foto: .Foto: Sabrina Rödder

Ortsgemeinde: 40 Architekten zeigen Interesse an der Burg

(07.07.2018)

Neugestaltung Burgschwalbach erhofft sich bis Oktober neue Lösungen für sein Wahrzeichen – Land lobt Wettbewerb aus

Von unserer Redakteurin Sabrina Rödder

Burgschwalbach. Gleich 40 Architekten aus dem gesamten Bundesgebiet bekundeten jetzt ihr Interesse an der Entwicklung der Burg Schwalbach. Denn der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung hat einen Wettbewerb ausgelobt. Mit Sachverständigen und Preisrichtern fanden in der Burgblickhalle eine Vorbesprechung und anschließend eine Begehung des Geländes statt, bei der sich die Architekten ein Bild von der Burg machen konnten. Der Zweck des Ganzen: Künftig soll in der Burganlage wieder eine Gastronomie betrieben werden. Mit Beginn der umfangreichen Bauarbeiten im Jahr 2011 wurde diese bekanntlich geschlossen.

Teil der Konzeptentwicklung sollen auch flexibel nutzbare Veranstaltungsräume sein, die die Tages- und Ausflugsgastronomie ergänzen. Auch Bereiche der Außenanlage sollen für eine gastronomische Bewirtschaftung hergerichtet werden. Zudem soll der Freiraum rund um die Burg mit Burggarten gestaltet werden, hinter der Burg sollen Parkplätze entstehen, und der Bereich vom Parkplatz aus durch das Torwächterhaus und den äußeren Burghof soll eine Besucherführung erhalten – etwa durch Infotafeln oder sonstige Markierungen, wo sich diverse Besonderheiten der Burg wie Torhaus und Kapelle befinden. Die Architekten, die der Ausschreibung gefolgt waren, zeigten sich recht euphorisch, beschreibt Burgschwalbachs Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian die Stimmung beim Treffen. „In einzelnen Gesprächen habe ich gemerkt, dass viele der Architekten heiß auf dieses Projekt sind und es als eine Herausforderung sehen. Der Bau von Wohnungen ist zum Beispiel etwas ganz anderes – das kann praktisch jeder“, sagt Bastian. Aus der direkten Umgebung waren keinerlei Architekten zugegen. Der Ortsbürgermeister sagt dazu, dass er zuvor welche aus Diez und anderen umliegenden Städten angesprochen habe, die das Projekt aber wohl als zu groß ansehen. Die meisten Architekten seien aus dem Süden Deutschlands angereist. Aber sogar auch aus Estland habe es eine Anfrage gegeben. „Auch wenn dieser Architekt natürlich nicht bei dem Treffen dabei war, zeigt er großes Interesse an dem Projekt“, sagt Bastian.

Im Oktober werden die Ergebnisse präsentiert und von den Preisrichtern bewertet. Insgesamt stehen 50 000 Euro als Preisgeld zur Verfügung, von denen der Erstplatzierte 20 000 Euro, der Zweitplatzierte 12 500 und der Drittplatzierte 7500 erhält. Weitere 10 000 Euro dienen der Anerkennungen, die zum Beispiel auf viermal 2500 Euro aufgeteilt werden können. Das Konzept, das gewinnt, soll 2019 weiter ausgearbeitet und umgesetzt werden.

Welches Budget letztlich für die Umsetzung des gastronomisch-touristischen Konzepts zur Verfügung steht, ist noch offen. Das Land Rheinland-Pfalz als Bauherr hat laut Bastian also noch nichts vorgegeben. Mit Abschluss des jetzigen Bauabschnitts, der noch andauert und unter anderem die Instandsetzung der Mauerwerke beinhaltet, sind es laut Bastian 8 000 000 Euro, die das Land in die Burg investiert hat. Für Burgschwalbach ist es laut Ortsbürgermeister wichtig, dass die Burg für Besucher geöffnet bleibt, da sie als beliebtes Ausflugsziel samt Eventlocation die Ortsgemeinde aufwertet. Auch vor Start der Sanierung haben hier Tagungen und ebenso Hochzeiten stattgefunden. Im Dorf gibt es dazu extra Gästehäuser und Ferienwohnungen.

Abschließend hält Ehrenfried Bastian fest, dass sich die Ortsgemeinde Burgschwalbach durch die Wettbewerbsarbeiten Lösungen erhofft, auf die sie selbst noch nicht gekommen ist. „Wir sind hoch gespannt, was nachher dabei herauskommt“, so der Ortsbürgermeister.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 7. Juli 2018, Seite 23

 

Kerstin Neeb vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung erläuterte den Interessenten den aktuellen Sanierungsstand der Burg. Bis Oktober haben die Architekten Zeit, um ihre Arbeiten zu erstellen. Foto: Ehrenfried Bastian

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Foto: Kerstin Neeb vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung erläuterte den Interessenten den aktuellen Sanierungsstand der Burg. Bis Oktober haben die Architekten Zeit, um ihre Arbeiten zu erstellen. Foto: Ehrenfried Bastian

Ortsgemeinde:Hochwasser künftig von Orten fernhalten

(29.06.2018)

Schutz VG Hahnstätten lässt Konzept erstellen

Hahnstätten. Als Reaktion auf die Hochwasserereignisse im Zuständigkeitsbereich der Verbandsgemeinde Hahnstätten in den zurückliegenden Jahren hat der Rat der VG beschlossen, ein entsprechendes Hochwasserschutzkonzept (kurz: HWSK) zu erstellen. Dazu wurde die geplante Maßnahme mit der SGD Nord abgestimmt und an die Firma artec aus Limburg vergeben.

Außer einem günstigen Preis bei der Ausschreibung sprach für artec, dass die Firma bereits ein HWSK für die Ortsgemeinde Burgschwalbach erstellt hat und sich eines für Schiesheim kurz vor der Fertigstellung befindet. In der jüngsten VG-Ratssitzung war zudem zu hören: „Die Arbeiten für beide Projekte wurden auftragsgemäß zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt. Auch die Kenntnisse der örtlichen Verhältnisse und der Topografie sprechen für das Ingenieurbüro artec.“ Die Kosten belaufen sich auf rund 55 000 Euro, und das Land hat 90 Prozent Fördermittel bereits bewilligt. krf

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 29. Juni 2018, Seite 20

 

Solche Starkregenereignisse wie hier in Burgschwalbach vor vier Jahren veranlassten die Verbandsgemeinde Hahnstätten, tätig zu werden. Foto: Rolf Kahl

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 29. Juni 2018, Seite 20

 

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Foto: Foto: Rolf Kahl

Ortsgemeinde: Das fällt ins Auge: Braun wird Grün

(27.06.2018)

Sanierungen Eingangstür erhält neuen Anstrich – Welche Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus Burgschwalbach derzeit laufen.     Von unserer Redakteurin Sabrina Rödder

Burgschwalbach. Noch sind die Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus in Burgschwalbach in vollem Gang. Doch schon im Spätsommer soll die Sanierung, die vor rund zwei Jahren begonnen hat, abgeschlossen sein. Das zumindest ist laut Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian der derzeitige Stand. Mit Freude kann er also berichten, dass sich die Arbeiten am denkmalgeschützten Gebäude auf der Zielgeraden befinden.

Die Neugestaltung des Eingangsbereichs und der Gartenanlage ist noch nicht abgeschlossen. Das Pflaster wurde bereits aufgerissen. Die Hoffläche soll mit einer Decke aus Gussasphalt mit einer hellen, eingestreuten Quarzitkörnung befestigt werden. Bauarbeiter eines Diezer Gartenbauunternehmens waren Anfang der Woche dabei, die Mauer mit neuem Mörtel zu verfugen. Danach stehen noch die Arbeiten im Hofbereich aus. Hier wird unter anderem noch eine halbrunde Terrasse errichtet, die als Sitzfläche dienen soll, so die Arbeiter. Schlitzrinnen, die zur Versickerung des Regenwassers dienen sollen, müssen auch noch installiert werden.

Auch die Außentür am Gebäude wird noch erneuert. Diese Veränderung wird den Bürgern wohl sofort ins Auge fallen. Denn die war bislang braun, soll nun in einem satten Grün erstrahlen – also passend zu den Fensterläden.

Ein Großteil der Bauarbeiten am 1910 errichteten Gebäude konnte schon abgeschlossen werden. Allein die Erneuerung des Daches, das mit neuem Schiefer gedeckt werden musste, liegt bei knapp 85 000 Euro. Auch die Stützmauer zur Schulbergstraße hin musste neu aufgebaut werden, da sie sich durch den Druck nach außen gewölbt hatte. Zur Baumaßnahme am denkmalgeschützten Gebäude gehört auch eine Rampe für einen barrierefreien Zugang. Die wackeligen Holzgeländer rundherum wurden gegen schmiedeeiserne Geländer ausgetauscht. Die größte Besonderheit der Baumaßnahme war wohl der Aspekt, dass alle Bauelemente wieder dem Jugendstil entsprechen sollten.

Am Dienstagmorgen waren Vertreter des Landes vor Ort, um sich den Baufortschritt anzuschauen, so Bastian. „Immerhin wird die Maßnahme vom Land hoch bezuschusst – mit einem sechsstelligen Betrag, mehr als 80 Prozent“, erklärt der Ortschef. Auch Vertreter der Verbandsgemeinde und der Kreisverwaltung wohnten dem Treffen bei. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 280 000 Euro. Das Land hat einen Zuschuss von 209 700 Euro für das Außengelände inklusive Stützmauer gewährleistet. Somit trägt Burgschwalbach davon 70 000 Euro selbst. „Voraussichtlich im September soll das Dorfgemeinschaftshaus ,wiedereröffnet‘ werden“, sagt Bastian. Die Bauarbeiter des Diezer Gartenbauunternehmens sagten dazu: „Das kriegen wir hin.“

Das Gute: Während der Bauphase konnte das Dorfgemeinschaftshaus bekanntlich weiterhin problemlos genutzt werden – etwa für die Sitzungen des Gemeinderats und der Vereine. Im gemeindeeigenen Gebäude sind die Bücherei, das Büro des Ortsbürgermeisters und ein Gemeinschaftsraum untergebracht. In der oberen Etage befinden sich zwei Wohnungen.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Mittwoch, 27. Juni 2018, Seite 21

 

Bauarbeiter eines Diezer Gartenbauunternehmens verfugen derzeit die Mauer rings um das Dorfgemeinschaftshaus. Sind diese Arbeiten in erledigt, sind die Arbeiter allerdings noch lang nicht fertig: Zum dritten Bauabschnitt zählt ebenso die Gestaltung des Hofbereichs. Zudem soll die alte Eingangstür gegen eine neue ausgetauscht werden.Foto: Sabrina Rödder

 

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Foto: Foto: Sabrina Rödder

Ortsgemeinde: In Burgschwalbach werden wieder Märchen wahr

(05.12.2017)

Weihnachtsmarkt Besondere Atmosphäre lockt Gäste aus weitem Umkreis

Von unserer Mitarbeiterin Anna Manz

Burgschwalbach. Duftwolken aus Glühweingewürz, zimtigen Sternen, braunen Mandeln in Karamell und aromatischem Rauch durchziehen die Burgschwalbacher Gassen. Durch die Luft hallen Kinderlachen, Fetzen von heiteren Gesprächen und das Gemecker und Geblöke von Ziegen und Schafen. Liebevoll handgemachte Dekoartikel aus Keramik, Holz und Wolle warten an den Ständen darauf, bewundert und in ein neues Zuhause mitgenommen zu werden. Und dann sind da noch die Lichterketten, die sich über die historischen Straßen spannen und das Dorf in einen verzauberten Glanz hüllen.

Beim 13. Märchenhaften Weihnachtsmarkt zog Burgschwalbach wieder alle Register. 78 weihnachtlich geschmückte Stände und fast 5000 Besucher machen ihn in der Region zu einer Veranstaltung der Superlative – und doch kommt die gemütliche Atmosphäre nicht zu kurz. Trotz dieser Größe keine Massenabfertigung, sondern offenkundige Liebe zum Detail. Märchenhaft, aber nicht kitschig. Ein solcher Spagat glückt nicht jedem. Trotz des großen Andranges habe man es sich aber zum Ziel gesetzt, vorerst nicht weiter zu expandieren, sagt Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian: „Wir versuchen, in etwa dieselbe Größe beizubehalten. Im Moment sind wir am Limit, und die Nachfrage ist groß.“

Eine Märchenerzählerin, Lichterandachten in der mittelalterlichen Dorfkirche und der Besuch des Nikolaus waren nur einige der mittlerweile traditionellen Höhepunkte. Ein nostalgisches Karussell und eine große Weihnachtskrippe mit echten Schäfchen und Ziegen sorgten ebenfalls für strahlende Kinderaugen. „Sobald die Burg fertig ist, wollen wir diese Kulisse eventuell mit in den Weihnachtsmarkt einbauen“, kündigte Bastian an. Bis dahin findet das Ereignis noch im Dorfkern, am Dorfplatz und in historischen Höfen statt.

Zum 650. Jubiläum der Burg Schwalbach im nächsten Jahr könne sich die Ortsgemeinde selbst dann gut vorstellen, dieses im Rahmen des Weihnachtsmarktes gebührend zu feiern, falls das Wahrzeichen des Dorfes dann noch nicht vollends restauriert sei. Bereits am Nachmittag wurde der Markt mit Glockengeläut, der Ansprache des Ortsbürgermeisters und dem Gesang der Palmbachtaler eröffnet. Daran schloss sich ein Auftritt des Freundeskreises der Kinder mit Liedbeiträgen aus der „Weihnachtsbäckerei“ im Kirchgarten an. Den Zusatz „märchenhaft“ trägt der Burgschwalbacher Weihnachtsmarkt zurecht im Namen. Neben beleuchteten Märchengruppen wurde das Motiv auch bei den traditionellen Erzählstunden im gemütlichen Märchenhof deutlich. Die Kinder konnten dort unter anderem den Geschichten von „Aschenputtel“ und „Rumpelstilzchen“ lauschen und voller Vorfreude den lang ersehnten Besuch des Nikolaus erwarten.

In der alten Schule luden außerdem ein kleiner Flohmarkt mit wahren Bücherraritäten und das Café des Frauenchores zu einem Besuch ein. Von sündigen Crêpes über Deftiges vom Grill bis hin zu exotischeren Speisen war auch auf kulinarischer Ebene für jeden Geschmack etwas dabei. Die Ortsgemeinde kann also zusammen mit den Burgschwalbacher Vereinen und den übrigen Standbetreibern wieder einmal auf einen vorweihnachtlichen Erfolg zurückblicken. Bei vielen Weihnachtsmarktbegeisterten nicht nur der Region ist die Großveranstaltung wohl bereits für das nächste Jahr vorgemerkt und rot im Kalender markiert.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Dienstag, 5. Dezember 2017, Seite 14

 

Liebevoll dekorierte Stände mit hübschen Auslagen machen den Burgschwalbacher Weihnachtsmarkt immer wieder zu einem lohnenden Ziel für Anwohner und Besucher aus weitem Umkreis. Fotos: Anna Manz

 

 

Andachten bieten Ruhe

Wer für kurze Zeit dem Trubel des Marktes entkommen wollte, war in der Burgschwalbacher Kirche an der richtigen Adresse. Eine Vielzahl an Besuchern nutzte die Gelegenheit, den von Pfarrerin Annette Blome gelesenen Lichterandachten beizuwohnen. In der stimmungsvoll beleuchteten Kirche konnten sie zur inneren Ruhe finden und beim gemeinsamen Adventssingen zugleich die Gemeinschaft stärken. amz

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: In Burgschwalbach werden wieder Märchen wahr
Foto: Liebevoll dekorierte Stände mit hübschen Auslagen machen den Burgschwalbacher Weihnachtsmarkt immer wieder zu einem lohnenden Ziel für Anwohner und Besucher aus weitem Umkreis. Fotos: Anna Manz

Ortsgemeinde: Burgschwalbach präsentiert sich ganz märchenhaft

(19.11.2017)

Einstimmung Weihnachtsmarkt am 2. Dezember

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Adventszeit naht. Und damit auch der Termin für den mittlerweile 13. märchenhaften Weihnachtsmarkt in Burgschwalbach im Glanz der Lichter. Für viele Menschen in der Region ist der vorweihnachtliche Treffpunkt der Auftakt für die besinnlichen Tage.

Am Samstag, 2. Dezember, ab 15 Uhr bietet der Ortskern rund um die mittelalterliche Dorfkirche wieder das stimmungsvolle Ambiente für den Markt. Dafür sorgen seit mittlerweile 13 Jahren die Ortsgemeinde, das Organisationsteam und die vielen Ortsvereine. Ganz Burgschwalbach lädt an diesem Tag die Menschen zur weihnachtlichen Märchenstunde ein. In diesem Jahr können sich die Besucher auf mehr als 70 geschmückte Stände mit einem breit gefächerten Angebot freuen. Mit der Begrüßung durch Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian und dem Gesang der Palmbachtaler wird der Markt um 15 Uhr eröffnet. Direkt im Anschluss erfreut der Freundeskreis der Kinder im Kirchgarten mit Gesangsbeiträgen aus der „Weihnachtsbäckerei“ die Besucher.

Beleuchtete Märchengruppen, die Weihnachtskrippe mit Schäfchen und den Heiligen Drei Königen versetzen die Gäste in eine Märchen- und Weihnachtswelt. Das nostalgische Karussell und der Mandelwagen sind wieder ein Anziehungspunkt für die Kinder. Die kleinen Besucher sind wieder zur Märchenstunde im Märchenhof um 15.30, 16.30 und 17.30 Uhr eingeladen. Um 18.15 Uhr stattet der Nikolaus dort einen Besuch ab.

Ein Bücherflohmarkt der Bücherei ist im Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet. Die Weihnachtsbäckerei im Märchenhof, das Café des Frauenchors im Dorfgemeinschaftshaus sowie Bistro und Gasthaus bieten ihre Leckereien an. Ergänzt wird das vielfältige kulinarische Angebot durch deftige Speisen an den Ständen auf dem Marktgelände und in zwei historischen Höfen. Und für alle, die zur inneren Ruhe finden möchten, werden in der Kirche um 17, 18 und 19 Uhr kurze Lichterandachten gelesen.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 18. November 2017, Seite 16

 

Das prachtvolle und historische Ambiente am Fuß der Burg Schwalbach ist am Samstag, 2. Dezember, wieder Schauplatz des märchenhaften Weihnachtsmarkts. Zahlreiche Besucher aus nah und fern werden erwartet. Archivfoto: Uli Pohl

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Foto: Das prachtvolle und historische Ambiente am Fuß der Burg Schwalbach ist am Samstag, 2. Dezember, wieder Schauplatz des märchenhaften Weihnachtsmarkts. Zahlreiche Besucher aus nah und fern werden erwartet. Archivfoto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Gerölllawinen künftig vermeiden

(12.10.2017)

Verkehrssicherheit Immer wieder löst sich Gestein aus Hang in der Auffahrt zur Burg Schwalbach

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Allein in diesem Jahr ist es in der Paul-Morant-Allee, der Auffahrt zur Burg, zum Märchenwald und zum Sportplatz aus dem Ort heraus, zu mehreren Schlamm- und Gerölllawinen gekommen, die sich infolge von Starkregen aus dem Hang gelöst hatten. Bereits zuvor bereitete der Hang Sorgen, wurde die Straße doch mehrfach überflutet. Zum Teil spülte der Regen das Gestein bis auf die Ortsdurchfahrt und weiter.

Darauf reagiert die Gemeinde und will den Hang nachhaltig sichern. Noch ist nicht geklärt wie, doch klar ist, dass etwas getan werden muss. In der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag, 19. Oktober, 19.30 Uhr, im Rathaus steht das Thema auf der Tagesordnung. „Erste Kostenschätzungen für die Hangsicherung ergaben einen Betrag von rund 200 000 Euro. Das können wir alleine nicht finanzieren. Deshalb soll der Rat einen Grundsatzbeschluss zur Sanierung fassen. Danach können wir einen Zuschuss aus dem Investitionsstock des Landes beantragen“, berichtet Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian. Allein die Säuberung der Straße nach den Starkregen verursacht regelmäßig immense Kosten. Zuletzt musste die Auffahrt vor dem Benefizspiel der Lotto-Elf auf dem Sportplatz am Stellweg gereinigt werden; Kosten, die durch eine grundlegende Hangsicherung künftig vermieden werden sollen.

Eine Variante, den Hang zu sichern, ist, das lose Material bis auf den Fels abzutragen und danach das Gestein mit Netzen zu überspannen. Weiter im Gespräch sind Gabionen, die, am Straßenrand platziert, das Geröll auffangen. Welche Variante gewählt wird, darüber muss der Rat entscheiden. Klar ist, dass etwas getan werden muss; insbesondere mit Blick auf die künftige Nutzung der Burg Schwalbach und den damit weiter ansteigenden Fahrzeugverkehr in der Paul-Morant-Allee. Zur genauen Analyse soll noch ein Gutachter hinzugezogen werden.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Donnerstag, 12. Oktober 2017

 

Die Paul-Morant-Allee in Burgschwalbach: Von dort kommt es immer wieder zu Schlamm- und Gerölllawinen, die sich bis in den Ort erstrecken. Foto: Uli Pohl

 

Termin für märchenhaften Weihnachtsmarkt vormerken

Schon jetzt weist die Gemeinde auf den märchenhaften Weihnachtsmarkt hin. Regelmäßig am Samstag vor den ersten Advent strömen die Besucher in den historischen Ortskern rund um die Burgschwalbacher Kirche. Termin ist am Samstag, 2. Dezember, Beginn um 15 Uhr. Geboten werden zahlreiche Stände sowie Darbietungen auf dem Marktgelände mit den Palmbachtalern und dem Freundeskreis der Kinder. Für die Kinder hat der Märchenhof wieder geöffnet. Ebenso gibt es die Weihnachtskrippe und die Lichterandachten in der Kirche. up

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Donnerstag, 12. Oktober 2017

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Foto: Die Paul-Morant-Allee in Burgschwalbach: Von dort kommt es immer wieder zu Schlamm- und Gerölllawinen, die sich bis in den Ort erstrecken. Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Wehr am Palmbach in Burgschwalbach wird durch raue Rampe ersetzt

(22.07.2017)

Burgschwalbach. Im Rahmen des EU-Life-Projektes „LiLa – Living Lahn“ sind im rheinland-pfälzischen Abschnitt der Lahn und deren Nebengewässern zahlreiche Maßnahmen hinsichtlich der Verbesserung der Wasserqualität, der Hochwasserrückhaltung, der Strukturverbesserung und der Durchgängigkeit vorgesehen. Davon profitiert auch der Palmbach zwischen Burgschwalbach und Zollhaus. Dort ist das alte Wehr abgerissen und durch eine neue raue Rampe ersetzt worden. Die Arbeiten dazu sind nahezu abgeschlossen. Zur Verbesserung der Durchgängigkeit wurde das Wehr in die sogenannte raue Rampe mit einer Länge von 40 Metern und einem maximalen Gefälle von 4 Prozent umgestaltet. Als Kosten werden 50 000 Euro kalkuliert. Für die Verbandsgemeinde Hahnstätten und die Ortsgemeinde Burgschwalbach entsteht kein finanzieller Aufwand. Der Umbau des Wehres dient auch dem Hochwasserschutz in Burgschwalbach. up  Foto: Uli Pohl

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 22. Juli 2017, Seite 16

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Wehr am Palmbach in Burgschwalbach wird durch raue Rampe ersetzt
Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Diebstahl: Römerbrunnen braucht neues Dach

(20.07.2017)

Kulturdenkmal IG Zollhaus sucht Sponsoren

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Zollhaus. Der Römerbrunnen am Aartal-Radweg zwischen Zollhaus und Schiesheim ist ein gut frequentierter Ort. Wanderer, die auf dem Sprudelweg von Aarbergen bis in den Einrich unterwegs sind, oder Radler, die auf der beliebten Strecke durchs Aartal rollen, nutzen den Brunnen zur Pause, zu einer willkommenen Erfrischung oder füllen gleich mehrere Flaschen für zu Hause ab.

Dass der Römerbrunnen einen guten Ruf weit über die regionalen Grenzen hinaus genießt, ist der Interessengemeinschaft Zollhaus (IG) zu verdanken. Die inoffizielle Gemeindevertretung richtete den Brunnen her und hält ihn in Schuss. Groß waren das Entsetzen und die Empörung, als Anfang April bisher unbekannte Täter das Kupferdach über dem Brunnen abschraubten und entwendeten. Wahrscheinlich im selben Beutezug stahlen die Metalldiebe noch vor dem evangelischen Gemeindehaus in Hahnstätten einen großen Kupferkessel, der dort zur Dekoration stand.

„Es ist nicht das erste Mal, dass der Römerbrunnen Ziel von Vandalismus oder eines Diebstahls ist“, erinnert Beate Böhme, Vorsitzende der IG Zollhaus, an den abgerissenen Wasserhahn im vergangenen Jahr. „Es entstehen Kosten, die für unsere Interessengemeinschaft mit einem schmalen Budget eine hohe finanzielle Belastung darstellen“, führt Beate Böhme weiter an. Zwar habe die Gemeinde Burgschwalbach, auf deren Gemarkung der Brunnen sich befindet, Unterstützung bei Kauf und Montage eines neuen Dachs signalisiert, liegt die Summe für einen Ersatz in etwa zwischen 1500 und 2000 Euro. „Radler, die die Quelle regelmäßig nutzen, haben bereits kleinere Geldbeträge gespendet.“ Das sei keine Selbstverständlichkeit und anzuerkennen. „Ohne Sponsoren geht es allerdings nicht“, erhofft sich Beate Böhme weitere finanzielle Hilfe. Die Interessengemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, den Römerbrunnen noch in diesem Jahr mit einer neuen Abdeckung zu versehen.

„Es wird aber mit Sicherheit kein Kupferdach mehr sein“, betont Beate Böhme. Der Interessengemeinschaft liegen verschiedene Kostenvoranschläge vor. Darunter ein Angebot mit einer Schieferabdeckung. Das Loch im Brunnen wurde zwischenzeitlich provisorisch verschlossen. Dieses Provisorium stellt aber keine Dauerlösung dar. „Vielleicht finden sich ja kurzfristig Sponsoren, sodass wir das Projekt schnell umsetzen können“, schließt Beate Böhme, weist aber noch auf ein weiteres Problem hin: „Ich bitte alle Menschen, die die Quelle nutzen und sich dort aufhalten, ihren Müll wieder mitzunehmen. Wir sind nur ein kleiner Kreis von Helfern, die sich um den Brunnen kümmern. Es sollte doch möglich sein, dass der Abfall nicht mehr an Ort und Stelle liegen bleibt.“

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Donnerstag, 20. Juli 2017, Seite 15

 

Der Römerbrunnen ist provisorisch, aber sicher verschlossen. Bei der Finanzierung eines neuen Daches hofft die IG Zollhaus auf Sponsoren. Foto: Uli Pohl

 

Helfer gesucht: Spielplatz am Radweg bereitet Sorgen

Ein weiteres ehrenamtliches Betätigungsfeld der IG Zollhaus ist der Spielplatz am Radweg zwischen Zollhaus und Hahnstätten. Auch dort kommt es immer wieder zu Vandalismus. „So wurde kürzlich die Platte am Rondell zerschlagen und andere Kleinteile zerstört“, berichtet Beate Böhme. Die IG Zollhaus fühle sich jedoch den Kindern und ihren Familien gegenüber verpflichtet, den Spielplatz in Schuss zu halten. Doch dafür fehle es an Freiwilligen, die bei der Pflege und Instandhaltung des Geländes mit anpacken. Vorbildlich sei die Zusammenarbeit mit den Pfadfindern vom Stamm Christophorus in Zollhaus, die bei den verschiedenen Arbeitseinsätzen immer dabei sind. up

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Diebstahl: Römerbrunnen braucht neues Dach
Foto: Der Römerbrunnen ist provisorisch, aber sicher verschlossen. Bei der Finanzierung eines neuen Daches hofft die IG Zollhaus auf Sponsoren. Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Endausbau beginnt

(16.07.2017)

Infrastruktur „Hinter den Zäunen“ gesperrt

Burgschwalbach. Am kommenden Mittwoch, 19. Juli, soll der Endausbau der Straße „Hinter den Zäunen“ in Burgschwalbach beginnen. Deshalb wird die Verbindung vom 19. Juli bis voraussichtlich 30. November für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Zu- und Abfahrten zu den Grundstücken sind so weit als möglich gewährleistet. Größere Beeinträchtigungen werden Anwohnern zeitig durch die Baufirma mitgeteilt.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 15. Juli 2017, Seite 16

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Endausbau beginnt
Foto: Ortsgemeinde: Endausbau beginnt

Ortsgemeinde: Ende der Burgsanierung ist in Reichweite

(11.07.2017)

Finanzierung Ministerin Doris Ahnen besucht Burgschwalbach

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Sanierung der Burg Schwalbach wird mit der Instandsetzung des Gefängnisturms, der von der Ortslage abgewandten Ringmauer und des Ostturms fortgesetzt. Den entsprechenden Auftrag für den vierten Bauabschnitt im Umfang von rund 1,575 Millionen Euro hat das Land erteilt. Der Auftrag wird zurzeit vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) in der Niederlassung Diez bearbeitet. Baubeginn für den abschließenden Abschnitt auf der Burg Schwalbach ist im Frühjahr 2018. Kalkuliert ist eine Bauzeit von zwei Jahren, da die Arbeiten witterungsbedingt nur von Frühjahr bis Oktober vorgenommen werden können. Somit ist mit dem Ende der 2011 begonnenen Sanierung nicht vor dem Jahr 2020 zu rechnen.

Auf ihrer Sommertour zu großen Bauprojekten machte sich gestern Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen ein Bild von den Arbeiten an dem landschaftsprägenden Baudenkmal. In den Erhalt der im 14. Jahrhundert von den Grafen von Katzenelnbogen errichteten Anlage hat das Land bisher rund 6,7 Millionen Euro investiert. Mit dem vierten Abschnitt beläuft sich die Gesamtsumme auf rund 8,3 Millionen Euro. Schritt für Schritt wird das gesamte Mauerwerk saniert, statisch ertüchtigt und an den Oberflächen neu verfugt. Zuletzt wurden unter der Regie des LBB Torbogen und Torzwinger bearbeitet. Danach kam es zu einer Baupause, bis das Land jetzt die weiteren Mittel genehmigte. Inzwischen sind unter anderem der größte Teil der Ringmauer, der rund 40 Meter hohe Bergfried, die Schildmauer, die Kapelle und die beiden Wirtschaftsgebäude saniert. Die Sicherungsmaßnahmen erstrecken sich auch auf die Stütz- und Hangmauern an dem steil abfallenden Felssporn. Landesdenkmalpflege, Archäologen und Bauforscher begleiten die Arbeiten, um neue Erkenntnisse über die Bauphasen und die Nutzungsgeschichte zu gewinnen.

Doris Ahnen zeigte sich beeindruckt: „Die Sanierung der Burg Schwalbach ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die nicht nur dazu dient, Bestehendes zu bewahren, sondern auch künftigen Generationen einen zeitgemäßen Zugang zu unserem reichen kulturellen Erbe im Land zu ermöglichen.“ Dabei gehe es neben der Renovierung des für die Region identitätsstiftenden Baudenkmals auch darum, die touristische Bedeutung durch neue Nutzungskonzepte zu beleben. Hier arbeiteten die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und der LBB Hand in Hand. Im auf insgesamt 24 Monate veranschlagten vierten Bauabschnitt wird die Sanierung der Burgmauer mit dem der Ortslage abgewandten Abschnitt abgeschlossen. In diesen Abschnitt sind auch der Gefängnisturm und der Ostturm integriert. Sicherungsmaßnahmen an der anstehenden Felswand sind ebenso auszuführen. LBB-Geschäftsführer Holger Basten sagte: „Die Sicherung und Sanierung von Baudenkmälern ist nicht das größte Auftragssegment für den Landesbetrieb, aber für unsere darauf spezialisierten Mitarbeiter eine sehr herausfordernde und anspruchsvolle Aufgabe.“

Ehrenfried Bastian, Ortsbürgermeister von Burgschwalbach, fragte nach der Freigabe der Burg für die Öffentlichkeit: „Wir feiern 2018 das 650-jährige Jubiläum der Burg. In dieses Fest wollen wir natürlich auch die Burg einbeziehen.“ Dazu sagte Kerstin Neeb vom LBB in Diez, dass wie beim Ortsjubiläum 2015 die Möglichkeit gegeben werde, die Burg in das Programm zu integrieren: „Offen ist allerdings, wie weit die Arbeiten zu diesem Zeitpunkt fortgeschritten sind und welche Bereiche wir für die Öffentlichkeit freigeben können.“ Landrat Frank Puchtler erinnerte ebenfalls an die Erwartungshaltung der Bürger: „Seit 2011 wird gebaut. Die Menschen warten darauf, dass die Burg fertig wird und das Wahrzeichen von Burgschwalbach mit Leben erfüllt wird.“

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Dienstag, 11. Juli 2017, Seite 15

 

Besichtigungstermin auf der Burg Schwalbach am Fuße des 40 Meter hohen Bergfrieds (von links): Martin Hertlein und Kerstin Neeb (beide LBB Diez), Ministerin Doris Ahnen, der Landtagsabgeordnete Jörg Denninghoff und Landrat Frank Puchtler. Foto: Uli Pohl

 

Touristisches Nutzungskonzept wird ausgeschrieben

Zurzeit laufen Voruntersuchungen an dem noch zur Sanierung anstehenden ehemaligen gräflichen Wohngebäude – dem Palas sowie an Pächterwohnhaus und Torhaus. Damit rückt die Wiederbelebung der Burg als Ausflugsziel in den Blick. Das Nutzungskonzept eines Fachgutachters sieht unter anderem eine Tages- und Ausflugsgastronomie, eine Möglichkeit für Trauungen sowie eine Ausstellung zur Burggeschichte vor. Ministerin Ahnen kündigte eine Entwurfsplanung gemeinsam mit der GDKE an, ob und wie die vorgeschlagenen Nutzungen in der historischen Bausubstanz untergebracht werden können. Manfred Bullinger, Leiter der Stabsstelle Bau und Technik der GDKE erklärte: „Die Burg bietet ein großes touristisches und kulturelles Potenzial. Die Grundlage für eine tragfähige gastronomische Nutzung ist vorhanden. Hinzu kommen attraktive Freiflächen für Außengastronomie. Auch die Besteigung des Bergfriedes soll wieder möglich sein.“ Kreative Lösungen für diese anspruchsvolle Planung würden nun im Rahmen eines öffentlichen Verfahrens ausgeschrieben. Volker Satony, VG-Bürgermeister Hahnstätten, fragte nach, ob Übernachtungsmöglichkeiten in der Burg vorgesehen sind. Dies sei aber nicht der Fall. up

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Dienstag, 11. Juli 2017, Seite 15

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ende der Burgsanierung ist in Reichweite
Foto: Besichtigungstermin auf der Burg Schwalbach am Fuße des 40 Meter hohen Bergfrieds (von links): Martin Hertlein und Kerstin Neeb (beide LBB Diez), Ministerin Doris Ahnen, der Landtagsabgeordnete Jörg Denninghoff und Landrat Frank Puchtler. Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Endausbau „Hinter den Zäunen“ soll Ende Mai beginnen

(13.04.2017)

Burgschwalbach. Nachdem die Arbeiten jetzt vergeben wurden, soll der Endausbau der Straße „Hinter den Zäunen“ in Burgschwalbach Ende Mai beginnen. Das teilte Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian mit, ließ aber den genauen Zeitpunkt noch offen, da die ausführende Firma noch keinen genauen Zeitpunkt festlegen konnte. Die Kosten betragen insgesamt rund 350 000 Euro. Davon umlagefähig sind rund 320 000 Euro. 90 Prozent der Kosten tragen die Anwohner, 10 Prozent übernimmt die Gemeinde. Der Endausbau muss bis November dieses Jahres abgeschlossen sein. up Foto: Uli Pohl

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Donnerstag, 13. April 2017, Seite 16

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Endausbau „Hinter den Zäunen“ soll Ende Mai beginnen
Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Dachsanierung vor Abschluss

(10.12.2016)

Investition Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Ein Fledermausbesatz unter dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses hatte für eine zeitliche Verzögerung der Dachsanierung gesorgt. Dann war die ursprünglich geplante Abdeckung aus altdeutschen Schieferplatten nicht mehr erhältlich, Ersatz durch eine Bogenschnittabdeckung aus Schiefer musste beschafft werden. Hinzu kamen marode Balken, die ausgetauscht werden mussten. Doch nun zeichnet sich ein Ende der Dachsanierung auf dem Gemeindezentrum ab. „Wir hoffen, dass es vor Weihnachten fertig ist“, sagte Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Ein Effekt, der sich aus dem Mehraufwand ergibt, ist, dass sich die Kosten von ursprünglich geplanten 67 000 Euro um rund 18 000 Euro erhöhen.

Die Dachsanierung ist nur ein Teil der umfassenden Neugestaltung auf, im und am Dorfgemeinschaftshaus. Zunächst musste die Stützmauer zur Schulbergstraße neu aufgebaut werden, da sie sich durch den Druck nach außen wölbte. Diese Arbeiten sind abgeschlossen. Im gleichen Zug sollte im Anschluss das Umfeld des Gebäudes neu gestaltet werden. Doch dann bereitete das Dach Sorgen. Und da eine Baustelle von oben nach unten abgearbeitet werden sollte, entschloss sich der Rat zunächst für die Dachsanierung.

Im Frühjahr soll dann die Neugestaltung des Außengeländes beginnen. Da Burgschwalbach noch aus dem Dorferneuerungsprogramm förderfähig ist, hatte die Gemeinde einen Zuschussantrag beim Land gestellt. Dabei wurde ein Entwurf aus dem Dorferneuerungskonzept aufgegriffen, der die Neugestaltung des gesamten Umfelds am Dorfgemeinschaftshaus bereits vor Jahren vorsah. „Der Auftrag ist vergeben. Sobald es im kommenden Jahr die Witterung zulässt, sollen die Arbeiten beginnen“, hofft der Ortsbürgermeister auf eine schnelle Umsetzung.

Zwischenzeitlich gewährte das Land einen Zuschuss von 209 700 Euro für das Außengelände inklusive Stützmauer. Bei Gesamtkosten von rund 280 000 Euro muss Burgschwalbach selbst noch rund 70 000 Euro aufbringen. Das lässt der Gemeinde für das kommende Jahr nur wenig finanziellen Spielraum für weitere Investitionen.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 10. Dezember 2016, Seite 17

 

Ein Blick von oben macht die umfangreichen Arbeiten am Dach des Dorfgemeinschaftshauses deutlich. Die neue Abdeckung, inklusive Wärmedämmung, soll noch vor Weihnachten fertig sein. Foto: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Dachsanierung vor Abschluss
Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Adventszeit in Burgschwalbach Märchenhafter Weihnachtsmarkt

(28.11.2016)

28.11.2016 Märchenhaft begann die Adventszeit in Burgschwalbach. Der Weihnachtsmarkt rund um die Kirche ist etwas ganz Besonderes.

 

 

Burgschwalbach. 

Der Burgschwalbacher Weihnachtsmarkt lockte am Samstag wieder tausende Menschen in den historischen Ortskern rund um die mittelalterliche Kirche und dokumentierte damit seine besondere und überregionale Anziehungskraft. Toll inszenierte Lichteffekte, eine über tausend Meter lange Lichterkette, die illuminierte Burg – auch in der zwölften Auflage konnten die vielen Besucher die einmalige Kulisse bewundern.

Eröffnet wurde die Veranstaltung am Nachmittag durch Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian und Landrat Frank Puchtler, umrahmt von weihnachtlichem Liedgut, das der Singkreis „Palmbachtaler“ stimmungsvoll vortrug.

Seit zwölf Jahren, regelmäßig am Samstag vor dem ersten Advent, nutzen die Besucher die märchenhafte und einmalige Atmosphäre, um sich in vielerlei Hinsicht auf die Weihnachtszeit einzustimmen. „Der Markt besticht durch sein Ambiente, die Liebe zum Detail und die gemütliche, märchenhafte Stimmung“, gab ein Besucher zu Protokoll. Keine „fliegenden Händler“, dafür zahlreiche schöne Dinge wie Lampen, Bilder, Karten, Kerzen, Mode, Schmuck, Holzspielzeug und Kunsthandwerk oder Gaumengenüsse aus der Region und passend zur Adventszeit.

Der Märchenwald dient den Organisatoren seit Jahren als Namens- und Ideengeber sowie Inspiration. Mit über 70 Ständen verzeichnete die Ortsgemeinde Burgschwalbach eine neue Rekordteilnehmerzahl in der Geschichte des „Märchenhaften Weihnachtsmarktes“. Für das jährliche Ereignis ziehen die Gemeinde, die Ortsvereine und viele Bürger aus Burgschwalbach an einem Strang. Die TuS und die Feuerwehr locken mit ihrem kulinarischen Angeboten, die lebende Krippe mit Tieren in einem Hof an der Kirche fasziniert die Kinder, und der Frauenchor aus Burgschwalbach serviert im Dorfgemeinschaftshaus Kaffee und Kuchen. Der Glanzpunkt ist seit Jahren aber zweifellos der „Märchenhof“ in der Schloßstraße. Die Märchentanten (Fabienne Heuser, Jacqueline Aßmann und Alisha Lauter) sorgten mit ihren Geschichten in der Scheune für entspannte Minuten. Zu hören waren die Märchen „Frau Holle“, „Dornröschen“ und „Der Zaubertopf“. Hier durfte der Nikolaus, der gegen Abend die Geschenke an die Kleinsten verteilte, natürlich nicht fehlen.

Zum vorweihnachtlichen Zauber zählten darüber hinaus aber auch drei Andachten in der evangelischen Kirche mit Pfarrerin Blome, die zahlreich vorhandenen Märchenfiguren, die auf dem Areal verteilt waren, sowie das nostalgische Kettenkarussell, so dass die Kinderaugen strahlten. Erstmals gab es auch eine Losbude, die mit interessanten Gewinnen aufwartete. „Burgschwalbach – a place to be“, lautete das Fazit einer englischsprachigen Besucherin. Im übertragenen Sinne bedeutet dies so viel wie „da muss man hin“. Sicherlich auch wieder im Jahr 2017. ck

 

Mit weihnachtlichen Weisen umrahmten die „Palmbachtaler“ die Eröffnung des märchenhaften Weihnachtsmarkts in Burgschwalbach.

 

Foto: Christopher Kahl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Adventszeit in Burgschwalbach Märchenhafter Weihnachtsmarkt
Foto: Foto: Christopher Kahl

Ortsgemeinde: Markt mit heimeliger Atmosphäre

(28.11.2016)

Adventszeit Wahrlich märchenhaft ging es am Samstag rund um die Kirche in Burgschwalbach zu

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Mit dem letzten Glockenschlag des Läutens der Burgschwalbacher Kirche stimmten die Palmbachtaler das erste Weihnachtslied an. Und als der letzte Ton der Gesangsgruppe verstummt war, eröffnete Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian am Samstagnachmittag den zwölften märchenhaften Weihnachtsmarkt in Burgschwalbach.

Noch bis kurz vor der Eröffnung wurde bis ins Detail an den Vorbereitungen gearbeitet. „Jetzt funktioniert alles. Wir sind bereit“, sagte eine sichtlich erleichterte Bärbel Völker, die mit dem Organisationsteam wieder eine Meisterleistung vollbrachte. Viele Helfer legen sich Jahr für Jahr für den märchenhaften Markt im Ortskern rund um die mittelalterliche Kirche ins Zeug, um den mehreren Tausend Besuchern einen festlichen Rahmen zu bieten.

„Es gibt viele Weihnachtsmärkte, aber unserer ist etwas ganz Besonderes“, freute sich auch Ehrenfried Bastian, dass es endlich losging. Unter den Gästen begrüßte er auch ehemalige Burgschwalbacher, die regelmäßig zum Weihnachtsmarkt zurückkehren, um Bekannte zu treffen und sich – wie die anderen Gäste – vom einmaligen Flair verzaubern lassen. Bereits im April werde mit den Vorbereitungen für den Markt begonnen. „Dahinter steckt eine ganze Menge Arbeit, und ich danke allen, die zum Gelingen des Markts beigetragen haben“, betonte Bastian.

Die Einmaligkeit des märchenhaften Marktes war erneut allgegenwärtig. Gleich am Eingang empfingen in einem Hof die Heiligen Drei Könige und eine lebendige Krippe mit Ziegen und Schafen die Besucher. Rund um die Kirche und auf dem Dorfplatz waren zahlreiche Märchenfiguren aufgestellt. Bei den rund 70 Ständen legten die Organisatoren die Messlatte für die Qualität der angebotenen Artikel hoch. Keine Massenware, sondern Handgefertigtes, Selbstgemachtes und andere optisch ansprechende Waren konnten erworben werden.

Und auch kulinarisch hatte der Markt wieder einiges zu bieten. Angefangen von der Märchenwurst über das Gyros der Feuerwehr, den Waffeln im Märchenhof bis zum obligatorischen Glühwein oder der Feuerzangenbowle war ein breites Repertoire zu haben. Hinzu kam das am Nachmittag proppenvolle Frauenchor-Café im Dorfgemeinschaftshaus. Der Weihnachtsmarkt ist eine Gesamtleistung aller Burgschwalbacher. Davon konnte sich auch Pfarrerin Annette Blome überzeugen. Für sie war es der erste Markt als Seelsorgerin der Gemeinden Burgschwalbach und Oberneisen. Für alle, die dem Trubel für kurze Zeit entfliehen wollten, hielt sie Lichtandachten in der tollen Atmosphäre der mit mehreren Dutzend Kerzen erleuchteten Kirche. „Das Aartal ist stolz auf Burgschwalbach und den märchenhaften Weihnachtsmarkt“, fand auch Landrat Frank Puchtler lobende Worte für alle Beteiligten.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Montag, 28. November 2016, Seite 12

 

Die Palmbachtaler stimmten zur Eröffnung des märchenhaften Weihnachtsmarktes auf die Adventszeit ein. Der Bummel an den Ständen diente auch dem Entschleunigen. Mit viel Zeit und Muße widmeten sich die Besucher den ansprechenden Auslagen. Und wie in den Vorjahren war der Markt wieder ein beliebter Treffpunkt vieler Menschen.

Foto: Uli Pohl


 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Markt mit heimeliger Atmosphäre
Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Böschung an der Straße nach Burgschwalbach befestigt

(25.11.2016)

Burgschwalbach. Von den Autofahrern auf der K 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach fast unbemerkt, drohte am Ortseingang von Burgschwalbach eine Böschung abzurutschen. Wie der Landesbetrieb Mobilität mitteilte, waren dafür ungünstige geologische Randbedingungen die Ursache. Jetzt sind der Hang und die Bankette der Straße mit einer Gabionenwand befestigt, und der Verkehr kann wieder sicher fließen. Die Bauzeit betrug zwei Wochen und wurde termingerecht abgeschlossen. up Foto: Uli Pohl

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 25. November 2016, Seite 22

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Böschung an der Straße nach Burgschwalbach befestigt
Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Böschung der K 64 ist gesichert

(18.11.2016)

Abschluss Arbeiten termingerecht fertiggestellt

Burgschwalbach. Die Böschungssanierung an der K 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach wurde termingerecht am Mittwoch abgeschlossen. Wie der Landesbetrieb Mobilität in Diez mitteilt, konnte damit die vorgesehene Bauzeit von zwei Wochen genau eingehalten werden. An zwei Stellen hatten sich aufgrund ungünstiger geologischer Bedingungen Abrisse gebildet, sodass die talseitigen Bankette nun durch eine Gabionenwand gesichert werden.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 18. November 2016, Seite 21

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Böschung der K 64 ist gesichert
Foto: Ortsgemeinde: Böschung der K 64 ist gesichert

Ortsgemeinde: Märchenhafter Weihnachtsmarkt im Lichterglanz

(09.11.2016)

Advent Treff im Ortskern von Burgschwalbach

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Das Dutzend ist voll: Die Gemeinde Burgschwalbach lädt am Samstag, 26. November, zum zwölften märchenhaften Weihnachtsmarkt im Glanz der Lichter rund um die mittelalterliche Dorfkirche. In diesem Jahr können sich die Besucher auf 70 weihnachtlich geschmückte Marktstände freuen. Mit der Ansprache des Ortsbürgermeisters und dem Gesang der Palmbachtaler wird der Markt um 15 Uhr eröffnet. Beleuchtete Märchengruppen, die Weihnachtskrippe mit Schäfchen und den Heiligen Drei Königen versetzen die Besucher in eine Märchen- und Weihnachtswelt. Das nostalgisches Karussell und der Mandelwagen erfreuen die Herzen der Kinder.

Zur Märchenstunde im Märchenhof wird für 15.30, 16.30 und 17.30 Uhr eingeladen. Um 18 Uhr wird dort der Nikolaus erwartet. In der alten Schule (Dorfgemeinschaftshaus) ist wieder der Bücherflohmarkt der Gemeindebücherei geöffnet. Die Weihnachtsbäckerei im Märchenhof, das Frauenchor-Café in der alten Schule sowie das Dorfcafé sind weitere Anziehungspunkte, an denen sich die Gäste in Burgschwalbach im märchenhafte Ambiente auf die Adventszeit einstimmen können. Die kulinarischen Angebote auf dem Markt und in zwei historischen Höfen sind vielfältig. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Burgschwalbacher, die Ortsvereine und alle anderen Anbieter freuen sich auf den großen Tag, gleichbedeutend für den Auftakt in die Vorweihnachtszeit der Palmbachgemeinde. Und für alle, die zur inneren Ruhe finden möchten, werden in der mittelalterlichen Kirche jeweils um 17, 18 und 19 Uhr kurze Lichterandachten im Kerzenschein gelesen.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Mittwoch, 9. November 2016, Seite 15

 

Immer am Samstag vor dem ersten Advent lädt die Gemeinde Burgschwalbach zum märchenhaften Weihnachtsmarkt am Fuße der Burg. Foto: Uli Pohl

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Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: K64 in Burgschwalbach wird halbseitig gesperrt

(26.10.2016)

Burgschwalbach. Am Mittwoch, 2. November, beginnt die Sanierung der Böschung an der K 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach. Wie der Landesbetrieb Mobilität in Diez mitteilt, haben sich an der talseitigen Dammflanke an zwei Stellen Abrisse gebildet. Ursache dafür sind ungünstige geologische Randbedingungen. Die Arbeiten sind notwendig, um die Verkehrssicherheit weiter zu gewährleisten. Dabei wird talseitig eine Gabionenwand versetzt, die dann ein weiteres Abrutschen des Banketts verhindert. Die Sanierung wird in zwei Abschnitten ausgeführt. Die Bauzeit beträgt circa zwei Wochen. Für die Arbeiten wird die K 64 halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird über eine Ampelanlage durch die Baustelle geleitet. Der Landesbetrieb Mobilität bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis up

Foto: Uli Pohl

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Mittwoch, 26. Oktober 2016, Seite 16

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: K64 in Burgschwalbach wird halbseitig gesperrt
Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Fledermäuse sorgen für Zeitverzögerung

(30.07.2016)

Die Sanierung der Stützmauer am Dorfgemeinschaftshaus ist nahezu abgeschlossen. Kleine Restarbeiten wie die Installation eines Geländers stehen noch aus. Eigentlich sollte im Anschluss mit der Neugestaltung des Umfelds am Dorfgemeinschaftshaus begonnen werden. Auch das Dach des Gebäudes aus Naturschiefer ist dringend sanierungsbedürftig. Jetzt sorgen Fledermäuse, die sich unter dem Dach eingenistet haben für eine zeitliche Verzögerung. Nach Rücksprache mit dem Nabu können die Arbeiten Ende August, Anfang September fortgesetzt werden. Dann seien die Jungtiere so weit, dass sie sich einen anderen Platz suchen können. Nach der Dachsanierung sollen die Fledermäuse wieder dort einziehen. Dafür werden entsprechende Voraussetzungen geschaffen. Dach und Außengelände sollen „von oben herab“ bearbeitet werden. Die Kosten für das Dach belaufen sich auf runde 80 000 Euro. Für das Dach wie für das Außengelände sind Zuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm beantragt. Der Eingang des Gebäudes wird mit einer Rampe barrierefrei und das Holzgeländer wird durch ein schmiedeeisernes Geländer ersetzt. Die Hoffläche erhält eine Decke aus Gussasphalt und die Entwässerung wird erneuert. Die Kosten für das Gesamtpaket belaufen sich auf rund 120 000 Euro. up

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 30. Juli 2016, Seite 15

 

Die Stützmauer ist von Grund auf neu aufgebaut worden. Was fehlt, ist noch das Geländer zur Absicherung. Fotos: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Fledermäuse sorgen für Zeitverzögerung
Foto: Die Stützmauer ist von Grund auf neu aufgebaut worden. Was fehlt, ist noch das Geländer zur Absicherung. Fotos: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Burgschwalbach will Dorfplatz aufwerten

(30.07.2016)

Gemeinschaft Ort der Kommunikation schaffen. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Burgschwalbach will seinen Dorfplatz aus dem Dörnröschenschlaf erwecken und ihn wieder mehr zum kommunikativen Treffpunkt der Gemeinde aufwerten. Und das Ganze mit einem beschränkten finanziellen Aufwand. „Unter Berücksichtigung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse wollen wir sparsam haushalten“, sagte Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian. Nach dem jetzigen Stand der Planungen entstehen der Gemeinde Kosten in Höhe von 5000 Euro. Weiter fließen Spenden von verschiedenen Sponsoren – teils finanziell, teils in Eigenleistung – in das Gesamtprojekt ein.

So wurden beim Dorffest im vergangenen Jahr 3500 Euro erwirtschaftet, die zweckgebunden zur Gestaltung des Dorfplatzes eingesetzt werden. Zu dieser Gestaltung gingen von Bürgern Vorschläge ein. Bei einer Ortsbesichtigung durch den Dorfentwicklungsausschuss wurden zunächst die Prioritäten festgelegt, danach die Vorschläge im Rat diskutiert und verabschiedet. Die Neugestaltung soll im kommenden Jahr angegangen werden. Hier die Schwerpunkte: Der zurzeit trockene Brunnen soll reaktiviert und die zurzeit noch verstopfte Zuleitung freigespült werden. An der Stelle vorgesehen ist ein kleiner Brunnen und eine Sitzgruppe. Statt Betonplatten werden in diesem Bereich Pflastersteine eingesetzt. Weiter könnte entlang der Mauer zum Anwesen Aßmann und Kirche eine circa elf mal drei Meter große Boulebahn errichtet werden. Die örtlichen Gegebenheiten lassen eine kostengünstige Errichtung zu. Für die Bahn werden Sponsoren gezielt angesprochen, freiwillige Helfer sind gesucht.

Für eine Aufwertung des Dorfplatzes könnte eine halbkreisförmige Bühne neben dem Feuerwehrgerätehaus beitragen. Die sollte eine Höhe von 50 Zentimetern nicht übersteigen, damit auf ein Geländer verzichtet werden kann. Doch möglicherweise erweitert die Feuerwehr das Gerätehaus. Daher käme ein Alternativstandort an der Kirchmauer infrage.

Das Schachbrett im vorderen Bereich soll übermalt und durch Spielkreise ersetzt werden. Dazu hat sich bereits der Freundeskreis der Kinder bereit erklärt, der auch die Kosten für die Materialien übernehmen will. Vor der Kirchmauer könnte weiter eine feste Tischtennisplatte platziert werden. Hierzu hat ein Ratsmitglied schon eine Spende in Höhe von 500 Euro signalisiert. Wegen einer möglichen Bezuschussung für die Gestaltung des Dorfplatzes wurden keine neuen Parkplätze ins Konzept aufgenommen. Dafür sollen andere Förderungsmöglichkeiten ausgelotet werden.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 30. Juli 2016, Seite 15

 

Bis auf den märchenhaften Weihnachtsmarkt zum Auftakt in die Adventszeit und kleineren Veranstaltungen, fristet der Dorfplatz in der Burgschwalbacher Ortsmitte ein Schattendasein. Das soll sich jetzt mit geringem finanziellen Aufwand und dem Engagement der Bürger und Vereine ändern.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 30. Juli 2016, Seite 15

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbach  will Dorfplatz aufwerten
Foto: Bis auf den märchenhaften Weihnachtsmarkt zum Auftakt in die Adventszeit und kleineren Veranstaltungen, fristet der Dorfplatz in der Burgschwalbacher Ortsmitte ein Schattendasein. Das soll sich jetzt mit geringem finanziellen Aufwand und dem Engagement de

Ortsgemeinde: Grünschnittplatz

(07.04.2016)

Die Abfallwirtschaft des Rhein-Lahn-Kreises weist ausdrücklich darauf hin, dass auf dem Grünschnittplatz nur kompostierbare Grünabfälle aus dem privaten Herkunftsbereich angenommen werden können, hierzu zählen:

 

Baumschnitt, Strauchschnitt, Heckenschnitt, Gartenabfälle z. B. Blumen (nur in geringen Mengen).

 

Dazu gehören nicht:

 

Obst- und Gemüseabfälle, Stammholz (größer 12 cm Durchmesser), Baumstümpfe, Wurzeln, Abfälle aus Tierhaltung, Friedhofsabfälle, Straßenbegleitgrün.

 

Auf dem Grünschnittplatz haben

 

Bretter, Möbelholz, Balken, Holz aus dem Außenbereich, z. B. Zäune oder Gartenmöbel, Baumischabfälle, Verpackungen, Draht

 

überhaupt nichts verloren.

 

Hinweise:

Je Ast oder Stamm darf ein Durchmesser von 12 cm nicht überschritten werden. Die Länge ist auf max. 2 m begrenzt.

Pro Anlieferung von Garten- und Grünabfällen sowie Baum- und Strauchschnitt ist die Menge auf rund 3 m³ je Anlieferer begrenzt.

Der Störstoffanteil darf max. 1 % der Gesamtmenge betragen.

 

Gewerbliche Anlieferungen sind nicht genehmigt!

 

Ortsgemeinde Burgschwalbach

Ehrenfried Bastian

Ortsbürgermeister

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Grünschnittplatz
Foto: Ortsgemeinde: Grünschnittplatz

Ortsgemeinde: Winterbaupause in Burg Schwalbach beendet

(06.04.2016)

Burgschwalbach. Nach einer witterungsbedingten Winterpause haben die Arbeiten zur Sanierung der Burg Schwalbach wieder begonnen. Das teilte Kerstin Neeb vom Landesbetrieb Liegenschaft und Baubetreuung auf Anfrage der RLZ mit. Zurzeit befindet sich die Sanierung im dritten Abschnitt. 8,5 Millionen Euro investiert das Land in das Gesamtprojekt. In diesem Jahr soll der dritte Bauabschnitt beendet werden, die Haushaltsunterlagen für den vierten sind unterwegs. Wann, wie viel Geld für den letzten Abschnitt bereitgestellt wird, ist abhängig vom nächsten Haushalt des Landes. Wie Kerstin Neeb weiter mitteilte, laufen zurzeit die Prüfungen für die künftige Gastronomie. Diesbezüglich sei man ein Stück weitergekommen. Neeb wollte jedoch noch keine näheren Details nennen. Sollten alle Prüfungen positiv verlaufen, lautet das Ziel, mit dem Abschluss der Sanierung 2017 auch die Burgschänke eröffnen zu können. up Foto: Uli Pohl

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Mittwoch, 6. April 2016, Seite 22

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Winterbaupause in Burg Schwalbach beendet
Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Zuschuss für Stützmauer und Gelände bewilligt

(13.03.2016)

Burgschwalbach. Die Gemeinde Burgschwalbach erhält einen Landeszuschuss in Höhe von 209 700 Euro. „Die Fördermittel des Landes aus dem Dorferneuerungsprogramm sind für die Neugestaltung des Geländes rund um das Dorfgemeinschaftshaus mit Erneuerung der Stützmauer vorgesehen“, teilt der Landtagsabgeordnete Jörg Denninghoff (SPD) nach Anfrage beim Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur mit. Hocherfreut nahm Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian die Nachricht zur Kenntnis: „Für die Arbeiten zur Sanierung der Stützmauer haben wir bereits eine vorzeitige Baugenehmigung. Die ausführende Firma wird in den nächsten ein bis zwei Wochen beginnen.“ Die Sanierung war notwendig, da sich die Stützmauer nach außen in Richtung Schlossstraße wölbt. Für die Neugestaltung des Geländes rund um das Dorfgemeinschaftshaus gibt es noch keine Auftragserteilung. „Diesbezüglich wollten wir abwarten, wie der Zuschuss des Landes ausfällt“, berichtet Bastian. Bei Gesamtkosten von rund 280 000 Euro für das Gesamtprojekt muss Burgschwalbach selbst noch rund 70 000 Euro aufbringen.up Foto: Uli Pohl

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 12. März 2016, Seite 24

 

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Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Burgschwalbach beugt neuen Schäden vor

(10.03.2016)

Prävention Hochwasserschutzkonzept im Rat vorgestellt – Einwohnerversammlung am 15. April

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Schäden, die bei einem starken Regen im Sommer 2014 in Burgschwalbach entstanden, sind nahezu beseitigt. Um künftigen Schäden vorzubeugen, hatte die Verbandsgemeinde in Absprache mit der Gemeinde ein Hochwasserschutzkonzept in Auftrag gegeben, das jetzt im Gemeinderat von Burgschwalbach vorgestellt wurde. Mit dem Hochwasserschutzkonzept will die Gemeinde künftigen Schäden vorbeugen.

Planer Bernd Wilbert vom Ingenieurbüro Artec präsentierte jetzt das Konzept im Rat. Wichtigste Inhalte: Ein Rückhaltebecken am Palmbach in Richtung Panrod, wie es die Gemeinde Burgschwalbach ins Gespräch gebracht hat, ist noch offen und muss noch näher erörtert werden. Ziel des Hochwasserschutzkonzepts sei die Aktivierung der Eigenvorsorge durch die Kommune und durch die von Hochwasser betroffenen Anlieger. Diese Eigenvorsorge beinhaltet präventive Maßnahmen am Gewässer und Ufer, um öffentliche wie private Grundstücke besser zu schützen. Weiter soll in Abstimmung mit der örtlichen Gefahrenabwehr das richtige Verhalten im Ernstfall besser kommuniziert werden. Was zunächst nur im Gemeinderat präsentiert wurde, soll in einer Bürgerversammlung am 15. April, 19.30 Uhr, in der Burgblickhalle den Einwohnern von Burgschwalbach vorgestellt werden. Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian hat bereits angekündigt, die direkt Betroffenen persönlich auf den Termin hinzuweisen.

Bernd Wilbert berichtete in der Ratssitzung über den Stand der Sanierung des Palmbachs, die zu 80 Prozent fertiggestellt sei. Die Schäden beliefen sich auf rund 50 000 Euro. Bei einer Ortsbegehung seien jedoch noch Mängel entdeckt worden. So muss an einer Uferbefestigung und am Bachbett nachgearbeitet werden.

Der Abriss des Wehres am Palmbach, in Höhe der Fußgängerbrücke zur Au, erfolgt bei Niedrigwasser. Der Umbau in eine raue Rampe wird mit der Aufnahme in das EU-Life-Projekt „LiLa – Living Lahn“ zu 100 Prozent durch die EU und das Land finanziert. Für die Verbandsgemeinde Hahnstätten und die Ortsgemeinde Burgschwalbach entsteht kein finanzieller Aufwand. Die Schadensregulierung und die Planung für das Hochwasserschutzkonzept werden vom Land Rheinland-Pfalz bis zu 90 Prozent gefördert.

In der Ratsitzung stand weiter die Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung auf der Tagesordnung. Ergänzend zu den Ergebnissen, die bereits in einer Sitzung vorgestellt wurden, hat der Rat einer Erhöhung der Benutzungsgebühren für die Burgblickhalle ab dem Jahr 2017 zugestimmt. Über die genaue Höhe wird erst nach einer betriebswirtschaftlichen Gebührenkalkulation entschieden. Gleiches gilt für die Friedhofsgebühren. Auch dafür wird eine Gebührenkalkulation benötigt.

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Donnerstag, 10. März 2016, Seite 16

 

Still plätschert der Palmbach durch Burgschwalbach. Doch welch gewaltige Wassermengen er führen kann, machte der Starkregen deutlich, der im Sommer 2014 die Straßen überflutete. Foto: Uli Pohl

 

 

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Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Altes Wehr wird neue raue Rampe

(23.02.2016)

Natur Projekt „LiLa - Living Lahn“ wirkt sich auch auf Nebengewässer aus

Burgschwalbach. Im Rahmen des EU-Life-Projektes „LiLa – Living Lahn“ sind im rheinland-pfälzischen Abschnitt der Lahn und deren Nebengewässer zahlreiche Maßnahmen hinsichtlich der Verbesserung der Wasserqualität, der Hochwasserrückhaltung, der Strukturverbesserung und der Durchgängigkeit vorgesehen. Aktuell besichtigte Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, eine der ersten Maßnahmen. Bereits in Planung befindet sich die durchgängige Gestaltung des Palmbachs in der Nähe der ehemaligen Hammermühle in Burgschwalbach. Der Mühlenbetrieb ist seit 1972 stillgelegt. Die noch bestehende Wehranlage mit einer Höhe von 1,60 Metern stellt für Fische und andere Gewässerbewohner ein unüberwindbares Hindernis dar. Zur Verbesserung der Durchgängigkeit soll das Wehr in eine sogenannte raue Rampe mit einer Länge von 40 Metern und einem maximalen Gefälle von vier Prozent umgestaltet werden. Die Kosten der Maßnahme sind mit 50 000 Euro kalkuliert. Weiter dient der Umbau des Wehres dem Hochwasserschutz in Burgschwalbach.

„Mit der Aufnahme in das EU-Life-Projekt ist eine hundertprozentige Kostenübernahme durch die EU und das Land vorgesehen. Für die Verbandsgemeinde Hahnstätten und die Ortsgemeinde Burgschwalbach entsteht kein finanzieller Aufwand“, freut sich Kleemann bei Besichtigung der Anlage.

Für das Projekt „LiLa - Living Lahn“ stellt die Europäische Kommission rund neun Millionen Euro zur Verfügung, weitere etwa sechs Millionen Euro steuern die Projektpartner über die Gesamtlaufzeit des Projektes von zehn Jahren bei. Alleine im Jahr 2015 förderte das Land Rheinland-Pfalz rund 520 wasserwirtschaftliche Maßnahmen mit insgesamt 110 Millionen Euro.

Die SGD Nord ist Projektpartner im Life-Projekt „LiLa – Living Lahn“. Mit dem Projekt wollen die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und die Bundesanstalt für Gewässerkunde die Lahn ökologisch aufwerten. Gleichzeitig wollen sie somit den Fluss und das Leben am Fluss lebenswerter machen. Das Projekt ist auch ein Beitrag, um die Region weiterzuentwickeln. Der offizielle Start des auf zehn Jahre ausgelegten Projektes war am 1. Dezember 2015.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Dienstag, 23. Februar 2016, Seite 14

 

Förderinstrument der Europäischen Kommission

Life steht für „L'Instrument Financier pour l'Environnement“. Das Förderinstrument der Europäischen Kommission finanziert Umweltschutzmaßnahmen in der gesamten EU sowie bestimmten Nachbarländern und Beitrittskandidaten. Life-Projekte sollen dabei helfen, wichtige EU-Vorschriften in den Bereichen Naturschutz, Wasser, Luft und Abfall umzusetzen. Das Life-Projekt „LiLa-Living Lahn“ steht in enger Verbindung mit dem „Bundesprogramm Blaues Band Deutschland“ zur Renaturierung von Fließgewässern und Auen.

 

Bei der Besichtigung des Wehres (von rechts): Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der SGD Nord, Dieter Scherer, Erster Beigeordneter, Burgschwalbach, Volker Satony, Bürgermeister der VG Hahnstätten und Martin Hoffmann, SGD Nord, Regionalstelle Montabaur.

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Dienstag, 23. Februar 2016, Seite 14

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Altes Wehr wird neue raue Rampe
Foto: Bei der Besichtigung des Wehres (von rechts): Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der SGD Nord, Dieter Scherer, Erster Beigeordneter, Burgschwalbach, Volker Satony, Bürgermeister der VG Hahnstätten und Martin Hoffmann, SGD Nord, Regionalstelle Montabaur.

Ortsgemeinde: Hochwasserschutzkonzept für Burgschwalbach wird im Rat vorgestellt

(17.02.2016)

Burgschwalbach. Im Sommer 2014 sorgte ein Starkregen in Burgschwalbach für überflutete Straßen. Dabei trat der Palmbach über die Ufer und verursachte Schäden, vor allem bei den Anwohnern, deren Grundstücke an den Palmbach grenzen. Grund für die Ortsgemeinde, ein Hochwasserschutzkonzept in Auftrag zu geben. Das wird nun in der Sitzung des Ortsgemeinderates am Donnerstag, 25. Februar, 19.30 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses dem Rat vorgestellt. Falls der Rat dem Konzept zustimmt, sollen die Bürger in einer Einwohnerversammlung über den künftigen Hochwasserschutz informiert werden. Eine Maßnahme, die zum Hochwasserschutz beiträgt, ist der Abriss des Wehres am Palmbach (Foto). Dieses Projekt liegt allerdings in der Zuständigkeit der Verbandsgemeinde. Das Wehr soll im Frühjahr oder im Sommer entfernt werden, um die Durchgängigkeit des Palmbachs zu erhöhen. Weitere Tagesordnungspunkte in der Sitzung sind die Information zum Thema „Wiederkehrende Straßenausbaubeiträge“ in Burgschwalbach und die Annahme von Spenden. up

Foto:Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 17. Februar 2016, Seite 22

 

 

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Foto: Foto:Uli Pohl

Ortsgemeinde: Burgschwalbach investiert und hofft auf Zuschuss

(02.02.2016)

Finanzen Rat verabschiedet Haushalt für 2016. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. „Wir haben trotz der großen anstehenden Investitionen noch ein relativ gutes Ergebnis erzielt. Gleichzeitig ist es uns gelungen, in den vergangenen Jahren unsere Schulden zu reduzieren.“ So bilanziert Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian den vom Rat in der jüngsten Sitzung verabschiedeten Haushalt für die Ortsgemeinde Burgschwalbach für 2016. Der veranschlagte Ergebnishaushalt weist dennoch einen Fehlbetrag von rund 48 700 Euro auf. Der Saldo der ordentlichen Ein- und Auszahlungen im Finanzhaushalt sieht hingegen ein Plus von rund 18 700 Euro vor.

Den größten finanziellen Aufwand stellt die Sanierung der Stützmauer und die Neugestaltung des Geländes rund um das Dorfgemeinschaftshaus dar. Dafür wurden insgesamt 283 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Auch die Dachsanierung des Gebäudes schlägt mit erheblichen 60 000 Euro zu Buche. Für beide Investitionen hat die Gemeinde jedoch Zuschüsse aus der Dorferneuerung im Rahmen der Schwerpunktgemeinde beantragt. Demnach könnte die Stützmauer und die Hoffläche mit bis zu 212 000 Euro, die Dachsanierung mit bis zu 18 000 Euro vom Land gefördert werden. In der jüngsten Ratssitzung wurde bereits der Auftrag für die Sanierung der Stützmauer vergeben. Die Kosten dafür betragen 73 000 Euro.

Einnahmen erhofft sich die Gemeinde durch den Verkauf von Bauplätzen im Gebiet „In der Seite“. Dort sind zwei potenzielle Käufer an jeweils einem Grundstück interessiert. 38 000 Euro könnten demnach in die Kasse fließen. Weitere 36 000 Euro sind an anteiligen Beiträgen für die Erschließung im Baugebiet vorgesehen.

Auf der Ausgabenseite sind 10 000 Euro für eine neue Druckerhöhungsanlage in der Wasserversorgung, die Planungskosten für den Endausbau im Gebiet „Hinter den Zäunen“ (10 000 Euro) und 3500 Euro für die Instandhaltung und neue Spielgeräte für die Spielplätze in Burgschwalbach aufgeführt. Ein weiterer Ausgabenpunkt ist die Umgestaltung des Dorfplatzes. 3500 Euro sind dafür in diesem Jahr vorgesehen, die aber teilweise bereits durch Spenden und Einnahmen aus dem Dorffest zur 1225-Jahr-Feier im vergangenen Jahr abgedeckt sind. „Wir wollen den Dorfplatz nach und nach überarbeiten. Zunächst ist der Brunnen an der Reihe“, berichtete Ehrenfried Bastian.

Zu den Abgaben der Bürger: Die Hebesätze für die Grundsteuern und Gewerbesteuer bleiben gegenüber dem Vorjahr gleich.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 2. Februar 2016, Seite 19

 

Die Stützmauer am Dorfgemeinschaftshaus hat sich nach außen gewölbt und muss dringend saniert werden. Die Arbeiten dazu sind vergeben und sollen in Kürze beginnen. Foto: Uli Pohl

 

Leichter Gewinn im Forst

In der jüngsten Sitzung hat der Rat den Forstwirtschaftsplan für 2016 verabschiedet. Er sieht im Ansatz einen leichten Gewinn von 2102 Euro vor. Erträge in Höhe von 67942 Euro stehen Aufwendungen von 65840 Euro gegenüber. Am Samstag, 5. März, folgt der turnusmäßige Waldbegang mit Revierförster Volker Müller. up

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Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Sanierung startet Anfang 2016

(09.12.2015)

Bevor Burgschwalbach seinen Status als Schwerpunktgemeinde abgeben muss, hat Bürgermeister Ehrenfried Bastian noch einige Sanierungsprojekte angestoßen.

Burgschwalbach.  Die Palmbachgemeinde verliert im Jahr 2016 ihren Status als Schwerpunktgemeinde. „Leider“, sagt Burgschwalbachs Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian. Doch immerhin ist es dem Ortschef und seinen Mitstreitern noch gelungen, im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms der aktuell noch laufenden Periode Schwerpunktgemeinde einen Zuschussantrag zur Sanierung des Außengeländes und des Dachs des Dorfgemeinschaftshauses zu platzieren.

 

Gefahr im Verzug

„Das Mauerwerk der Stützmauer ist so defekt, da ist Gefahr im Verzug“, so Bastian, der von einer Umsetzung im Januar oder Februar 2016 ausgeht. Dabei wurde ein Entwurf aus dem Dorferneuerungskonzept aufgegriffen, der die Neugestaltung des Umfelds bereits vor Jahren vorsah. Die Kreisverwaltung habe dem vorzeitigen Baubeginn bereits zugestimmt und den Antrag bewilligt.

Auch das alte Holzgeländer wird den Renovierungsarbeiten zum Opfer fallen und durch ein neues Metallgeländer ersetzt. Bewilligt wurde weiterhin die Dachsanierung des Gebäudes. „Auch hier wurde der vorzeitige Baubeginn bewilligt“, erklärte Bastian.

 

Hochwasserschutz

Die Kosten bezifferte der Ortsbürgermeister auf rund 80 000 Euro. „Für das Außengelände mit Hof, Parkplätzen und Eingangsbereich mit barrierefreiem Zugang fehlt uns allerdings noch die Zuschusszusage“, sagte Bastian abschließend. Weiterhin sprach Bastian davon, im kommenden Jahr das erarbeitete Hochwasserschutzkonzept mit Regenrückhaltebecken umzusetzen. „Dies wird uns im Jahr 2016 enorm fordern“, gab Bastian weitere Einblicke und erinnerte an das Jahrhunderthochwasser in der Palmbachgemeinde im Sommer

 

Baustelle Burg

Über die in der Renovierungsphase befindliche Burg wollte Bastian keine konkreten Aussagen treffen. „Der Landeshaushalt ist hier ausschlaggebend“, führte Bastian an, „und der ist als Doppelhaushalt für die Jahre 2017/2018 noch nicht verabschiedet.“ Dennoch hat der Ortschef die Hoffnung, „dass die Burg bis zur 650-Jahr-Feier im Jahr 2018 vollständig renoviert ist“. Der Status „Standesamt“ auf der Burg Schwalbach bleibt definitiv erhalten. Für das kommende Jahr plant Ehrenfried Bastian wie im Sommer 2015 wieder einen Tag für interessierte Bürger, um den Baufortschritt an der Burg zu dokumentieren. Abschließend begrüßte Bastian das Vorhaben der TuS Burgschwalbach zum Bau eines Kunstrasenplatzes.

(ckb)

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Foto: Foto: Christopher Kahl

Ortsgemeinde: Weihnachtsmarkt zeichnet sich durch viel Liebe zum Detail aus

(30.11.2015)

Märchenhaft Tausende Besucher genießen die besondere Atmosphäre in Burgschwalbach. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Bereits kurz vor 16 Uhr und der offiziellen Eröffnung des märchenhaften Weihnachtsmarktes in Burgschwalbach reihte sich ein Pkw auf den Zufahrtsstraßen an den nächsten. Im historischen Ortskern rund um die mittelalterliche Dorfkirche herrschte schon Hochbetrieb, bevor die Stände öffneten.

Es war bereits der zehnte Markt, und er hat jedes Mal an Attraktivität gewonnen. Tausende Besucher kamen am Samstag nach Burgschwalbach, um die schöne und in der Region einmalige Atmosphäre zu genießen. „Der märchenhafte Weihnachtsmarkt in unserer Gemeinde ist kein Markt wie jeder andere. Wir haben mehr im Angebot“, dankte Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian zu Beginn dem Organisationsteam, allen Helfern und Sponsoren, die zum runden Geburtstag des Marktes für einen erneut anspruchsvollen Rahmen sorgten.

„Wir sind glücklich, dass wir unsere Heimat haben, in der wir uns wohlfühlen und uns zu einem solch schönen Markt treffen können. Doch sollten wir auch nicht die Menschen vergessen, die dieses Erlebnis aufgrund ihrer persönlichen Situation nicht mit uns teilen können“, fand Landrat Frank Puchtler zu Beginn auch nachdenklich stimmende Worte. Wie es seit Jahren Tradition ist, sangen die Palmbachtaler zu Beginn weihnachtliche Lieder. Auch das für einen solchen Markt notwendige Wetter passte. Mit Beginn des Aufbaus der Stände verzogen sich die Regenwolken und es blieb bis in den späten Abend hinein trocken.

Das Ansprechende und Besondere am märchenhaften Weihnachtsmarkt ist das Programm, zu dem viele kleine Punkte sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Der Markt ist eine Gemeinschaftsproduktion der Bürger für ihren Ort, und er schreibt seit mittlerweile einem Jahrzehnt eine Erfolgsgeschichte. Eine Geschichte, die mittlerweile weit über die Grenzen der Region bekannt ist. Von weit her kommen die Besucher, um sich regelmäßig am Samstag vor dem ersten Advent von der feinen und eigenen Stimmung am Fuß der Burg Schwalbach auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Eine weitere Eigenschaft, die den Markt auszeichnet, ist die Liebe zum Detail. Märchenfiguren ziehen die Blicke auf sich. Eine Krippe mit Tieren ist nur ein Anziehungspunkt von vielen für die Kinder. Nicht nur im Märchenhof mit der Waffelbäckerei am Eingang und in der Kirche während der Lichterandachten herrschte eine friedliche Stimmung. Und bei der Auswahl der Stände legen die Veranstalter Wert auf regionale und hochwertige Produkte.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 30. November 2015, Seite 12

 

Am Fuß der Burg Schwalbach stimmten die Palmbachtaler zu Beginn mit weihnachtlichen Liedern auf den Markt und die Adventszeit ein.

 

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Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Squalbach ist und bleibt der Nabel der Welt

(11.11.2015)

Uraufführung Einzigartiges Historienspiel zur 1225-Jahr-Feier im Juli bleibt der Nachwelt in einem Film erhalten. Von unserem Mitarbeiter Ralph Wölpert

Burgschwalbach. Das 1225-jährige Ortsjubiläum, die erste urkundliche Erwähnung von Burgschwalbach, wurde im Sommer mit einem gewitzten Historienspiel gefeiert. Die beiden Hauptakteure Heidi Puffer und Lothar Pohl hatten mit ihren Mitwirkenden etwas Einmaliges auf die Beine gestellt. Das Wort „einmalig“ bezieht sich hier sowohl auf die gebotene schauspielerische und die freiwillige Leistung aller Beteiligten aus Burgschwalbach und Umgebung als auch auf das nur ein einziges Mal aufgeführte Stück „Squalbach – Der Nabel der Welt“.

Da Anfang Juli aber viele der Interessierten in ihrem Jahresurlaub und die Aufführung im Hof des Bistros Auszeit schnell ausverkauft waren, entschied sich die Gruppe, das Theaterstück in einem Film zu verewigen und als weitere Erinnerung an das groß inszenierte Jubiläum wach zu halten. Der Film feierte jetzt in der Burgblickhalle in Burgschwalbach seine Uraufführung. Für die Premiere des Films, von Angelika Luckas und Pit Kalla mit großem Aufwand, professionellem Einsatz und viel Zeit gefertigt, hatten sich Heidi Puffer und Lothar Pohl wieder die Hilfe und Unterstützung des gesamten Teams und des Kreml-Chores gesichert. Der neunköpfige Chor konnte gleich zu Beginn mit drei neuen Liedern viel Applaus entgegennehmen.

Die sehr zahlreichen, die gesamte Halle ausfüllenden Zuschauer – von denen bestimmt die Hälfte das Stück bereits live erlebt hatten – wurden über die Entstehung der Texte, der Musikstücke und den Ablauf der Proben mit lebendigen Beispielen und lustigen Anekdoten mehr als nur informiert. Die Filmvorführung über Squalbach wurde so noch einmal richtig lebendig und die Stimmung in der Halle war ob der tollen Ideen bei bunten Kostümen, Textpassagen oder dem Casting und der gelungenen Umsetzung fast so gut wie im Juli.

Viele der Mitwirkenden kamen auf die Bühne und berichteten gut gelaunt über die Mitmachanrufe der Regisseurin und ihre Rollen im Stück. Lothar Pohl musste sich zu seinem Status als Noten-Legastheniker bekennen, da er Musiknoten weder schreiben noch lesen kann, aber trotz des Mangels bereits viele eigene Lieder entwickelte. Mit einem einfachen Punktesystem und der Hilfe anderer Schauspieler wurden seine Entwürfe in für den Chor lesbare Noten „übersetzt“. Achim Lauer, in der Aufführung als Medicus auf der Bühne, bekannte, dass er für seine Rolle um jeden Satz gekämpft habe. Oft konnte er sich jedoch nicht gegen die Autorin und Regisseurin Heidi Puffer durchsetzen – zum Glück, denn sonst hätte das Stück gut und gern ein oder zwei Stunden länger gedauert. Krankenschwester Marianne Weber hatte dafür in der Aufführung länger als üblich auf den wohl sehenswerten blanken Hintern von Patient Manfred Kessler geschaut. Die als lebenslustige Gräfin verkleidete Liane Look spielte brillant, was wohl dem vielmaligen Üben ihrer Bewegungen vor dem Spiegel geschuldet war. Ihr Mann Ottmar musste unterdessen als Aushilfsperückenträger und Ersatz-Graf fungieren. Marianne Schneider hatte es ihrer großen Nachbarschaft zu verdanken, dass sie in einem tollen Kostüm, das mit vielen sehr gut passenden Accessoires geschmückt war, aufwarten konnte. Roswitha Rohr, im Hauptberuf Friseurin, berichtete über die vielen Proben ihrer Rolle im heimischen Badezimmer. Ihre Katze himmelte sie deswegen an, während die Nachbarn schon sehr heftige Ehestreitigkeiten argwöhnten. Karl-Heinz Funk von der TuS Burgschwalbach hatte just zu dieser Zeit, eben am Freitag, 3. Juli, dieses Jahres sehr viel mit dem WM-Pokal und dessen Gastspiel am Schulzentrum in Hahnstätten zu tun. Daher gab es nur wenig Zeit zum Üben, für die wichtige Generalprobe passte dann aber alles. Landrat Frank Puchtler bedankte sich mit Bürgermeister Ehrenfried Bastian beim gesamten Team um Puffer und Pohl für die tolle Arbeit im Sinne der Gemeinde und ihrer Einwohner.

Zum Abschluss der sehr gelungenen und kurzweiligen Veranstaltung kamen alle Beteiligten auf die Bühne und bedankten sich ihrerseits beim begeisterten Publikum. Mit dem von Lothar Pohl selbst geschriebenen Heimatlied über Burgschwalbach endete die Premiere des Films, der als DVD in der Schuhkiste in Burgschwalbach erhältlich ist. Nicht nur die Bürger von Burgschwalbach sollten ihn sich sichern.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 11. November 2015, Seite 16

 

Alle Mitglieder des Ensembles auf der Bühne. Eine tolle Leistung der vielen Laien-Darsteller und Helfer wurde zu Recht gefeiert. Alle zusammen verabschiedeten sich von den Zuschauern mit dem von Lothar Pohl geschriebenen Heimatlied über Burgschwalbach.  Foto: Ralph Wölpert

 

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Foto: Foto: Ralph Wölpert

Flüchtlingshilfe "Untere Aar": Flüchtlingshilfe Untere Aar gibt sich neue Struktur

(30.09.2015)

Organisation Zahlreiche Helfer bei Aktion in der Burgschwalbacher Burgblickhalle. Von unserem Mitarbeiter Uli Pohl

Burgschwalbach/Hahnstätten. Die Kommunikation und Organisation in der Flüchtlingsinitiative Untere Aar funktioniert. Einem Aufruf von Achim Lauer, Mitinitiator der Initiative, folgten jetzt rund 40 freiwillige Helfer, darunter zahlreiche Asylbewerber, die in der Verbandsgemeinde untergebracht sind, und sortierten aus einer umfangreichen Spende aus dem Sozialkaufhaus Taunusstein Kleidung und Haushaltsgegenstände zur weiteren Nutzung für ankommende Flüchtlinge. Zurzeit leben in der Verbandsgemeinde etwa 70 Asylbewerber, bis Ende des Jahres wird die Zahl auf etwa 100 steigen. Wohnraum wird deshalb dringend gesucht.

Innerhalb einer guten Stunde waren die gut erhaltenen Hilfsgüter in der Burgblickhalle in Burgschwalbach verpackt. Am Montag wurden sie der Kleiderkammer in der Diezer Industriestraße übergeben, da die Lagerkapazitäten in der Verbandsgemeinde Hahnstätten nahezu erschöpft sind. Zurzeit dienen zwei Räume im evangelischen Gemeindehaus Hahnstätten und in der Burgblickhalle in Burgschwalbach als Lager und Ausgabestelle. Wie Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten, auf Anfrage der RLZ mitteilte, steht die Verwaltung jedoch in Verhandlungen mit einem Hauseigentümer, der größere Räumlichkeiten zur Verfügung stellen kann. Dort könnte in Kürze die Annahme- und Ausgabestelle in der Verbandsgemeinde in einer zentralen Stelle eingerichtet werden.

Im jüngsten Treffen der Flüchtlingsinitiative Untere Aar, an der rund 30 Personen teilnahmen, wurde eine neue Struktur der Initiative festgelegt. Künftig agieren die vielen Untergruppen autark. Ein Sprecher der Gruppen tauscht sich dann regelmäßig mit den Ansprechpartnern aus anderen Gruppen aus. „Neu in unserer Struktur ist eine Willkommensgruppe, die sich vornehmlich um ankommende Asylbewerber in der Verbandsgemeinde Hahnstätten kümmert“, berichtete Achim Lauer. Sie steht allen Interessierten offen, die sich kurz- oder langfristig, je nach persönlichem Zeitaufwand, in der Flüchtlingsinitiative engagieren möchten.

Lauer berichtete zudem, dass die Deutsch-Kurse für Männer und Frauen auch dank Spenden weiterlaufen und die Teilnehmer gute Fortschritte machen. Mit den Schulen in der Verbandsgemeinde sollen in einer noch engeren Kooperation die vorhandenen Sprachbarrieren bei Kindern abgebaut werden. Angedacht sind Lesepatenschaften und Lesehilfen und eine verstärkte Hausaufgabenbegleitung. Achim Lauer dankte allen Helfern und Spendern für die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit an der Aar.

Denjenigen, die die Flüchtlingsinitiative unterstützen möchten, gibt Achim Lauer Infos per E-Mail an achimlauer@t-online.de oder unter Telefon 06430/7193.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 30. September 2015, Seite 14

 

Viele Helfer sorgten in der Burgblickhalle für ein rasches Sortieren der gespendeten Hilfsgüter aus Taunusstein. Foto: Uli Pohl

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Ortsgemeinde: Außengelände erhält rundum eine Erneuerung

(17.09.2015)

Investition Mauer am Dorfgemeinschaftshaus in Burgschwalbach ist brüchig. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Ein riesiger Krater klafft im Hof am Dorfgemeinschaftshaus in Burgschwalbach. Auf einer Länge von rund zehn Metern wurde das Erdreich bis zu einer Tiefe von drei bis vier Meter ausgebaggert.

Der Grund: Die Bruchsteinmauer zur Schulbergstraße hat sich nach außen gewölbt. Sie ist brüchig und muss zügig saniert werden. Für die finanziell nicht auf Rosen gebettete Gemeinde Burgschwalbach ein dicker Brocken, denn im Zuge der Wölbung hat ein Statiker das gesamte Mauerwerk rund um das Dorfgemeinschaftshaus geprüft und mehrere schadhafte Stellen gefunden. Da Burgschwalbach noch aus dem Dorferneuerungsprogramm förderfähig ist, hat die Gemeinde bereits einen Zuschussantrag beim Land gestellt. Dabei wurde ein Entwurf aus dem Dorferneuerungskonzept aufgegriffen, der die Neugestaltung des gesamten Umfelds am Dorfgemeinschaftshaus bereits vor Jahren vorsah.

Die Hoffläche stellt sich wenig ansprechend dar, der Belag ist noch mit Teer belastet und die Entwässerungen des Geländes und des Hauses sind nicht mehr funktionsfähig. Letztere führen zu Schäden am 1910 errichteten Gebäude, in dem früher die Dorfschule untergebracht war. Zur Beseitigung der Schäden wurde in Abstimmung mit der unteren Denkmalpflegebehörde ein Maßnahmenpaket geschnürt. So wird der Abschnitt der Mauer zur Schulbergstraße komplett erneuert. Dafür wird das Material nach dem Abbruch zwischengelagert und zum Neuaufbau wiederverwendet. Weiter werden die vorhandenen Betonabdeckungen der Mauer durch Natursteine ersetzt und die schadhaften Stellen der Mauer saniert.

Weiter soll das Dorfgemeinschaftshaus eine Rampe für einen barrierefreien Zugang erhalten und die wackligen Holzgeländer durch schmiedeeiserne Geländer ersetzt werden. Die Hoffläche wird mit einer Decke aus Gussasphalt mit einer hellen, eingestreuten Quarzitkörnung befestigt und die Entwässerung erneuert. „Die Kosten für das Gesamtpaket belaufen sich auf rund 120 000 Euro. Wir hoffen auf einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent“, berichtete Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian. Er hofft, die finanzielle Belastung für die Gemeinde so gering wie möglich zu halten, denn es stehen noch weitere Renovierungsarbeiten am und im Dorfgemeinschaftshaus an. „Das Dach mit Naturschiefer weist Schäden auf und müsste ebenfalls von Grund auf saniert werden“, blickt Bastian mit finanzieller Sorge auf weitere Investitionen am gemeindeeigenen Gebäude. Akut drückt noch ein weiterer Schuh. Die Abwasserleitungen im Dorfgemeinschaftshaus sind ebenfalls in die Jahre gekommen und müssen zwingend ausgetauscht werden. „Das werden wir noch in diesem Jahr angehen“, sagt der Ortsbürgermeister. Im Dorfgemeinschaftshaus sind die Bücherei, das Büro des Ortsbürgermeisters ein Gemeinschaftsraum und die Bücherei untergebracht. In der oberen Etage gibt es noch zwei Wohnungen.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 17. September 2015, Seite 16

 

Ein riesiges Loch klafft im Hof am Dorfgemeinschaftshaus. Es wurde ausgebaggert, um Druck von der Bruchsteinmauer zur Schulbergstraße hin zu nehmen. Foto: Uli Pohl

 

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Ortsgemeinde: Hochwasserschäden werden beseitigt

(12.09.2015)

Regulierung Burgschwalbach hofft auf zügige Abwicklung – Zuschussanträge gestellt – Vorzeitiger Baubeginn genehmigt. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Schäden, die im vergangenen Jahr beim Hochwasser in Burgschwalbach entstanden sind, sollen noch in diesem Jahr beseitigt werden. Der Gemeinderat befasst sich in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 24. September, 20 Uhr, im Rathaus mit den dafür notwendigen Ingenieurleistungen und der Vergabe der Arbeiten zur Beseitigung der Schäden am Palmbach.

„Die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn ist erteilt, der Zuschussantrag gestellt. Wir hoffen, dass wir im Oktober und November zur Ausführung kommen“, berichtete Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian im Vorfeld der Ratssitzung. Die Kosten für die Schadensregulierung belaufen sich auf rund 50 000 Euro. Dazu zählen unter anderem die Uferbefestigung und das Befestigen der Brücken, die beim Hochwasser im Juli vergangenen Jahres ausgespült wurden. Schäden an Brücken und Durchlässen, die schon zu klein oder marode sind, werden nicht berücksichtigt. Ein Teil des angespülten Gerölls wurde bereits von einer Fachfirma entfernt, um einen größeren Durchfluss zu gewährleisten.

Sind die Schäden beseitigt, schließen sich im kommenden Jahr die freiwilligen Leistungen und das Erstellen eines Hochwasserschutzkonzepts an. Mit dem Hochwasserschutzkonzept will die Gemeinde künftigen Schäden vorbeugen. In einem Gespräch mit dem Umweltministerium wurde empfohlen, ein solches Konzept zu erstellen, um in Zukunft besser gewappnet zu sein. Ein Planer hat bereits begonnen, die Grundlagen für das Konzept zu ermitteln. Die Kosten für die Planung des Schutzkonzepts belaufen sich auf circa 10 000 Euro. Auch dafür wurde ein Zuschussantrag gestellt. Den Rückbau des Wehres am Palmbach zwischen Burgschwalbach und Zollhaus liegt in der Hand der Verbandsgemeinde. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 50 000 Euro. Auch hierzu wurde ein Zuschussantrag gestellt. Offen bleibt weiter die Sanierung des Palmbachdurchlasses am Radweg in Zollhaus. Da der Schaden nur über den Investitionsstock gefördert werden kann, soll diese Stelle bis zur Vorlage des Hochwasserschutzkonzeptes zurückgestellt werden. Die Stelle ist zunächst provisorisch abgedichtet worden. Zurzeit geht davon keine Gefährdung der Radfahrer und Anwohner aus. Perspektivisch ist eine Erneuerung jedoch vorgesehen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 12. September 2015, Seite 17

 

Gerade das Ufer des Palmbachs in Höhe der Burgblickhalle und davor wurde durch das Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen. Nur ein Bestandteil der Schadensregulierung. Foto: Uli Pohl

 

Umfeld des Dorfgemeinschaftshauses wird erneuert

Eine weitere Baustelle für die Gemeinde tut sich rund um das Dorfgemeinschaftshaus auf. Dort waren Schäden an der Bruchsteinmauer entdeckt worden, die sich nach außen drückt. Im Zuge der Sanierung soll das gesamte Umfeld des Dorfgemeinschaftshauses angegangen werden. Das Projekt wurde vor Jahren schon einmal angestoßen, jedoch wieder zurückgestellt. Dafür sollen finanzielle Mittel aus dem Dorferneuerungskonzept generiert werden. Weitere Themen in der nächsten Sitzung des Rates sind die Fortschreibung des Dorfentwicklungskonzepts, die Annahme von Spenden und die Beschäftigung und der Arbeitgeberwechsel im Forstrevier Hahnstätten-Kaltenholzhausen zu dem auch Burgschwalbach zählt. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 12. September 2015, Seite 17

 

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Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Burgschwalbacher feiern stilechtes Fest

(08.07.2015)

Jubiläum Vor 1225 Jahren wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Burgschwalbach. Sogar der dritte Festtag zum 1225-jährigen Jubiläum der Ersterwähnung des Ortes Squalbach-Burgschwalbach in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 790 war gut besucht. Trotz enormer Hitze waren Burgschwalbacher aller Altersgruppen recht zahlreich bei allen Festprogrammpunkten anzutreffen.

Ein anregender Zeltgottesdienst und ein wunderbarer Auftritt der etwas reiferen Chorgruppe Die Palmbachtaler, die sich mit dem „Vater unser“ von Hanne Haller profilierten, wechselten sich mit der tollen jungen TuS-Tanzgruppe Illusions ab. Ihr Schuhplattler ist einfach hinreißend.

Mit starken Tönen aus Trompeten, Flügelhörnern, Posaunen, Saxofonen, Akkordeon, Keyboard und Tuba sorgten die Meilinger Musikanten für tolle Stimmung auf dem Dorfplatz. Man glaubt es kaum, aber selbst die Jüngsten der Gemeinde besannen sich, der tropischen Witterung gehorchend, auf althergebrachte Spiele. Sie planschten mit einfachen Joghurtbechern und einem Büttchen voll kaltem Wasser in einer schattigen Ecke auf dem belebten Dorfplatz. Auf die Plätze fertig los – eintauchen, den Becher mit Wasser füllen und dann über den eigenen Kopf.

Die Hüpfburg gegenüber war bei dieser Hitze zeitweise ungenutzt, doch das einfache Wasserspiel begeisterte. Frohes Kinderlachen bestätigte es: Auch einfache Spiele sind heute noch begehrt und erfüllen Kinderwünsche.

Mit schmackhaften Kuchen, deftigen Speisen, kühlen Getränken und viel Unterhaltung ging das fröhliche Fest bei strahlendem Sonnenschein am Sonntagnachmittag zu Ende. Burgschwalbach versteht es, sich rechtzeitig zu organisieren, gemeinsam zu planen und zu einem historisch belegten Datum auch stilecht zu feiern. Ein Kompliment den zahlreichen Verantwortlichen, die mit dem Fest die lange Geschichte ihres Ortes zu würdigen wussten und ihr mit all den verschiedenen, wunderbaren Feierlichkeiten ein kleines Denkmal setzten.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 8. Juli 2015, Seite 16

 

Auch Ritter Markolf zu Nesen war in Burgschwalbach zu Gast. Foto: Rücker

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Foto: Foto: Wilma Rücker

Ortsgemeinde: Burg Schwalbach gibt Forschern noch immer einige Rätsel auf

(07.07.2015)

Besichtigung Bürger nutzen Führungen mit Experten. Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Burgschwalbach. Ein Schattenleben führen die Burgschwalbacher Bürger nun nicht gerade, sie sind sogar mächtig stolz auf ihre Burg Schwalbach, die sich seit 2011 in einer fachlich aufwendigen Sanierungsphase befindet. Die Möglichkeiten zu Burgführungen aus Anlass der Jubiläumsfeierlichkeiten zur urkundlich belegten Ersterwähnung vor 1225 Jahren nutzten viele Interessierte. Rege Nachfrage zögerte sogar die vorgesehene Führungszeit hinaus.

Kerstin Neeb und Martin Hertlein vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung erörterten auf großen Dokumentationstafeln den Werdegang der Bausanierung. Nun, es ist kein abgewohntes Einfamilienhaus und auch keine marode Villa, hier wird beachtlich mehr Hintergrundwissen und Fingerspitzengefühl gefordert, denn was lange vor sich hin bröckelte, kann nicht in einem Jahr wieder auf Hochglanz gebracht werden.

Im Rahmen des ungewöhnlichen Dorffestes boten Neeb und Hertlein fundierten Einblick in diverse Bauabschnitte. Sie geben Auskunft über statische Sicherung, die Instandsetzung des gesamten historischen Bauwerkes aus den Jahren 1367/68 bis kurz nach 1391. Sämtliche Baumaßnahmen, deren Erfolge bereits deutlich zu sehen sind, und auch solche, die noch nachfolgen, wurden den Besuchern genau erklärt.

Die Dritte im Bunde, Jutta Hundhausen aus dem Büro für Bauforschung in Mainz, erklärte die Methodik und das Ziel der Bauforschung. Vergleiche mit Mauerwerkstrukturen, Abgleiche der Mörtel, dendrochronologische Untersuchungen im Gebälk, Abgleiche mit historischen Plänen und Abbildungen aus der Gründungsphase unter Graf Eberhard V. von Katzenelnbogen bis hin zu den letzten Änderungen werden von Jutta Hundhausen akribisch nachgeprüft, verglichen, notiert, dokumentiert und später in einem Gesamtwerk veröffentlicht.

Die Burg Schwalbach, nie zerstört, trotzdem zur Ruine verfallen, gibt dem versierten Team noch einige Rätsel auf. Weitere intensive Bauforschungen stehen an. „Ziel der Bauforschung ist es, die einmalige Gelegenheit der Gerüststellung und Freilegungen zu nutzen, um neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der Burg zu ergründen“, so Jutta Hundhausen zu den vielen Besucher.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 7. Juli 2015, Seite 22

 

Ein Blick vom Gerüst auf die große Schar der Besucher beweist, wie hoch trotz der Hitze das Interesse an den geführten Besichtigungen im Burggelände war. Foto: Wilma Rücker

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Foto: Foto: Wilma Rücker

Ortsgemeinde: Burgschwalbach feiert Jubiläum

(02.07.2015)

Burgschwalbach feiert Jubiläum

Fest Reihe der 1225-Jahr-Feiern wird fortgesetzt. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Hahnstätten, Oberneisen, Lohrheim und jetzt Burgschwalbach. Die Reihe der 1225-Jahr-Feiern an der unteren Aar setzt sich am kommenden Wochenende fort. Im Anschluss folgen noch Kaltenholzhausen und Niederneisen. Von Freitag, 3., bis Sonntag, 5. Juli, feiert Burgschwalbach sein Jubiläum.

Das Fest beginnt am Freitag, 3. Juli, mit einem Historienspiel unter dem Titel „1225 Jahre Burgschwalbach“ im Hof des Bistros Auszeit. Am Samstag, 4. Juli, folgt ab 19 Uhr ein gemütliches Zusammentreffen auf dem Dorfplatz mit Speisen, Getränken und Tanz. Zuvor gibt es eine historische Ortsführung. Treffpunkt ist um 17 Uhr an der Burgblickhalle. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian können die Teilnehmer zu einer Entdeckungsreise zu geschichtsträchtigen Plätzen und Bauwerken in der Gemeinde aufbrechen. Das Programm am Sonntag, 5. Juli, beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Dorfplatz unter Mitwirkung des Frauenchors Burgschwalbach. Anschließend gibt es einen Frühschoppen mit den Meilinger Musikanten und dem Chor Palmbachtaler sowie weiteren Tanzdarbietungen. Durch den Freundeskreis der Kinder von Burgschwalbach wird am Nachmittag für ein unterhaltsames Programm für Kinder gesorgt. Ab 15 Uhr gibt es reichlich Kaffee und Kuchen.

Nach den gelungenen Jubiläen zuvor, sorgt auch das Burgschwalbacher Dorffest für einen Ruck in der Gemeinde. Im Vorfeld wurde ein Festausschuss gegründet, Vereine, Firmen und Bürger mit eingebunden und das Programm ausgearbeitet. Das Dorffest ist eine Veranstaltung von Bürgern für die Bürger. Natürlich sind auch Einwohner aus den umliegenden Orten willkommen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 2. Juli 2015, Seite 15

 

Historienspiel zum Auftakt

Aufführung „Squalbach – Nabel der Welt“: Ein nicht ganz ernst gemeinter Blick auf die Geschichte der Gemeinde am Palmbach

Die Burgschwalbacher Gemeinde hat sich zu ihrer 1225-Jahr-Feier mit einem multimedialen Historienspiel etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Dreißig Burgschwalbacher Einwohner sind beteiligt und spielen die Geschichte des Ortes von seinem Ursprung bis in die Neuzeit nach. Dass es da nicht immer ganz wahrheitsgetreu vonstatten geht, ist Absicht.

So wird am Anfang des Stücks erforscht, wie es wohl zur Ansiedlung der Gemeinde am Palmbach gekommen sein mag. Da werden Beweise hervorgezaubert, die zum Beispiel belegen, „dass Jesus schon durch Burgschwalbach wandelte“. Zwei Trommler und ein Teil des Kreml-Chors singen und spielen, wie es in antiken Tragödien üblich war, das Volk. Viele bekannte Gesichter aus dem Ort verkörpern Graf und Gräfin von Katzenelnbogen, Fürsten und Mägde, den Medicus samt Patienten.

Initiiert wurde das Spektakel von den seit Langem in Burgschwalbach wohnenden Künstlern die ehemals aus Wiesbaden stammen. Schauspieler, Musiker und Filmemache sind dabei. So hat Lothar Pohl (Crackers) die Musik geschrieben und moderiert die Show. Heidi Puffer (Schauspieltrainerin) hat das Stück geschrieben und moderiert ebenfalls. Thomas Lawetzky filmte im Vorfeld der Aufführung, Pitt Kalla und Geli Luckas bebildern die große Leinwand mit historischen Fotos und Filmen sowie eigens gedrehten Szenen. Der Auftakt der 1225-Jahr-Feier findet am Freitag, 3. Juli, statt, ist jedoch leider bereits ausverkauft. Zum Ende des Sommers wird im Bistro Auszeit ein Film gezeigt, der das Historienspiel dokumentiert.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 2. Juli 2015, Seite 15

 

Gestern Abend trafen sich die Akteure des Historienspiels zu einer Probe. In dem Stück sind bekannte Gesichter zu sehen, die in einer für sie angepassten Rolle agieren. Foto: Uli Pohl

 

Burg Schwalbach am Sonntag für Führungen geöffnet

Im Rahmen des Dorffestes „1225 Jahre Burgschwalbach“ finden am Sonntag, 5. Juli, geführte Besichtigungen der Burg Schwalbach statt. Die Führungen erfolgen um 13 Uhr, 13.45 und 14.30 Uhr. Treffpunkt ist jeweils am Burgtor. Neben dem Einblick über den Baufortschritt erhalten die Besucher auch neue Erkenntnisse der Bauforschung. Die Gäste sollten beachten, dass die Burg zurzeit aufwendig saniert wird und eine Baustelle ist. Das Tragen von solidem Schuhwerk wird deshalb empfohlen. Auf dem Dorfplatz wird vor und nach den Führungen für das leibliche Wohl gesorgt. Der Gemeinderat bedankt sich beim Landesbetrieb Liegenschaft und Baubetreuung , Niederlassung Diez, für die Unterstützung und Ausführung der Besichtigungen. Jeweils 30 Personen können pro Führung die Burg in Augenschein nehmen. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 2. Juli 2015, Seite 15

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Foto: Foto: Uli Pohl

Film zeigt Region in ihrer ganzen Vielfalt

(18.06.2015)

Dokumentation Thomas Lawetzky aus Burgschwalbach porträtiert die Verbandsgemeinden Katzenelnbogen und Hahnstätten.  Von unserem Redakteur Uli Pohl

Katzenelnbogen/Hahnstätten. Das Projekt „Starke Kommunen – Starkes Land“ der Verbandsgemeinden Katzenelnbogen und Hahnstätten entwickelt sich. Neben der effizienteren Verwaltungsarbeit stehen der Aufbau einer gemeinsamen Entwicklungsagentur und die Verbesserung des Service für junge Familien als Handlungsfelder im Blickpunkt.

Ein Bestandteil der Entwicklungsagentur ist die gemeinsame Förderung des Tourismus und der Aufbau eines Onlinemarktplatzes. Dabei werden auch Konzepte entwickelt, die die touristische Infrastruktur für Katzenelnbogen und Hahnstätten verbessern. Ein Mosaikstein in der gemeinsamen Vermarktung des Fremdenverkehrs und des Standorts Aar/Einrich ist eine Dokumentation, die der Burgschwalbacher Filmemacher Thomas Lawetzky seit dem vergangenen Jahr zusammenstellt. Mit der Kamera auf dem Stativ oder auf der Schulter, besuchte er Veranstaltungen wie den Hahnstätter Markt oder den Bartholomäusmarkt, die Ritterspiele, kulturelle Einrichtungen wie das Farbenfest in Netzbach und Sehenswertes und Originelles: alles das, was die Region Aar/Einrich zu bieten hat, was sie lebens- und liebenswert macht. Darunter ein Besuch bei einem Schäfer, der tiefste Punkt in Rheinland-Pfalz im Steinbruch in Hahnstätten, ein Künstler mit Kettensäge oder das Bierbrauen auf dem Schaufertshof bei Schönborn.

„Der Film beleuchtet die Attraktivität der Region von allen möglichen Seiten. Er richtet sich an Einheimische wie auch Besucher, Touristen, interessierte Neubürger oder Gewerbetreibende, die sich an der Aar oder im Einrich ansiedeln möchten“, berichtet Lawetzky. Besonders hebe die Dokumentation die Naturnähe und Familienfreundlichkeit der Region hervor. In dem Film sind zudem in dieser Form nie dargestellte Luftaufnahmen aus den beiden Verbandsgemeinden zu sehen. Aber auch soziale Einrichtungen wie das Haus der Familie, Kindergärten, Schulen oder das Kreml Kulturhaus werden genauso vorgestellt wie Übernachtungsmöglichkeiten für Besucher und Touristen.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 18. Juni 2015, Seite 15

 

In dieser Woche standen Bernhard Meyer und das Einrichmuseum in Katzenelnbogen im Mittelpunkt der Dreharbeiten von Thomas Lawetzky. Die sind so weit abgeschlossen. Jetzt geht es an den Schnitt, bevor die endgültige Fassung im Herbst erstmals zu sehen ist. Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 18. Juni 2015, Seite 15

 

Premiere in der zweiten Novemberhälfte

Der etwa 60 Minuten lange Film mit dem Titel „Die Region Aar/Einrich – Idylle im Taunus“ feiert seine Uraufführung in der zweiten Novemberhälfte. Danach geht er auf eine Tournee in zehn Dorfgemeinschaftshäuser in den Verbandsgemeinden Katzenelnbogen und Hahnstätten. Ab Dezember ist eine DVD des Films an zahlreichen Verkaufsstellen für alle Bürger der Region erhältlich. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 18. Juni 2015, Seite 15

 

Foto zur Meldung: Film zeigt Region in ihrer ganzen Vielfalt
Foto: Foto: Uli Pohl

Ortsgemeinde: Burgschwalbach feiert drei Tage Ortsjubiläum

(02.06.2015)

Fest Historienspiel, Tanz, Frühschoppen und Kinderprogramm von den Bürgern für die Bürger. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Sechs Orte in der Verbandsgemeinde Hahnstätten feiern in diesem Jahr ihr 1225-jähriges Ortsjubiläum. Dazu zählen Burgschwalbach, Hahnstätten, Kaltenholzhausen, Oberneisen, Niederneisen und Lohrheim. Grund für die Dörfer, das Ereignis mit einem Dorffest zu würdigen. Von Freitag, 3., bis Sonntag, 5. Juli, feiert Burgschwalbach das Jubiläum. Dazu wurde im Vorfeld ein Festausschuss gegründet, der das Programm erarbeitete und jetzt vorstellte.

Das Fest beginnt am Freitag, 3. Juli, mit einem Historienspiel unter dem Titel „1225 Jahre Burgschwalbach“. Im Rahmen einer Theateraufführung mit Film und Musik wird auf humorvolle Weise durch die Geschichte des Ortes geführt. Die Aufführung beginnt um 21 Uhr im Innenhof des Bistros Auszeit in der Kirchstraße.

Am Samstag, 4. Juli, folgt ab 19 Uhr ein gemütliches Zusammentreffen auf dem Dorfplatz mit Speisen, Getränken und Tanz. Das Programm am Sonntag, 5. Juli, beginnt um 10 mit einem Gottesdienst auf dem Dorfplatz unter Mitwirkung des Frauenchors. Anschließend gibt es einen Frühschoppen mit den Meilinger Musikanten und dem Chor Palmbachtaler sowie weiteren Tanzdarbietungen. Durch den Freundeskreis der Kinder von Burgschwalbach wird am Nachmittag für ein unterhaltsames Programm für Kinder gesorgt. Ab 15 Uhr gibt es reichlich Kaffee und Kuchen.

Ein besonderer Höhepunkt der Jubiläumsfeier ist das Multimedia-Theater zum Auftakt am Freitagabend im rustikalen Ambiente des Hofs am Bistro Auszeit. Das Dorfjubiläum haben einige Burgschwalbach zum Anlass genommen, ihre Kompetenzen zusammenzuwerfen und eine Aufführung zu inszenieren. Dabei wirken 20 Personen aus dem Dorf mit, ein achtköpfiger Chor singt und spielt in dem Stück das Volk. Die Aufführung verbindet Theater, Film und Musik und führt durch die Geschichte des Dorfes. Zwei Moderatoren erläutern das Programm. Zu sehen sind historische Personen wie der Graf von Katzenelnbogen, Abgesandte des Klosters aus Prüm oder ein Medicus aus dem Mittelalter. Das Spiel nähert sich mit der Darstellung der heutigen Vereine und ihren Aktivitäten dem Ende. Zum Abschluss gibt es die Premiere eines speziell für das Jubiläum komponierten Burgschwalbach-Liedes.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 2. Juni 2015, Seite 21

 

 

Geschichte

Im Jahr 790 schenkte König Karl der Große der Abtei Prüm Güter in Oberneisen-Niederneisen, Burgschwalbach, Hahnstätten, Kaltenholzhausen und Lohrheim, gleichbedeutend mit der urkundlichen Ersterwähnung. 2015 feiern die Orte das Jubiläum zum 1225-jährigen Bestehen

 

Burgführungen am Sonntagnachmittag

Soweit es die Baumaßnahme an der Burg Schwalbach zulässt, werden am Sonntagnachmittag geführte Burgbesichtigungen angeboten. Die Burg, das Wahrzeichen des Ortes, wird bereits seit mehreren Jahren einer Generalsanierung unterzogen. Nur selten haben die Burgschwalbacher die Möglichkeit, einen Blick in das neu gestaltete Innere zu werfen. Die Burgführungen übernehmen Mitarbeiter des ausführenden Landesbetriebs Liegenschaft und Baubetreuung in Diez. Sie wollen detailliert über die Sanierung, aber auch über Fundstücke berichten, die während der Bauarbeiten entdeckt wurden. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 2. Juni 2015, Seite 21

 

Ortsgemeinde: Burgschwalbach beugt künftigem Hochwasser vor

(06.05.2015)

Schadensregulierung Vereinbarung mit Verbandsgemeinde getroffen. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Burgschwalbach hat sich in Absprache mit der Verbandsgemeinde Hahnstätten für die gemeinsame Planung eines Hochwasserschutzkonzepts für das Palmbachtal ausgesprochen. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen. Weiter will die Ortsgemeinde Burgschwalbach die Hälfte der Kosten für das Konzept tragen, die nicht durch Zuschuss gedeckt sind. Hintergrund sind die Schäden, die im vergangenen Sommer durch einen Starkregen im Ort entstanden sind.

Mit dem Hochwasserschutzkonzept will die Gemeinde künftigen Schäden vorbeugen. In einem Gespräch mit dem Mainzer Umweltministerium wurde zuvor empfohlen, ein solches Konzept zu erstellen, um in Zukunft besser gewappnet zu sein. Ein Planer wurde beauftragt, die Grundlagen für das Konzept zu ermitteln. Darin enthalten ist auch eine umfangreiche Bürgerbeteiligung. In mehreren Veranstaltungen will die Gemeinde über das Projekt informieren. Die Kosten für die Planung des Schutzkonzepts belaufen sich auf circa 10 000 Euro. Das Land hat dazu einen Zuschuss von 90 Prozent in Aussicht gestellt. Da es auch Interessen der Verbandsgemeinde berührt, hatte der Haupt- und Finanzausschuss der VG bereits eine Beteiligung von fünf Prozent an der Gesamtsumme beschlossen. Das Konzept soll in diesem Jahr aufgestellt und 2016 mit der Umsetzung begonnen werden.

Für dieses Jahr genießt zunächst die Beseitigung der Hochwasserschäden Priorität. Die Kosten dafür liegen bei knapp 50 000 Euro. Auch dafür hat Burgschwalbach die Verbandsgemeinde beauftragt, einen Zuschussantrag und einen Antrag auf vorzeitigen Baubeginn zu stellen. Schäden an Brücken und Durchlässen, die schon zu klein oder marode sind, werden nicht gefördert. Dazu stehen mögliche Zuschüsse aus dem Investitionsstock des Landes bereit, die ebenfalls beantragt werden müssen. „In diesem Jahr sollen jedoch noch die Brückendurchlässe gereinigt werden, damit im Fall eines erneuten Hochwassers mehr Abfluss gewährleistet ist“, berichtete Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian aus der jüngsten Ratssitzung.

Die Schäden am Gewässer direkt sind jedoch wieder zuschussfähig. Die werden jetzt zusammengestellt. Auch hier sind bis zu 90 Prozent Zuschüsse der Kosten möglich. Die Verbandsgemeinde übernimmt dafür ebenfalls die Abwicklung der Zuschussanträge. In Absprache mit der VG hat Burgschwalbach zugesagt, die restlichen Kosten zu tragen. Weiter stimmte der Ortsgemeinderat für den Rückbau des Wehres am Palmbach zwischen Burgschwalbach und Zollhaus. Nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie muss der Gewässerunterhaltungspflichtige, in diesem Fall die Verbandsgemeinde, solche Hindernisse zurückbauen. Die Kosten belaufen sich auf rund 50 000 Euro und werden ebenfalls mit 90 Prozent gefördert. Voraussetzung für den Zuschuss ist eine naturnahe Gestaltung.

Offen bleibt zunächst die Sanierung des Palmbachdurchlasses am Radweg in Zollhaus. Da der Schaden nur über den Investitionsstock gefördert werden kann, soll diese Stelle bis zur Vorlage des Hochwasserschutzkonzeptes zurückgestellt werden. Die Stelle sei zunächst provisorisch abgedichtet worden. Zurzeit gehe davon keine Gefährdung der Radfahrer und Anwohner aus. Perspektivisch sei eine Erneuerung jedoch vorgesehen.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 6. Mai 2015, Seite 15

 

Ortsgemeinde: Palmbachanlieger haben hohes Schutzbedürfnis

(07.04.2015)

Hochwasser Schäden sind aufgenommen  Von unserer Redakteurin Katrin Maue-Klaeser Burgschwalbach/Hahnstätten. Das Hochwasser des Palmbachs, die dadurch verursachten Schäden und der künftige Schutz davor beschäftigten den Hahnstättener Verbandsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Ein Ingenieurbüro hat inzwischen die Schäden aufgenommen, die das Hochwasser im Juli vergangenen Jahres angerichtet hat. Sie liegen bei 40 000 bis 50 000 Euro, die Schadensaufnahme zwischen Aarbergen und Zollhaus war im Dezember erst abgeschlossen. Bei den Bürgern registriert Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian nach wie vor ein großes Schutzbedürfnis. „Es gibt Menschen im Ort, die jetzt noch bei Regen unruhig schlafen“, sagt er.

Die Schadensregulierung kann laut Ortschef Bastian beginnen, sobald beim Umweltministerium über die Zuschussanträge entschieden ist. „Es wurde uns eine hohe Kostenbeteiligung in Aussicht gestellt“, sagt Bastian. Als Maßnahmen könnten neben der Bereitstellung von Überflutungsflächen auch Mauern, Absätze oder zusätzliche Schwellen vor Kellerabgängen zählen, die verhindern, dass das Wasser ins Haus läuft, erklärte Satony. Schon vor 25 Jahren hatte der damalige VG-Bürgermeister Hubert Schneider die Idee, zwei das Palmbachtal querende Wege auf Dämme zu legen, erklärt Bastian, und so Rückhalteflächen entstehen zu lassen. Nach dem Hochwasser griff der Burgschwalbacher Gemeinderat den Gedanken wieder auf. Allerdings gibt Bürgermeister Satony zu bedenken, dass solche Staudämme gegen Ausspülung gesichert und die vorhandenen Durchlässe im Durchmesser vergrößert werden müssten.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 4. April 2015, Seite 16

 

Von einem naturnahen Zustand ist der Palmbach nicht nur in der Burgschwalbacher Ortslage denkbar weit entfernt. Vorerst werden aber Teile der Uferbefestigung repariert, die durch das Hochwasser beschädigt wurden und stetig weiter ausgespült werden. Foto: Hans Georg Egenolf

 

Hochwasserschutzkonzept könnte schon bald entwickelt werden

Neben der Regulierung der Überschwemmungsfolgen geht es in Burgschwalbach also mit Blick in die Zukunft auch um ein Hochwasserschutzkonzept. Zudem zählt der Palmbach zum Entwicklungsgebiet der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und damit auch der darauf aufbauenden rheinland-pfälzischen „Aktion blau plus“. Im Zuge dieser Aktion solle im Palmbach auch Fischdurchgängigkeit hergestellt werden – „selbst wenn die Fische in Hessen sowieso nicht weiterkommen“, bemerkte Bürgermeister Volker Satony. Die Entwicklung des Hochwasserschutzkonzepts werde rund 10 000 Euro kosten, teilte der Bürgermeister dem VG-Rat mit. 90 Prozent der Summe gibt es vom Umweltministerium als Zuschuss, den Rest teilen sich Orts- und Verbandsgemeinde hälftig, falls der Ortsgemeinderat dem ebenso zustimmt wie es der VG-Rat getan hat. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden dann den Bürgern in einer Informationsveranstaltung vorgestellt, kündigt Ehrenfried Bastian an. Er rechnet damit, dass die Aufstellung eines Schutzkonzepts etwa drei Monate dauern dürfte. kat

 

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Foto: Foto: Hans Georg Egenolf

Flüchtlingshilfe "Untere Aar": Kleiderkammern/ Zwischenlager in Burgschwalbach und Hahnstätten nehmen ihre Arbeit auf

(01.04.2015)

Ab sofort stehen in der Burgblickhalle Burgschwalbach, Panröderstr. 28 und im Evangelischen Gemeindehaus Hahnstätten, Kirchgasse, je ein Raum zur Verfügung, in denen dringend benötigter Bedarf, wie z. B. gespendete Bekleidung und Haushaltsgegenstände, für unsere in der Verbandsgemeinde aufgenommenen Flüchtlinge  zwischengelagert werden kann.

Aufgrund der nur begrenzten Raumkapazitäten muss so  verfahren werden, dass nur tatsächlicher Bedarf nach telefonischer Absprache direkt von den Spendern an die Betroffenen weitergeleitet wird oder - ist diese Möglichkeit nicht gegeben - werden die Spenden nach ebenfalls telefonischer Absprache gerne bis zur Weitergabe  zwischengelagert. Zu beachten ist hierbei, dass der Schwerpunkt der zwischengelagerten Spenden in Burgschwalbach auf Haushaltsgegenständen und Kinderspielzeug liegt, in Hahnstätten auf Bekleidung und Wäsche. Die eingegangen Spenden werden inventarisiert, so dass ein aktueller Überblick über den Bestand bei Anfragen stets gegeben ist. Die Helferinnen und Helfer in den beiden Ortsgemeinden stehen im Austausch bezüglich des jeweiligen konkreten Bedarfs.

Bitte beachten Sie, dass im Mitteilungsblatt unter dem Logo der Initiative regelmäßig darüber informiert wird, was aktuell gerade gebraucht und gesucht wird. Immer benötigt werden Fahrräder, Bettwäsche, Handtücher, Töpfe, Pfannen, Geschirr und Besteck sowie Alltagsgegenstände wie Wäscheständer, Bügeleisen usw. Auch Kinderbekleidung und Spielsachen sind immer willkommen! Kleidung für Erwachsene wird eher gezielt nach Größe und Geschlecht gesucht und öffentlich bekannt gegeben, Ausnahme sind dicke Jacken, Mützen und Handschuhe. Bitte beachten Sie, dass die Kleidung gewaschen und möglichst ohne Defekte sein sollte!

 

Aktuell werden auch noch Regale für die Kleiderkammern/ Zwischenlager benötigt.

 

Als Ansprechpartner haben sich in Burgschwalbach

Herr Rolf Datow (Telefon: 0176/ 83206285) und

Frau Anja Dietrich (Telefon: 06430/ 928114) und

 

in Hahnstätten

Frau Heike Hansmann (Telefon: 06430/ 1213),

Frau Dagmar Szitnick (Telefon: 06430/ 7679) und

Frau Alexandra Biehl (Telefon: 06430/ 5284)

zur Verfügung gestellt.

Schon jetzt sei allen potenziellen Spendern, als auch allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ganz herzlich für ihre Unterstützung gedankt.

 

Für die Flüchtlingshilfe „Untere Aar“

Andrea Dressler und Achim Lauer

 

 

Ortsgemeinde: Wird das Torhaus Burgschänke?

(28.03.2015)

Gastronomie Nutzungskonzept erstellt – Machbarkeit und Finanzierbarkeit prüfen. Von unserer Redakteurin Katrin Maue-Klaeser

Wieder einen gastronomischen Betrieb auf Burg Schwalbach anzusiedeln, ist durchaus im Interesse der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE): „Wir wollen die Burg dem Ort zurückgeben“, betont Angela Kaiser-Lahme, Leiterin der Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer in der GDKE. Daher hat die Landesinstitution von dem Königswinterer Unternehmensberater mit Hotellerieerfahrung Nikolai von Solodkoff ein Nutzungskonzept entwickeln lassen. Dieses regt allerdings eine andere Aufteilung als bisher an: „Keimzelle der Gastronomie soll nach dieser Konzeption das Torhaus sein“, erklärt Generaldirektor Thomas Metz.

In diesem Gebäude, das zuvor als Wohnhaus des Pächters diente, während die Gasträume der Palas beherbergte, könne eine Burgschänke Platz finden, sozusagen ein Zurück zu den Wurzeln. „Das war auch die erste gastronomische Nutzung der Burg im 19. Jahrhundert“, sagt Kaiser-Lahme. Damals war im Torhaus ein Gasthof untergebracht, und im Innenhof der Burg wurde sogar ein einfacher Tanzsaal angebaut, berichtet sie. „Es war seinerzeit ein gesellschaftliches Zentrum für die Ortschaft“, erklärt Kaiser-Lahme. In den 1980er-Jahren sei ein neues Gastro-Konzept entwickelt worden, demzufolge im Torhaus die Pächterwohnung untergebracht war und die Gaststätte im Palas Platz fand. „Dort gibt es auch noch eine Küche, deren weitere Nutzung geprüft werden muss.“

Der Charme der Torbau-Lösung: Die Südostseite der Burg mit der Freifläche hinter dem Torbogen und dem herrlichen Blick über den Ort Burgschwalbach und die angrenzenden Höhen könnte für Außengastronomie genutzt werden. „Ein Ausflugslokal hat der Planer vorgeschlagen, der Palas mit seinen großen Räumen könnte dann für Veranstaltungen vermietet werden“, gibt Kaiser-Lahme wieder. Allerdings, so betont sie, dürfe eine Nutzung nicht den öffentlichen Zugang zur Burg verhindern. Informationen zur Historie des Komplexes sollten ebenfalls im Palas Platz finden. „Unser Ziel ist eine Belebung der Burg und die Vermittlung zwischen den Interessen der Bevölkerung und potenzieller Pächter“, sagt die Direktorin. Vorrang habe ein stufenweise realisierbares Konzept, sodass ein Ausflugslokal frühzeitig realisiert werden könne, ohne sich andere Nutzungsmöglichkeiten zu verbauen.

Torbau, Pförtnerhaus und Palas werden in der ersten Jahreshälfte bautechnisch und denkmalschützerisch untersucht. „Die Bestandsaufnahme bildet dann die Basis einer Machbarkeitsstudie“, erklärt Stefan Schuh vom Referat Landesbau im Finanzministerium. Auf die Machbarkeitsstudie folgt ein Finanzplan, der zeigen soll, ob eine gastronomische Nutzung mit vertretbarem finanziellem Aufwand ermöglicht werden kann. Sollten alle Prüfungen positiv verlaufen, lautet das Ziel, mit dem Abschluss der Sanierung 2017 auch die Burgschänke eröffnen zu können. kat

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 28. März 2015, Seite 20

 

Wo hinter dem Torbogen noch Baumaschinen stehen, könnte in zwei Jahren eine Außengastronomie ihren sonnigen Aussichtsplatz finden.

 

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Ortsgemeinde: Bleierne Krone für Burg Schwalbach

(28.03.2015)

Sanierung Arbeiten verlaufen plangemäß. Von unserer Redakteurin Katrin Maue-Klaeser

Burgschwalbach. „Die ersten Bewohner sind schon eingezogen“, lächelt Kerstin Neeb vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB): 21 Dohlen und vier Falken haben die sanierten Mauern der Burg Schwalbach zu ihrem Zuhause erkoren. Teilstücke, deren Sanierung kurz bevorsteht, haben die Baufirmen in Absprache mit dem LBB hingegen vorsorglich mit Netzen verhängt – nicht, weil dort schon Passanten vor herabfallenden Materialien geschützt werden müssten, sondern um zu verhindern, dass Vögel oder Fledermäuse dort einziehen und dann mit dem Fortschreiten der Arbeiten beim Nisten gestört werden. „Brutgelegenheiten für Höhlenbrüter im Mauerwerk bestehen zu lassen oder neu zu schaffen, zählt zu den Vorgaben bei einer solchen Sanierung“, erklärt Projektleiterin Neeb.

8,5 Millionen Euro investiert das Land in das Gesamtprojekt der Sanierung. Finanzstaatssekretär Salvatore Barbaro informierte sich nun über die Fortschritte am dritten Bauabschnitt, so lange die Burg noch ohne Klettern zu betreten ist: Der Torzwinger muss freigegraben werden, um ihn zu ertüchtigen, dann ist die Burg vorübergehend nur über ein Gerüst zugänglich.

„Während die Ringmauern eher statische Probleme verursachen, sind die Gebäude vor allem aufgrund ihres Volumens aufwendig zu sanieren“, berichtet Kerstin Neeb. Teile der Ringmauer sind so stark einsturzgefährdet, dass sie abgerissen werden müssen. In diesem Jahr soll der dritte Bauabschnitt beendet werden, die Haushaltsunterlagen für den vierten sind unterwegs.

„Es gibt mehr als 1000 Denkmäler im Kreis – und nicht alle entwickeln sich so gut“, lobte Landrat Frank Puchtler die gute Zusammenarbeit von LBB, Finanzministerium und der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE). Letztere ist mit der Nutzung und Verwaltung des Komplexes betraut. Bei Bau- oder Sanierungsbedarf stellt die GDKE eine Anfrage ans Finanzministerium, dessen Referat Landesbau dann sowohl als Bauherr als auch in der Funktion der Dienst- und Bauaufsicht auftritt, erklärt aus dem Referat Stefan Schuh. Die Aufgaben eines Architekten übernimmt dann der LBB, der die Bauausführung plant und die Aufträge vergibt.

GDKE-Generaldirektor Thomas Metz und Angela Kaiser-Lahme, Leiterin der Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer, überzeugten sich mit Staatssekretär Barbaro, Landrat Frank Puchtler und Bürgermeister Volker Satony vom Gelingen der Arbeiten. Hoch oben auf dem Gerüst nahmen sie etwa die gefalzten Bleiverwahrungen in Augenschein, die solche Mauerkronen dauerhaft vor eindringender Nässe schützen sollen, die ohne Gerüst nicht zu erreichen sind. An der bereits sanierten Kapelle sind die Mauerkronen mit Schieferplatten abgedeckt: „Dort kann man eine Leiter anstellen und eventuelle Schadstellen problemlos ausbessern, daher konnte auf Schiefer zurückgegriffen werden“, erklärt Kerstin Neeb.

Die Nistlöcher in den Außenwänden des Bergfrieds und der Blick in den Innenhof und auf das Dach des Palas faszinieren die Besucher. Die Substanz des Palas ist gut. Stefan Schuh betont: „Alles, was ein Dach hat wie der Palas, ist ideal gegen Nässe geschützt.“ Der Palas ist vor mehr als 30 Jahren im Zuge einer Gastronomieansiedlung saniert worden. Allerdings sei man von denkmalpflegerischer Seite heute zurückhaltend, wenn es darum gehe, mit einer Sanierung das Rad der Zeit zurückzudrehen: „Verfall gehört eben auch zur Geschichte eines Bauwerks.“

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 28. März 2015, Seite 20

 

Blick vom Gerüst auf die Burgkapelle und den Ort Burgschwalbach

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Ortsgemeinde: Hochwasserschutz genießt jetzt eine hohe Priorität

(07.03.2015)

Finanzen Burgschwalbach hofft auf Zuschuss für Schadensbeseitigung.

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Burgschwalbach hofft auf eine Bezuschussung des Landes für ein Hochwasserschutzkonzept und die Beseitigung der Schäden nach dem Unwetter am 29. Juli des vergangenen Jahres. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, dass Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian mit örtlichen Vertreten in dieser Woche im Mainzer Umweltministeriums führte. „Bis zu 90 Prozent der Gesamtkosten sind möglich“, sagte der Ortsbürgermeister nach dem Termin in Mainz. Die Planung für das Hochwasserschutzkonzept soll in diesem Jahr ausgearbeitet und im kommenden Jahr umgesetzt werden. Die Zuschussanträge für die Beseitigung der Schäden sollen umgehend eingereicht werden, sodass in diesem Jahr mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Über das gesamte Konzept will die Gemeinde die Bürger in einer Einwohnerversammlung informieren. „Wir wollen die Bürger mit ins Boot holen und unserer Vorschläge diskutieren“, sagte Bastian. Für das Hochwasserschutzkonzept sind zwei Schutzwälle für den Palmbach in Richtung Panrod geplant. Dort sollen bestehende Wälle verdichtet und erhöht werden. Weiter ist ein Frühwarnsystem mit dem benachbarten Hünstetten entwickelt worden. Ein Starkregen hatte Ende Juli für eine erhebliche Überflutung des Ortes durch den Palmbach gesorgt und starke Schäden verursacht. Dem Ingenieurbüro Artec wurde danach von der Ortsgemeinde der Auftrag erteilt, die Ursachen und die Schadenshöhe zu ermitteln und Vorschläge zur Beseitigung der Schäden vorzulegen, inklusive der Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen zur Vermeidung künftiger Schäden.

Bernd Wilbert vom Büro Artec stellte dem Rat jetzt seinen Untersuchungsbericht vor. Der Zustand des Palmbachs wurde, beginnend an der Mündung in die Aar bis zur Landesgrenze nach Hessen, in Augenschein genommen. Der beschädigte Palmbachdurchlass am Rad- und Wanderweg in Zollhaus wurde jedoch nicht in die Untersuchung mit einbezogen. Er wird gesondert bearbeitet.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass die Brücken über den Palmbach grundsätzlich sanierungsbedürftig sind und von der Gemeinde regelmäßig geprüft werden sollten. Nach der hydraulischen Berechnung müssten die Durchlässe ein Abflussvermögen von circa zwölf Kubikmeter pro Sekunde besitzen. Jedoch erfüllen die Brücken In der Au, Panröder Straße/Burgblickhalle und Gartenstraße diese Vorgaben nicht. Der Abfluss unter den Brücken wird zusätzlich durch Leerrohre und Versorgungsleitungen verschlechtert. Um einen nachhaltigen Hochwasserschutz zu erreichen, schlug Wilbert die genannten Hochwasserrückhaltebecken oberhalb von Burgschwalbach vor. Unter dem Vorbehalt einer landespflegerischen Prüfung könnten die Wegquerungen im Palmbachtal in Richtung Panrod erhöht werden, um das notwendige Speichervolumen zu erreichen. Für das mehr als 80 Hektar große Außengebiet des Präbachs wurde ebenfalls die Errichtung eines Rückhaltebeckens am Ende der Präbachstraße empfohlen. Zur Verbesserung der Renaturierung des Palmbachs sollte die Wehranlage an der Hammermühle in Richtung Zollhaus abgebrochen und durch eine raue Rampe ersetzt werden. Der Umbau des Wehres könnte durch einen Zuschuss aus der Aktion Blau des Landes gefördert werden.

Wilbert empfahl in seinem Bericht weiter, den Bachlauf neben den Halbschalen im Bereich der Rathaus- und Kirchstraße zu verbreitern. Als eine der ersten Maßnahmen sollten das Bachbett und Böschungen von Unrat, überflüssigen Betonbauteilen sowie störender Bewuchs im Abfluss entfernt werden. Die Kosten für die Beseitigung der Hochwasserschäden werden mit rund 40 000 Euro beziffert, die Renaturierung schlägt mit 48 000 Euro zu Buche. Burgschwalbach hat die ersten Schritte für einen besseren Hochwasserschutz in die Wege geleitet. Bei aller Vorkehr ist der Ort jedoch auch in Zukunft nie vor einem Unwetter gefeit.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 7. März 2015, Seite 18

 

Ruhig plätschert der Palmbach durch Burgschwalbach. Doch im vergangenen Jahr sorgte ein Starkregen für eine Überschwemmung und gewaltige Schäden im Ort. Davor will sich die Gemeinde jetzt besser schützen. Foto: Uli Pohl

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Ortsgemeinde: Behörde und Gemeinde halten an Beschilderung fest

(04.02.2015)

Verkehr Anwohner der Schulbergstraße sehen die Erreichbarkeit ihrer Grundstücke gefährdet und bemängeln fehlende Parkflächen

Burgschwalbach. Die Verkehrssituation im Burgschwalbacher Ortskern ist beengt. Das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde hatte sich im vergangenen Jahr in Absprache mit der Ortsgemeinde und der Polizeiinspektion Diez für das Anlegen von ausgewiesenen Parkflächen entschieden. So hatten beispielsweise die Feuerwehr und die Versorgungsdienste mehrfach ein geordnetes Parken angemahnt, da im Bedarfsfall aufgrund parkender Fahrzeuge die betreffenden Passagen in den Straßen nicht oder nur eingeschränkt befahren werden konnten.

Im Zuge der geänderten Verkehrssituation wurden die Schlossstraße, Kirchstraße, der Kirchweg, die Rathausstraße und die Schulbergstraße neu beschildert und ein Zonenhalteverbot angeordnet. Nunmehr ist das Parken nur noch in gekennzeichneten Bereichen bei einer Parkzeitbeschränkung tagsüber erlaubt.

Gegen diese neue Beschilderung regte sich jetzt Protest. Anwohner befürchten durch die neue Regelung Auswirkungen auf die Erreichbarkeit ihrer Grundstücke sowie schlechte beziehungsweise keine vorhandenen Parkmöglichkeiten. Weiter sei das Befahren der Schulbergstraße nur noch für Fahrzeuge gestattet, die nicht breiter als 1,80 Meter sind. Ausgewiesene Parkflächen so wie rund um die Kirche seien nicht vorhanden. Die Folge sei, dass die Hausbesitzer mit breiteren Fahrzeugen, das Müllauto, die Post oder der Paketservice die Schulbergstraße nicht mehr befahren dürften. Als Ausgleich wurde den Anwohnern angeboten, im Ortskern einen Parkplatz anzumieten oder dass in begründeten Fällen eine Ausnahme von den Parkzeitbeschränkungen erteilt werden kann.

In einem Ortstermin mit Anwohnern und der Verbandsgemeinde sollte jetzt nach anderweitigen Lösungsmöglichkeiten gesucht werden. Dieses Treffen blieb jedoch nahezu ohne Ergebnis. Anwohner und Ordnungsamt verständigten sich jedoch darauf, eine Zusatzbeschilderung anzubringen, die eine Einfahrt aus Richtung Dorfmitte zur Schulbergstraße auf einer Länge von 100 Meter bis zur engsten Passage gestattet.

Das Ordnungsamt und die Ortsgemeinde Burgschwalbach wollen an der angeordneten Beschilderung festhalten, da sich die Verkehrsregelung bewährt habe und in begründeten Fällen Ausnahmen von den Parkzeitbeschränkungen erteilt oder alternative Parkmöglichkeiten in zumutbaren Entfernungen zur Verfügung gestellt werden können. up

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 4. Februar 2015, Seite 16

 

Die Schulbergstraße ist sehr eng bebaut. Um den Verkehrsfluss zu gewährleisten, sind dort keine Parkflächen ausgewiesen. Foto:Uli Pohl

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Ortsgemeinde: Burgschwalbach plant zum Jubiläum ein Dorffest

(02.02.2015)

Gemeindepolitik Haushalt verabschiedet – Hochwasser weiter ein Thema

Burgschwalbach. Da sich in diesem Jahr die Gründung der Gemeinde Burgschwalbach zum 1225. Mal jährt, soll auch am Palmbach angemessen gefeiert werden. Die Ortsgemeinde plant dazu ein Dorffest. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Als Termin wurde das erste Juliwochenende (4./5. Juli) festgelegt. Das ausführliche Konzept soll in den nächsten Wochen und Monaten vom Dorfentwicklungsausschuss ausgearbeitet werden. Ein Ziel ist, dass der Bevölkerung zumindest an einem Tag während des Dorffestes die Möglichkeit der Burgbesichtigung eingeräumt wird, soweit dies die Bautätigkeit nicht behindert und vom Landesbetrieb Bau und der Burgverwaltung zugelassen wird. Die Ausrichtung soll allein durch den Gemeinderat erfolgen – mit Unterstützung der Bevölkerung. Etwaige Gewinne sollen für Zwecke der Dorfgemeinschaft genutzt werden und zum Beispiel der Umgestaltung des Dorfplatzes dienen.

Solche Einnahmen kann die Ortsgemeinde gut gebrauchen. Das zeigte die Beratung über den aktuellen Haushalt. Nach dem jetzigen Planungsstand sind sowohl im Ergebnishaushalt (minus 71 920 Euro) als auch im Finanzhaushalt (minus 25 620 Euro) Fehlbeträge zu erwarten. Große Sprünge kann die Ortsgemeinde sich nicht leisten, investiert werden muss dennoch. So ist beispielsweise die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für den Bauhof eingeplant. Daneben steht auch die Palmbach-Sanierung beziehungsweise die Erneuerung des Palmbach-Durchlasses im Bereich des Rad- und Wanderweges auf der Agenda. Da im Finanzhaushalt die Ausgaben die veranschlagten Einnahmen übertreffen, ist eine Kreditermächtigung in Höhe von 28 800 Euro vorgesehen. Als Grundlage der Einnahmen werden die prognostizierten Steuerschätzungen herangezogen. Da es sich auf der Ausgabenseite fast ausschließlich um Pflichtausgaben handelt, können nach Einschätzung des Ortsbürgermeisters Ehrenfried Bastian und der Verwaltung keine weiteren Einsparungen zur Kostendeckung herangezogen werden. Der Ortsgemeinderat verabschiedete den Haushalt ohne Gegenstimme.

Ebenfalls einmütig hat das Gremium eine Neuauflage der Gemeindechronik beschlossen. „Es gibt eine große Nachfrage für unsere Dorfchronik, die leider vergriffen ist“, teilte Bastian mit. Diese Chronik wurde zur 1200-Jahr-Feier im Jahre 1990 veröffentlicht. Bis zur 650-Jahrfeier der Burg im Jahr 2018 soll nun eine neue, überarbeitete Chronik gedruckt werden. Da die neuen Aufzeichnungen bis zur Gegenwart reichen sollen, sind entsprechende zeitintensive Recherchen erforderlich. Hierzu sollte auch eine Redaktion einberufen werden, die sich auch auf die Ortsvereine stützt. Eine Auswertung des Gemeindearchivs wird durch Ratsmitglieder erfolgen.

Das verheerende Hochwasser des Palmbachs vom vergangenen Jahr beschäftigt die Gemeinde noch immer. Die Schadensermittlung wurde mittlerweile vorgelegt, eine genaue Kostenanalyse steht noch aus, teilte der Ortsbürgermeister mit. Ein Wasserschaden im Dorfgemeinschaftshaus sei durch eine Fachfirma aufgenommen worden, die auch die Reparaturarbeiten durchführen wird.

Beschwerden der Anwohner wegen der Parksituation im Bereich Schulbergstraße und Kirchstraße wurden ebenfalls kurz thematisiert. Laut Ortsbürgermeister Bastian hat die Verbandsgemeindeverwaltung als zuständige Straßenverkehrsbehörde Schreiben an die betreffenden Anlieger geschickt, die nach Informationen unserer Zeitung aber auf wenig Gegenliebe stoßen. In der Schulbergstraße formiert sich Widerstand gegen die Anordnungen. red

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 2. Februar 2015, Seite 23

 

Ortsgemeinde: Weihnachtsmarkt wie im richtigen Märchen

(02.12.2014)

Einstimmung Tausende Besucher kommen in den historischen Ortskern nach Burgschwalbach. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Etwa ein Drittel mehr Ausstellungsfläche, 66 Stände mit weihnachtlichen Artikeln und kulinarischen Leckereien, eine neue Beleuchtung, die die Mitte der kleinen Straßen und Plätze hervorhebt, ein Märchenhof und, und, und ...

Soweit nur ein Auszug der vielen kleinen Details, die den märchenhaften Weihnachtsmarkt in Burgschwalbach zu etwas ganz Besonderem machen. Das Wichtigste jedoch ist, dass der Markt rings um die mittelalterliche Dorfkirche für viele Menschen in der Region zu einem festen Termin in der Vorweihnachtszeit geworden ist. Auch der zehnte märchenhafte Markt ist für die Besucher ein willkommener Treffpunkt, um sich auf die Adventszeit einzustimmen, einfach runterzukommen, Ruhe einkehren zu lassen, die Atmosphäre zu genießen und um alte und neue Bekannte zu treffen.

Bereits kurz nach der offiziellen Eröffnung durch Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian, Uli Ohlemacher, Landrat Frank Puchtler und einem Gesangsbeitrag des Chores Palmbachtaler herrschte in den Straßen bereits Hochbetrieb. „Wir loben ausdrücklich die gute Einweisung der Pkw durch die Kirmesgesellschaft zu den Parkplätzen“, hob Detlef Stechert aus dem Organisations-Team der Gemeinde und Ortsvereine hervor. Doch nicht nur Gemeinde und Vereine kümmern sich um die besondere Atmosphäre, auch Privatleute sorgen mit viel Engagement für den passenden äußeren Rahmen. Neu in diesem Jahr war die Öffnung des Hofs der Familie Hofmann. Hier konnte jeder eine ruhige Ecke finden, um sich mit einem Gesprächspartner auszutauschen. Dazu gab es wärmende Kartoffelsuppe. Sehr gut besucht waren auch wieder die Lichterandachten in der Kirche.

Als ein Publikumsmagnet erwies sich erneut das Anwesen der Familie Assmann. Der Märchenhof mit den Vorlesedamen war ebenso gut frequentiert wie die Waffelstube, die in diesem Jahr zum zweiten Mal öffnete. Beleuchtete Märchengruppen, die Weihnachtskrippe mit Schäfchen und den Heiligen Drei Königen, das nostalgische Karussell und ein Mandelwagen erfreuten die Herzen der Kinder.

Den Burgschwalbachern gebührt erneut ein großes Lob von allen Besuchern. Eine solche Atmosphäre lässt sich nur in gemeinsamer Anstrengung erschaffen. Mehrere Tausend kamen am Samstag auf das Marktgelände. Viele harrten bis zum späten Abend aus.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 1. Dezember 2014, Seite 1

 

Ein Bild, das symbolisch für das Engagement der Burgschwalbacher für ihren Weihnachtsmarkt steht. Mit viel Liebe zum Detail war die Waffelstube ausgestaltet. In historischen Kostümen bereiteten Evelyn Clauß (links) und Helga Assmann die Leckereien zu. Fotos: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 1. Dezember 2014, Seite 12

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Weihnachtsmarkt wie im richtigen Märchen
Foto: Ortsgemeinde: Weihnachtsmarkt wie im richtigen Märchen

Ortsgemeinde: Burgschwalbach verzeichnet mehr Steuereinnahmen

(26.11.2014)

Finanzen Rat stimmt Nachtragshaushalt zu – Abgaben für Hunde angeglichen. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Leichte Entspanung in der angespannten Haushaltslage der Gemeinde Burgschwalbach. Aufgrund der aktuellen Zahlen der ersten Nachtragshaushaltssatzung für 2014 haben sich die Einnahmen leicht verbessert. Im Nachtragshaushalt werden die aktuellen Einnahmen und Ausgaben aus dem laufenden Haushaltsjahr angepasst. So verzeichnet Burgschwalbach in diesem Jahr mehr Steuereinnahmen als erwartet. Die wurden auf 410 000 Euro angepasst, die allgemeinen Zuwendungen belaufen sich auf 129 800 Euro. „Die Mehreinnahmen führen aber gleichzeitig dazu, dass die Umlagen an den Rhein-Lahn-Kreis, die Verbandsgemeinde Hahnstätten und den Fonds Deutsche Einheit sich dementsprechend erhöhen“, teilte Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian mit.

Der Rat nahm die Nachricht in der jüngsten Sitzung zur Kenntnis und stimmte dem Nachtragshaushalt zu. Ein weiteres Thema waren die geplanten Hebesätze der Grund- und Gewerbesteuern im Rahmen der Vorbereitungen für den Haushalt der Ortsgemeinde 2015. Da in der vergangenen Wahlperiode bereits die Abgaben der Bürger mehrfach erhöht wurden, sah der Gemeinderat für das kommende Jahr keinen Bedarf. So bleiben die Gebühren konstant. Die Sätze liegen bei der Grundsteuer A bei 390 Prozent, bei der Grundsteuer B bei 390 Prozent und bei der Gewerbesteuer ebenfalls bei 390 Prozent. Änderungsbedarf sah der Rat jedoch bei der Hundesteuer. Ab dem kommenden Jahr sind für den ersten Hund 50 Euro, für den zweiten Hund 80 Euro und für den dritten 140 Euro fällig.

Bürgermeister Ehrenfried Bastian teilte weiter mit, dass ab Januar die Sprechzeiten des Ortsbürgermeisters auf dienstags von 17.30 bis 19.30 Uhr terminiert sind. Weiter wird die Burg für den märchenhaften Weihnachtsmarkt am kommenden Samstag provisorisch angeleuchtet, um die typische Atmosphäre am Fuß der Burg zu gewährleisten. Das Provisorium hat bis Anfang Januar bestand und begleitet die Burgschwalbacher durch die Adventszeit. Für das Fest können bei der Ortsgemeinde wieder Weihnachtsbäume erworben werden. Der Verkauf ist am 13. und 14. Dezember in der Tannenschonung unter der Lichtleitung. Jeweils von 10 bis 16 Uhr können dort die Bäume abgeholt werden.

Abschließend präsentierte der Vorstand der TuS Burgschwalbach in der Ratssitzung ein ehrgeiziges Projekt und stellte den möglichen Bau eines Kunstrasenplatzes am Märchenwald vor. Dies sei für die weitere Förderung des Fußballs und der Jugendarbeit in der TuS unumgänglich. Ein Bericht dazu folgt.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 26. November 2014, Seite 15

 

 

Ortsgemeinde: Burgschwalbach erstrahlt im Lichterglanz

(18.11.2014)

Auftakt Märchenhafter Weihnachtsmarkt stimmt am 29. November auf die Adventszeit ein. Von unserem Mitarbeiter Uli Pohl

Burgschwalbach. Es ist der mittlerweile zehnte märchenhafte Weihnachtsmarkt in Burgschwalbach. Am Samstag, 29. November, ab 16 Uhr erstrahlt der historische Ortskern rund um die altehrwürdige Dorfkirche erneut im Glanz der Lichter. Der märchenhafte Weihnachtsmarkt schreibt somit seit einem Jahrzehnt eine Erfolgsgeschichte. Eine Geschichte, die mittlerweile weit über die Grenzen der Region bekannt ist. Von weither kommen die Besucher, um sich am Samstag vor dem ersten Advent von der feinen und eigenen Stimmung am Fuß der Burg Schwalbach auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Es ist die einzigartige Atmosphäre, die den Weihnachtsmarkt auszeichnet. Neben dem Treiben entlang der Stände finden die Menschen in der Kirche eine Rückzugsmöglichkeit, die ihnen Raum und Zeit lässt zum Entspannen und Besinnen. Und das nicht nur zu den Lichterandachten.

In diesem Jahr können sich die Besucher auf 66 weihnachtlich geschmückte Marktstände freuen. Mit der Ansprache des Ortsbürgermeisters Ehrenfried Bastian und dem Gesang des Chores Palmbachtaler wird der Markt um 16 Uhr eröffnet. Beleuchtete Märchengruppen, die Weihnachtskrippe mit Schäfchen und den Heiligen Drei Königen, das nostalgische Karussell und der Mandelwagen erfreuen die Herzen der Kinder.

Zur Märchenstunde im Märchenhof wird um 16.30, 17.30 und 18.30 Uhr eingeladen. Um 19 Uhr kommt der Nikolaus in den Märchenhof und stattet den Kindern einen Besuch ab. Der Bücherflohmarkt ist wieder in der alten Schule geöffnet und, der Drehorgelspieler dreht auf dem Marktgelände seine Runden. Die Weihnachtsbäckerei im Märchenhof, das Frauenchor-Café in der alten Schule und das Dorfcafé haben geöffnet. Die kulinarischen Angebote auf dem Markt und in zwei historischen Höfen sind vielfältig. Für jeden Geschmack steht etwas auf der Speisekarte. Wie in den Jahren zuvor laden die Burgschwalbacher Vereine und die Ortsgemeinde gemeinsam zum Weihnachtsmarkt ein. Ein Treffpunkt, der mittlerweile für viele Einheimische mit dem Auftakt in die Vorweihnachtszeit einhergeht.

Auch die Burgschwalbacher Jugend trägt zum Gelingen des Marktes bei. Mitglieder der Kirmesgesellschaft sorgen während des Marktes für das Einweisen der Besucher zu den Parkplätzen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 18. November 2014, Seite 14

Zeit und Raum für Ruhe und Besinnung während des Weihnachtsmarktes bietet die Kirche im historischen Ortskern von Burgschwalbach. Im Kerzenschein lädt das Gotteshaus zum Besuch ein, nicht nur während der Lichterandachten. Foto: Uli Pohl

 

Neuerungen im Programmablauf

Neu ist in diesem Jahr, dass das Marktgelände bis zum Kirchweg 3 unterhalb der Burg zu einem weiteren historischen und liebevoll renovierten, ortsbildprägenden Gebäude weitergeführt wird. Dort werden Hof und Scheune in das Marktgeschehen mit einbezogen. Die Anzahl der Stände erhöht sich auf 66. Der Märchenhof wird für die Kinder liebevoll geschmückt, damit die Vorlesestunde der Damen wieder zu einem echten Erlebnis für die Kinder wird. Geändert wurden die Zeiten der Lichterandachten. Sie sind auf 17, 18 und 19 Uhr terminiert, jeweils eine Stunde früher als in den Vorjahren. Der evangelische Kindergarten Burgschwalbach hat für die Tannenbäume am Eingang des Marktes und in der Rathausstraße fleißig Schmuck gebastelt. In der Woche vor dem Markt helfen die Kinder, die Bäume zu schmücken. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 18. November 2014, Seite 14

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbach erstrahlt im Lichterglanz
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbach erstrahlt im Lichterglanz

Ortsgemeinde: Grünschnittsammelplatz

(17.10.2014)

Von Seiten der Kreisverwaltung, Abfallwirtschaft, wurde der Ortsgemeinde die Einrichtung eines Grünschnittsammelplatzes gestattet. Der ausgewiesene Sammelplatz befindet sich in der Gemarkung „Auf dem Bilsengraben“, unterhalb des O2-Sendemasts. Ab sofort kann die Anlieferung von Grünschnitt dorthin erfolgen.

 

Die unten aufgeführte Benutzungsordnung ist dabei strikt zu beachten. Verstöße werden geahndet.

 

Benutzungsordnung:

  1. Die Anlieferung von Grünschnitt ist werktags von 08:00 bis 18:00 Uhr erlaubt.
  2. Die Abgabe von Rasenschnitt und Vertikutierabfällen ist verboten!
  3. Die Abgabe des Grünschnitts ist nur in Mengen bis 3 m³ erlaubt.
  4. Die Anlieferung von Grünabfällen durch gewerbliche Betriebe usw. ist nicht gestattet.
  5. Es darf nur Grünschnitt aus dem Bereich der Ortsgemeinde Burgschwalbach angeliefert werden

 

Ehrenfried Bastian

Ortsbürgermeister

Ortsgemeinde: Namensgebung Burgblickhalle

(08.09.2014)

Im Rahmen eines Wettbewerbs wurden von Bürgerinnen und Bürgern Vorschläge zur Namensgebung der Mehrzweckhalle eingereicht. Der Gemeinderat wählte aus den eingegangenen Anregungen den Namen „Burgblickhalle“ aus. Dieser erfolgreiche Namensvorschlag wurde von Frau Susanne Konradi-Christ und Herrn Uwe Zimmermann unterbreitet. Beiden wurde für ihre erfolgreiche Teilnahme durch Herrn Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian ein Präsent überreicht.

 

Der Ortsbürgermeister bedankt sich sehr herzlich bei allen Einreichern für die Namens-vorschläge und deren Engagement.

 

Ehrenfried Bastian, Ortsbürgermeister

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Namensgebung Burgblickhalle
Foto: Ortsgemeinde: Namensgebung Burgblickhalle

Ortsgemeinde: Starker Regen zieht starke Schäden nach sich

(05.09.2014)

Sitzung Fördermittel für Regulierung nach Hochwasser in Burgschwalbach generieren.  Von unserem Redakteur Uli Pohl

Hahnstätten. Waren es nach den ersten Schätzungen zunächst rund 50 000 Euro, die allein die Ortsgemeinde Burgschwalbach aufbringen muss, bewegt sich die Summe inzwischen bei 200 000 bis 250 000 Euro. Die Schäden auf den Privatgrundstücken noch nicht eingerechnet.

Der Starkregen mit Hochwasser hat in der Nacht zum 30. Juli nicht nur sichtbare Schäden hinterlassen, sondern auch ein finanzielles Problem, das die Ortsgemeinde Burgschwalbach allein nicht schultern kann. Nachdem der Gemeinderat bereits um Unterstützung bei der Beschaffung von finanziellen Mitteln bei einem Besuch des Landtagsabgeordneten Jörg Denninghoff bat, hob der Verbandsgemeinderat Hahnstätten die für Burgschwalbach prekäre Situation auf die Tagesordnung.

„Wir wollen versuchen, für die Ortsgemeinde und auch die Verbandsgemeinde, schließlich sind einige Leitungen und Durchlässe beschädigt, Fördermittel nach den Richtlinien der Wasserwirtschaftsverwaltung zu erhalten“, kündigte Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeine Hahnstätten, an. Auch Landrat Frank Puchtler habe seine Unterstützung bei der Beschaffung der Hilfsmittel zugesagt. Je nach Ausgang der Fördermöglichkeiten sollen entsprechende Haushaltsmittel bereitgestellt werden. Allein der marode Durchlass des Palmbachs am Radweg in Zollhaus kostet 70 000 bis 80 000 Euro.

Nach eingehender Beratung aller Fraktionen beschloss der Rat, dass der Bau- und Planungs- sowie der Haupt- und Finanzausschuss sich der Problematik annehmen und in Absprache mit der Ortsgemeinde entsprechende Schritte in die Wege leiten werden. In den Ausschüssen soll auch die Zuständigkeit für die einzelnen Schäden geklärt werden. Die Ausschüsse werden auch über die entsprechenden finanziellen Mittel entscheiden. Kommt es zu gravierenden Verschiebungen bei der Verteilung der Kosten, wird der Rat darüber befinden.

„Wir werden eine vernünftige Lösung finden“, betonte Horst Seelbach, der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde. Auch ein möglicher Retentionsraum, in dem bei künftigen Unwettern oder Starkregen das Wasser aufgefangen werden kann, kam in der Sitzung zur Sprache.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 5. September 2014, Seite 22

Ortsgemeinde: Arbeiten an der Burg Schwalbach im Zeitplan

(29.08.2014)

Sanierung Staatssekretär Barbaro informierte sich über Projekt des Landes – Wiedereröffnung 2017/2018 Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Arbeiten zur Sanierung der Burg Schwalbach liegen im Zeitplan. Das teilte gestern Kerstin Neeb, Projektleiterin des Landesbetriebs Liegenschaften und Baubetreuung (LBB) in der Zweigniederlassung in Diez, mit. Sie informierte mit weiteren Vertretern des LBB und Thomas Metz, Generaldirektor von der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Staatssekretär Salvatore Barbaro im Rahmen seiner Sommertour zu wichtigen Bau- und Sanierungsprojekten des Landes.

Zurzeit läuft der dritte Bauabschnitt. Dafür hatte das Land in seinem Doppelhaushalt für 2014 und 2015 insgesamt 3,5 Millionen Euro für die Burg Schwalbach vorgesehen. Der Abschnitt umfasst die Sanierung der Stützmauern im Hang zum Ort hinab sowie des westlichen und östlichen Wirtschaftsgebäudes einschließlich der Schildmauer. Weitere noch instand zu setzende Mauerwerke sind die Ringmauern Nord, Nordost, Ost mit Ostturm und Gefängnisturm, die Ringmauer Südost mit Pächterwohnhaus und Tordurchfahrt sowie am Palas und an den Höfen. Die vom Ministerium bereitgestellten Mittel decken die Baukosten, die mit 3,485 Millionen Euro veranschlagt sind. Der dritte Abschnitt soll 2015 abgeschlossen werden.

Im November wurden die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt der Burg beendet. Er begann 2012. Die Gesamtkosten dafür betrugen rund 2 Millionen Euro. 2012 wurde die Sanierung der Ringmauer Nordwest mit Gewölbe unter dem Westbau und der Kapelle abgearbeitet. Weiter wurden abgetragene Mauerstücke vor dem Torbau wieder aufgemauert. Im September 2012 begann die Einrüstung des Bergfrieds. Danach konnten ergänzende Voruntersuchungen am Bergfried vorgenommen werden. 2013 folgte die Sanierung des Bergfrieds. Insgesamt sind rund 6,7 Millionen Euro für die Sanierung der Burg Schwalbach veranschlagt. Für den letzten und vierten Bauabschnitt, der die Instandsetzung des Gefängnisturms, der Ringmauer Nord, Nordost, Ost, Südost mit Ostturm sowie der Außenhülle des Torhauses aus Naturstein beinhaltet, werden die Gesamtbaukosten bis zum März des kommenden Jahres ermittelt. Hinzu kommt das Verputzen der Fassaden am Pächterwohnhaus und der Torausfahrt sowie die Sanierung des Mauerwerks am Palas. Dafür muss das Land im nächsten Doppelhaushalt 2016/2017 noch die Mittel bereitstellen. Wann die Burg jedoch wieder der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden kann, ist zurzeit noch offen. Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten, dankte dem Land für die bisher zügige Abwicklung der Finanzierung und dem LBB für Ausführung der Arbeiten. Er bat jedoch darum, für weitere Parkplätze rund um die Burg zu sorgen: „Das war schon immer ein Problem, besonders bei größeren Besuchergruppen.“

Generaldirektor Thomas Metz sicherte der Gemeinde Burgschwalbach und der Verbandsgemeinde zu, beide im Vorfeld der Wiedereröffnung in die künftige Nutzung und Planung mit einzubinden. Ein Zeitpunkt der Eröffnung könne jedoch noch nicht genau definiert werden. Anvisiert sind die Jahre 2017 oder 2018.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 29. August 2014, Seite 21

 

Kerstin Neeb, Projektleiterin des LBB, erläuterte Staatssekretär Salvator Barbaro und dem Landtagsabgeordneten Jörg Denninghoff den Stand der Sanierung. Zurzeit ist auch der Innenhof mit eingerüstet. Foto:Uli Pohl

 

Keine Möglichkeit für vorzeitige Eröffnung der Gastronomie

Der Wunsch der Gemeinde Burgschwalbach, bereits vor Abschluss der Bauarbeiten an der Burg Schwalbach für eine Gastronomie zu sorgen, kann leider nicht erfüllt werden. Das teilten Kerstin Neeb und Thomas Metz auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Jörg Denninghoff (SPD) mit. Mitglieder aus den Fraktionen des Rats trugen die Bitte an Denninghoff während seines Antrittsbesuchs in der Gemeinde heran. „Die Gastronomie bereits vorher zu öffnen, ist zu aufwendig“, sagte Metz. Kerstin Neeb ergänzte: „Wir können nicht für die Sicherheit garantieren. Das Gefahrenpotenzial in einer Baustelle ist einfach zu hoch. Metz und Neeb zeigten jedoch Verständnis für das große Interesse der Ortsgemeinde an der Nutzung ihrer Burg. Metz sagte dazu: „Zurzeit erfassen wir das Potenzial, das die Burg in Zukunft bietet. Dazu zählt natürlich vor allem der Tourismus.“ Dabei sei es wichtig, das gesamte Umfeld der Burg und die Region in die Erhebung mit einzubeziehen. Auch diesbezüglich würden Gemeinde und Verbandsgemeinde frühzeitig in die Entscheidungen eingebunden. up

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Arbeiten an der Burg Schwalbach im Zeitplan
Foto: Ortsgemeinde: Arbeiten an der Burg Schwalbach im Zeitplan

Ortsgemeinde: Unwetterschäden bereiten große Sorgen

(28.08.2014)

Finanzlage Burgschwalbach benötigt Hilfe zur Instandsetzung nach Hochwasser – Kosten zwischen 200 000 und 250 000 Euro Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Jahrhunderthochwasser treten längst nicht mehr nur einmal im Jahrhundert auf. Die Abstände der heftigen Unwetter mit immensen Folgen für die betroffenen Orte werden immer kürzer. Nach rund zehn Jahren versetzte jetzt in der Nacht zum 31. Juli erneut ein Starkregen die Bürger in Burgschwalbach in Angst und Schrecken. Der Ortskern wurde überflutet, Keller und Wohnungen standen unter Wasser. Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde waren die ganze Nacht im Einsatz.

Jetzt, vier Wochen später, kristallisiert sich in etwa der Umfang der Schadenshöhe heraus. Waren es zu Beginn rund 50 000 Euro, die allein die Ortsgemeinde Burgschwalbach aufbringen musste, bewegt sich die Summe inzwischen bei 200 000 bis 250 000 Euro. Hinzu kommen die Schäden in den Privathaushalten, die noch nicht zu beziffern sind.

„Allein können wir das nicht schaffen. Wir benötigen finanzielle Unterstützung“, sagte Dieter Scherer, Erster Beigeordneter der Gemeinde, in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Ehrenfried Bastian beim Antrittsbesuch von Jörg Denninghoff (SPD), dem neuen Landtagsabgeordneten und Nachfolger von Frank Puchtler.

Josef Hoffmann, Fraktionssprecher der SPD im Gemeinderat unterstrich diesen Hilferuf: „Burgschwalbach drückt bereits eine hohe Schuldenlast. Die Hochwasserschäden stellen uns vor eine unlösbare Aufgabe. Wir sind praktisch pleite. “ Allein die Reparatur der Unterquerung des Palmbachs am Rad- und Wanderweg in Zollhaus beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 70 000 bis 80 000 Euro. Dort klafft immer noch ein Loch am Fahrbahnrand. Wassermassen hatten die Stelle unterspült. Die Zufahrt zur Scholau ist zurzeit für Pkw nur über Schiesheim möglich. Der Beigeordnete Frieder Gethmann (CDU) ging in den Forderungen sogar noch ein Stück weiter: „Die Gewässerordnung und deren Pflege sollte neu definiert werden. Ein solches Unwetter kann jederzeit über jeden Ort hereinbrechen. Die Gefahr muss dauerhaft von Burgschwalbach ferngehalten werden.“ An dem Gespräch beteiligte sich weiter Marianne Schneider, Fraktionssprecherin der FWG. Jörg Denninghoff sagte der Ortsgemeinde Unterstützung zu und will sich nach den Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung erkundigen und „sehen aus welchen Topf Geld bereitgestellt werden kann.“

Ein weiteres wichtiges Thema war die stufenweise Sanierung der Burg Schwalbach. Dort läuft zurzeit der dritte Bauabschnitt. Josef Hoffmann sagte: „Die Arbeiten sind noch bis 2017/2018 terminiert. Das ist ein sehr langer Zeitraum. Die Burg müsste vorher schon genutzt werden können, damit das touristische Potenzial Burgschwalbachs nicht in Vergessenheit gerät.“ Dieter Scherer ergänzte: „Je länger in der Burg keine Gastronomie angeboten wird, umso schwerer wird es, einen Pächter zu finden, der praktisch bei Null anfängt.“ Die Problematik soll in einem Treffen in der Burg Schwalbach mit Staatssekretär Salvatore Barbaro am heutigen Donnerstag erörtert werden. Eine Diskussion um die ärztliche Versorgung auf dem Land, den Seniorenbeirat und die Mobilität in der Region mit Bürgerbus oder Aartalbahn rundeten den Besuch des Landtagsabgeordnete ab.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 28. August 2014, Seite 15

 

Eine der finanziellen Problemzonen in Burgschwalbach ist die von den Wassermassen unterspülte Überquerung des Palmbachs an dessen Mündung in die Aar. Dort beläuft sich der Schaden auf etwa 70 000 bis 80 000 Euro. Foto: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Unwetterschäden bereiten große Sorgen
Foto: Ortsgemeinde: Unwetterschäden bereiten große Sorgen

Ortsgemeinde: Dank an die Helfer

(18.08.2014)

Einen ganz herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer, die bei der Bekämpfung des Hochwasserschadens vom 29. Juli geholfen haben. Die freiwilligen Helfer und die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Bereich der Verbandsgemeinde haben ganze Arbeit geleistet. Ich war beeindruckt, wie bereits am Mittag des Folgetages kaum noch Spuren vom Hochwasser im Dorf zu sehen waren.

Den durch das Hochwasser geschädigten Anwohnern kann ich die Unterstützung der Gemeinde versichern und stehe auch gerne hierzu als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

Ehrenfried Bastian

Ortsbürgermeister

Ortsgemeinde: Hochwasserwelle rollt den Palmbach hinunter

(05.08.2014)

Unwetter Wehrleiter beraten über bessere Alarmierungskette Von unserer Redakteurin  Katrin Maue-Klaeser

Burgschwalbach. In Ketternschwalbach begann der Weltuntergang am vergangenen Dienstag Stunden früher als in Burgschwalbach. Bereits um 17 Uhr wurden am Oberlauf des Palmbachs vollgelaufene Keller gemeldet, um 19 Uhr war die Ortsdurchfahrt der L 3031 gesperrt, weshalb etwa Hahnstättens Bürgermeister Volker Satony einen anderen Weg einschlagen musste. „Aber das Tal ist vor Burgschwalbach so breit, dass ich nicht dachte, dass es dort so schlimm werden würde“, sagt Satony.

Enormer Sog entsteht

Gegen 21.15 Uhr erreichte die Hochwasserwelle des Palmbachs, ausgelöst durch Starkregen und die teils enge, steile Topografie des Bachtals, Burgschwalbach. Binnen kürzester Zeit trat das sonst friedliche Rinnsal weit über seine Ufer, das Wasser strömte innerhalb von zehn Minuten 30, 40 Zentimeter hoch durch einige Straßen. „Der Sog, der dann sogar in so flachem Wasser entsteht, ist enorm“, erklärt Burgschwalbachs Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian. Er selbst konnte sich nur mit Mühe auf den Beinen halten, als er herbeieilte, um zu helfen.

Noch eine Stunde bevor das Wasser kam, hatten Bastian und andere Helfer die Schächte im Ort gereinigt, sodass die Straßeneinläufe wieder frei waren. Doch bei diesen ungeheuren Wassermassen half das wenig. „Die Burgblickhalle stand da wie eine Insel zwischen zwei Flüssen, rechts und links strömte das Wasser vorbei“, ist Bastian immer noch fassungslos – und erleichtert, dass die Türen dicht gehalten haben und kaum Schäden in der Halle entstanden. Positiv überrascht ist der Ortschef auch, „dass alle hier mit Hand angelegt haben“. Der ganze Ort war auf den Beinen, jeder half jedem, sagt er stolz.

„Wir sind jetzt erst einmal mit der Schadensbilanzierung beschäftigt“, sagt Bastian. Was die Gemeinde unmittelbar betrifft, sind vor allem Schäden an einer Brücke und insbesondere die Unterspülung des Aartal-Radwanderwegs auf Burgschwalbacher Gemarkung. Noch lassen sich die Schäden nicht beziffern, doch „es wird eine teure Sache“, meint Bastian, der aber vor allem froh ist, dass kein Mensch zu Schaden kam.

Auch Volker Satony ist die Erleichterung anzumerken, dass der Feuerwehrmann in Zollhaus sich retten konnte: „Er ist unter der Brücke durchgesogen worden, wir konnten ihn nicht mehr sehen – wenn er sich nicht selbst an einen Baum hätte aufrichten können, hätte das Schlimmste passieren können“, ist Satony immer noch geschockt. Das jüngste derart heftige Hochwasser sei rund zehn Jahre her – auf solche Extremereignisse könne man sich kaum vorbereiten: „An etwas wie dieses Mal kann sich niemand erinnern. Das kann man nicht verhindern.“ Die schlimmsten Schäden im Palmbachtal habe Ketternschwalbach zu verkraften. Für die Gemeinde Burgschwalbach rechnet der Verwaltungschef mit Schäden von mindestens 50 000 Euro.

Anlässlich der Wehrleiterdienstbesprechung sei allerdings bereits diskutiert worden, wie die Alarmierung bachabwärts besser abgestimmt werden kann. „Ja, die Kommunikationskette war etwas gerissen“, bestätigt Ehrenfried Bastian. Diese soll nun über die rheinland-pfälzisch-hessische Landesgrenze hinweg optimiert werden. „Wir werden uns mit Aarbergen und Hünstetten zusammensetzen“, plant Bastian.

Private Brücken überprüfen

Während Satony ankündigte, einige private Brücken über den Palmbach unter die Lupe zu nehmen, ob sie die Hochwasserlage verschärften, wenn sich Treibgut darunter verkeile, war Bastian über diesen Effekt punktuell ganz froh: „An einer Brücke oberhalb des Orts hatte sich auch Holz verkeilt – das hat dazu geführt, dass sich das Wasser auf Wiesen zurückgestaut hat und erst nach und nach in den Ort hineinlief, meint Bastian. „Weitere Rückhaltemöglichkeiten werden gesucht“, sagt Satony. Dieser Tage wird der Bauausschuss der Gemeinde tagen, bis dahin sollen die Schäden aufgenommen sein.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 5. August 2014, Seite 14

 

Friedlich plätschert er wieder dahin: Vergangenen Dienstag wurde der Palmbach zum reißenden Strom, der Brücken, Straßen, Gebäude und den Aartal-Radwanderweg beschädigte. Foto: Hans Georg Egenolf

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Hochwasserwelle rollt den Palmbach hinunter
Foto: Ortsgemeinde: Hochwasserwelle rollt den Palmbach hinunter

Ortsgemeinde: Radweg ist gesperrt

(02.08.2014)

Unwetter Route unterspült: Es besteht Lebensgefahr

 

Zollhaus. Aufgrund eines durch die Überflutungen der vergangenen Tage verursachten Abbruches eines Teils des Palmbachdurchlasses in Höhe der Einmündung in die Aar muss der Rad- und Wanderweg zwischen Zollhaus und Schiesheim für den kompletten Durchgangsverkehr aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres gesperrt werden. Der Durchgang ist auch für Fußgänger verboten. Das Wohngebiet Scholau ist daher nur über die Zufahrt von der Gemeinde Schiesheim aus erreichbar. Rad- und Fußgänger müssen über die Gewerbestraße zur Römerquelle beziehungsweise in umgekehrter Richtung ausweichen. Die Umleitungsstrecke ist entsprechend ausgeschildert. Insbesondere beim Übergang von der Römerquelle zur Gewerbestraße über die nur 1,20 Meter breite Fußgängerbrücke bittet die Verwaltung um äußerste Vorsicht. Gegebenenfalls sollten Radfahrer lieber absteigen und die Fahrräder schieben.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 2. August 2014, Seite 16

 

Wo der Palmbach in die Aar fließt, ist der Radweg von Zollhaus nach Schiesheim gesperrt. Die Wassermassen haben die Route unterspült.Foto: Egenolf

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Radweg ist gesperrt
Foto: Ortsgemeinde: Radweg ist gesperrt

Ortsgemeinde: Palmbach läuft über

(31.07.2014)

Hochwasser Ortskern wird überflutet, Keller und Wohnungen unter Wasser.

Burgschwalbach. Das Unwetter mit Starkregen hat in der Nacht zum Mittwoch in Burgschwalbach zu einem Großeinsatz der Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Hahnstätten gesorgt. Die Ortsgemeinde ging buchstäblich im Palmbach unter. 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Burgschwalbach, Zollhaus, Mudershausen, Hahnstätten, Lohrheim und Oberneisen waren im Einsatz, um gegen die Wassermassen anzukämpfen, berichtete Wehrleiter Peter Matthey auf Anfrage unserer Zeitung. Schon am Nachmittag war es im benachbarten Hessen zu heftigen Regenfällen gekommen, der Palmbach entwickelte sich zum reißenden Strom und überflutete den gesamten Ortskern. Zahlreiche Keller und Wohnungen standen unter Wasser. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz bis in den frühen Morgen. Bis zu einem halben Meter hoch stand das Wasser im Ortskern. Ulf Hansmann, Wehrführer von Zollhaus, wurde von den Fluten mitgerissen. Er konnte sich selbst retten und erlitt keine Verletzungen. Die Suche nach ihm war allerdings zuvor dramatisch, wie Bürgermeister Volker Satony (VG Hahnstätten) berichtete. Sogar Rettungstaucher aus Limburg waren schon angefordert worden.

In Zollhaus musste am Mittwoch der Rad- und Wanderweg in Richtung Schiesheim gesperrt werden. Dort hatten die Wassermassen den Radweg derart unterspült, dass ein Gewölbe einstürzte und er wegzubrechen drohte. Auch im benachbarten Hünstetten wurde eine komplette Straße unterspült. jgm

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 31. Juli 2014, Seite 16

 

Mit Traktoren wurden Sandsäcke herangekarrt: Die Feuerwehren waren die ganze Nacht über im Einsatz.Fotos: Joachim Horn

 

Der Palmbach im Wohnzimmer: Zahlreiche Keller und Wohnungen im Burgschwalbacher Ortskern wurden überflutet.

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Palmbach läuft über
Foto: Ortsgemeinde: Palmbach läuft über

Ortsgemeinde: Burgschwalbachs Führung steht fest

(05.07.2014)

Ratssitzung Einstimmiges Votum bei der Wahl der Beigeordneten

Burgschwalbach. Ehrenfried Bastian ist als Ortsbürgermeister vereidigt und steht vor seiner ersten kompletten Amtszeit in Burgschwalbach. Der Erste Beigeordnete Dieter Scherer nahm die Ernennung vor. Ehrenfried Bastian bedankte sich bei Wählern für das ausgesprochene Vertrauen, das in einem sehr guten Wahlergebnis zum Ausdruck kam.

„Das Ergebnis ist eine Bürde wie auch Motivation, um die Interessen der Gemeinde auch in den kommenden Jahren wahrzunehmen“, sagte der Ortsbürgermeister. In der nächsten Wahlperiode genieße die Dorfentwicklung Priorität. Sie soll unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten weiter ausgebaut werden. Seine Vorgabe beim Amtsantritt nach dem Tod von Claus-Harry Becker, den Schuldenstand zu senken, konnte bereits umgesetzt werden. „Der aktuelle Schuldenstand liegt bei etwa 1,9 Millionen Euro, etwa 200 000 Euro weniger als vor 17 Monaten“, hob Bastian hervor. Die hohen Pflichtausgaben wie die Verbandsgemeinde- und Kreisumlage ließen kaum Raum, um einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen. „Das muss aber unser Ziel in den nächsten Jahren sein“ , betonte er.

Das einstimmige Votum der Ratsmitglieder bei der Wahl der Beigeordneten wertete er als Basis für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den kommenden Jahren. Dieter Scherer (Erster Beigeordneter), Friedrich-Wilhelm Gethmann (Zweiter Beigeordneter) und Klaus Bungenstock (Dritter Beigeordneter) wurden einstimmig gewählt. Bastian bedankte sich weiter bei den Ratsmitgliedern Bernd Domsalla, Eberhard Domsalla, Gerhard Drebes und Heinz Huth, die dem Gremium künftig nicht mehr angehören. Weiter würdigte der Ortsbürgermeister die Leistung von Friedrich-Wilhelm Gethmann, der seit 21 Jahren im Rat und als Beigeordneter tätig ist. Heinz-Dieter Huth wurde für seine 23-jährige Mitgliedschaft im Rat und Erster Beigeordneter der Ortsgemeinde geehrt, Bernd Thorn für seine 22-jährige Tätigkeit im Gremium. Alle erhielten Ehrenurkunden und Präsente. Abschließend stimmten die Fraktionen geschlossen für die Vorschlagslisten der SPD, CDU und FWG für die Besetzung der Ausschüsse. up

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 5. Juli 2014, Seite 26

 

Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian mit den scheidenden Ratsmitgliedern Heinz Huth, Eberhard Domsalla, Gerhard Drebes und Bernd Domsalla

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbachs Führung steht fest
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbachs Führung steht fest

Ortsgemeinde: Gemeinderat konstituierte sich

(02.07.2014)

Am Freitag, 27.06.2014, konstituierte sich der neu gewählte Ortsgemeinderat von Burgschwalbach. Ehrenfried Bastian wurde zum Ortsbürgermeister durch den geschäftsführenden 1. Ortsbeigeordneten ernannt. Herr Bastian bedankte sich bei den Wählerinnen und Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen. Die Wahl seiner Vertreter erfolgte einstimmig. Herr Scherer wurde zum 1. Ortsbeigeordneten gewählt, Herr Gethmann und Herr Bungenstock wurden als weitere Vertreter des Ortsbürgermeisters ernannt. Bei den ausgeschiedenen Ratsmitgliedern Heinz-Dieter Huth, Bernd, Domsalla, Eberhard Domsalla und Gerhard Drebes bedankte sich Herr Bastian für die ehrenamtliche Tätigkeit und überreichte als Zeichen der Anerkennung ein Präsent.

Für Ihre langjährige Tätigkeit im Ortsgemeinderat wurden Bernd Thorn, Frieder Gethmann und Heinz-Dieter Huth mit Urkunden vom Gemeinde- und Städtebund ausgezeichnet.

 

Der neu gewählte Gemeinderat zusammen mit den ausgeschiedenen Ratsmitgliedern

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Gemeinderat konstituierte sich
Foto: Ortsgemeinde: Gemeinderat konstituierte sich

Ortsgemeinde: Kreisstraße 525 muss für Sanierung voll gesperrt werden

(18.06.2014)

Burgschwalbach. Die Arbeiten zur Sanierung der Fahrbahn auf der Kreisstraße 525 zwischen Panrod und Burgschwalbach beginnen am Montag, 23. Juni. Dies teilt die Kreisverwaltung in Bad Schwalbach mit. Der Bauabschnitt befindet sich auf freier Strecke und schließt eine Sanierungslücke von rund 200 Metern. Die Sanierung muss wegen der geringen Fahrbahnbreite unter Vollsperrung durchgeführt werden. Der Verkehr wird über Daisbach, Kettenbach, Hausen über Aar, Rückershausen und Zollhaus umgeleitet. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich nach knapp zwei Wochen am 3. Juli beendet sein. Verkehrsteilnehmer und Anlieger werden um Verständnis gebeten.Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 18. Juni 2014, Seite 30

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Kreisstraße 525 muss für Sanierung voll gesperrt werden
Foto: Ortsgemeinde: Kreisstraße 525 muss für Sanierung voll gesperrt werden

Ortsgemeinde: Sperrung des Fußweges zur Burg / Burgbeleuchtung

(17.06.2014)

Auf Grund von Restaurierungsarbeiten an der Stützmauer am Hang der Burg wird der Fußweg ab der Schlossstraße zur Burg während der Zeit der Baumaßnahme voll gesperrt.

Weiter müssen zwei Träger der Strahler oberhalb der Stützmauer entfernt werden, die für die Anstrahlung der Burg erforderlich sind. Bedingt dadurch sind wir gezwungen, in der nächsten Zeit auf unsere gewohnte Burgbeleuchtung in den Abendstunden zu verzichten.

Zur Erhaltung des Ambientes unseres Märchenhaften Weihnachtsmarktes wurde an den Bauträger eine Anfrage gerichtet, während des Weihnachtsmarktes die Burgbeleuchtung zumindest durch ein Provisorium zu gewährleisten.

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird ein komplett neues Konzept in LED – Technik für die Anstrahlung der Burg installiert werden, das sich bereits in der Planungsphase befindet.

 

Ehrenfried Bastian

Ortsbürgermeister

Ortsgemeinde: Namensgebung für neue Halle erst durch Münzwurf entschieden

(03.06.2014)

Burgschwalbach. Die altehrwürdige und aufwendig modernisierte Turnhalle in Burgschwalbach hat einen neuen Namen und heißt künftig Burgblickhalle. Die Besonderheit an der Namensgebung: die Entscheidung fiel erst nach mehreren Abstimmungen per Münzwurf. Im Vorfeld der Namensgebung wurden die Bürger aus Burgschwalbach aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Aus einer Vielzahl von Möglichkeiten hatte der Haupt- und Finanzausschuss die Namen Palmbachhalle, Burgblickhalle und Squalbachhalle zur Abstimmung im Gemeinderat gestellt. In einem ersten Votum gab es ein Patt für die Namen Palmbachhalle und Burgblickhalle. Die Squalbachhalle erhielt eine geringere Zustimmung. In einem zweiten Wahlgang kam es ebenfalls zu einem Unentschieden zwischen den beiden verbliebenen Vorschlägen. Somit musste ein Münzwurf entscheiden. Der führte zum Namen Burgblickhalle. Den Vorschlag eingereicht haben Uwe Zimmermann und Susanne Konradi-Christ. Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian dankte allen Bürgern, die sich an der Namensgebung beteiligten. up Foto:Uli Pohl

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 3. Juni 2014, Seite 22

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Namensgebung für neue Halle erst durch Münzwurf entschieden
Foto: Ortsgemeinde: Namensgebung für neue Halle erst durch Münzwurf entschieden

Ortsgemeinde: Sanierung der Burg Schwalbach ist gesichert

(02.01.2014)

Finanzen Land stellt im Doppelhaushalt 2014/2015 3,5 Millionen Euro für den dritten Bauabschnitt bereit. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Für die Fortführung der Sanierung der landeseigenen Burg Schwalbach werden mit der kürzlich erfolgten Verabschiedung des Haushaltes durch den rheinland-pfälzischen Landtag weitere Mittel bereitgestellt. Das teilt der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler auf Anfrage der RLZ mit. „Unser Dank geht nach Mainz und an den Landesbetrieb Liegenschaft und Baubetreuung Diez, der das Projekt bisher hervorragend betreut und auch die Mittelbeantragung gut vorbereitet hat. Jetzt kann es mit der Sanierung weitergehen“, so Puchtler in seiner Mitteilung.

Konkret sind für den dritten Bauabschnitt im Doppelhaushalt des Landes für die Jahre 2014 und 2015 insgesamt 3,5 Millionen Euro für die Burg Schwalbach vorgesehen. Die Bauunterlagen für den dritten Abschnitt wurden dem Ministerium der Finanzen im Juni 2013 vorgelegt. Die Arbeiten umfassen die Sanierung der Stützmauern im Hang sowie des westlichen und östlichen Wirtschaftsgebäudes einschließlich der Schildmauer. Weitere noch instand zu setzende Mauerwerke sind die Ringmauern Nord, Nordost, Ost mit Ostturm und Gefängnisturm, die Ringmauer Südost mit Pächterwohnhaus und Tordurchfahrt sowie am Palas und an den Höfen. Die vom Ministerium bereitgestellten Mittel decken die restlichen Baukosten, die mit 3,485 Millionen Euro veranschlagt sind. Zur Ausführung kommt der Abschnitt mit dem Einsetzen entsprechender Witterung in diesem und im nächsten Jahr. Im November wurden die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt der Burg Schwalbach abgeschlossen. Er begann 2012. Die Gesamtkosten dafür betrugen rund 2 Millionen Euro. 2012 wurde die Sanierung der Ringmauer Nordwest, mit Gewölbe unter dem Westbau und der Kapelle abgearbeitet. Weiter wurden abgetragene Mauerstücke vor dem Torbau wieder aufgemauert. Im September 2012 begann die Einrüstung des Bergfrieds. Danach konnten weitere Voruntersuchungen am Bergfried vorgenommen werden. 2013 folgte die Sanierung des Bergfrieds.

Insgesamt sind rund 6,7 Millionen Euro für die Sanierung der Burg Schwalbach veranschlagt. Wann die Burg jedoch wieder der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden kann, ist zurzeit noch offen. Zur Nutzung der Burg sagte Armin Kraft im Sommer des vergangenen Jahres als Vertreter des Eigentümers, der Generaldirektion Kulturelles Erbe: „Wir planen die Zukunft der Burg vor dem Abschluss der Sanierung, um Perspektiven für Interessenten aufzuzeigen. Dazu gibt es bereits die ersten Ideen.“ Möglich wäre eine Pacht der Burg durch die Ortsgemeinde Burgschwalbach.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 2. Januar 2014, Seite 15

 

Ein Teil der Mauern der Burg Schwalbach ist bereits saniert, andere Abschnitte müssen noch angegangen werden. Durch das Bereitstellen der finanziellen Mittel können die Arbeiten in diesem Frühjahr fortgesetzt werden. Foto:Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Sanierung der Burg Schwalbach ist gesichert
Foto: Ortsgemeinde: Sanierung der Burg Schwalbach ist gesichert

Ortsgemeinde: Vögel kehren zur Burg Schwalbach zurück

(27.12.2013)

Artenschutz Nischen im Bergfried bieten ausreichend Platz – Nach Sanierung kein zusätzlicher Ausgleich notwendig Von unserem Redakteur Uli Pohl

Die Gäste im „Hotel Bergfried“ können wieder einziehen, denn die Sanierung des Bergfrieds der Burg Schwalbach ist abgeschlossen und das Gerüst abgebaut. Vor der Sanierung des Bergfrieds wurde von der Grontmij GmbH Koblenz im Auftrag des Landesbetriebs Liegenschaft und Baubetreuung Diez (LBB) im August der Fachbeitrag „Artenschutz“ erstellt. Da eine faunistische Erfassung nicht durchgeführt wurde, erfolgte die Artzusammenstellung auf Basis vorhandener Daten und der während einer Ortsbegehung, bei der Fassaden nach Lebensräumen und Tierspuren abgesucht wurde.

Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferte Michael Beensen aus Burgschwalbach, der von 2011 bis März 2013 im Bereich der Burg Schwalbach präzise Vogeldaten erfasste. Auch während der Bauzeit wurden diese Daten weiter registriert. Das Ergebnis war klar: Die Bauarbeiten zur Sanierung des Bergfrieds haben zu starken Einschränkungen für die heimische Vogelwelt geführt. Dennoch war es immer das Ziel im Rahmen der Sanierung des Bergfrieds bestehende Mauernischen und -löcher für die unterschiedlichen Vogelarten und auch Fledermäuse zu erhalten oder neue anzubieten. In einer Ortsbegehung im Juli, unter der Leitung von Martin Hertlein vom LBB Diez, wurden die inzwischen wieder hergestellten Mauernischen von Michael Beensen, dem Fledermausexperten Dr. Rolf Klenk und dem Diplom-Biologen Stefan Kolling begutachtet und für in Ordnung befunden.

Ende Oktober gab es eine Abschlussuntersuchung. Mit einem erfreulichen Ergebnis, denn es ist gelungen, Nischen in ausreichender Anzahl und Qualität zu erhalten, so dass kein Ausgleichsbedarf notwendig wird. Es konnte sogar ein Überschuss an Brut und Ruheplätzen für die Vögel festgestellt werden, der bei Bedarf und funktionaler Eignung in den beiden folgenden Bauabschnitten der Burgsanierung positiv angerechnet werden kann. Dementsprechend ist nun ausreichend Platz für die Bewohner des Bergfrieds vorhanden. Dohlen, Amseln, Hausrotschwanz, Kleiber, Mauersegler, Meisen und natürlich Fledermäuse wird es freuen. Auch die Einflüge für Turmfalken mit Kästen stehen wieder zur Verfügung. Bereits während des Abbaus des Gerüstes hatten Dohlen ihre neuen Behausungen entdeckt und sich um die besten Plätze gestritten.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 27. Dezember 2013, Seite 16

  

Michael Beensen (weißer Helm), Fledermausexperte Dr. Rolf Klenk (grauer Helm) und Diplom-Biologe Stefan Kolling (grüner Helm) begutachten die Mauernischen, die künftig Vögeln Unterschlupf bieten.

 

Untersuchung fortsetzen

Die während der Bauzeit aufgehängten Außennistkästen wurden mit dem Gerüstabbau wieder entfernt. Michael Beensen schlug vor, zwei Kästen innerhalb des Burggemäuers für Waldkauz und Eulen anzubringen. Die sollen nun für 2014 im dritten Bauabschnitt diskutiert werden. Auch das Vorkommen von Schleiereulen und Steinkäuzen wird ausgewertet. Michael Beensen wird deshalb die ornithologische Untersuchung detailliert fortsetzen.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 27. Dezember 2013, Seite 16

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Vögel kehren zur Burg Schwalbach zurück
Foto: Ortsgemeinde: Vögel kehren zur Burg Schwalbach zurück

Ein wahrlich märchenhafter Weihnachtsmarkt

(02.12.2013)

Fest Ortskern rund um die mittelalterliche Kirche wird zum Treffpunkt der Menschen – Tausende Besucher in Burgschwalbach Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Der Burgschwalbacher Weihnachtsmarkt lockte am Samstag erneut Tausende Menschen in den historischen Ortskern rund um die mittelalterlich Kirche und dokumentierte damit seine besondere Anziehungskraft. Seit vielen Jahren, regelmäßig am Samstag vor dem Ersten Advent, nutzen die Besucher die märchenhafte Atmosphäre, um sich in vielerlei Hinsicht auf die Weihnachtszeit einzustimmen. „Wenn in Burgschwalbach Weihnachtsmarkt ist, dann beginnt für unserer Familie die Adventszeit.“ Eine Aussage, die entlang der vielen Stände immer wieder zu hören war. Der Markt ist nicht nur wegen seines kreativen Angebots an den zahlreichen Buden und Ständen mit Kunsthandwerk so beliebt. Die Besucher aus dem weiten und ferneren Umkreis schätzen vor allem die gemütliche Stimmung und das Wiedersehen von alten Bekannten, die sie regelmäßig beim Markt in Burgschwalbach treffen.

Bei der Auswahl der angebotenen Waren legen die Veranstalter ein Hauptaugenmerk auf die Qualität. In Burgschwalbach gilt Klasse statt Masse. Hauptsächlich Weihnachtsdekore, Kerzen, Handgemachtes oder selbst Hergestelltes dominierten die Auslagen. Neu in diesem Jahr war die Erweiterung des Marktgeländes um den Märchenwald im Hof an der Kirchgasse. Dort gab es weitere Stände. Auch das Öffnen des Dorfplatzes in Richtung Kirchgasse erwies sich als Bereicherung. Endete der Rundweg dort zuvor in einer Sackgasse, wirkte das Erscheinungsbild so noch abgerundeter.

Doch der märchenhafte Weihnachtsmarkt führt nicht nur die Besucher zusammen. Für das jährliche Fest vor dem Fest ziehen die Gemeinde, die Ortsvereine und viele Bürger aus Burgschwalbach an einem Strang. Sei es die Ortsgemeinde mit ihrem Glühweinstand, die Feuerwehr mit ihrem kulinarischen Angebot, die lebende Krippe mit Tieren in einem Hof an der Kirche oder Frauen aus Burgschwalbach, die im Dorfgemeinschaftshaus für Kaffee und Kuchen sorgen. Alle sitzen mit am großen gedeckten Tisch des Weihnachtsmarktes. So ist der Erfolg sicher ein gemeinsamer Verdienst, aller am Markt Beteiligten.

Für Blickfänge beim Bummel entlang der 50 Stände sorgten die beleuchteten Märchenfiguren, an der Kirchgasse drehte sich für die Kinder ein nostalgische Karussell. Für die Kleinen durfte natürlich auch der Besuch des Nikolaus nicht fehlen, der im Märchenhof der Familie Assmann Geschenke verteilte. Zuvor sorgten dort die Märchentanten mit ihren Geschichten für entspannte Minuten. Zu hören waren die Märchen von Schneewittchen, Schneeweißchen und Rosenrot und der goldenen Gans. So lagen am Ende zwischen der Begrüßung durch das Glockenläuten am Nachmittag und dem Schließen der Stände am späten Abend, vorweihnachtliche Stunden, in denen sich die Menschen aus und rund um Burgschwalbach wohlfühlten.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 2. Dezember 2013, Seite 12

 

Dicht an dicht drängten sich die Besucher des märchenhaften Weihnachtsmarktes entlang des Rundwegs um die mittelalterliche Kirche. Hochbetrieb herrschte vor dem Glühweinstand der Ortsgemeinde, in direkter Nachbarschaft der Feuerwehr mit ihrem kulinarischen Angebot. Foto: Uli Pohl

 

Lichterandacht in der Kirche

Wer Entspannung und Ruhe während des Weihnachtsmarktes suchte, der konnte sie in einer der Lichterandachten in der alten Dorfkirche finden. Nur mit Kerzen und Lichterketten beleuchtet, bot das Gotteshaus eine willkommene Gelegenheit, sich in besinnlicher Runde auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Da die Andachten allesamt sehr gut besucht waren, nutzen die Menschen auch die Pausen, um die einmalige Atmosphäre in aller Stille zu genießen. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 2. Dezember 2013, Seite 12

 

Foto zur Meldung: Ein wahrlich märchenhafter Weihnachtsmarkt
Foto: Ein wahrlich märchenhafter Weihnachtsmarkt

Ortsgemeinde: Burgschwalbach erstrahlt im Glanz der Lichter

(27.11.2013)

Advent Märchenhafter Weihnachtsmarkt am Samstag – Neuer Märchenwald im Hof an der Kirchstraße eingerichtet

Burgschwalbach. Zum neunten „Märchenhaften Weihnachtsmarkt“ lädt die Gemeinde Burgschwalbach für Samstag, 30. November, ab 16 Uhr rund um die mittelalterliche Dorfkirche ein. Zur Eröffnung läuten um 16 Uhr die Kirchenglocken. An 50 Marktständen finden Besucher ein umfangreiches handwerkliches, künstlerisches und kulinarisches Angebot.

Beleuchtete Märchenfiguren und eine Weihnachtskrippe mit lebensgroßen Figuren versetzen in eine Märchen- und Weihnachtswelt. Das nostalgische Karussell dreht sich wieder. Im Märchenhof in der Schlossstraße gibt es um 16.30 Uhr, 17.30 Uhr und 18.30 Uhr Märchenstunden für die Kleinen und Süßes aus der Märchenbäckerei. Und um 19 Uhr kommt der Nikolaus in den Märchenhof. In der Kirche als Ruhezone gibt es um 18, 19 und 20 Uhr Lichterandachten für die Besucher.

Neu ist der Märchenwald im Hof in der Kirchstraße 3 in der Nähe des Karussells. Schöne Stände im Lichterglanz, dazu Märchenfiguren: Ein besonderer Platz, den keiner nicht verpassen sollten, werben die Ortsgemeinde Burgschwalbach und das Organisationsteam.

Aus Anlass des „Märchenhaften Weihnachtsmarktes“ in Burgschwalbach werden für den Verkehr am Samstag, 30. November, von 9 Uhr bis Mitternacht die Schlossstraße, die Rathausstraße ab Einmündung Kirchstraße bis Höhe Hausnummer 5 und die Kirchstraße ab der Einmündung der Rathausstraße in Richtung Kirche für den Verkehr gesperrt.

Die Veranstalter bitten die Anwohner der Sperrabschnitte für den genannten Zeitraum um Verständnis und um Beachtung, dass Fahrzeuge gegebenenfalls anderweitig abgestellt werden müssen. Besucher des Weihnachtsmarktes werden gebeten, die örtlich angeordnete Beschilderung zu beachten und die ausgewiesenen Parkflächen zu benutzen, die sich in der Wiesenstraße, am Friedhof, „Hinter den Zäunen“ und in der Kettenbachstraße befinden.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 27. November 2013, Seite 16

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbach erstrahlt im Glanz der Lichter
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbach erstrahlt im Glanz der Lichter

Ortsgemeinde:Hölzer lassen auf genaue Bauzeit schließen

(06.11.2013)

Historie Neue Fakten zur Entstehung der Burg Schwalbach  Von unserem Redakteur Uli Pohl

 

Burgschwalbach. Am Montag begann der Abbau des mehr als 50 Meter hohen Gerüsts, das den Bergfried der Burg Schwalbach rund ein halbes Jahr verhüllte. Laute Hammerschläge schallten gestern aus der luftigen Höhe des Turms und breiteten sich über den Ort aus. Die neu verputzten Zinnen waren bereits wieder zu erkennen. Mit dem Abbau des Gerüsts rückt das Ende des zweiten Bauabschnitts im Zuge der kompletten Burgsanierung immer näher. Im kommenden Jahr, so hoffen die Verantwortlichen aus dem LBB Niederlassung in Diez, soll je nach Finanzlage im Haushalt der letzte Abschnitt in Angriff genommen werden (die RLZ berichtete).

Der zweite Abschnitt beinhaltete bauhistorische Untersuchungen. Die nahm Bauforscherin Jutta Hundhausen vor. Deren Erkenntnisse haben Auswirkungen auf die geschichtliche Relevanz der Burg. „Ging man bisher davon aus, dass die Burg mit Bergfried in einer relativ kurzen Zeit von 1368 bis 1371 durch den Grafen Eberhard von Katzenelnbogen als letzte der imposanten Bauwerke in nur drei Jahren errichtet wurde, deutet sich jetzt eine längere Bauzeit von mehreren Jahrzehnten an“, berichtete Jutta Hundhausen. Zwar seien die Untersuchungen noch nicht ganz abgeschlossen, doch durch die dendrochronologisch unter die Lupe genommenen Rüsthölzer neue Fakten zutage getreten. Die Dendrochronologie ist eine Datierungsmethode, bei der die Jahresringe von Bäumen anhand ihrer unterschiedlichen Breite einer bestimmten, bekannten Wachstumszeit zugeordnet werden. „Durch die entnommenen Rüsthölzer aus dem Bergfried ließ sich die Zeit des Einbaus bis auf eine halbes Jahr genau datieren. Ergänzt wurden diese Informationen mit Vergleichswerten, die bereits zuvor für die Region ermittelt wurden“, berichtet Jutta Hundhausen.

Bei dem untersuchten Holz handelt es sich um Eiche und Buche. Die Rüsthölzer dienten beim Bau als Verbindung zwischen dem Gerüst und dem weiter wachsenden Bergfried. Bei den Nachforschungen sei außerdem deutlich geworden, dass der Bergfried zunächst niedriger geplant war. Während des Baus habe man sich dazu entschieden, ihn höher anzulegen. So seien die Rüsthölzer aus dem Zinnkranz auf die Jahre 1391 und 1392 datiert. „Zurzeit gehen wir davon aus, dass 1370 zunächst eine Burg errichtet wurde. Alle weiteren Bautätigkeiten folgten in zeitlichen mal größeren, mal kleineren Abständen“, so die Bauforscherin. Die untersuchten Rüsthölzer wurden zum Teil wieder in die Originallöcher zurückgelegt. Andere Hölzer sind jetzt in einer Aluminiumbox verstaut, um sie späteren Generationen von Forschern zu erhalten, die vielleicht über noch besserer Möglichkeiten zur Datierung verfügen. Die Box wird künftig in einem für Besucher nicht zugänglichen und verschlossenen Seitengang im Bergfried sicher verstaut.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 6. November 2013, Seite 18

Auf der neu angelegten Wehrplattform erläuterten die Planer aus dem LBB Niederlassung in Diez gemeinsam mit der Bauforscherin Jutta Hundhausen (2. von rechts) die Datierung der Rüsthölzer (Foto oben). Unten links: Die bereits fertige Kapelle, die künftig für Außengastronomie der Burg genutzt werden kann. Unten links: Der Zinnkranz auf dem Bergfried war gestern nach dem Abbau der ersten Gerüstteile bereits wieder zu erkennen. Fotos: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde:Hölzer lassen auf genaue Bauzeit schließen
Foto: Ortsgemeinde:Hölzer lassen auf genaue Bauzeit schließen

Ortsgemeinde: Zweiter Bauabschnitt der Burg vor dem Ende

(31.10.2013)

Sanierung Gerüst am Bergfried wird abgebaut – Abschluss im November.Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Ab kommender Woche wird eines der Wahrzeichen von Burgschwalbach wieder nach und nach sichtbar. Dann beginnt das Ausrüsten des Bergfrieds der Burg Schwalbach, der seit dem vergangenen Winter hinter einem Gerüst verschwunden ist. „Im November sollen die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt der Burg Schwalbach abgeschlossen sein“, informierten Martin Hertlein und Kerstin Neeb von der Niederlassung des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetrauung (LBB) in Diez in einem Treffen mit der RLZ in der luftigen Höhe des Bergfrieds.

Der zweite Bauabschnitt begann 2012. Die Gesamtkosten betragen rund zwei Millionen Euro. Im vergangenen Jahr wurde die Sanierung der Ringmauer Nordwest, mit Gewölbe unter dem Westbau und der Kapelle abgeschlossen. Weiter wurden abgetragene Mauerstücke vor dem Torbau wieder aufgemauert. Im September 2012 begann die Einrüstung des Bergfrieds. Danach konnten weitere Voruntersuchungen am Bergfried vorgenommen werden.

Dazu zählten ergänzende statische und bauhistorische Untersuchungen sowie eine weitere Bestandsaufnahme und baubiologische Maßnahmen. In diesem Jahr folgten die Sanierung des Bergfrieds ohne die Schildmauer sowie die restliche Verfugung der Oberflächen an der Kapelle, die witterungsbedingt im Herbst 2012 nicht mehr ausgeführt werden konnte. Begleitend gab es weitere Untersuchungen am Bergfried, aus denen neue Erkenntnisse über die Entstehung der Burg gewonnen werden konnten. „Insgesamt wurden an der Burg bisher 15 700 Arbeitsstunden geleistet, 275 Tonnen Stein bewegt sowie 1800 Quadratmeter Oberfläche mit mehr als 6000 Säcke speziellem Mörtel verputzt und verfugt“, nannte Martin Hertlein nur einige Zahlen. „Das Besondere an den vielen Dingen, die hier bewegt wurden, waren drei Tonnen Taubenkot, die sich über die Jahrzehnte im Bergfried ansammelten.

Trotz dem bevorstehenden Ende des zweiten Abschnitts, wird die Burg weiter Baustelle bleiben, auch wenn die Finanzierung für den dritten Abschnitt noch im nächsten Haushalt des Landes festgelegt ist.

Für den dritten Bauabschnitt, der je nach Finanzierung für 2014/2015 geplant ist, wurden bereits im Juni die Bauunterlagen dem Ministerium der Finanzen vorgelegt. Er umfasst die Stützmauern im Hang sowie das westliche und östliche Wirtschaftsgebäude, einschließlich der Schildmauer. Weiter werden die restlichen Mauerwerke an der Ringmauer Nord, Nordost, Ost mit Ostturm und Gefängnisturm sowie der Ringmauer Südost mit Pächterwohnhaus, Tordurchfahrt, Palas und in den Höfen abgearbeitet.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez Donnerstag, 31. Oktober 2013, Seite 20

 

Ein Blick aus der luftigen Höhe des Bergfrieds, wie er in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr möglich ist. Vom Gerüst aus ist die sanierte Kapelle und im Hintergrund das Dorfgemeinschaftshaus im Ortskern zu sehen. Foto: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Zweiter Bauabschnitt der Burg vor dem Ende
Foto: Ortsgemeinde: Zweiter Bauabschnitt der Burg vor dem Ende

Ortsgemeinde: Burg Schwalbach wird ab Montag entrüstet

(31.10.2013)

Burgschwalbach. Mehrere Monate dauerte es, bis der Bergfried der Burg Schwalbach über den Herbst und Winter 2012/2013 eingerüstet war. Jetzt, nach Abschluss der Sanierung des zweiten von drei Bauabschnitten, wird der Turm wieder sichtbar. Am kommenden Montag soll das mehr als 50 Meter hohe Gerüst nach und nach entfernt werden. Insgesamt wurden bisher 3,25 Millionen Euro in die Instandsetzung der im 14. Jahrhundert gebauten Burg investiert. Für den dritten und abschließenden Bauabschnitt sind noch einmal rund 3,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Kosten für die letzte Etappe der Sanierung müssen allerdings noch im Doppelhaushalt 2014/2015 des Landes verankert werden. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir die Arbeiten im kommenden Jahr fortsetzen können“, berichtete Kerstin Neeb vom Landesbetrieb Liegenschaft und Baubetreuung in Diez gestern während eines Pressetermins mit der RLZ. Unter anderem wurde die neu befestigte Wehrplattform auf dem Turm der Burg vorgestellt. up Foto: Uli Pohl

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez Donnerstag, 31. Oktober 2013, Seite 13

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Foto: Ortsgemeinde: Burg Schwalbach wird ab Montag entrüstet

Ortsgemeinde: Film über das Aartal nimmt besondere Menschen in den Blick

(20.10.2013)

Veröffentlichung Einstündiges Werk wird in verschiedenen Gemeinden gezeigt

Aartal. Zehn Wochen lang war der Journalist und Filmemacher Thomas Lawetzky aus Burgschwalbach diesen Sommer im Aartal unterwegs. Zwischen Michelbach und Flacht hat er mit seiner Kamera Geschichten von Menschen aus dem unteren Aartal gesammelt.

15 Bürger aus verschiedenen Gemeinden Aarbergens und der Verbandsgemeinde Hahnstätten werden nun in seinem Film „Geschichten aus'm Aartal“ vorgestellt. Sie alle haben eins gemeinsam: Sie stellen im Aartal etwas Besonderes dar, weil sie etwas können, sammeln oder sich engagieren. Es sind Menschen, die auf ihre Art das Leben im Aartal bereichern. Die filmische Reise durch Aarbergen und Hahnstätten ist immer wieder überraschend und abwechslungsreich. Sie reicht von den luftigen Höhen über Kettenbach bis zum tiefsten Punkt in Rheinland-Pfalz bei Hahnstätten, von tonnenschweren Antiquitäten bis zu kleinen Schätzen aus der Erde, von ungewöhnlichen Klängen bis zu originellen Sportarten.

So unterschiedlich die Porträtierten sind, was sie vereint ist die Verbundenheit mit ihrer Region, dem unteren Aartal. Deshalb kommt auch die wunderschöne Landschaft, in der sie alle leben, arbeiten oder ihren Hobbys nachgehen, in dem Film nicht zu kurz.

Allein eine Woche war der Filmemacher auf den unterschiedlichsten Wegen an den Hängen rechts und links des Aartals unterwegs, um mit der Kamera nach neuen, seltenen Blickwinkeln aufs Aartal zu suchen.

 

Der 60-minütige Film „Geschichten aus’m Aartal“ erscheint Ende November auf DVD. Aufführungen für die Verbandsgemeinde Hahnstätten sind an folgenden Tagen: Samstag, 23. November, 18 und 20 Uhr, im Zollhaus in Kreml; Sonntag, 24. November, 17 Uhr, im Gasthaus Markloff in Lohnheim; Montag, 25. November, 19.30 Uhr, und Sonntag, 1. Dezember, 18 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus Flacht;

Freitag, 13. Dezember, 19.30 Uhr, in der Mehrzweckhalle Burgschwalbach.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 19. Oktober 2013, Seite 15

 

Ein wunderschöner Blick auf die Ortsgemeinde: Bei seinem Besuch in der Aargemeinde machte der Filmmacher Thomas Lawetzky Station bei der Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Flacht.

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Film über das Aartal nimmt besondere Menschen in den Blick
Foto: Ortsgemeinde: Film über das Aartal nimmt besondere Menschen in den Blick

Ortsgemeinde:Kirmesgesellschaft in Burgschwalbach stehen anstrengende Tage bevor

(10.10.2013)

Burgschwalbach. Die Kirmesburschen und -mädchen sind gerüstet, das Fest kann beginnen. Von Samstag bis Montag steht Burgschwalbach ganz im Zeichen der Kirmes. Los geht es am Samstag, 12. Oktober, 19 Uhr, mit einem Gottesdienst in der Kirche. Dem schließt sich ein Fackelzug an. Um 21 Uhr folgt in der neuen Mehrzweckhalle die Eröffnung mit dem Einmarsch der Kirmesgesellschaft. Neben Tanz und Musik gibt es einen Wettstreit mit befreundeten Kirmesgesellschaften aus der Umgebung. Der erste Preis ist ein 30-Liter-Fass Bier. Am Sonntag prägt der traditionelle Umzug das Programm. Ab 14 Uhr ziehen bunt geschmückte Wagen und Fußgruppen unter dem Motto „Burgschwalbach reist nach...“. Die Gemeinde kommt ab 15 Uhr zu Kaffee und Kuchen zusammen, ehe um 16 Uhr das Wildschützschießen mit Spielen für Jung und Alt beginnt.Der Montag beginnt um 11 Uhr mit einem Frühschoppen, inklusive einer Happy Hour bis 13 Uhr mit alle 0,2 Liter Getränken zum Preis von 50 Cent. Bei einer Tombola warten ab 15 Uhr attraktive Preise auf die Gewinner. Die Beerdigung der Kirmes um 20 Uhr schließt das Dorffest ab. Auf viele Besucher freuen sich die Kirmesgesellschaft und die TuS Burgschwalbach. up

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 10. Oktober 2013, Seite 22

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde:Kirmesgesellschaft in Burgschwalbach stehen anstrengende Tage bevor
Foto: Ortsgemeinde:Kirmesgesellschaft in Burgschwalbach stehen anstrengende Tage bevor

Ortsgemeinde: Burgschwalbach will Bürger nicht mehr belasten

(02.10.2013)

Gemeinderat Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben unverändert. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Das Landefinanzausgleichsgesetz wird zum 1. Januar geändert. Dem hat der Landtag bereits zugestimmt. Ziel der Reform ist es, dass die rheinland-pfälzischen Kommunen ihre Einnahmemöglichkeiten weiter ausschöpfen. Da die Hebesätze der Gemeindesteuern in Rheinland-Pfalz mit am niedrigsten im Bundesgebiet sind, das Land aber gleichzeitig über den zweithöchsten Schuldenstand verfügt, sollten die Hebesätze für die Grundsteuer A und B sowie für die Gewerbesteuer angepasst werden. Durch diese Änderung muss auch die Gemeinde Burgschwalbach höhere Umlagen bezahlen.

Der Empfehlung, die Nivellierungssätze anzuheben, ist der Gemeinderat Burgschwalbach jedoch nicht gefolgt. „Zur Kompensierung der Mehrkosten wurde uns eine Erhöhung der Grundsteuersätze um 20 Prozentpunkte und der Gewerbesteuer um 15 Prozentpunkte vorgeschlagen“, berichtete Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian aus der jüngsten Ratssitzung. In diesem Fall würden die Erträge die voraussichtlichen Mindereinnahmen decken. „Für einen Hauseigentümer in Burgschwalbach würde dies jedoch je nach Grundstücksgröße zu einer höheren Belastung von 10 bis 18 Euro führen“, teilte Bastian mit. Da der Rat die Hebesätze in der laufenden Legislaturperiode bereits mehrfach erhöht habe und die Gemeinde im Vergleich mit anderen Orten der Verbandgemeinde bereits über die höchsten Hebesätze verfüge, sollten die geringeren Einnahmen vorrangig über Einsparungen gedeckt werden.

So könnte ein Ausstieg an der Kostenbeteiligung des Horts in der Kindertagesstätte die Verluste decken. Auch Einsparungen beim Personal der Gemeinde sind denkbar. „Das Thema wird uns sicher noch weiter begleiten und spätestens beim Aufstellen des Haushalts 2014 erneut diskutiert werden“, so der Ortsbürgermeister.

Weiter beschloss der Rat eine Änderung der Friedhofssatzung. Die hat zur Folge, dass die Gebühren angepasst werden. Demnach erhöhen sich die Kosten für die allgemeine Urnenbeisetzung um 50 Euro. Auch die Kosten für das Entfernen der Wahlgräber steigen, und zwar um 300 Euro. Von anderen Erhöhungen sieht der Rat aufgrund der im Vergleich zu anderen Gemeinden bereits höheren Gebühren ab.

Mit der Änderung der Friedhofssatzung kommt die Gemeinde dem Wunsch von Bürgern entgegen, künftig Urnenrasen-Wahlgräber auf dem Friedhof anzubieten. Dazu wird der untere Bereich des bisherigen Rasenreihengrabfeldes abgeteilt. Abschließend sprach sich der Rat für die Einführung von Hundemarken aus.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 2. Oktober 2013, Seite 27

 

Ortsgemeinde: Minister besucht Netzwerk-Jubiläum

(19.08.2013)

Demenz Diskussion mit Schweitzer sowie weiteren Politikern und Fachleuten

Burgschwalbach. Das regionale Netzwerk Demenz feiert sein zehnjähriges Bestehen am Donnerstag, 29. August, um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle in Burgschwalbach. In den vergangenen zehn Jahren hat sich in den Versorgungsstrukturen, den gesetzlichen Rahmenbedingungen wie auch in der Behandlung und Diagnostik vieles weiterentwickelt. Dies soll Anlass sein, sich mit Fachleuten aus Politik, Gesellschaft und Medizin auszutauschen und zu diskutieren.

Es solle aber auch kritisch hinterfragt werden, inwieweit die bestehenden Strukturen den betroffenen Familien helfen. Für diesen Blickwinkel werden auch Angehörige zu Wort kommen. Das Netzwerk wünscht sich, mit der Veranstaltung viele Impulse zu setzen, um die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam mit Betroffenen und Angehörigen zu gestalten.

Auf dem Podium sitzen Landessozialminister Alexander Schweitzer (SPD), Prof. Dr. Andreas Fellgiebel von der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Mainz, Jupp Arldt vom Landes-Netz-Werk-Demenz, Landrat Günter Kern (SPD), Heinz Simon und Doris Pfeifer als Angehörige, Gabriele Schönweitz vom Pflegestützpunkt Diez als Koordinatorin des regionalen Netzwerks Demenz. Um 19 Uhr beginnt der musikalischer Einstieg mit den Palmbachtalern. Es folgen Grußworte, der thematische Einstieg, Statements der Podiumsteilnehmenden, Austausch und Diskussion mit dem Publikum und der Ausklang durch die Mitglieder des Netzwerks Demenz. Die Moderation übernimmt Dagmar Jung, Fachreferentin für angewandte Gerontologie im Diakonischen Werk in Hessen und Nassau. Gegen 21 Uhr soll es einen kleinen Umtrunk und Imbiss geben.

Beteiligt sind am Netzwerk das AWO-Seniorenzentrum Diez, das Senioren-Centrum Katzenelnbogen, die Theodor-Fliedner-Stiftung Katzenelnbogen, die Cura Sana Pflegedienste Diez, die Kirchliche Sozialstation Diez, der private Pflegedienst Manuela Iwanow, der DRK-Ortsverein Hahnstätten, der Pflegestützpunkt Diez, die Psychiatrische Institutsambulanz der Fachklinik Katzenelnbogen, das Haus der Familie Katzenelnbogen, die Hospizgruppe Diez, das Mehrgenerationenhaus Kreml-Kulturhaus Zollhaus, der Seniorenbeirat der VG Hahnstätten und der Seniorenbeirat der VG Katzenelnbogen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 13. August 2013, Seite 19

Ortsgemeinde: Burgsanierung - Finanzplan vorgelegt

(20.07.2013)

Burgschwalbach. Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Diez hat die Finanzierung für den dritten Abschnitt zur Sanierung der Burg Schwalbach dem Finanzministerium in Mainz vorgelegt. Dabei sind weitere 3,5 Millionen Euro zur Instandsetzung veranschlagt. Falls die Mittel bereitgestellt werden, könnte die dritte Etappe 2014 in Angriff genommen werden. Nach Fertigstellung könnte sich die Gemeinde Burgschwalbach ein Betreibermodell ähnlich der Burg Nassau vorstellen und als Pächter auftreten. Foto: Uli Pohl

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 20. Juli 2013, Seite 9

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgsanierung - Finanzplan vorgelegt
Foto: Ortsgemeinde: Burgsanierung - Finanzplan vorgelegt

Ortsgemeinde: Rätsel um unbekannten Soldaten ist gelöst

(12.07.2013)

Historie Nachforschungen führen zur Identität des auf dem Burgschwalbacher Friedhof beigesetzten gefallenen Deutschen Von unserer Mitarbeiterin Ronja Schüssler

Burgschwalbach. Lange Zeit war ungeklärt, um wen es sich bei dem unbekannten Soldaten, der auf dem Friedhof in Burgschwalbach begraben ist, handelt. Jetzt ist es dem Historiker Wolfgang Jopp aus Niederneisen nach aufmerksamen Recherchen gelungen, die Identität des im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten festzustellen. Stand bisher auf dem Grabstein auf dem Friedhof „Ein unbekannter Soldat“, ist nun der Schriftzug mit dem Namen des Soldaten zu lesen: Franz Karkoschka ist in einem Grab gemeinsam mit Herbert Schroers beigesetzt.

Wolfgang Jopp stieß während Ahnennachforschungen in Kirchenbüchern von Burgschwalbach auf den Eintrag des Unbekannten. Jopp, selbst Zeitzeuge, erinnerte sich an die damaligen Ereignisse. Als Achtjähriger hatte er den Einzug amerikanischer Panzer Ende März 1945 in Burgschwalbach selbst miterlebt. Nach seinen Angaben verlief der Durchzug weitgehend friedlich, nur an einem Haus war der Giebel zerschossen. Wenige Tage später machte er sich mit Schulkameraden auf den Weg, um die Stellung der deutschen Soldaten in Richtung Panrod zu erkunden. Dabei stießen sie am Straßenrand auf den toten Soldaten.

Der damalige Pfarrer Bohris notierte den Gefallenen unter „der laufenden Nummer 10“ im Sterberegister. Dort stand geschrieben: Ein unbekannter deutscher Soldat im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Als Todestag ist der 28. März 1945 vermerkt. Die Beerdigung fand am 2. April 1945 auf dem Burgschwalbacher Friedhof statt. Mit dem Unbekannten wurde ein weiterer Soldat beerdigt. Dabei handelte es sich um den 18-jährigen Herbert Schroers, der von amerikanischen Truppen verwundet auf dem Weg nach Burgschwalbach gefunden wurde, allerdings bereits auf dem Weg in den Ort verstarb.

2008 übermittelte Jopp die Daten der Erkennungsmarke des unbekannten Soldaten an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Jetzt erreichte ihn die Nachricht mit dem Namen. Durch die Daten der Erkennungsmarke fand sich in der amtlichen Gräberliste ein unbekannter Kriegstoter, den der Volksbund als Franz Karkoschka, geboren am 27. November 1900, identifizierte.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 12. Juli 2013, Seite 20

 

Franz Karschoschka ist im Grab auf dem Friedhof in Burgschwalbach gemeinsam mit Herbert Schroers beigesetzt. Der Name des unbekannten Soldaten wurde jetzt nachträglich montiert. Foto: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Rätsel um unbekannten Soldaten ist gelöst
Foto: Ortsgemeinde: Rätsel um unbekannten Soldaten ist gelöst

Ortsgemeinde: Verkehrsspiegel für Lehmkaut gefordert

(23.05.2013)

Burgschwalbach. Wird an der Einfahrt der „Lehmkaut“ in die Kreisstraße in Burgschwalbach bald ein Verkehrsspiegel installiert? Diese Bitte wurde jetzt von einem Bürger an den Gemeinderat herangetragen. Bedingt durch den Ausbau der K 64, könne der Verkehr aus Richtung Zollhaus schlecht eingesehen werden. Ein Einfädeln zur Bahnhofstraße sei nicht ohne Gefahren zu bewältigen. Weiter hielt er es für erforderlich, die Tempo-30- Zone bereits vor der Einmündung beginnen zu lassen. Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian sagte, dass der Vorschlag wohlwollend geprüft und in der nächsten Verkehrsschau in Burgschwalbach auf die Tagesordnung gehoben wird. up Foto: Uli Pohl

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 23. Mai 2013, Seite 22

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Verkehrsspiegel für Lehmkaut gefordert
Foto: Ortsgemeinde: Verkehrsspiegel für Lehmkaut gefordert

Ortsgemeinde: Übernachten am Fuß der Burg Schwalbach

(08.05.2013)

Dorferneuerung Tourismus rund ums Aartal erfährt durch privates Engagement eine weitere Aufwertung  Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Zwölf neue Übernachtungsmöglichkeiten entstehen noch in diesem Sommer in Burgschwalbach. In direkter Anbindung zum Bistro Auszeit, das 2011 eröffnet hatte, baute Stephan Konradi, Eigentümer des Bistros, ein älteres Gebäude in eine moderne Pension um. Das Haus musste von Grund auf saniert werden. Jetzt informierte sich der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler über das private Engagement, von dem eine ganze Region profitiert. Puchtler nannte das Projekt beispielhaft und zeigte Fördermöglichkeiten auf.

Gerade mit Blick auf die zukünftige Nutzung der Burg Schwalbach, die zurzeit noch einer umfangreichen Restaurierung unterzogen wird und zunächst bis auf Weiteres geschlossen bleibt, sei die Pension eine hervorragende Ergänzung. Mussten bisher Gruppen, die in der Burg zu einem Fest zusammenkamen in Fremdenzimmer in der Umgebung ausweichen, finden sie in Zukunft am Fuß der Burg eine Unterkunft im modernen Ambiente. „Das ist private Dorferneuerung, wie sie sich Burgschwalbach nicht besser wünschen kann“, sagte der Landtagsabgeordnete in dem Gespräch mit Konradi. Was über öffentliche Projekte der Dorferneuerung in der Schwerpunktgemeinde angestoßen wurde, finde jetzt auf privater Ebene eine Fortsetzung. „Es tut sich was in Burgschwalbach, und das ist nur zu begrüßen.“

„Zwölf Betten können ab Sommer in der Kirchstraße von Touristen, sei es für den Kurzurlaub oder längere Aufenthalte, Radlern, Wanderern, aber auch von Montagearbeitern genutzt werden“, kündigte Konradi an. Zudem wird im Hof, zwischen Bistro und Pension, ein von Bruchsteinmauern umrandeter Biergarten eingerichtet. Puchtler lobte die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden: „Die Bauabteilung hat hier hervorragend unterstützt“. Mit dem Bistro sei bereits eine Lücke in der heimischen Gastronomie geschlossen worden. Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung zählten neben den Bürgern aus Burgschwalbach zu den Gästen. Jetzt würde mit der Pension ein ergänzendes Angebot geschaffen, gerade mit Blick auf den regionalen Tourismus. Der biete mit dem Aartal Rad- und Wanderweg, dem Aar-Höhenweg und weiteren Wanderstrecken noch Potenzial.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 8. Mai 2013, Seite 27

Nicht mehr wiederzuerkennen ist das Gebäude in der Kirchstraße, in dem künftig Fremdenzimmer angeboten werden. Dank des privaten Engagements erfährt der Tourismus in der Region eine weitere Aufwertung. Foto: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Übernachten am Fuß der Burg Schwalbach
Foto: Ortsgemeinde: Übernachten am Fuß der Burg Schwalbach

Ortsgemeinde: Gemeindespitze ist nun komplett

(16.03.2013)

Kommunalpolitik Burgschwalbacher Rat wählt Dieter Scherer zum neuen Ersten Beigeordneten – Haushalt für 2013 verabschiedet. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Gemeindespitze in Burgschwalbach ist komplett. Nach der einstimmigen Wahl des neuen Burgschwalbacher Ortsbürgermeisters und vorherigen Ersten Beigeordneten Ehrenfried Bastian durch den Rat im Februar, stand nun die Wahl der Beigeordneten auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Daraus ging Dieter Scherer (SPD) als neuer Erster Beigeordneter hervor. Er setzte sich in einer Abstimmung mit den Stimmen seiner Fraktion gegen Frieder Gethmann (CDU) durch. Gethmann ist nun Zweiter Beigeordneter. Bernd Domsalla (FWG) wurde zum Dritten Beigeordneten bestimmt.

Mit der Wahl von Dieter Scherer bleibt es im Rat dabei, dass die stärkste Fraktion den Ersten Beigeordneten stellt. Notwendig wurde die Neuordnung durch den Tod von Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker im vergangenen September.

Der Haushalt der Gemeinde für 2013 bildete einen weiteren Schwerpunkt der Ratssitzung. Das Gremium verabschiedete den Entwurf, der im Ergebnishaushalt einen Fehlbetrag von 108 000 Euro und im Finanzhaushalt ein Defizit von 61 200 Euro aufweist.

Die Auszahlungen aus Investitionstätigkeit belaufen sich lediglich auf 3000 Euro, die nur für die Unterhaltung und weitere Planung des Gemeindeeigentums vorgesehen sind. Ein Betrag, der stellvertretend für die finanzielle Situation von Burgschwalbach steht. „In diesem Jahr ist erst einmal Haushaltskonsolidierung angesagt“, berichtet Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian. Größere Investitionen seien aufgrund der angespannten Haushaltsituation und Schulden in Höhe von rund 2 Millionen Euro nicht zu realisieren. So muss die eigentlich erforderlich Sanierung des Daches auf dem Dorfgemeinschaftshaus zunächst verschoben werden. „Das Dach muss noch etwas durchhalten“, ergänzt Bastian.

Im Etat für 2013 ist auch der Verkauf eines Bauplatzes im Gebiet „In der Seite“ enthalten. „Werden es mehr, ist es umso besser. Das könnte uns enorm entlasten“, kündigt der Ortsbürgermeister eine offensive Bewerbung der restlichen zehn Bauplätze an. Eine Mehrbelastung der Bürger durch höhere Sätze für die Grund- und Gewerbesteuer ist ausgeschlossen. „Die haben wir erst im vergangenen Jahr angepasst und bleiben konstant“, so Bastian. Wie in anderen Orten reduzieren sich in Burgschwalbach die Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Wurden im Ansatz 2012 noch 92 500 Euro erwartet, so sieht der Etat 2013 nur noch Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 60 000 Euro vor. „Das führt im kommenden Jahr wenigstens zu einer Senkung der Umlage, die uns in diesem Jahr mit der Erhöhung der Kreisumlage besonders trifft“, so der Ortsbürgermeister abschließend.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 16. März 2013, Seite 14

 

Das Dach auf dem Dorfgemeinschaftshaus weist undichte Stellen auf, die repariert werden mussten. Dennoch ist eine grundlegende Sanierung unausweichlich. Foto: Uli Pohl

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Foto: Ortsgemeinde: Gemeindespitze ist nun komplett

Ortsgemeinde: Ehrenfried Bastian einstimmig gewählt

(07.02.2013)

Ortspolitik Bisheriger erster Beigeordneter in Burgschwalbach ist neuer Ortsbürgermeister – Schulden abbauen Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Ehrenfried Bastian (SPD) ist der neue Ortsbürgermeister von Burgschwalbach. Der 54-Jährige wurde in der Ratssitzung auf Vorschlag der SPD-Fraktion von allen anwesenden Ratsmitgliedern aus SPD, CDU und FWG zum Nachfolger des im September plötzlich verstorbenen Claus-Harry Becker gewählt. Am Ende des geheimen Votums lagen 15 Ja-Stimmen in der Wahlurne. Zum Rat zählen 16 Mitglieder, ein Mandatsträger fehlte entschuldigt.

Bastian führte die Ortsgeschäfte nach dem Tode von Claus-Harry Becker bereits kommissarisch. Der 54-jährige Diplom-Verwaltungswirt arbeitet im Ordnungsamt Wiesbaden und ist mit der Verwaltungsarbeit bestens vertraut. Die Wahl durch den Gemeinderat wurde notwendig, da sich innerhalb einer Frist kein Kandidat für eine Wahl durch die Bürger gefunden hatte.

Nach der Auszählung und dem überzeugenden Ergebnis applaudierten alle Ratsmitglieder dem neuen Ortschef. Bastian dankte allen für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Zuvor hatte er angekündigt, das Amt vorerst nur bis zur nächsten Kommunalwahl im Sommer 2014 auszuüben. Erst dann will er entscheiden, ob er für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht. Weiteren Dank richtete der neue Ortsbürgermeister an die Verwaltung der Verbandsgemeinde in Hahnstätten, die ihn und den gesamten Rat nach dem Tod von Claus-Harry Becker unterstützte. Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeinde und Büroleiter Thomas Biebricher waren nach Burgschwalbach gekommen, um die Wahl direkt zu verfolgen. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel bewegt in Burgschwalbach“, sagte Bastian nach der Vereidigung durch den Beigeordneten Frieder Gethmann (CDU). Doch jetzt müsse die Gemeinde mit Blick auf den hohen Schuldenstand erst einmal sparen. Zwar stünden noch Zuschüsse für den Bau der neuen Mehrzweckhalle in Höhe von 250 000 Euro aus, doch würden sich die Schulden zurzeit auf rund 2 Millionen Euro belaufen. Dieser hohe Betrag sei aber nicht nur auf den Bau der Halle zurückzuführen, auch das neue Baugebiet „In der Seite“ habe hohe Kosten verursacht. Hinzu komme die höhere Kreisumlage, die Burgschwalbach wie alle anderen Gemeinden zusätzlich belaste. „Ich verspreche eine sparsame Haushaltsführung, und ich will meine Arbeit als Ortsbürgermeister gern am Schuldenstand der Gemeinde zum Zeitpunkt der nächsten Kommunalwahl messen lassen“, betonte Bastian.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 7. Februar 2013, Seite 22 (0 Views)

Der Beigeordnete Frieder Gethmann nahm die Vereidigung von Ehrenfried Bastian vor. Foto:Uli Pohl

 

 

Kommentar Uli Pohl  zur Wahl in Burgschwalbach

Geschlossenheit  demonstriert

Der Rat in Burgschwalbach hat mit der einstimmigen Wahl von Ehrenfried Bastian Geschlossenheit demonstriert. Eine Geschlossenheit, die auch auf die Arbeit von Claus-Harry Becker zurückzuführen ist. Er war es, der die Bürger zum gemeinsamen Gestalten des Ortes bewegen konnte. Nur so haben Gemeinden in Zeiten des demografischen Wandels eine Perspektive. Jetzt gilt es, den eingeschlagenen Kurs weiter zu verfolgen. Mit Ehrenfried Bastian steht ein erfahrener Verwaltungsfachmann an der Spitze. Er benötigt aber weiter die Unterstützung des gesamten Rates und der Bürger. Der Rat hat mit dem geschlossenen Votum ein Zeichen gesetzt.

E-Mail an den Autor:

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 7. Februar 2013, Seite 22

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ehrenfried Bastian einstimmig gewählt
Foto: Ortsgemeinde: Ehrenfried Bastian einstimmig gewählt

Ortsgemeinde: Bastian neuer Bürgermeister

(07.02.2013)

Politik Claus-Harry Beckers Nachfolger

Burgschwalbach. Ehrenfried Bastian (SPD) ist neuer Ortsbürgermeister von Burgschwalbach. Der 54-Jährige wurde vom Gemeinderat einstimmig zum Nachfolger des im September des vergangenen Jahres verstorbenen Claus-Harry Becker gewählt. Der 54-jährige Diplom-Verwaltungswirt führt bereits seitdem die Ortsgeschäfte kommissarisch. Bastian erhielt in der geheimen Wahl die Zustimmung aller Ratsmitglieder aus den Fraktionen der SPD, CDU und FWG. Der neue Ortsbürgermeister will zunächst bis zur Kommunalwahl im Sommer 2014 im Amt bleiben und erst dann entscheiden, ob er für eine weitere Legislaturperiode kandidiert. up

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 7. Februar 2013, Seite 1

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Bastian neuer Bürgermeister
Foto: Ortsgemeinde: Bastian neuer Bürgermeister

Ortsgemeinde: Wird Ehrenfried Bastian neuer Ortsbürgermeister?

(02.02.2013)

Politik Burgschwalbacher Rat bestimmt Nachfolger von Claus-Harry Becker Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Seit dem plötzlichen Tod des Ortsbürgermeisters Claus-Harry Becker im September des vergangenen Jahres, führt Ehrenfried Bastian, Erster Beigeordnete der Gemeinde, die Amtsgeschäfte kommissarisch. Da sich während einer Frist kein Kandidat für die Wahl eines Nachfolgers fand, bestimmt am kommenden Dienstag, 5. Februar, 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, der Gemeinderat den neuen Ortsbürgermeister. Dabei wird die SPD-Fraktion aus ihren Reihen Ehrenfried Bastian vorschlagen.

Die SPD verfügt im Rat über neun Sitze, die CDU über vier und die FWG über drei Mandate. „Mitglieder aus den anderen Fraktionen haben bereits ihre Unterstützung signalisiert“, berichtet Ehrenfried Bastian in einem Gespräch mit der RLZ. So ist es wahrscheinlich, dass er die Nachfolge von Claus-Harry Becker antritt. Das allerdings nur bis zur nächsten Kommunalwahl im Sommer 2014. Erst dann will Bastian entscheiden, ob er sich für eine weitere Amtszeit dem Votum der Bürger stellt. Der 54-Jährige ist ein Mann vom Fach, arbeitet als Diplom-Verwaltungswirt beim Ordnungsamt der Stadt Wiesbaden. „Ich habe die Kommunalverwaltung von der Pike auf gelernt“, betont Ehrenfried Bastian. Der Erste Beigeordnete hebt weiter die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat hervor und hofft auf eine ebenso gute Kooperation mit den Bürgern. „Der Tod von Claus-Harry Becker hat Burgschwalbach vor eine schwere Aufgabe gestellt. Dank der konstruktiven Arbeit im Rat haben wir diese Aufgabe gut bewältigt. Und das wird sicher auch so bleiben“, sagt Bastian.

Oberste Priorität für die Gemeinde sei jetzt das Sparen: „Burgschwalbach hat einen hohen Schuldenstand. Dafür haben wir aber große Projekte, wie den Umbau der Mehrzweckhalle oder den Ausbau der K 64 erfolgreich abgeschlossen. Jetzt müssen wir erst einmal kürzer treten.“ Die finanzielle Situation werde sich in den kommenden Monaten durch noch nicht erhaltene Zuschüsse für die Mehrzweckhalle leicht verbessern. Weiterer finanzieller Druck könne durch den Verkauf von Bauplätzen im Neubaugebiet „In der Seite“ abgebaut werden. Dort stehen noch zehn Plätze mit verschiedenen Grundstücksgrößen zum Verkauf.

Trotz der angespannten Kassenlage komme mit der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses ein weiterer dicker Brocken auf die Gemeinde zu. Priorität dabei habe das Dach, das abgedichtet werden müsse. Stolz ist Bastian auf die Veränderungen in der Gemeinde, die durch die Dorfmoderation angestoßen wurden. „Dazu zählt der Rat der Alten und das Altencafé. Beides ist zu einem Selbstläufer geworden. Aber auch das Jugendparlament mit der Verwaltung des Jugendraums arbeitet eigenverantwortlich.“

In seiner möglichen Amtszeit bis zur Kommunalwahl bildet das Beseitigen der Häuser- Leerstände einen weiterer Schwerpunkt. Weiter sollen noch mehr Bürger „an den Tisch geholt“ und in die Arbeit des Ortes integriert werden. Ein Prozess, der auch Claus-Harry Becker sehr am Herzen lag. In regelmäßigen Einwohnerversammlungen sollen die Burgschwalbach über das Geschehen im Ort informiert und für die Realisation weiterer Projekte gewonnen werden. Auch die Dorfmoderation wird weitergeführt. Während die Lücke des Ortsbürgermeisters jetzt wieder geschlossen werden kann, ist eine weitere Position, die von Claus-Harry Becker besetzt wurde, weiter vakant. Bisher hat sich noch kein Sozialdemokrat gefunden, der den Vorsitz im SPD-Ortsverein übernimmt.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 2. Februar 2013, Seite 13

 

Ehrenfried Bastian ist in Burgschwalbach geboren

und aufgewachsen. Seit seinem 16. Lebensjahr ist er in der SPD politisch aktiv. Foto:Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Wird Ehrenfried Bastian neuer Ortsbürgermeister?
Foto: Ortsgemeinde: Wird Ehrenfried Bastian neuer Ortsbürgermeister?

Ortsgemeinde: Eingerüsteter Bergfried leuchtet in der Nacht

(05.01.2013)

Burgschwalbach. Der Bergfried der Burg Schwalbach ist seit dem Herbst eingerüstet. In einem besonderen Licht erstrahlt die Burg in den Abend- und Nachtstunden. Hoai Vu aus Burgschwalbach hat der RLZ dieses tolle Foto zugeschickt. Die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt mit der Sanierung der Ringmauer Nordwest, der Kapelle und des Bergfrieds ruhen zurzeit und werden im Frühjahr fortgesetzt. Die Einrüstung des 35 Meter hohen Bergfrieds hatte im September begonnen. In den Wintermonaten sind jedoch ergänzende Bestandsaufnahmen, bauhistorische Untersuchungen und Arbeitsvorbereitungen geplant. Der zweite Bauabschnitt könnte wie vorgesehen Ende 2013 abgeschlossen werden. Die bereits genehmigten Gesamtbaukosten des zweiten Abschnitts betragen 2 Millionen Euro. Insgesamt liegt die Sanierung der Burg Schwalbach bei 8,3 Millionen Euro. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 5. Januar 2013, Seite 13

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Eingerüsteter Bergfried leuchtet in der Nacht
Foto: Ortsgemeinde: Eingerüsteter Bergfried leuchtet in der Nacht

Ortsgemeinde: Zwei Rosen werden Teil eines Denkmals in Utoya

(31.12.2012)

Schmiedekunst Ernst Spriestersbach (80) aus Burgschwalbach folgt Aufruf eines Metalldesigners – Auch im hohen Alter noch aktiv.  Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Burgschwalbach. Seit fast 80 Jahren geht der Burgschwalbacher Schmiedemeister Ernst Spriestersbach seiner Arbeit nach. Fast versteckt hinter hohen Mauern eines ehemals landwirtschaftlich genutztem Wirtschaftsgebäudes, steht er noch heute, so oft es seine Gesundheit erlaubt, in seiner tadellos alten aufgeräumten Schmiede. Dort, wo er sein Leben lang gearbeitet hat, heizt er immer noch die Esse an, zeichnet auf Flacheisen Markierungen und beginnt nach der Erwärmung in das Flacheisen Kerben einzuschlagen. Anschließend schlägt er mit dem Federhammer oder auch von Hand die angetrennten Flächen platt, formt Blütenblätter daraus und gibt dem metallenen Blattgebilde die gewünschte Rundung.

68 Kinder und Jugendliche grausam ermordet

Unter den vielen von ihm gefertigten Rosen, sind zwei ganz besondere. Sie werden Teil eines großen Denkmals, das an das Massaker auf der Ferieninsel Utoya im Fjord von Oslo im Juni 2011 erinnert. Dort wurden 68 Kinder und Jugendliche von dem norwegischen Attentäter Anders Breivik grausam ermordet. Aus 18 Ländern rund um den Erdball sind inzwischen mehr als über 400 geschmiedete Rosen in Norwegen eingetroffen. Und die Zahl steigt weiter. Ein Zeichen der weltweiten Anteilnahme an dem grausamen Massaker. Das Denkmal, eine Skulptur mit metallenen Rosen aus aller Welt, wird zum Jahrestag im Juni 2013 eingeweiht. Zwei Rosen aus Burgschwalbach werden Teil des Mahnmals. Ernst Spriestersbach folgte dem Aufruf eines bekannten Metalldesigners. „Für mich sind diese beiden Rosen natürlich besonders wertvoll und haben einen besonderen Stellenwert“, hebt Ernst Spriestersbach hervor.

Mit einem langen Stiel aus Eisen ähneln die Blüten einer kostbaren Baccararose. Andere Rosen ohne Stiel, ähnlich wie rundlich geformte Wildrosen, schweißt Ernst Spriestersbach auf alte Hufeisen, von denen er noch zahlreiche Exemplare besitzt. „Das sind dann die begehrten Glücksbringer, mit denen sich die Menschen besonders zum Jahreswechsel ihr kleines persönliches Glücksgefühl erträumen und auf längere Sicht erhalten wollen. Jede Rose wird anders, ganz so wie in der Natur. Jede ist ein kostbares Unikat“, beschreibt der ehemalige Huf- und Wagenschmied seine Arbeit.

Früher hat Ernst Spriestersbach unzählige Pferde beschlagen. Wie schwer dieser Beruf war, davon erzählt er gerne. Auch den vor 60 Jahren in der Landwirtschaft noch benutzten hölzernen Erntewagen, hat er um das hölzerne Wagenrad millimetergenau den Eisenreifen angepasst. Edle Hoftore, Dachrinnen und diverse Spenglerarbeiten erfüllten seinen Beruf, an dem er auch im hohen Alter noch festhält.

Mit Leib und Seele dem alten Handwerk verschrieben

Wie abwechslungsreich sich seine Arbeit gestaltete, davon erzählen die vielen Ambosse, Schweißapparate, Schleifsteine, Federhammer, Hämmer und Zangen in großer Anzahl, Drehbank, Eisensägen, Bohrmaschinen und die Esse, die er regelmäßig mit speziellen Essekohlen auf 800 bis 1000 Grad erhitzt, um seine Glücksrosen zu formen. Doch zu heiß darf die Glut auch nicht sein, denn „dann verbrennt der sonst so stabiler Werkstoff – das Eisen.“ Ernst Spriestersbach ist und bleibt mit Leib und Seele Schmied und um keinen Preis der Welt trennt er sich von seinem kostbaren Handwerkszeug und seiner so perfekten Schmiede im landwirtschaftliche Anwesen, mitten im alten Ortskern von Burgschwalbach.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 31. Dezember 2012, Seite 20

 

Ernst Spriestersbach mit geschmiedeten Rosen. Zwei seiner Unikate werden zu Bausteinen eines Denkmals, das im Juni 2013, zum Jahrestag des Massakers, auf der norwegischen Insel eingeweiht wird. Foto: Wilma Rücker

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Zwei Rosen werden Teil eines Denkmals in Utoya
Foto: Ortsgemeinde: Zwei Rosen werden Teil eines Denkmals in Utoya

Ortsgemeinde: Weide in Burgschwalbach muss weichen

(15.12.2012)

Burgschwalbach. Etwa 80 Jahre alt ist die Weide an der Rathausstraße in Burgschwalbach. Über diese Zeit prägte sie das Bild im Ortskern der Gemeinde. Jetzt muss sie aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden, da der Stamm stark angegriffen ist und Äste abzubrechen drohen. Am Freitag hat die Fällaktion am Palmbach begonnen, die die Gemeinde in Eigenleistung trägt. Ein Fachmann aus dem Ort rückte der Weide mit der Motorsäge zu Leibe. Fallen sollen auch noch die restlichen Birken in der Wiesenstraße. Bereits im März wurden dort Bäume entfernt, da sich vermehrt Totholz gebildet hatte, von dem Gefahren ausgingen. So wie die gefällten Birken bereits durch Linden ersetzt wurden, sorgen zukünftig weitere Linden am Palmbach für ein ähnliches Erscheinungsbild. up Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 15. Dezember 2012, Seite 9

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Weide in Burgschwalbach muss weichen
Foto: Ortsgemeinde: Weide in Burgschwalbach muss weichen

Ortsgemeinde: Keine Direktwahl des Ortschefs

(05.12.2012)

Politik Rat bestimmt Nachfolge von Claus-Harry Becker – Ehrenfried Bastian möglicher Kandidat Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Überraschung in Burgschwalbach: Da bis zum Stichtag am vergangenen Montag keine Bewerbung für das Amt des Ortsbürgermeisters vorgelegen hat, entfällt die Direktwahl des Nachfolgers von Claus-Harry Becker, der im September gestorben war. Der Termin für die Wahl des neuen Ortschefs war für Sonntag, 13. Januar, festgesetzt. Jetzt wird der Gemeinderat einen Ortsbürgermeister aus seinen eigenen Reihen bestimmen. Das hat der Wahlausschuss gestern Abend zur Kenntnis genommen.

Voraussichtlich Mitte bis Ende Januar wird die Lücke an der Spitze offiziell geschlossen und die Nachfolge von Becker festgelegt. Das teilte Ehrenfried Bastian, Erster Beigeordneter von Burgschwalbach, gestern auf Anfrage der RLZ mit.

Bastian führte die Ortsgeschäfte nach dem Tod von Claus-Harry Becker bereits kommissarisch und würde auch bei einer Wahl durch den Gemeinderat als Ortsbürgermeister zur Verfügung stehen. „Allerdings nur bis zur nächsten Kommunalwahl im Juni 2014. Danach werden wir uns in Burgschwalbach neu orientieren“, erklärte Bastian im Gespräch mit der RLZ.

Im Falle einer Kandidatur für die Wahl im Gemeinderat ist sich Bastian der Unterstützung der SPD-Fraktion sicher. Die SPD verfügt über neun der insgesamt 16 Sitze, die CDU über vier, die FWG hat drei Mandate.

Laut rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung, Paragraf 53, muss die Wahl des neuen Ortsbürgermeisters durch den Gemeinderat spätestens acht Wochen nach dem Termin der ausgefallenen Direktwahl vollzogen sein. „Wir werden auf jeden Fall vorher zusammenkommen und den Bürgermeister wählen“, signalisierte Bastian eine rasche Abwicklung.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 5. Dezember 2012, Seite 22

 

Ehrenfried Bastian (links) mit Manfred Schuhmacher bei der Einweihung der Mehrzweckhalle Foto:Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde:  Keine Direktwahl des Ortschefs
Foto: Ortsgemeinde: Keine Direktwahl des Ortschefs

Ortsgemeinde: Weihnachtsmarkt Tausende Besucher in Burgschwalbach

(03.12.2012)

Märchenhof voll besetzt

Burgschwalbach. Ideale äußere Bedingungen mit kalten Temperaturen und trockenem Wetter, dazu das stimmungsvolle Ambiente im historischen Ortskern: Der märchenhafte Weihnachtsmarkt in Burgschwalbach hat am Samstag erneut Tausende Besucher angelockt. Zum zweiten Mal mit dabei die Märchentanten Jacqueline Aßmann, Evelyn Clauß und Fabienne Heuser, die die Kinder mit den Geschichten vom „Rumpelstilzchen“, den „Bremer Stadtmusikanten“ und vom „Wolf und die sieben Geißlein“ faszinierten. Dreimal herrschte bei den Lesungen im gemütlichen Märchenhof Hochbetrieb. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 3. Dezember 2012, Seite 9

 

Mucksmäuschenstill wurde es im Märchenhof, als Jacqueline Aßmann, Evelyn Clauß und Fabienne Heuser ihr Buch aufschlugen und den Kindern in der heimeligen Atmosphäre mit gedämmtem Licht und Strohballen als Sitzfläche aus den Märchen vorlasen. Foto: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Weihnachtsmarkt Tausende Besucher in Burgschwalbach
Foto: Ortsgemeinde: Weihnachtsmarkt Tausende Besucher in Burgschwalbach

Ortsgemeinde: Ein Markt mit besonderer Atmosphäre

(03.12.2012)

Advent Burgschwalbacher bereiten mehreren Tausend Gästen einen märchenhaften Empfang – Gemeinschaftlich zum Erfolg  Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Mit 62 Ständen hat der märchenhafte Weihnachtsmarkt in Burgschwalbach ein Rekordmeldeergebnis verzeichnet. Tausende Besucher, deren genauere Anzahl im historischen Ortskern rund um die Dorfkirche nur schwer zu schätzen war, drängten sich durch die Straßen. Zeitweise gab es an den Buden unterhalb der Kirche nur schwer ein Durchkommen.

Bei idealen äußeren Bedingungen, kalten Temperaturen und trockenem Wetter hat der märchenhafte Weihnachtsmarkt am Samstag erneut seine Ausnahmestellung unter den Märkten in der Region herausgestellt. Eine Erfolgsgeschichte, die in diesem Jahr ihre achte Fortsetzung in der Geschichte des Marktes fand. „Mehr geht nicht mehr“, sagte Detlef Stechert, aus dem Organisationsteam. Mehr Stände und Menschen könne der Markt nicht aufnehmen. Die Kapazitäten seien erschöpft.

Vor allem die historische Kulisse der Dorfkirche, des Dorfgemeinschaftshauses und der Burg, hoch über dem Ort thronend, machen die besondere Atmosphäre des Marktes aus. Nahezu alle Ortsvereine, Gruppierungen aus allen Generationen, sei es vom Rat der Alten bis zum Jugendparlament, die Gemeinde und viele Privatleute sind auf den Beinen, um den Markt zu gestalten. Ein Riesenerfolg für die Dorfgemeinschaft. Eine weitere Zutat im Rezept: Nur ausgesuchte Angebote mit Bezug zum Weihnachtsfest sind im Sortiment zu finden. Massenware fliegender Händler bleiben in Burgschwalbach außen vor.

Der märchenhafte Charme zieht auch viele Kinder an. Neben einer Krippe mit lebenden Tieren und den Märchenfiguren war vor allem der Märchenhof bei den Kleinen heiß begehrt. Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten der Frauenchor aus Burgschwalbach und die Palmbachtaler.

Sehr gut besucht waren auch die Lichterandachten, die stündlich für eine voll besetzte Kirche sorgten. Wer dabei keinen Platz mehr erhaschen konnte, für den war das Gotteshaus auch zwischen den Andachten geöffnet. Nur durch das Licht der Kerzen erhellt, strahlte die Kirche Ruhe und Entspannung aus. Ruhe und Entspannung, die die Menschen durch den Advent begleiten sollten, trotz des Trubels in der Vorweihnachtszeit. Den Burgschwalbachern ist mit dem achten märchenhaften Markt erneut ein großartiger Auftakt in die Adventszeit gelungen.

Mehr Fotos zum märchenhaften Markt in Burgschwalbach gibt es im Internet unter www.rhein-zeitung.de/regionales

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 3. Dezember 2012, Seite 14

 

Liebevoll dekorierte Stände sind ein weiteres Markenzeichen des märchenhaften Weihnachtsmarktes in Burgschwalbach. Viele der Händler sind bereits von Anfang an Stammgäste im historischen Ortskern. Fotos: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ein Markt mit besonderer Atmosphäre
Foto: Ortsgemeinde: Ein Markt mit besonderer Atmosphäre

Ortsgemeinde: Ein Weihnachtsmarkt wie im Märchenbuch

(30.11.2012)

Advent Burgschwalbach lädt zum achten Mal in den historischen Ortskern ein – Erstmals bei Reiseunternehmen im Programm Von unserem Redakteur  Uli Pohl

Burgschwalbach. Märchen werden wahr – und das bereits zum achten Mal in Folge – wenn Burgschwalbach am kommenden Samstag, 1. Dezember, zum märchenhaften Weihnachtsmarkt rund um die evangelische Kirche und den Dorfplatz einlädt. Tausende Menschen werden erwartet. Der Markt weist eine ebenso märchenhafte Geschichte auf. Vor acht Jahren erstmalig am Samstag vor dem ersten Advent angeboten, hat er im Laufe der Jahre ein über die Region hinaus bekanntes Renommee erlangt. So haben Reiseunternehmen in diesem Jahr erstmals den Markt in ihr Programm aufgenommen. Der erste Bus mit Besuchern wird erwartet, angelockt vom gemütlichen historischen Ambiente im historischen Ortskern.

Für den Markt zieht die Gemeinde an einem Strang. Vereine, Firmen und andere Gruppen bringen sich in die Organisation ein. Mit 62 Ständen verzeichnet der Markt 2012 ein Rekordmeldeergebnis. Nur ausgesuchte Angebote mit Bezug zum Weihnachtsfest sind im Sortiment zu finden. Eine Krippe mit Tiere in einem Hof unterhalb des Dorfgemeinschaftshauses wird sicher das Interesse der Kinder wecken. Dazu sind Märchenfiguren auf viele Stellen des Marktgelände platziert. Zum gestiefelten Kater, Rotkäppchen und anderen Figuren gesellt sich in diesem Jahr erstmals Rapunzel mit ihrem langen Zopf, den sie aus einem Turm herunterlässt. Dort können sich die Mädchen und Jungen im Turm fotografieren lassen.

Neu dabei ist das vom verstorbenen Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker initiierte Jugendparlament, das die Weihnachtsverlosung der Ortsgemeinde unterstützt. Passende Speisen und Getränke, von der obligatorischen Bratwurst über Kartoffelpuffer bis zum Kinderpunsch, zählen weiter zur kulinarischen Grundausstattung des Marktes. Die Eröffnung des Marktes ist um 16 Uhr. Mit dabei ist gleich zu Beginn der Frauenchor, der gesanglich auf den Abend einstimmt. Die Begrüßung erfolgt durch den Ersten Beigeordneten Ehrenfried Bastian. Um 17 Uhr singen die Palmbachtaler. Nach der erfolgreichen Neuauflage im vergangenen Jahr geht der „Märchenhof“ in die zweite Runde. In Hof des Elektrounternehmens Aßmann lesen die Märchentanten Jacqueline Aßmann, Evelyn Clauß und Fabienne Heuser um 16.30 Uhr die Geschichte vom „Rumpelstilzchen“, um 17.30 Uhr „Die Bremer Stadtmusikanten“, um 18.30 Uhr „Der Wolf und die sieben Geißlein“, bevor um 19 Uhr der Nikolaus die Kleinen besucht und Geschenke verteilt. In der alten Schule ist bis 18 Uhr ein Café eingerichtet. Dort können Literaturinteressierte in Bücherraritäten stöbern. Wer es im vorweihnachtlichen Trubel zwischendurch ganz ruhig mag, für den eignen sich die Lichterandachten in der Kirche. Beginn ist um 18, 19 und 20 Uhr.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 30. November 2012, Seite 22

 

Die Märchentanten: Jacqueline Aßmann (rechts) liest im Märchenhof die Geschichte vom „Rumpelstilzchen“, Evelyn Clauß (links) „Die Bremer Stadtmusikanten“ und Fabienne Heuser (Mitte) „Der Wolf und die sieben Geißlein“. Foto: Uli Pohl

 

Über die fertige Kreisstraße zum Weihnachtsmarkt

Wie angekündigt, herrscht seit gestern wieder freie Fahrt auf der Kreisstraße 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach. Nach sechs Monaten Bauzeit wurde die Sperrung pünktlich vor dem Weihnachtsmarkt wieder aufgehoben. Damit gehört gleichzeitig die Umleitung über den Wirtschaftsweg in der Au der Vergangenheit an. up

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ein Weihnachtsmarkt wie im Märchenbuch
Foto: Ortsgemeinde: Ein Weihnachtsmarkt wie im Märchenbuch

Ortsgemeinde: Die Reihe der Baustellen lichtet sich

(28.11.2012)

Straßen K 64 nach Burgschwalbach ab Donnerstag wieder für Verkehr freigegeben  Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach/Zollhaus. Nach einer Bauzeit von knapp sechs Monaten kann die Vollsperrung zwischen Zollhaus und Burgschwalbach ab Donnerstag, 29. November, wieder aufgehoben werden, da nur noch geringfügige Restarbeiten ausstehen. Gleichzeitig wird die Ampelregelung über die Umleitung in der Au überflüssig.

Während die Verkehrsachse in Richtung Landesgrenze nach Hessen und weiter zur Hühnerstraße wieder befahrbar wird, laufen die Arbeiten zum Bau des Kreisels in Zollhaus weiter. „Wir liegen im Zeitplan und streben den Beginn einer Baupause über den Winter noch vor Weihnachten an“, berichtete Lutz Nink, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM).

In Zollhaus wird zunächst der Kreisel halbseitig zum Tal hin befestigt und asphaltiert. Der zweite Teil, inklusive der Sanierung der B 274 bis zum Ortsausgang in Zollhaus in Richtung Katzenelnbogen, folgt im kommenden Jahr. Dazu muss der Abschnitt komplett gesperrt werden.

Zum Ausbau der Kreisstraße nach Burgschwalbach teilt der LBM weiter mit, dass der Aufbau insgesamt verstärkt und die Fahrbahn auf 5,50 Meter verbreitert wurde. Weiter wurde die Ortsdurchfahrt in Burgschwalbach inclusive der Gehwege komplett neu ausgebaut. Auf der freien Strecke zwischen Zollhaus und Burgschwalbach schützt künftig eine Gabionenwand auf der Bergseite die auf der Talseite liegende Baumallee. Dabei verbaute das ausführende Unternehmen auf einer Länge von rund 115 Metern circa 250 Gabionenkörbe. Zusätzlich wurde an der Hammermühle eine Stützmauer saniert. Die Gesamtkosten für die 700 Meter lange Strecke belaufen sich für den Straßen- und Ingenieurbau auf circa 750 000 Euro. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit 74 Prozent an den Kosten, 26 Prozent übernimmt der Rhein-Lahn-Kreis. Da es während der Vollsperrung zu erheblichen Einschränkungen kam, bedanken sich der Landesbetrieb Mobilität Diez und der Rhein-Lahn-Kreis bei allen Verkehrsteilnehmern für das Verständnis während der Vollsperrung.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 28. November 2012, Seite 25

Ortsgemeinde: Neue Stromverteiler für Dorfplatz

(27.11.2012)

Burgschwalbach. In dieser Woche sollen die neuen Stromverteilerkästen auf dem Dorfplatz in Burgschwalbach installiert werden. Damit verbessern sich noch rechtzeitig die Anschlussmöglichkeiten für die rund 40 Stände beim „Märchenhaften Weihnachtsmarkt“ am kommenden Samstag, 1. Dezember, ab 16 Uhr. Das aufwendige Verlegen von Kabeln gehört der Vergangenheit an. Gestern bauten Gemeindehelfer die Krippe am Fuße des Dorfgemeinschaftshaus auf. Lichterketten, der Getränkestand der Ortsgemeinde und ein Zelt im Hof des Bistros sind ebenfalls schon fertig. Der „Märchenhafte Weihnachtsmarkt“ gilt in der Region als einzigartig. Mehr als Tausend Besucher werden erwartet. up Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 27. November 2012, Seite 19

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Neue Stromverteiler für Dorfplatz
Foto: Ortsgemeinde: Neue Stromverteiler für Dorfplatz

Ortsgemeinde: Naturschützer fürchten Vertreibung der Burgvögel

(16.11.2012)

Umwelt Brutplätze während der notwendigen Sanierung der Burg Schwalbach erhalten

Burgschwalbach. In dieser Woche hatte die RLZ über die Sanierungsarbeiten an der Burg Schwalbach, insbesondere des Turms, berichtet. Dazu bezieht jetzt Michael Beensen von der Organisation „Natur im Palmbachtal“ Stellung. Wie Beensen berichtet, sei im Rahmen der Renovierung der Vogellebensraum der Burg durch den Gerüstbau und die Verputzarbeiten stark belastet. Jetzt seien der Turm und die unteren Mauern eingerüstet und mit Netzen verhängt.

„Sicherlich ist die Burgrenovierung dringend notwendig. Als Burgschwalbacher freuen wir uns über die Erhaltung unserer Burg. Doch seit Wochen bitten wir die Verantwortlichen von Gemeinde, Naturverbänden und Naturschutz um Unterstützung, dass nicht alle Burgvögel dauerhaft bis Ende 2013 vertrieben und Brutplätze und Höhlen im Gemäuer erhalten bleiben“, sagt Beensen. Dies gelte besonders für die Dohle, den Vogel des Jahres 2012.

Bisher sei noch keine Antwort eingetroffen. Es bliebe nur die Hoffnung, dass Dohlen und die anderen „Burgvögel“ wiederkommen und nicht alle Brutnischen verputzt würden. Die Organisation werde auch weiterhin die Entwicklung der Vogelbestände an der Burg erfassen, veröffentlichen und kommentieren.

Weitere Details gibt es im Internet auf www.natur-im-palmbachtal.de.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 16. November 2012, Seite 21

 

Seit wenigen Wochen ist der 35 Meter hohe Bergfried der Burg Schwalbach eingerüstet. Naturschützer bitten die Verantwortlichen darum, dafür Sorge zu tragen, dass die Brutplätze weiter von den Vögeln erreicht werden. Foto:Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Naturschützer fürchten Vertreibung der Burgvögel
Foto: Ortsgemeinde: Naturschützer fürchten Vertreibung der Burgvögel

Ortsgemeinde: Arbeiten an der Burg liegen im Zeitplan

(14.11.2012)

Großprojekt Zweiter Bauabschnitt könnte 2013 abgeschlossen werden – Mörtelrezeptur musste geändert werden Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Der Bergfried ist eingerüstet, doch aufgrund der Temperaturen kommt zurzeit die Sanierung der Burg Schwalbach nur langsam voran. Der erste Bauabschnitt „Sanierung der Ringmauer Südwest und des Westbaus und Musterflächen“, an der landeseigenen Burg wurde im Mai 2011 begonnen und Ende April 2012 größtenteils abgeschlossen. Die genehmigten Gesamtkosten dafür beliefen sich auf 1,243 Millionen Euro.

Ein Schaden an einem Teil der Deckverfugung der Südwestwand am Westbau, wurde im Herbst 2011 behoben. Die Mörtelrezeptur wurde in Abstimmung mit Fachleuten auch für die folgenden Bauabschnitte modifiziert und die betroffene Fläche der Wand mit einer neuen Deckverfugung versehen. „Wir mussten die Rezeptur des Mörtels ändern, da das Mauerwerk an einigen Stellen von der Substanz abwich, von der wir zuvor ausgegangen sind“, beschreibt Reinhard Simon, Leiter des Landesbetriebs Liegenschaft und Baubetreuung (LBB), in einem Gespräch mit der RLZ die Notwendigkeit, bereits aufgebrachten Mörtel zu entfernen und durch neuen zu ersetzen. Während der erste Abschnitt nahezu beendet ist, läuft der zweite Bauabschnitt „Sanierung der Ringmauer Nordwest, der Kapelle und des Bergfrieds“. Die Arbeiten an der Ringmauer Nordwest sind abgeschlossen, ebenso die Arbeiten an der Mauer der Kapelle. Die Fertigstellung der Kapelle erfolgt im Frühsommer 2013. Dann soll die Deckverfugung aufgebracht werden.

Die Einrüstung des 35 Meter hohen Bergfrieds hatte im September begonnen und ist jetzt fast abgeschlossen. Die Sanierung des Turms soll im Frühjahr mit Einsetzen der entsprechenden Temperaturen beginnen. In den Wintermonaten sind jedoch ergänzende Bestandsaufnahmen, bauhistorische Untersuchungen und Arbeitsvorbereitungen geplant. Der zweite Bauabschnitt könnte wie vorgesehen Ende 2013 abgeschlossen werden. Die bereits genehmigten Gesamtbaukosten des zweiten Abschnitts betragen zwei Millionen Euro. Auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Frank Puchtler, werden die Arbeiten im genehmigten Kostenrahmen ausgeführt.

Insgesamt liegt die Sanierung der Burg Schwalbach bei 8,3 Millionen Euro. Wie viel Geld im nächsten Doppelhaushalt des Landes für 2014/2015 bereitgestellt wird, ist noch offen. Zurzeit laufen noch Untersuchungen, ob im gleichen Zug auch die gastronomischen Räume auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Gastronomie auf der Burg Schwalbach ruht seit Beginn des Jahres, als der Pächter die Räume verließ. Eine Neuverpachtung wurde wegen der Beeinträchtigung durch die Arbeiten bis zum Ende des zweiten Bauabschnitts ausgesetzt. Danach könnte die Gastronomie fortgesetzt werden.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 14. November 2012, Seite 21

 

Einer Großbaustelle gleicht zurzeit die Burg Schwalbach. Zurzeit laufen die Arbeiten im zweiten Abschnitt, der im kommenden Jahr mit der Sanierung des Bergfrieds abgeschlossen werden könnte. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Arbeiten an der Burg liegen im Zeitplan
Foto: Ortsgemeinde: Arbeiten an der Burg liegen im Zeitplan

Ortsgemeinde: Bergfried der Burg Schwalbach eingerüstet

(14.11.2012)

Burgschwalbach. 35 Meter hoch thront der Bergfried der Burg Schwalbach über dem Felsen, auf dem das historische Gemäuer steht. Eine große Aufgabe für den Gerüstbauer, denn der Turm wird im kommenden Jahr im Rahmen der Gesamtsanierung der Burg restauriert. Über die Wintermonate werden bereits Voruntersuchungen und vorbereitende Arbeiten vorgenommen. Mit dem Abschluss ist, je nach Witterung und entsprechenden Temperaturen im Frühjahr, Ende des kommenden Jahres zu rechnen. up Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 14. November 2012, Seite 17

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Bergfried der Burg Schwalbach eingerüstet
Foto: Ortsgemeinde: Bergfried der Burg Schwalbach eingerüstet

Ortsgemeinde: Weg über die Au bleibt asphaltiert

(13.11.2012)

Ausgleichsmaßnahme Architekturbüro erstellt landespflegerischen Begleitplan  Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Der als Umleitungsstrecke für die Arbeiten an der K 64 ausgewiesene Weg über die Au von Zollhaus nach Burgschwalbach sorgte in diesem Sommer für reichlich Diskussionsstoff. Erst nachdem sich Anwohner massiv über die Staubentwicklung durch Pkw auf dem zuvor geschotterten Weg beschwerten, hatte der Kreis ein Einsehen und asphaltierte die Strecke. Ursprünglich war geplant, den Weg nach Abschluss der Arbeiten an der Kreisstraße in seinen Ursprungszustand zurückzuversetzen. Jetzt zeichnet sich aber ein Kompromiss ab. Der Weg bleibt erhalten, dafür muss aber ein landespflegerischer Ausgleich geschaffen werden.

Den Auftrag für den landespflegerischen Begleitplan hat der Gemeinderat jetzt an ein Landschaftsarchitekturbüro vergeben. Das Büro legt anschließend diesen Plan der Kreisverwaltung zur Genehmigung vor. Als Ausgleichsfläche könnte das Gebiet am Hexenküppel dienen. Dort wurden bereits im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße magere Flächen in eine Heidelandschaft verwandelt. „Es wäre der Bevölkerung auch kaum zu vermitteln, dass der Weg jetzt wieder entfernt wird“, kommentierte Frieder Gethmann, Zweiter Beigeordneter der Gemeinde, den Beschluss des Rates.

Neben dem Abschluss der Bauarbeiten an der K 64 vor dem Weihnachtsmarkt soll auch die neue Stromversorgung auf dem Dorfplatz bis zum Markt fertig angeschlossen sein. Mit der modernen Elektrifizierung entfällt künftig das langwierige Kabelverlegen im Vorfeld des Marktes. Weiter berichtete Gethmann, dass die eingestürzte Stützmauer an der Einfahrt zur „Lehmkaut“ nach dem Ende der Arbeiten an der K 64 beseitigt und durch eine Gabionewand ersetzt wird, ähnlich dem Aufbau der neuen Mauer an der Hammermühle an der Kreisstraße. Die Kosten für die Gabionewand trägt größtenteils die Gemeinde.

Weitere Themen in der Ratssitzung waren der Forsthaushalt 2013 und die Brennholzpreise. Der Etat weist ein leichtes Minus von etwa 4000 Euro auf, die Preise für Brennholz bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 13. November 2012, Seite 19

Eine saubere Sache: Der Weg zwischen Zollhaus und Burgschwalbach in der Au bleibt zukünftig Radlern und Fußgängern vorbehalten, die so sicher unterwegs sind.

Foto:Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Weg über die Au bleibt asphaltiert
Foto: Ortsgemeinde: Weg über die Au bleibt asphaltiert

Ortsgemeinde: Kreisstraße bald wieder offen

(13.11.2012)

Straßenbau Fahrbahn in Burgschwalbach asphaltiert

Burgschwalbach. Ende der kommenden Woche könnte der Verkehr wieder über die seit Sommer gesperrte Kreisstraße 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach fließen. Gestern hat das ausführende Unternehmen die Fahrbahndecke asphaltiert.

In den kommenden Tagen werden Restarbeiten, wie das Befestigen der Randstreifen und das Entfernen des Baumschutzes erledigt. Damit kann, wie vorgesehen, der märchenhafte Weihnachtsmarkt am Samstag, 1. Dezember, wieder über die sanierte Kreisstraße angefahren werden. Die Umleitung über den Wirtschaftsweg in der Au wird mit der Freigabe der Kreisstraße aufgehoben. Der für die Umleitung ausgebaute Weg durch die Wiesen bleibt asphaltiert und kann künftig wieder von Radlern und Fußgängern ungestört genutzt werden. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 13. November 2012, Seite 15

 

Gestern Vormittag dampfte es auf der K 64. Zwischen Ende des ersten Abschnitts und Ortseingang Zollhaus wurde die Fahrbahn asphaltiert. Da in den kommenden Tagen die Restarbeiten erfolgen, kann der Verkehr auf jeden Fall vor dem Weihnachtsmarkt über die neue Straße rollen.

Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Kreisstraße bald wieder offen
Foto: Ortsgemeinde: Kreisstraße bald wieder offen

Ortsgemeinde: Ein märchenhafter Weihnachtsmarkt erwartet Besucher

(05.11.2012)

Freizeit Adventsflair in Burgschwalbach

Burgschwalbach. Während des märchenhaften Weihnachtsmarkts am Samstag, 1. Dezember, erstrahlt Burgschwalbach im Glanz der Lichter. Rund um die mittelalterliche Dorfkirche öffnet der Markt um 16 Uhr unter Mitwirkung des Frauenchors seine Pforten für Besucher aus nah und fern. Um 17 Uhr singen die Palmbachtaler. Der in seiner Art wohl einmalige Weihnachtsmarkt im historischen Dorfkern erlebt seine achte Auflage.

Bereits im Eingangsbereich soll es wieder strahlende Kinderaugen geben, denn dort steht die lebensgroße Krippe. Neben dem Bummel vorbei an weihnachtlich dekorierten Ständen sollten die Besucher Zeit für einen Besuch der mittelalterlichen Dorfkirche einplanen. Bei den Lichterandachten um 18, 19 und 20 Uhr sollen sie zur inneren Ruhe und Besinnlichkeit kommen. Die Kirche ist auch während des Marktes geöffnet.

Mit Kaffee, hausgemachtem Kuchen und Bücherraritäten der Bücherei in der alten Schule (Dorfgemeinschaftshaus) bietet der Markt einen weiteren Programmpunkt: Vorbei an den mit viel Liebe gestalteten Märchenfiguren geht es zum nostalgischen Kinderkarussell.

Der Märchenhof in der Schloßstraße 4 neben dem Dorfplatz lädt in den dekorierten Vorleseraum ein. Dort treffen sich die kleinen Gäste, um der Märchentante zuzuhören. Um 16.30 Uhr wird „Rumpelstilzchen“, um 17.30 Uhr die „Bremer Stadtmusikanten“ und um 18.30 Uhr „Der Wolf und die sieben Geißlein“ vorgelesen. Um 19 Uhr kommt der Nikolaus.

Für ein breit gefächertes kulinarisches Angebot wollen die Ortsvereine von Burgschwalbach und weitere Anbieter sorgen. Ob Blumen, Keramik oder Kerzen, Modeschmuck oder weihnachtliche Dekoartikel – für jeden Marktbesucher soll sich an den 50 Marktständen etwas Passendes finden. Etwas Zeit sollte man schon mitbringen, um gemütlich zu stöbern, einen Glühwein zu trinken und das eine oder andere kulinarische Schmankerl zu probieren.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 5. November 2012, Seite 13

Ortsgemeinde: Halle wird teurer

(26.10.2012)

Rat Burgschwalbach erhöht Steuerhebesätze

Burgschwalbach. Was bereits bei der Einweihung der neuen Mehrzweckhalle angekündigt wurde, bestätigt sich jetzt. Der Bau der Halle hat circa 75 000 Euro Mehrkosten verursacht. Darüber hinaus weisen die Folgekosten eine Unterdeckung von 13 000 Euro, die bisher nicht im Etat vorgesehen waren. Da die wirtschaftliche Situation der Gemeinde Burgschwalbach, wie in anderen Orten nicht besonders gut ist, hat der Gemeinderat einem Vorschlag der Verbandsgemeinde entsprochen und die Hebesätze der Grundsteuer A, B und der Gewerbesteuer um jeweils 20 Prozentpunkte angehoben.

Derzeit betragen die Hebesätze der Grundsteuer A 370 Prozent, der Grundsteuer B 370 Prozent und der Gewerbesteuer 370 Prozent. Eine Erhöhung der Hebesätze um 20 Prozentpunkte ergab bei einer Nachberechnung eine Mehreinnahme bei der Grundsteuer A und B von 4350 Euro und bei der Gewerbesteuer 3850 Euro. Weiter hat der Rat der Änderung der Benutzungs- und Gebührenordnung für die neue Halle zugestimmt.

Beschlossen ist auch die neue Stromversorgung des Dorfplatzes. Der Auftrag wurde vergeben. Die neue Elektrik erleichtert besonders den Aufbau des Weihnachtsmarktes. Bis zum Markt soll auch der Ausbau der Kreisstraße 64 abgeschlossen und der Verkehr wieder über die alte Strecke geführt werden. Die Umleitung über die Au, mit Wartezeiten an der Ampel ist dann Geschichte. up

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 26. Oktober 2012, Seite 22

 

Die altehrwürdige Turnhalle hat sich in eine modernes Gebäude verwandelt. Dabei sind Mehrkosten entstanden, die nicht vorhersehbar waren. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Halle wird teurer
Foto: Ortsgemeinde: Halle wird teurer

Ortsgemeinde: DSL stärkt die heimische Wirtschaft

(24.10.2012)

Internet Auswirkungen einer schnelleren Übertragungsrate am Beispiel eines Burgschwalbacher Medienunternehmens Von unserem Redakteur Uli Pohl

Hahnstätten/Burgschwalbach. Im Juli und August wurde die Versorgung mit DSL in den Orten der Verbandsgemeinde fertiggestellt. Nun läuft auch das noch schnellere V-DSL in nahezu allen Dörfern. Die Technik bietet die Möglichkeit, Datenmengen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 000 kbit/s zu übertragen. „Alle Gemeinden bis auf Hahnstätten verfügen jetzt über V-DSL. Leider ist es in Hahnstätten, bis auf einige Straßen technisch nicht möglich“, betrachtet Volker Satony die schnelle Verbindung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Trotzdem sei in Hahnstätten das Netz insgesamt besser geworden.

Um sich ein Bild über die Auswirkungen von V-DSL auf heimische Unternehmen zu machen, besuchte Satony jetzt die Firma Design & Media, eine Agentur für Medienproduktion in Burgschwalbach. Ihr Kerngeschäft konzentriert sich auf die Produktion von Videos unterschiedlichster Art. „Meist versenden wir Dateien mit einer Größe von bis zu 260 MB. Was früher sieben bis acht Stunden dauerte, ist jetzt eine Sache von Minuten“, berichtet Pit Kalla, der Design & Media gemeinsam mit Angelika Luckas leitet. Zuletzt habe er eine Datei mit einer Größe von 1,6 Gigabit in 27 Minuten verschickt. „Das V-DSL ist eine enorme Erleichterung. Früher konnten wir mit nur etwa 1000 kbit/s übertragen. Jetzt arbeiten wir vernünftig“, fügt Angelika Luckas an.

Seit Burgschwalbach und die anderen Orte über ein schnelles Internet verfügten, steige der Informationsgehalt für die Bürger. Nach nur rund 20 Jahren habe sich das Internet als Alltagsmedium etabliert. Dabei könnte es sich kein Unternehmen mehr leisten, nicht im Internet präsent zu sein. „Es geht mittlerweile nicht mehr darum, nur eine einfache Firmenbeschreibung ins Netz zu stellen. Entscheidend sind der Mehrwert an Präsenz, das Serviceangebot, das eine Botschaft bietet, und die Darbietung relevanter Informationen“, erläutert Angelika Luckas die Prioritäten. Größter und wichtigster Kunde von Design & Media ist die Firma Eckes-Granini. Aber auch Rittal in Herborn, Mars Petcare aus Verden, ein Reifenhändlerverband und ein Spezialist für Fenster und Türen gehören neben vielen kleineren Kunden in das Portfolio des mittelständischen Unternehmens.

Auch die heimische Wirtschaft werde mit den Herausforderungen konfrontiert, da das Internet nicht nur die Arbeitsabläufe verändere, sondern auch die Beziehungen zu Kunden und Verbrauchern. Mit V-DSL bestehe jetzt eine viel bessere Möglichkeit, neue Ideen, Produkte und Projekte auf interessante und witzige Art und Weise zu präsentieren. „Die Entwicklung der Technik ist nicht aufzuhalten. Wir sind sogar davon überzeugt, dass das Fernsehen in den kommenden Jahre immer mehr an Bedeutung verliert. Umso wichtiger ist die schnelle Internetverbindung“, blickt Pit Kalla in die Zukunft. Viele Unternehmen nutzten dies bereits und produzierten Videos. Filme mit einem außergewöhnlichen Inhalt, die von Betrachter zu Betrachter geschickt würden und sich weiter im Netz verbreiteten.

Volker Satony zeigte sich überrascht von so viel Wissen und Technik hinter der Fassade eines Wohnhauses: „Hier wird ganz deutlich, wie wichtig das schnelle Internet ist. Nur so können wir Firmen halten oder neue anlocken.“ Auch potenzielle Neubürger interessierten sich bei Anfragen regelmäßig, ob die Gemeinde über DSL oder V-DSL verfüge.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 24. Oktober 2012, Seite 22

 

Volker Satony (links) beim Besuch in Burgschwalbach: Angelika Luckas und Pit Kalla beschäftigen zwei Mitarbeiter und sind bundesweit tätig. Mit dem schnellen Internet stehen ihnen ganz neue Arbeitsbedingungen zur Verfügung. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde:  DSL stärkt die heimische Wirtschaft
Foto: Ortsgemeinde: DSL stärkt die heimische Wirtschaft

Ortsgemeinde: Bürgermeisterwahl im Januar

(19.10.2012)

Nachfolge Kommunalaufsicht bestätigt Termin

Hahnstätten/Burgschwalbach. Eine Kerze stand an dem Platz, an dem Claus Harry Becker saß. Mit einer Gedenkminute würdigte der Verbandsgemeinderat das Wirken des Burgschwalbacher Ortsbürgermeisters zu Beginn der Sitzung. „Claus Harry Becker hatte stets die Region im Blick und initiierte zahlreiche Projekte. Es war aber auch nicht immer leicht mit ihm“, sagte VG-Bürgermeister Volker Satony.

Wie die Kommunalaufsicht bestätigte, kann die Wahl des Nachfolgers in Burgschwalbach – wie bereits avisiert – am Sonntag, 13. Januar, erfolgen. Voraussetzung dafür ist, dass ein Wahlvorschlag eingeht. Das teilte Ehrenfried Bastian, Erster Beigeordneter von Burgschwalbach, mit. Bisher seien noch keine Vorschläge eingegangen. Im Verbandsgemeinderat rückt Rudolf Kubitza (SPD) für Claus Harry Becker nach. Kubitza übernimmt auch alle vakanten Posten in den verschiedenen Ausschüssen der Verbandsgemeinde. up

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 19. Oktober 2012, Seite 22

Ortsgemeinde: Olympischen Gedanken bei Kirmesumzug hochgehalten

(15.10.2012)

Gaudi Fantasievolle Kostüme und zahlreiche Höchstleistungen sportlicher Art wurden in Burgschwalbach gezeigt Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Burgschwalbach. Ein wunderbarer Umzug verschönte die Kirmes in Burgschwalbach. Mitten durch den Ort und durch das angrenzende Neubaugebiet führte der sportlich ausgeschmückte Motivumzug.

Auch wenn die Kirmesgesellschaften aus Lohrheim und Heringen lautstark und fröhlich die Burgschwalbacher „Heim-Olympiade“ mit ihren Wagen begleiteten, so war doch der olympische Kirmesgedanke auf Traktorrädern und zu Fuß vorherrschend. Es beteiligten sich dabei die Burgschwalbacher Feuerwehr, die den Zug anführte. Es folgten die recht munteren Kirmesburschen, an deren Wagen sich die Veteranenkirmesburschen mit ihrer Dopingkontrolle anschlossen. Der TuS-Fußballjugend mit einer munteren Fußtruppe folgten die Aerobixe, eine furchtbar gelenkige Abteilung der TuS. Steffi Knörr hielt diesmal nicht in „Salto Vitale“, sondern auf der Gass die Latte, über die jeder zum beliebten „Zwergenklatschen“ springen musste.

Gratis gab’s „Grünen“, ein beliebtes Pfefferminzgetränk, das seit mehr als 50 Jahren besonders auf der Kirmes fit hält. Der Frauenchor war die Wucht. Vornweg der lässig lockere Zeus, ihm folgten die hellenischen Damen im dünnen Olympia-Gewand, die trotz des unsicheren Wetters verführerisch offenherzig dem Zug die nötige Würze verliehen. Sie waren alle bildschön und um zig Jahre verjüngt. Und der hübsche Zeus, ihr göttlich-gemütlicher Gott, ließ die Damen gewähren. So richtig Stimmung machten eine gute Trommlergruppe und natürlich die deftigen Palmbachbomber. Der Kirmesumzug war sehenswert, auch dank des Einsatzes einiger historischer und auch neuer Traktoren.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 15. Oktober 2012, Seite 14

 

Sie meisterten beim Umzug in Burgschwalbach wirklich jede Hürde: Die Aerobixe von der TuS beim „Zwergenklatschen“. Aber auch die anderen Gruppen zeigten, dass der olympische Gedanke in der Gemeinde sehr lebendig ist. Foto: Wilma Rücker

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Olympischen Gedanken bei Kirmesumzug hochgehalten
Foto: Ortsgemeinde: Olympischen Gedanken bei Kirmesumzug hochgehalten

Ortsgemeinde: Eine neue Stätte zur Begegnung

(13.10.2012)

Mit einem Liedvortrag des Burgschwalbacher Frauenchores und durch eine humorvolle Begrüßungsmoderation von "Hausmeister" Manfred Kessler (Chapiteau-Theater Burgschwalbach) sowie des Musikclowns Roland Strasser aus Hohenstein begann in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Halle die Einweihungsfeier. Der Erste Beigeordnete Ehrenfried Bastian konnte bei seiner Willkommensrede unter anderem den Landtagsabgeordneten Frank Puchtler (SPD), den Kreisbeigeordneten Helmut Klöckner, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten, Volker Satony, fast alle Ortsbürgermeister der Verbandsgemeinde und die frühzeitig aus dem Urlaub heimgekehrte Pfarrerin Melanie Schneider begrüßen. Einen ganz besonderen Gruß und den Dank der Gemeinde richtete er an die vielen anwesenden "Ehrenamtsarbeiter", die in der knapp einjährigen An- und Umbauphase der alten Turnhalle eine immens erfreuliche, vorher nie zu erwartende Eigenleistung erbracht haben (Die NNP berichtete).

Weiteren Dank schickte er an die Adresse des Landes, (insbesondere an den ehemaligen Innenminister Karl-Peter Bruch und den heimischen Landtagsabgeordneten Frank Puchtler), des Kreises, der Verbandsgemeinde und der beteiligten Architekten sowie Baufirmen für ihre Arbeit, Unterstützung und Förderung. "Die Halle ist ein Gemeinschaftswerk. Wir dürfen stolz sein auf das, was hier entstanden ist", so Bastian, der gleich anschließend betonte, dass die Einweihungsfeier noch immer vom überraschenden Tod von Ortsbürgermeister Harry Becker überschattet sei, den er neben dem Ehrenvorsitzenden der TuS Burgschwalbach, Manfred Schuhmacher, als einen der Motoren des ehrgeizigen Projektes bezeichnete.


Volksbewegung

Manfred Schuhmacher betonte in seiner im Anschluss gehaltenen offiziellen "Baurede", dass in Rheinland-Pfalz viele Menschen sportlich aktiv seien. Wenn der Begriff "Volksbewegung" irgendwo zutreffe, dann hier "und ganz besonders in Burgschwalbach." Und die meisten gingen ihren sportlichen Aktivitäten in Vereinen nach, die sich jedoch genauso wie die Kommunen nicht zuletzt wegen der Krise in den öffentlichen Haushalten in derzeit schwierigen Entwicklungsprozessen befänden, insbesondere im Hinblick auf ihre Sportstätten. "Dies war auch in der Palmbachgemeinde so." Die TuS Burgschwalbach, mit fast 600 Mitgliedern einer der größten Vereine in der Aarregion und über 80 Jahre Besitzer der Turnhalle, konnte den notwendigen Umbau alleine nicht stemmen. Da in Rheinland-Pfalz Sportstättenplanung in der alleinigen Verantwortung der Kommunen und ihrer Planungs- und Finanzautonomie liegt, verkaufte der Verein die Halle für einen symbolischen Preis von einem Euro an die Gemeinde, um gemeinsam bessere Perspektiven zu besitzen. Die Landesregierung betrachtet sich nämlich als Partner der Kommunen und unterstützt sie bei ihrer Sportstättenplanung. Und dies tat sie nach Antragstellung mit einem Zuwendungsbescheid im vergangenen Jahr (ein sofort verfügbarer Festbetrag von 800 000 Euro bei zuschussfähigen Kosten von 1,3 Millionen Euro).

Architektin Sonja Meffert, die den Besuchern anschließend die Bauphase mit einer Fülle aussagekräftiger Bilder auch nochmals visuell in Erinnerung rief, betonte, dass man weitestgehend im Kostenrahmen geblieben sei. Sie übergab am Ende den symbolischen Hallenschlüssel an Ehrenfried Bastian, und die aus Altendiez stammende Architektin überraschte die Burgschwalbacher mit einer neuen Gedenktafel (Umbau und Erweiterung 2012), die am neuen Eingang ihren Platz finden soll.

© 2012 Nassauische Neue Presse

 

Symbolische Schlüsselübergabe in Burgschwalbach (von links) Sonja Meffert, Ehrenfried Bastian, Manfred Schumacher, Bernd Domsalla, Frieder Gethmann und Dieter Scherer. Foto: Kahl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Eine neue Stätte zur Begegnung
Foto: Ortsgemeinde: Eine neue Stätte zur Begegnung

Ortsgemeinde: Burgschwalbachs neue gute Stube ist eröffnet

(13.10.2012)

Feier Einweihung der multifunktionalen Halle – Zusammenarbeit gelobt Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Ursprünglich war die Einweihung der neuen Mehrzweckhalle in Burgschwalbach am 28. September geplant. Doch durch den Tod des Ortsbürgermeisters Claus-Harry Becker, sahen sich die Verantwortlichen veranlasst, den Termin zu verschieben. So kamen am Donnerstagabend rund 150 Gäste in die neue gute Stube am Palmbach, um den Abschluss der Arbeiten und die offizielle Übergabe der Halle vom Architekturbüro Meffert an die Gemeinde zu feiern.

„Die Feier ist vom Tod des Ortsbürgermeisters überschattet. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Einweihung in einem kleineren, aber gebührenden Rahmen zu begehen“, betonte Ehrenfried Bastian, Erster Beigeordneter der Ortsgemeinde, in seiner Begrüßung. Er führt zurzeit die Ortsgeschäfte in enger Absprache mit dem Gemeinderat. „Der Reichtum unseres Dorfes liegt in der intakten Gemeinschaft. Wir haben die altehrwürdige Turnhalle in ein neues, multifunktionelles Gebäude umgebaut, um dieser Gemeinschaft einen Platz zu geben. Einen Treffpunkt der Menschen, der individuell zu nutzen ist“, sagte Bastian. Die Halle sei zwar neu, doch stecke noch viel Altes in dem Gebäude, lobte Bastian die Architektin Sonja Meffert, die der Halle eine verblüffende neue Gestalt gegeben habe. Er erinnerte an die Ursprünge der Neugestaltung, den Verkauf der Turnhalle von der TuS Burgschwalbach an die Gemeinde und die Zuschussanträge, denn „ohne die Landesförderung von 800 000 Euro sei ein solches Projekt von der Gemeinde nicht zu tragen“. Die zuschussfähigen Kosten beliefen sich auf rund 1,3 Millionen Euro.

Bastian dankte vor allem dem Landtagsabgeordneten Frank Puchtler und dem ehemaligen Innenminister Karl Peter Bruch, die sich in Mainz für Burgschwalbach stark gemacht hätten. Stellvertretend für die ganze Gemeinde dankte Bastian auch den vielen ehrenamtlichen Helfern, die die Kosten mit Eigenleistung reduzierten. Nur so sei auch das ehrgeizige Ziel, die Halle bis zur Kirmes am Wochenende fertigzustellen, erreicht worden. „Wir haben das Ganze in weniger als zwölf Monaten geschafft. Darauf können die Burgschwalbacher stolz sein“, lobte Bastian den Einsatz der Bürger. Besonders hob er den Einsatz des Bauausschusses hervor, angeführt von Manfred Schuhmacher, Bernd Domsalla, Frieder Gethmann und Dieter Scherer.

Manfred Schumacher erinnerte an die vielen Treffen bis zum Ende der Bauarbeiten. Er lobte die gute Zusammenarbeit allen, am Bau Beteiligten. Rückblickend sei es eine der wichtigsten Veränderungen der 1928 gebauten Halle, die schon mehrfach vor der Schließung gestanden habe und von Grund auf modernisiert werden musste. Schumacher dankte der Gemeinde Flacht für die beratende Unterstützung: „Flacht hat mit der Aartalhalle ein ähnliches Projekt geschultert.“

Architektin Sonja Meffert hob hervor, dass alle Entscheidungen gemeinsam getroffen worden seien. Sie erläuterte die Aufteilung, Farbgebung und Einrichtung der Halle, die mit mehreren mobilen Trennwänden ausgestattet worden ist und daher multifunktionell nutzbar sei. „In der Halle kann eine Familienfeier oder auch, wie jetzt am Wochenende, die Kirmes veranstaltet werden“, so Meffert. Sie führte an, dass sie in all ihre Planungen berücksichtigt habe, den alten Charakter der Turnhalle zu bewahren: „Altes und Neues ergeben ein Ganzes.“ Musikalisch umrahmt wurde die Einweihung vom Frauenchor aus Burgschwalbach. Für eine ungezwungene und humorvolle Einstimmung der Feier sorgten „Hausmeister“ und Moderator Manfred Kessler sowie Roland Strasser mit spaßiger Unterhaltung am Akkordeon.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 13. Oktober 2012, Seite 13

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbachs neue gute Stube ist eröffnet
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbachs neue gute Stube ist eröffnet

Ortsgemeinde: Burgschwalbach feiert traditionelle Dorfkirmes

(11.10.2012)

Fest Samstagabend beginnt buntes Treiben mit einem Gottesdienst, danach gibt es Musik und Tanz

Burgschwalbach. Die Burgschwalbacher Kirmesburschen und -mädchen laden für Samstag bis Montag, 13. bis 15. Oktober, zur traditionellen Kirmes ein. In diesem Jahr findet sie wieder am bereits gewohnten Platz in der erweiterten und sanierten Mehrzweckhalle statt. Der Kirmessamstag beginnt mit einem Gottesdienst mit Pfarrerin Melanie Schneider um 18 Uhr, denn schließlich hat die mehr als 900 Jahre alte Kirche Geburtstag.

Ab 19 Uhr findet ein Fackelzug statt, der bis zur neuen Mehrzweckhalle führt. Dort eröffnen die Kirmesburschen und -mädchen dann mit ihrem Einmarsch die Kirmes. Mit der Band 2 UnderCover und den speziellen Kirmesburschenspielen endet der erste Abend. 30 Liter Gerstensaft stehen für die Sieger parat.

Der Kirmessonntag geht um 14 Uhr mit dem Umzug los, der unter dem Motto „Olympia“ Vielfalt zeigt und begeistern soll. Ab 16 Uhr finden außerdem Kinderbelustigung und ein Wildschützschießen statt. Der Kirmesmontag beginnt mit dem traditionellen Frühschoppen, Happy Hour ist um 13 Uhr. Ab 15 Uhr werden die Preise der Tombola verlost. Um 20 Uhr schicken sich die Kirmesburschen und -mädchen an, die Kirmes stilecht zu begraben. An allen Tagen sorgt Metzgermeister Rudolf Flack aus Hahnstätten für das leibliche Wohl.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 11. Oktober 2012, Seite 22

 

Die Kirmesburschen und -mädchen von Burgschwalbach freuen sich, viele Besucher auf der Dorfkirmes zu begrüßen

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbach feiert traditionelle Dorfkirmes
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbach feiert traditionelle Dorfkirmes

Ortsgemeinde: „Unser Dorf hat Zukunft“: Landrat ehrt die Sieger

(28.09.2012)

Feierstunde Kreissieger Obernhof lud zu gelungenem Dorfabend  Von unserem Redakteur Tobias Lui

Obernhof. Wie wichtig die positive Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes gerade im ländlich geprägten Rhein-Lahn-Kreis ist, machte Landrat Günter Kern am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus von Obernhof klar: Dort ehrte er die erfolgreichsten Gemeinden aus dem Rhein-Lahn-Kreis beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Obernhof, Kreissieger der Hauptklasse, hatte hierzu einen abwechslungsreichen Dorfabend organisiert.

„Letztlich sind alle Gewinner“, lobte Kern die 13 Teilnehmer aus dem Kreis. „Denn sie alle bieten Anschauungsunterricht in Sachen Heimatliebe.“ Engagement für das eigene Dorf sei eminent wichtig, schließlich würden die aktuellen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung düstere Aussichten bieten: „Jahr für Jahr geht die Einwohnerzahl eines Dorfes wie Becheln verloren, nämlich 666 Bürger“, sagte der Landrat. Letztlich hätten nur aktive Gemeinden auch eine Zukunft. Kern zeichnete die erfolgreichsten Teilnehmer aus und ging auf deren Stärken ein:

Kreissieger Obernhof überzeugte die Jury in der Hauptklasse mit einem für die geringe Einwohnerzahl (355) erstaunlich großen Kulturangebot. Außerdem erfolge eine große Identitätsfindung durch den Weinanbau und der guten Vermarktung der Produkte. Weitere Kriterien für die Auszeichnung: der erfolgreiche Bürgerstammtisch und die sachgerechte Pflege des Ortsbildes. Im alten Ortskern wurden mehrere Gebäude liebevoll saniert.

Beim Zweitplatzierten der Hauptklasse, Oberneisen, hob Kern die konsequente Umsetzung des Dorferneuerungskonzeptes und die touristische Qualitätssteigerung durch das Fossilienmuseum hervor. Dachsenhausen, Drittplatzierter der Hauptklasse, punktete durch die neu geschaffene Dorfmitte mit Bürgerhaus und Bushaltestelle. Außerdem sorgen 13 Dorfvereine für ein großes Freizeitangebot. Platz eins in der Sonderklasse holte sich Burgschwalbach. Das Dorf punktete durch großes bürgerschaftliches Engagement, die Integration der Jugend und die hohe Zahl an Gewerbetreibenden. Der Landrat lobte auch die geschmackvolle Umgestaltung des Friedhofs und die Sanierung der Leichenhalle. Knapp dahinter landete Winden auf Platz zwei der Sonderklasse. Dort sind alle öffentlichen Gebäude mit regenerativen Energien ausgestattet, Dorfladen und Internetcafé sorgen für eine gute Infrastruktur. Als sinnvolle Maßnahme betrachtete die Jury auch die Heranführung von Kindern an die Imkerei. Platz drei in der Sonderklasse ging an Nochern. Der Ort zeichnet sich durch seine Aktivitäten im Weinbau und den sanften Tourismus aus. Es besteht ein ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement, was sich auch in den Grünanlagen zeigt. Außerdem führt ein eigens geschaffener Werbeslogan zu einer großen Identitätssteigerung bei der Bevölkerung.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 28. September 2012, Seite 17

 

Platz eins  beim Kreisentscheid erreichte Burgschwalbach. Foto: T. Lui

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: „Unser Dorf hat Zukunft“: Landrat ehrt die Sieger
Foto: Ortsgemeinde: „Unser Dorf hat Zukunft“: Landrat ehrt die Sieger

Ortsgemeinde: Ortseinfahrt von Burgschwalbach verändert sich

(20.09.2012)

Verkehr Ausbau der Kreisstraße 64 kommt gut voran – Steingabionen befestigen Böschung Von unserem Redakteur Uli Pohl

 

Burgschwalbach. Nachdem im vergangenen Jahr der erste Bauabschnitt der Kreisstraße 64 fertiggestellt wurde, laufen nun die Arbeiten im zweiten Abschnitt. Dieser hat eine Länge von knapp 700 Metern und reicht vom Ortsausgang Zollhaus über eine freie Strecke bis in den Ort und schließt mit dem Ende des ersten Abschnitts ab. Die Arbeiten haben im Mai begonnen und sollten zum Ende des Jahres beendet sein.

„Dabei wird es auch aller Voraussicht nach bleiben. Die Arbeiten kommen zwar gut voran, doch ist eine Prognose für eine frühere Öffnung schwer zu treffen“, teilt Lutz Nink, stellvertretender Leiter des LBM in Diez, mit. Nachdem von den VG-Werken Leitungen von der Einmündung Schönbachstraße in Richtung Ortsmitte erneuert wurden, ist die Tragschicht für die zukünftige Fahrbahn bereits eingearbeitet, die Gehwege sind fast komplett gepflastert. Zurzeit werden zwischen der Einfahrt zur „Lehmkaut“ und dem Ortsausgang in Richtung Zollhaus die Gabionen gesetzt und mit Steinen befüllt. Dort musste wegen der Fahrbahnverbreiterung auf 5,50 Meter Fels abgefräst werden. Die Böschung wird zukünftig durch die Gabionen befestigt. Danach folgt der Einbau der Entwässerungsrinnen, bevor ein Abschnitt der Fahrbahn im Bestandsaufbau auf die bestehende, aber nivellierte Asphaltdecke aufgebracht wird. Die restliche, 150 Meter lange Fahrbahn mit Anfahrten zu Grundstücken wird im Vollausbau hergestellt.

Nach Schwierigkeiten zu Beginn der Umleitung haben sich Pendler und Anwohner an der Strecke über die Au mit der zwischenzeitlichen Lösung abgefunden. Jüngst reklamierte eine Anwohnerin, dass Pkw-Fahrer, die an der Ampel stehen, Müll achtlos aus ihrem Wagen werfen.

Das Gesamtprojekt erfolgt in Absprache mit der Ortsgemeinde, die die Kosten für die Gehwege trägt, den Verbandsgemeindewerken, die die Versorgungsleitungen erneuerten, und dem Rhein-Lahn-Kreis, der die Finanzierung für den Straßenausbau übernimmt. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich rund 1 Million Euro. Davon entfallen auf den Straßenausbau etwa 600 000 Euro. Ob der Kostenrahmen gehalten wird, ist noch offen, da eventuell mehr Gabionen eingebaut werden müssen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 20. September 2012, Seite 21

 

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ortseinfahrt von Burgschwalbach verändert sich
Foto: Ortsgemeinde: Ortseinfahrt von Burgschwalbach verändert sich

Ortsgemeinde: Stützmauer an der Zufahrt zur „Lehmkaut“ in Burgschwalbach eingestürzt

(19.09.2012)

Burgschwalbach. Eine Stützmauer an der Ecke zur Auffahrt in das Wohngebiet „Lehmkaut/Sonnenberg“ ist in Burgschwalbach eingestürzt. Das Mauerwerk stand schon seit einiger Zeit unter kritischer Beobachtung. In Absprache mit dem Grundstückseigentümer soll jetzt nach einer Lösung gesucht werden. Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde hat den Einsturz in die Tagesordnung der nächsten Sitzung aufgenommen. Das Ordnungsamt der VG sperrte die Einsturzstelle ab, an der auch der Bürgersteig entlangführt. up Foto: Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 19. September 2012, Seite 21

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Stützmauer an der Zufahrt zur „Lehmkaut“ in Burgschwalbach eingestürzt
Foto: Ortsgemeinde: Stützmauer an der Zufahrt zur „Lehmkaut“ in Burgschwalbach eingestürzt

Ortsgemeinde: Burgschwalbach trauert um seinen Bürgermeister

(08.09.2012)

Gedenken Claus-Harry Becker hinterlässt große Lücke in der Dorfgemeinschaft – Eröffnung der neuen Halle überdenken. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Tief sitzt der Schock nach der Nachricht vom Tod von Claus-Harry Becker, dem Ortsbürgermeister von Burgschwalbach, der am Mittwochabend leblos in seinem Wohnhaus aufgefunden wurde. Viele Bürger konnten es nicht fassen, nur wenige Tage vorher standen sie noch im Kontakt mit ihm. Auf Ehrenfried Bastian, den Ersten Beigeordneten der Gemeinde, kommt vom einen auf den anderen Tag eine Aufgabe zu, die nur schwer zu bewältigen ist. Viele Projekte hatte Claus-Harry Becker angestoßen, die den Ort verändert haben und ihm Perspektiven für die Zukunft geben. Besonders die Partizipation der Bürger, das aktive Mitwirken am Gemeindeleben, lag ihm am Herzen.

Diese Partizipation sollte auch bei der Einweihung der neuen Halle umgesetzt werden, die für den 28. September vorgesehen ist. „Claus-Harry Becker hatte da konkrete Vorstellungen. Bürger sollten aktiv in die offizielle Zeremonie eingebunden werden. Er wollte von Anfang an erreichen, dass die Burgschwalbacher sich mit der neuen Halle identifizieren“, berichtete Sonja Meffert, die Architektin, die den Umbau der alten Turnhalle in ein neues, modernes, multifunktionales Gebäude plante.

Wie viele andere hat sie die Nachricht vom Tod des Ortsbürgermeisters fassungslos entgegengenommen. In einem regelmäßigen Baustellentermin am Donnerstag habe Sprachlosigkeit das Treffen beherrscht. Zu groß war der Schock, die Trauer, zu überraschend die neue Situation, jetzt ohne Claus-Harry Becker weitermachen zu müssen.

„Es muss aber weitergehen“, betonte Manfred Schuhmacher, Leiter des Bauausschusses, in einem Gespräch mit der RLZ. Alles liege im Zeitplan und die Bürger warteten auf ihre neue Halle. Geplant war die Eröffnung für Freitag, 28. September. Bereits zwei Wochen später soll die Kirmes in der neuen Halle gefeiert werden, die im vergangenen Jahr wegen des Umbaus ausfallen musste. Ob und wie die Eröffnung nun begangen wird, darüber wollen die örtlichen Gremien in der kommenden Woche beraten. Zunächst gilt es für alle, das Geschehene zu begreifen und zu verarbeiten. Claus-Harry Becker hat eine zu große Lücke im Ort hinterlassen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 8. September 2012, Seite 14

 

„Nach den Vorstellungen von Claus-Harry Becker, sollten Bürger aktiv in die offizielle Zeremonie eingebunden werden.“

Architektin Sonja Meffert zur geplanten Eröffnung der neuen Halle.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 8. September 2012, Seite 14

 

Die neue Halle während der Umbauzeit. Die Einweihung ist für den 28. September geplant. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbach trauert um seinen Bürgermeister
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbach trauert um seinen Bürgermeister

Ortsgemeinde: Helfer für Halle und Märchenwald gesucht

(02.08.2012)

Ehrenamt Außengelände am neuen Treffpunkt in Burgschwalbach wird gestaltet – Heimatverein feiert Jubiläum

Burgschwalbach. Die Gemeinde Burgschwalbach sucht dringend freiwillige Helfer für die Malerarbeiten und die Gestaltung der Außenanlage an der neuen Mehrzweckhalle. Was bisher mit jeder Menge Eigenleistung engagierter Burgschwalbacher bei der Umgestaltung auf die Beine gestellt wurde, soll nun weiter fortgesetzt werden. Das Gebäude wurde komplett entkernt und erweitert.

Von außen hat die neue alte Halle, die noch keinen Namen trägt, große Fortschritte gemacht. So erstrahlt die Fassade im neuen Glanz, Fenster und Türen sind bereits eingebaut. Architektin Sonja Meffert hat die Einhaltung des Zeitplans zugesichert, sodass die Einweihungsfeier am Freitag, 28. September, erfolgen kann. Auch die Burgschwalbacher Kirmes kann in gewohnter, aber neu gestalteter Umgebung gefeiert werden. Für das bevorstehende Jubiläum des Heimatvereins werden noch dringend Helfer für Arbeiten im Märchenwald benötigt. Denn in diesem Jahr wird der Märchenwald 50 Jahre alt. Dieses halbe Jahrhundert will der Heimatverein gebührend feiern.

Deshalb soll das beliebte Ausflugsziel auf Vordermann gebracht und noch ausstehende Reparaturen vorgenommen werden. Mit dem Märchenwald feiert auch der Heimatverein seinen 50. Geburtstag. Die Feier ist am Sonntag, 19. August, im Märchenwald. up

Freiwillige Helfer wenden sich bitte an Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker, Telefon 06430/7673 oder Telefon 06430/1589, oder an Manfred Schuhmacher, Telefon 06430/911 00.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 2. August 2012, Seite 23

 

Von außen erstrahlt die Halle bereits im neuen Glanz. Dennoch müssen restliche Malerarbeiten vorgenommen werden. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Helfer für Halle und Märchenwald gesucht
Foto: Ortsgemeinde: Helfer für Halle und Märchenwald gesucht

Ortsgemeinde: Polizei kontrolliert in Burgschwalbach

(01.08.2012)

Umleitung Autofahrer zu schnell unterwegs

Burgschwalbach. Die Polizeiinspektion Diez hat zusammen mit der Verkehrsdirektion Koblenz auf der Umleitungsstrecke in der Wiesenstraße in Burgschwalbach Radar- und Verkehrskontrollen vorgenommen. Die Beamten waren dort am Montag von 15 bis 17.30 Uhr im Einsatz. In dieser Zeit waren von insgesamt 84 Fahrzeugen 12 zu schnell unterwegs. Der Spitzenreiter hatte bei zulässigem Tempo 30 immerhin 49 Kilometer pro Stunde auf dem Tacho. Die Ordnungshüter sprachen zudem vier Verwarnungen wegen Missachtung des Anliegerverkehrs aus, brachten einen Handyverstoß zur Anzeige und zogen einen berauschten Autofahrer aus dem Verkehr. Letzterer, es handelt sich um einen 21-jährigen Mann aus der Verbandsgemeinde Hahnstätten, stand unter Drogeneinfluss. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.

Die Polizei reagiert mit den Kontrollen auf Beschwerden der Anwohner, dass in der Umleitung während der Bauarbeiten auf der K 64 zu schnell gefahren wird oder ortsfremde die Umleitung als Pendelstrecke zur Hühnerstraße nutzen. Die Überprüfungen werden fortgesetzt. up/sm

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 1. August 2012, Seite 24

Ortsgemeinde: Einweihung der neuen Halle Ende September

(27.07.2012)

Ortsprojekte Zeitplan in Burgschwalbach wird eingehalten – Friedhof neu gestaltet  Von unserer Mitarbeiterin Anika Recktenwald

Burgschwalbach. Zahlreiche Baustellen gibt es zurzeit in Burgschwalbach. Eine davon ist die ehemalige Turnhalle, die seit September 2011 in eine moderne Mehrzweckhalle umgewandelt wird. Zu diesem Zweck ist nahezu kein Stein auf dem anderen geblieben. Auch jede Menge Eigenleistung engagierter Burgschwalbacher steckt in der Sanierung. Das Gebäude wurde komplett entkernt und erweitert. Man liege gut in der Zeit, verriet Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker.

Architektin Sonja Meffert habe die Einhaltung des Zeitplans zugesichert, sodass die Einweihungsfeier am 28. September erfolgen könne. Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung hatte man über die Anschaffung der Bestuhlung sowie Küchen- und Thekenausstattung entschieden. Auch einigte man sich darauf, keine weitere Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle anzubringen, da diese sich Schätzungen zufolge nicht als wirtschaftlich erweist.

Von außen hat die neue alte Halle große Fortschritte gemacht, so erstrahlt die Fassade in neuem Glanz, Fenster und Türen sind eingebaut. Auch im Inneren hat sich einiges getan. Mit den Installationsarbeiten geht es gut voran, es wurde verputzt und Fliesen verlegt. Der Trockenbau hatte sich schwieriger als erwartet erwiesen, wie Claus-Harry Becker erklärte. Eine Planungsgruppe, die aus Mitgliedern aller Fraktionen des Gemeinderates besteht, hat den Bauprozess stets begleitet. Damit befindet sich jeder auf dem aktuellen Stand. Nun müssen noch kleinere Arbeiten verrichtet werden, die allerdings Zeit in Anspruch nehmen. Die Außenanlage soll in Eigenleistung angelegt werden. „Insgesamt sucht das ehrenamtliche Engagement in Burgschwalbach seinesgleichen“, lobte Becker.

So auch auf dem Friedhof. Seit etwa zwei Jahren wird dieser von der Rentnerband Aktiv für Burgschwalbach instand gesetzt. Dabei zählen handwerkliche, planerische sowie kreative Leistungen. Das anonyme Gräberfeld wurde umgestaltet, teilweise Wege mit festerem Split angelegt und damit insbesondere für ältere Menschen leichter begehbar gemacht. Neue Einfassungen verleihen ein ordentliches Bild. Auch die Wasserleitungen wurden erneuert, teilweise mithilfe von Materialspenden oder nicht mehr benötigten Baustoffen. Um Spenden hatten sich die Senioren oft selbst gekümmert, sodass die Arbeiten für die Gemeinde keine große wirtschaftliche Belastung bedeuten.

Momentan arbeiten vier bis fünf Freiwillige an einer Rampe vor der Trauerhalle. So soll diese behindertengerecht werden, zugleich wird der Sargtransport vereinfacht. In der Trauerhalle hat man bereits einiges bewirkt. So konnten die Ehrenamtlichen für eine neue Bestuhlung sorgen, haben selbst Kerzenständer angefertigt und Wände neu gestrichen. All dies verleiht dem Ort der Trauer einen würdigen Rahmen. „Für die Kultur einer Gemeinde ist ein Friedhof sehr wichtig“, betonte Becker. Er ist stolz auf die ehrenamtliche Arbeit, die es den Bürgern ermöglicht, sich am Geschehen in ihrer Gemeinde aktiv zu beteiligen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 27. Juli 2012, Seite 22

 

„Aktiv für Burgschwalbach“ baut derzeit eine Rampe vor der neu gestalteten Trauerhalle auf dem Friedhof. Foto:Anika Recktenwald

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Einweihung der neuen Halle Ende September
Foto: Ortsgemeinde: Einweihung der neuen Halle Ende September

Ortsgemeinde: Polizei appelliert an Vernunft der Autofahrer

(25.07.2012)

Verkehr Zu viele Pendler in Richtung Hühnerstraße nutzen die für Ortsansässige geplante Umleitung der K 64 über die Au. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Umleitung über die Au, im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach bleibt weiter im Gespräch. Nachdem sich Anwohner vor wenigen Wochen über die starke Staubentwicklung durch den mit Schotter befestigten Feldweg beschwerten, reagierten Kreis und Landesbetrieb Mobilität und asphaltierte die Strecke. Dieses Problem scheint gelöst. Doch tut sich bereits ein neues, schon bekanntes auf: Eine Verkehrszählung ergab, dass immer noch zu viele Pendler in Richtung Hühnerstraße die Umleitung nutzen, die während der Bauarbeiten jedoch nur für Burgschwalbacher Bürger, Busse sowie Ver- und Entsorgungsfahrzeuge gedacht ist.

Die Auswertung ergab, dass rund 1700 Fahrzeuge pro Tag die Verbindung nutzten. Wenn nur Burgschwalbacher die Strecke fahren würden, müsste jeder Autofahrer aus dem Ort etwa vier- oder fünfmal über die Au von Burgschwalbach nach Zollhaus und zurückfahren, um den Wert zustande zu bringen. „Der Durchgangsverkehr ist weiter vorhanden“, berichtet Thomas Biebricher, Büroleiter der Verbandsgemeinde Hahnstätten, auf Anfrage der RLZ. Die Problematik sei bereits in Gesprächen mit der Polizei erörtert worden. Weitere Aspekte, wie das zu hohe Tempo, das nach dem Asphaltieren der Strecke gefahren wird, und der Schwerverkehr, der über die doch relativ dünne Asphaltschicht rollt, waren ebenfalls Themen in der Diskussionsrunde mit der Polizei.

Ein Ergebnis der Gespräche: Die Polizei wird weiter in unregelmäßige Abständen Kontrollen vornehmen, wohl wissend, dass ortsfremde Beamte nicht zwischen Anlieger und Pendler unterscheiden können, was in der Vergangenheit für Ärger der Burgschwalbacher Bürger sorgte, die nach Zollhaus und zurück unterwegs waren. „Wir appellieren an die Vernunft der in Richtung Hühnerstraße pendelnden Autofahrer, für die Zeit des Straßenbaus die ausgeschilderte Umleitung über Aarbergen zu nutzen, auch wenn es vielleicht etwas mehr Zeit kostet“, nennt Karl Hofstätter, Leiter der Polizeiinspektion Diez, die einfachste Lösung, um das Problem zu lösen. Die Arbeiten an der K 64 sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 25. Juli 2012, Seite 23

Gut befahren lässt sich jetzt der Wirtschaftsweg zwischen Zollhaus und Burgschwalbach. Das verleitet besonders Pendler in Richtung Hühnerstraße die Fahrbahn zu nutzen. Dabei wird auch noch zu schnell gefahren. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Polizei appelliert an Vernunft der Autofahrer
Foto: Ortsgemeinde: Polizei appelliert an Vernunft der Autofahrer

Ortsgemeinde: Wasserschaden am Dorfgemeinschaftshaus

(23.07.2012)

Sanierung Burgschwalbach: Leitungen defekt, Abwasser tritt aus – Diskussion über Entwicklungsausschuss für die Gemeinde Von unserer Mitarbeiterin Anika Recktenwald

Burgschwalbach. Ein großes Sorgenkind von Burgschwalbach ist derzeit das Dorfgemeinschaftshaus – das wurde nun im Rahmen der Gemeinderatssitzung deutlich. Dass das denkmalgeschützte Gebäude eine Sanierung benötigt, war allen klar. Doch im Verlauf der vergangenen Wochen verschärfte sich die Problemlage immens.

Im Bereich des Schulbergs trat Wasser aus, das sich aufgrund von maroden Leitungen durch die Wände drückte. Abwasser mit Fäkalien lief im Bereich der Kirchstraße aus. Mittlerweile hat ein Fachbetrieb geortet wo das Problem liegt. Insbesondere der Austritt von Abwässern duldet keinen Aufschub. Mit ersten Arbeiten ist daher nach einer Begutachtung durch die Verbandsgemeinde bereits begonnen worden.

Nun stellt sich der Gemeinde Burgschwalbach allerdings die Frage, wie eine komplette Sanierung gestemmt werden kann. In nächster Zukunft muss darüber entschieden werden, welche Maßnahmen so schnell wie möglich umgesetzt und welche noch eine Weile aufgeschoben werden können. „Es geht auch darum weitere größere Folgeschäden zu verhindern“, erklärte Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker. Über kurz oder lang wären schnelle Arbeiten wahrscheinlich günstiger, die aber einen erheblichen Kostenfaktor für die Gemeinde ausmachen. Nun will man über Finanzierungsmöglichkeiten diskutieren und sich um Zuschüsse für die Instandsetzung bemühen.

Ein weiterer Punkt im Gemeinderat war die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Auf der Kreisebene hatte die Palmbachgemeinde den ersten Platz belegt, nach Angaben eines Ratsmitgliedes habe man den Gebietsentscheid nur knapp verfehlt. Grund für diesen Erfolg sind zahlreiche Maßnahmen, die auch in Zukunft fortgeführt werden sollen. Man strebt eine strategische Entwicklung mit dem Blickpunkt auf Nachhaltigkeit an. So ist beispielsweise geplant das Dorfcafé um Übernachtungsmöglichkeiten zu bereichern. Ein Dorfentwicklungsausschuss soll gebildet werden und projektbezogen mitarbeiten, um in zwei Jahren entsprechend auf den nächsten Wettbewerb vorbereitet zu sein.

Unter dem Stichpunkt Innenentwicklung sollen beispielsweise verlassene Bauernhöfe umgenutzt und so Leerstände beseitigt werden. Durch Moderationen zu verschiedenen Themen, wie ökologische Weiterentwicklung, Handwerk, Selbstständigkeit und Unternehmertum sollen Projektgruppen entstehen, die sich dann durch das Sammeln von Informationen und darauf aufbauenden Planungen zunächst unabhängig von der Politik für ihre Heimatgemeinde engagieren. Aus diesem Prinzip könnten sich Arbeitskreise entwickeln, die dann gegebenenfalls den Weg zur aktiven Mitarbeit im Gemeinderat finden. Dabei handelt es sich um eine völlig neue Form der Demokratie, auf die der Gemeinderat sehr stolz ist. In diesem Rahmen wurde bereits ein Jugendparlament ins Leben gerufen und zu einem echten Erfolg in Burgschwalbach.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 23. Juli 2012, Seite 14

 

Rund um das Dorfgemeinschaftshaus werden Arbeiten an der Verrohrung durchgeführt, um die akuten Probleme einzudämmen. Foto: Anika Recktenwald

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Wasserschaden am Dorfgemeinschaftshaus
Foto: Ortsgemeinde: Wasserschaden am Dorfgemeinschaftshaus

Ortsgemeinde: Ausweichroute in Burgschwalbach wird befestigt

(13.07.2012)

Burgschwalbach. Mächtig Ärger hatte es in Burgschwalbach wegen einer Ausweichstrecke während des Ausbaus der Kreisstraße 64 gegeben. Anlieger im Wiesengrund waren verärgert, da zahlreiche Autos beim Durchfahren des Feldwegs jede Menge Staub aufgewirbelt haben. Wegen der Verschmutzungen haben sich viele Anlieger beklagt und Erfolg gehabt. Bei einer Besprechung zwischen der VG Hahnstätten, dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) und der Kreisverwaltung wurde entschieden, dass der Feldweg übergangsweise während des Ausbaus der K 64 eine Asphaltdecke erhält (die RLZ berichtete). Inzwischen haben die Arbeiten zur bituminösen Befestigung des Feldwegs begonnen. ag Foto: Andreas Galonska

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 13. Juli 2012, Seite 19

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ausweichroute in Burgschwalbach wird befestigt
Foto: Ortsgemeinde: Ausweichroute in Burgschwalbach wird befestigt

Ortsgemeinde: Umleitung: Feldweg wird noch in dieser Woche geteert

(11.07.2012)

Verkehr Burgschwalbacher entscheiden sich für provisorische Befestigung – Vollsperrung am Donnerstag und Freitag – Kein Busverkehr. Von unserem Redaktionsleiter Hans Georg Egenolf

Burgschwalbach. Noch in dieser Woche wird die Umleitungsstrecke über den Feldweg im Burgschwalbacher Wiesengrund provisorisch befestigt. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss der Ortsgemeinde am Montagabend beschlossen. Am Donnerstag und Freitag rücken die Bagger an und bringen eine fünf Zentimeter dicke Bitumenschicht auf. Während der beiden Tage wird – entgegen den ersten Ankündigungen – die Baustelle auf der Kreisstraße 64 nicht geöffnet. Der Verkehr muss stattdessen großräumig umgeleitet werden – und zwar von Zollhaus über Kettenbach und die Landesstraße 3031 nach Panrod beziehungsweise in umgekehrter Richtung. Die Burgschwalbacher müssen also vorübergehend Umwege in Kauf nehmen. Auch Busse können an beiden Tagen die Palmbachgemeinde nicht anfahren.

Ortsgemeinde, Verbandsgemeinde und Kreis reagieren damit auf Klagen von Anwohnern der Umleitungsstrecke. Staub, Dreck und Lärm waren aus deren Sicht unerträglich geworden, etwa 1700 Fahrzeuge rollen täglich über den Feldweg.

Der Ausschuss entscheid sich gegen eine dauerhafte Befestigung des Feldweges, weil dies zu Mehrkosten für die Ortsgemeinde in Höhe von 30000 Euro geführt hätte. „das kann sich Burgschwalbach nicht leisten“, sagte Bürgermeister Volker Satony (Verbandsgemeinde Hahnstätten) der RLZ auf Anfrage. Auch das Provisorium kostet Geld, doch den Löwenanteil von insgesamt 23000 Euro tragen der Kreis (62 Prozent) und die Verbandsgemeindewerke Hahnstätten (30 Prozent).

Die Umleitungsstrecke wird noch bis zum Jahresende benötigt; so lange werden sich die Ausbauarbeiten an der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße 64 in Burgschwalbach noch hinziehen. Im Frühjahr kommenden Jahres soll die Teerschicht vom Feldweg voraussichtlich wieder entfernt werden; es sei denn, das bis dahin stark beanspruchte Provisorium hält und kommt – wider Erwarten – gut über den Winter. „Dann muss man neu überlegen, was man macht, ob die Teerschicht bleibt und man für einen anderweitigen Ausgleich sorgt“, sagte Satony.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 11. Juli 2012, Seite 23

 

Auf die Sperrung zwischen Zollhaus und Burgschwalbach werden Autofahrer schon an der B 54 in Zollhaus aufmerksam gemacht; die innerörtliche Umleitung ist nur Anliegern vorbehalten, viele ignorieren das.Foto: Hans Georg Egeno

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Umleitung: Feldweg wird noch in dieser Woche geteert
Foto: Ortsgemeinde: Umleitung: Feldweg wird noch in dieser Woche geteert

Ortsgemeinde: Geplagte Anwohner können aufatmen

(06.07.2012)

Lösung Umleitungsstrecke durch Wiesengrund soll befestigt werden

Burgschwalbach/Zollhaus. Für die von Staub und Dreck geplagten Anwohner der Umleitungsstrecke zwischen Zollhaus und Burgschwalbach ist eine Lösung in Sicht. Der Weg durch den Wiesengrund soll bituminös befestigt werden. Das erfuhr die RLZ auf Anfrage bei Bürgermeister Volker Satony (VG Hahnstätten). Zuvor hatte es bei der Kreisverwaltung eine Besprechung mit Landrat Günter Kern gegeben.

Wie mehrfach berichtet, wird zurzeit die Kreisstraße 64 ausgebaut und ist für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Der Anliegerverkehr wird seitdem über den Wirtschaftsweg umgeleitet, allerdings wird die Strecke – trotz eines Durchfahrtverbots – auch von Verkehrsteilnehmern genutzt, die das eigentlich nicht dürften - sehr zum Leidwesen der Anwohner. Offen ist noch, ob der Ausbau des Wirtschaftswegs provisorisch oder dauerhaft erfolgt. Das muss Burgschwalbach entscheiden. Am Montag tagt dazu der Haupt- und Finanzausschuss. Knackpunkt: Bei dem Provisorium werden die Kosten anteilig übernommen – einschließlich des Rückbaus. Will die Ortsgemeinde eine dauerhafte Lösung, muss sie die Mehrkosten alleine tragen, wobei noch fraglich ist, ob die Landespflege dem zustimmt. Satony geht davon aus, dass der Wirtschaftsweg innerhalb der nächsten zwei Wochen geteert wird; währenddessen wird die Baustelle auf der K 64 ruhen und der Verkehr über die Kreisstraße rollen.jgm

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 6. Juli 2012, Seite 20

Ortsgemeinde: Junge Leute haben ihr eigenes Parlament

(02.07.2012)

Diskussion Gremium für Jugendliche in Burgschwalbach gegründet – Zahlreiche Vorschläge eingebracht Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Burgschwalbach. „Wir sind eure Zukunft“ ist der Leitspruch, der in Burgschwalbach dazu führte, dass junge Leute im Ort ein besonderes Mitspracherecht bekommen. Im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ agiert Burgschwalbach ganz weit vorne. Wichtig dabei ist das nun gegründete Jugendparlament, das ein Novum in der Gemeinde darstellt.

Natürlich werden sich die Burgschwalbacher Jugendlichen, allen voran ihre Jugendbürgermeisterin Elena Gethmann mit ihrem „Kollegen“ dem Jugendbürgermeister Vinzenz Gotthardt, nicht um ernsthafte Entscheidungen und Finanzfragen kümmern, doch sie werden ab sofort unbekümmert ihre Wünsche und Anträge vorlegen, wenn es im Gemeinderat um Entscheidungen über Kinder oder Jugendliche zwischen 13 bis 18 Jahren geht. Da gibt es eine ganze Reihe ungelöster Probleme, die das junge Gremium mit Hilfe des verständnisvollen Ortsbürgermeisters Claus-Harry Becker, der Jugendpflegerin Kerstin Baumgärtner und des Psychotherapeuten Stephan Hannappel in Angriff nehmen werden.

Zunächst steht die Nutzung des Jugendraums im Fokus der möglichen Benutzer. Ein Wochentag ist speziell für die kleineren Kinder mit Elternteilbetreuung gedacht. An zwei Tagen in der Woche soll der Raum für die Jugendlichen offen stehen, die sich selbst vorstehen und ohne Betreuung an die geltenden Regeln halten wollen. Die Abrechnung über den Verzehr soll – so ist es vorläufig angedacht – über einen Erwachsenen abgewickelt werden.

Diskutiert wurde auch über einen sicheren und pflegeleichten Schwimmteich. Auch eine Fahrt nach Mainz in den Landtag, inklusive Teilnahme an einer Abgeordnetensitzung, wurde vom Bürgermeister vorgeschlagen. Eine Wandertour zum Johannisbrunnen und zur Müllerfarm mit späterem indianischem Kochen stand zur Debatte. Auch der gewünschte Basketballkorb sollte möglichst ortsnah montiert werden, denn die Jugendlichen möchten nicht bis zum Sportplatz laufen. Über alle nun in die Diskussion gebrachten Vorhaben des Jugendparlaments soll bei der nächsten Zusammenkunft des Gremiums umfassend entschieden werden.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 2. Juli 2012, Seite 13

 

In Burgschwalbach ist das Jugendparlament erstmals zusammengekommen. Mit der Unterstützung von Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker, Psychotherapeut Stephan Hannappel und  Jugendpflegerin Kerstin Baumgärtner wird es künftig etliche Projekte angehen. Foto: Wilma Rücker

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Junge Leute haben ihr eigenes Parlament
Foto: Ortsgemeinde: Junge Leute haben ihr eigenes Parlament

Ortsgemeinde: Dörfer begutachtet

(22.06.2012)

Wettbewerb Jury in Burgschwalbach

Burgschwalbach. Nach Obernhof und Oberneisen in der Hauptklasse Anfang Juni begutachtete die Jury im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Winden und Burgschwalbach in der Sonderklasse. Die Ergebnisse der Bewertungskommission im Gebietsentscheid Koblenz sollen am 29. Juni bekannt gegeben werden. Obernhof und Burgschwalbach gingen als Sieger aus dem Kreisentscheid hervor. Ziel des Wettbewerbs ist die Verbesserung der Zukunftsperspektiven in den Dörfern und die Steigerung der Lebensverhältnisse in den ländlichen Räumen. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 22. Juni 2012, Seite 17

 

Von Winden kommend, traf sich die Bewertungskommission mit Vertretern der Ortsgemeinde Burgschwalbach. Vom Fuße der Burg machten sich alle zu einem Rundgang durch den Ort auf. Die Ergebnisse der Jury werden Ende Juni vorgestellt. Foto:Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Dörfer begutachtet
Foto: Ortsgemeinde: Dörfer begutachtet

Ortsgemeinde: Umleitungsstrecke wird zur Problemzone

(22.06.2012)

Verkehr Anlieger beklagen schlechten Zustand der Fahrbahn – Polizei rechtfertigt Kontrollen

Burgschwalbach. Die Umleitungsstrecke durch die „Au“, zwischen Zollhaus und Burgschwalbach, die im Zuge des Ausbaus der K 64 eingerichtet worden ist, sorgt nach einer ruhigen Anfangsphase nun für Diskussionsstoff. Anwohner kritisieren den schlechten Zustand der Fahrbahn, der sich in den vergangen Tagen durch den starken Regen weiter verschlimmert hat. Für die Anlieger eine unzureichende Perspektive, schließlich dauern die Bauarbeiten bis zum Ende des Jahres.

Bürger wandten sich bereits an die Verbandsgemeinde Hahnstätten, mit der Bitte, Schritte in die Wege zu leiten, die den Straßenzustand verbessern. Hinzu kam nun eine Polizeikontrolle, die die Gemüter der Anwohner erregte. Die Umleitungsstrecke ist nur für Burgschwalbacher Bürger, öffentlichen Busverkehr sowie Ver- und Entsorgungsfahrzeuge eingerichtet worden. Durch die Anwohner insbesondere der Straßen „Auf der Au“ und „In der Seite“ kam es in der Folge immer wieder zu Beschwerden über Verkehrsteilnehmer. Moniert wurde wiederholt, dass bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 30 zu schnell gefahren und das Rotlicht der Baustellenampeln und das Zusatzschild „Anliegerverkehr frei“ missachtet würde.

Die Polizei Diez reagierte auf die Beschwerden mit einer Kontrollaktion durch Beamte der Bereitschaftspolizei. Die überprüfte am Mittwoch, zwischen 13.30 Uhr und 17.30 Uhr, in der Problemzone insgesamt 112 Fahrzeuge. Dabei wurden 33 Verwarnungen wegen unberechtigtem Befahren der Umleitung, vier Verwarnungen für Gurtmuffel, neun Kontrollaufforderungen wegen Mängeln an Fahrzeugen und nicht mitgeführten Dokumenten ausgesprochen. Wie die Polizei Diez weiter mitteilte, setzen die Beamten die Kontrollen zu unregelmäßigen Zeiten fort.

Dabei steckt die Polizei jedoch in einem Dilemma, wie Karl Hofstätter, Leiter der Inspektion Diez, in einem Gespräch mit der RLZ äußerte. Die Polizei habe die konkreten Bürgerbeschwerden zum Anlass genommen, entsprechende Kontrollen vorzunehmen. Prompt, schon fast wie erwartet, würde sich nun darüber beschwert, mit welch großem Aufwand und unter Verschwendung von Steuergeldern die Polizei dort Kontrollen durchführe. „Habt ihr nichts Besseres zu tun?“ Oder: „Fangt die Schwerverbrecher!“ seien nur einige Sprüche, die sich die jungen und frisch zu Kommissaren ausgebildeten Beamten hätten anhören müssen. Einigen Bürgern sei es zu viel gewesen, den ortsunkundigen Beamten zu erklären oder nachzuweisen, dass sie berechtigte Anlieger sind. „Gerade das aber liegt in der Natur der Sache einer solchen Anliegerkontrolle. Zur Verkehrserziehung gehören halt auch unliebsame Kontrollen von Klein- oder Bagatellverstößen“, betonte Hofstätter. Die jungen Beamten der Bereitschaftspolizei verdienten Anerkennung und Respekt, da sie sich „manch unflätige und unsachliche Unmutsäußerung“ geduldig anhörten, freundlich antworteten und korrekt gehandelt hätten. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 22. Juni 2012, Seite 22

 

Stark frequentiert ist die Umleitung in der „Au“. Das hat mit dem Regen der vergangenen Tage zu Schäden in der Fahrbahn geführt. Bei trockenem Wetter bilden sich dichte Staubwolken, die die Straßen verschmutzen. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Umleitungsstrecke wird zur Problemzone
Foto: Ortsgemeinde: Umleitungsstrecke wird zur Problemzone

Ortsgemeinde: Ampelregelung in der Au verläuft weitgehend ohne Probleme

(14.06.2012)

Burgschwalbach. Am Montag haben die Arbeiten zum Ausbau der K 64 in Burgschwalbach begonnen. Seitdem werden Anliegerverkehr, Ver- und Entsorgungsfahrzeuge sowie Busse über die Au von Zollhaus nach Burgschwalbach geführt. Der Verkehr fließt einspurig und wird über eine Ampel geregelt. Wie das Ordnungsamt in Hahnstätten auf Anfrage der RLZ mitteilt, nutzen kaum Pendler in Richtung Hühnerstraße die Umleitung. Anders als beim ersten Bauabschnitt im vergangenen Jahr, bei dem es durch das hohe Verkehrsaufkommen zu Störungen kam. Die Rot-Phase wurde jetzt bewusst länger geschaltet, da in der Umleitung eine Bedarfshaltestelle für Busse eingerichtet ist und in die Ampelschaltung die Ein- und Ausstiegszeit mit eingerechnet wurde. Sowohl Linienbusse als auch Schul- und Kindergartenbusse fahren über den Wirtschaftsweg. up Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 14. Juni 2012, Seite 24

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ampelregelung in der Au verläuft weitgehend ohne Probleme
Foto: Ortsgemeinde: Ampelregelung in der Au verläuft weitgehend ohne Probleme

Ortsgemeinde: Kreisstraße ab Montag voll gesperrt

(06.06.2012)

Verkehr Zweiter Abschnitt in der Ortsdurchfahrt von Burgschwalbach wird saniert.  Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Bürger aus Burgschwalbach müssen sich in den kommenden Monaten auf eine etwas längere Fahrzeit aus ihrer Gemeinde in Richtung Hahnstätten und Diez/Limburg einstellen. Neben der bereits begonnenen Sanierung der B 54 in Hahnstätten-Süd steht der zweite Teil des Ausbaus der K 64, zwischen Zollhaus und Burgschwalbach, bevor.

Der Landesbetrieb Mobilität in Diez teilt mit, dass am Montag, 11. Juni, mit den Bauarbeiten begonnen wird. Die Baucontainer stehen bereits an Ort und Stelle und die Umleitungsstrecke für den Anliegerverkehr über den Wirtschaftsweg in der Au ist abgesteckt. Der Ausbau wird abschnittsweise unter Vollsperrung durchgeführt. Zunächst werden von den Verbandsgemeindewerken Hahnstätten die Ver- und Entsorgungsleitungen von der Einmündung Schönbachstraße durch den Ort bis zum Bauende, dem Anschluss an die bereits ausgebaute Kreisstraße, erneuert sowie die Gehwege angelegt. Im zweiten Bauabschnitt werden die Arbeiten zwischen der Schönbachstraße und der Straße „Auf der Lehmkaut“ vorgenommen. Im weiteren Verlauf wird der Bereich der Kreisstraße zwischen der „Hammermühle“ bis zur Einmündung der Straße „Auf der Lehmkaut“, saniert.

Bedingt durch den zeitlichen Ablauf mit den jeweils notwendigen Vollsperrungen kann die Bushaltestelle in der Bahnhofstraße von Burgschwalbach nicht mehr angefahren werden. Deshalb wird ab 11. Juni für die komplette Bauzeit eine Ersatzhaltestelle am Wirtschaftsweg zwischen Zollhaus und Burgschwalbach eingerichtet. Die Haltestelle kann von der Bahnhofstraße aus über den neuen Fußweg, weiter über die Holzbrücke über den Palmbach erreicht werden. Für Behinderungen, die durch den Ausbau der K 64 entstehen, bitten Landesbetrieb Mobilität, Rhein-Lahn-Kreis als Straßenbaulastträger, VG-Werke sowie Ortsgemeinde um Verständnis.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 6. Juni 2012, Seite 26

 

Umleitung über die Au

Während der Bauarbeiten auf der Kreisstraße 64 wird der Anliegerverkehr über den Wirtschaftsweg durch die Au von Zollhaus bis Burgschwalbach umgeleitet. Die einspurige Verkehrsführung wird mit einer Ampel geregelt. Der Weg ist jedoch nur für Burgschwalbacher Bürger, Ver- und Entsorgungsfahrzeuge sowie Busse freigeben. Polizei und Ordnungsamt haben bereits Kontrollen angekündigt. up

 

Die Bushaltestelle in der Bahnhofstraße  kann während der Bauarbeiten nicht angefahren werden. Dafür wird eine Ersatzhaltestelle am Wirtschaftsweg zwischen Zollhaus und Burgschwalbach angelegt. Die Umleitung für Anlieger ist bereits durch Begrenzungspfosten abgesteckt. Fotos: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Kreisstraße ab Montag voll gesperrt
Foto: Ortsgemeinde: Kreisstraße ab Montag voll gesperrt

Ortsgemeinde: Jugend in die Ortsentwicklung integrieren

(25.05.2012)

Dorfmoderation Kinder bekommen eine Stimme, wenn es um aktuelle Veränderungen in Burgschwalbach geht

Burgschwalbach. Um auch die Kinder von Burgschwalbach in die aktuelle Dorfentwicklung einzubinden, hatte Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker alle Kinder und Jugendlichen der Palmbachgemeinde eingeladen und mit der aktuellen Dorfmoderation bekannt gemacht. In zwei Altersgruppen eingeteilt, erschienen erstaunlich viele Teilnehmer, die etwas zu sagen hatten und sich dabei nicht scheuten, ihre Wünsche ehrlich und wohlüberlegt zur Sprache zu bringen.

So begann der Moderationsmarathon „Unsere Kinder – unsere Zukunft“ zunächst mit der Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen, die mit viel Begeisterung und guten Ideen punkteten. Auch die 14- bis 18-Jährigen hatten sich mit etwa 17 Jugendlichen in großer Zahl eingefunden und richteten ihre Wünsche und Bedenken an Gemeinderat, Bürgermeister, Bürger und Eltern.

Auf diese Weise kamen einige Wünsche zur Sprache. Zum Beispiel ein Jugendparlament zu gründen oder einen Jugendflohmarkt, inklusive einer damit verbundenen Jobbörse standen zur Debatte. Hier könnten die jungen Bürger kleinere Arbeiten innerhalb der Gemeinde in Angriff nehmen – wie etwa Rasen zu mähen, Keller aufzuräumen oder sich bei handwerklichen Arbeiten nützlich zu machen. Natürlich gegen eine kleine Entlohnung, die zur Hälfte in eine Gemeindekasse gegeben wird, um Projekte zu unterstützen.

Ein Treffpunkt für Jugendliche, die mit Fußball weniger anfangen können, kam außerdem zur Sprache. Ein Schwimmteich wäre dafür keine schlechte Idee, weil Schwimmbäder für viele Gemeinden ohnehin zu teuer geworden sind. Eine Jugenddisco oder gar Minigolf, ein Basketballkorb, ein spezielles Sportfest und ein gemeinsamer Ausflug wurden auf der Wunschliste vermerkt. Da nicht alle Wünsche zu realisieren sind, ist demnächst ein erneutes Treffen geplant, bei dem Ortsbürgermeister Becker gründlicher auf die vorgeschlagenen Themen eingehen wird und mit allen Beteiligten berät, was die höchste Priorität besitzt. Im Anschluss wird darüber im Gemeinderat diskutiert und entschieden. Dazu werden auch die Kinder und Jugendlichen eingeladen.

Die „Oase“ am alten Hochbehälter ist der Treffpunkt vieler junger Leute. Das soll sich in Zukunft auch nicht ändern. Dennoch wird ein neues Konzept in der Dorfmoderation thematisiert. Wilma Rücker

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 25. Mai 2012, Seite 21

Ortsgemeinde: Ehrenamtliche Leistung in Orten anerkannt

(16.05.2012)

Wettbewerb Erfolge für Burgschwalbach in der Sonderklasse sowie Oberneisen und Schiesheim in der Hauptklasse Von unserem Redakteur Uli Pohl

Aar. Mit 73 Punkten, einem Zähler mehr als die zweitplatzierte Gemeinde Winden, ist  Burgschwalbach erneut Kreissieger in der Sonderklasse beim rheinland-pfälzischen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und verteidigt den Titel aus dem Vorjahr. 2009 war Burgschwalbach ebenfalls erfolgreich. In der Hauptklasse belegte Oberneisen einen sehr guten zweiten Platz, einen Punkt hinter dem Sieger Obernhof. Als dritter Ort der Verbandsgemeinde Hahnstätten landete Schiesheim in der Hauptklasse auf Platz sechs.

„Den Erfolg verdankt Burgschwalbach vor allem seinen Bürgern. Ihre ehrenamtliche Leistung wird mit der Auszeichnung anerkannt“, freut sich Claus-Harry Becker, Ortsbürgermeister von Burgschwalbach

Er sieht nicht nur in seiner Gemeinde ein enormes Potenzial, das entdeckt und gefördert werden kann: „Wir müssen die Bevölkerung immer mehr beteiligen. Gerade in Zeiten, in denen in den Kommunen ein Sparzwang herrscht.“ Eine Möglichkeit, dieses Potenzial großflächig zu fördern, sieht Becker in einer gemeinsamen Dorfmoderation, beispielsweise der Orte in der Verbandsgemeinde Hahnstätten: „Wir könnten so Kooperationen bilden und uns dabei gegenseitig Ideen geben. Von der Bewertungskommission wurden in Burgschwalbach vor allem die Einbindung des bürgerlichen Engagements in Initiativen und Arbeitsgruppen auf ehrenamtlicher Basis, die Integration der Jugend in die kommunale Entscheidungsfindung, der Bau der neuen Mehrzweckhalle, die geschmackvolle Umgestaltung des Friedhofs sowie die guten Biotoppflegemaßnahmen und die sinnvolle Aufwertung von Biotopen gelobt. In Oberneisen war Ortsbürgermeister Peter Pelk vom zweiten Platz in der Hauptklasse angenehm überrascht. „Der Erfolg zeigt, dass wir in den vergangenen zwei Jahren vieles richtig gemacht haben“, betonte Pelk, der in der Teilnahme am Wettbewerb auch eine Standortbestimmung für Oberneisen sieht. Genau wie in Burgschwalbach spornt der Erfolg in Oberneisen zum Weitermachen an. Als positiv bewertete die Jury in Oberneisen die konsequente Umsetzung der Dorferneuerung, das Aartalmuseum mit Fossilien als touristische Qualitätssteigerung, die Entwicklung im Ortskern, die Priorität vor der Besiedelung am Ortsrand genießt, sowie die liebevoll gestalteten Fachwerkhäuser mit ansprechender Hofgestaltung. Schiesheim landete zwar auf Platz sechs in der Hauptklasse, sieht aber in der Teilnahme eine Bestätigung in der Dorfentwicklung, die auch durch die Dorfmoderation im Rahmen der Aar-  Akademie vorangetrieben wird. Burgschwalbach und Oberneisen haben die Teilnahme am Gebietsentscheid im Bezirk Koblenz im Juni angemeldet.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom  Mittwoch, 16. Mai 2012, Seite 27

 

Gar keine trüben Aussichten: Mit dem erneuten Erfolg in der Sonderklasse hat Burgschwalbach bewiesen, dass der Ort auf dem richtigen Weg ist. Eingebettet in eine schöne Landschaft, weist Burgschwalbach ein großes touristisches Potenzial auf, das weiter ausgeschöpft werden kann. Foto: Uli Pohl.

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ehrenamtliche Leistung in Orten anerkannt
Foto: Ortsgemeinde: Ehrenamtliche Leistung in Orten anerkannt

Ortsgemeinde: Wettbewerb Erfolgreiche Teilnehmer bei „Unser Dorf hat Zukunft“

(15.05.2012)

Burgschwalbach und Obernhof siegen auf Kreisebene

Wettbewerb Erfolgreiche Teilnehmer bei „Unser Dorf hat Zukunft“

Rhein-Lahn. Die Sieger auf Kreisebene im rheinland-pfälzischen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft 2012“ stehen jetzt fest: In der Sonderklasse siegte Burgschwalbach, in der Hauptklasse Obernhof. Hier die Ergebnisliste, die die Kreiskommission jetzt bekannt gab. Sonderklasse: 1. Burgschwalbach (73 Punkte), 2. Winden (72 Punkte), 3. Nochern (67 Punkte), 4. Osterspai (64 Punkte), 5. Arzbach (58 Punkte) und 6. Oelsberg (53 Punkte). Hauptklasse: 1. Obernhof (61 Punkte), 2. Oberneisen (60 Punkte), 3. Dachsenhausen (59 Punkte), 4. Frücht (58 Punkte), 5. Geisig (57 Punkte), 6. Schiesheim (46 Punkte) und 7. Prath (40 Punkte).

Die Kreiskommission, die die Orte vor wenigen Tagen besucht und bewertet hatte, gab bei den jeweils drei Erstplatzierten auch bekannt, welche Kriterien zu der guten Bewertung geführt haben. So wurden in Burgschwalbach die „Einbindung des bürgerlichen Engagements in Initiativen und Arbeitsgruppen auf ehrenamtlicher Basis, die Integration der Jugend in die kommunale Entscheidungsfindung, die Schaffung einer neuen Mehrzweckhalle, die geschmackvolle Umgestaltung des Friedhofs sowie die guten Biotoppflegemaßnahmen und sinnvolle Aufwertung von Biotopen“ gelobt. In Winden fielen bei der Kommission die erfolgreiche Dorfmoderation, die Ausstattung aller öffentlichen Gebäude mit regenerativen Energien, die Schaffung eines Dorf- und Internetcafés, die Heranführung von Kindern an die Imkerei sowie die innerörtliche Flurbereinigung (in Planung) positiv ins Gewicht. Und für die Ortsgemeinde Nochern sprachen „das ausgeprägte bürgerschaftliche Engagement, die Identitätssteigerung durch einen Werbeslogan, die liebevolle Ortsgestaltung durch zahlreiche Grünanlagen und die Ausnutzung der touristischen Möglichkeiten“.

Für den Sieger in der Hauptklasse, Obernhof, sprachen „viel ,Grün’ um die Ortslage mit guter Landschaftseinbindung, die Identitätsfindung durch regionalen Weinanbau und gute Vermarktung der Produkte, die Ausnutzung der touristischen Gelegenheiten (Ausbau sanfter Tourismus), die authentische Ortsbildpflege sowie der Bürgerstammtisch“. In Oberneisen wurden die „konsequente Umsetzung der Dorferneuerung, das Fossilienmuseum als touristische Qualitätssteigerung, die prioritäre Siedlungsentwicklung als Innenentwicklung vor Außenentwicklung sowie die liebevoll gestalteten Fachwerkhäuser mit ansprechender Hofgestaltung“ gelobt.

In Dachsenhausen schließlich erfreuten sich die Jurymitglieder an der „neu gestalteten Dorfmitte mit Dorfgemeinschaftshaus und Bushaltestelle, der konzeptionellen Verkehrsentwicklung zur Entlastung und Beruhigung des dörflichen Verkehrs, dem regen Vereinsleben sowie dem großen ehrenamtlichen Engagement“.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 15. Mai 2012, Seite 17

Ortsgemeinde: Wenig Interesse an Zukunftsthema

(02.05.2012)

Projekt Dorfmoderation für Jugendliche in Burgschwalbach

Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Burgschwalbach. Nur wenige Besucher fanden sich zu einer Veranstaltung über ein Zukunftsthema in Burgschwalbach ein. Gerade einmal zehn Bürger (knapp ein Prozent der Bevölkerung) kamen zu einer von Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker ins Leben gerufenen Podiumsdiskussion mit dem Thema: „Unsere Kinder – unsere Zukunft“ oder „Was tun wir für unsere Zukunft“, was eigentlich viele Eltern und Großeltern hätte interessieren müssen.

Eine Moderation für Kinder und Jugendliche war es, die im Burgschwalbacher Dorfgemeinschaftshaus nur von wenigen besucht wurde. Ein Gremium hatte sich eingefunden, das zunächst mit Berichten der einzelnen Moderatoren die Situation beschrieb. Burgschwalbach mit etwa 1100 Einwohnern, davon 20 Prozent Jugendliche und Kinder unter 20 Jahren, ist auch mit der demografischen Entwicklung und einer sinkenden Geburtenrate konfrontiert. Jeder Dritte arbeitet außerhalb, hat demzufolge längere Arbeitszeiten und die Kinder brauchen Betreuung. Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker punktete gleich zu Beginn der Moderation mit den Werten der idyllisch gelegen Gemeinde im Palmbachtal.

Vier Spielplätze, eine Kita, etliche vereinsinterne Förderkreise, oftmals eigene Gärten, die zum Spielen einladen und der beaufsichtigte Jugendkeller in Burgschwalbachs Mitte stehen der jungen Generation offen und fördernd bei. Simone Manger von der Jugendpflege Mayen informierte in einem Kurzreferat über naturnahe Spielflächen, Betreuungsangebote durch Familien und Freunde, generationenübergreifende Arbeit zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. So sollen die Kinder und Jugendlichen auch lernen, dass nicht alle Wünsche im Leben realisierbar und auch die Bedürfnisse Erwachsener zu beachten sind.

Ralf Stein von der Schulsozialarbeit der Realschule plus berichtete, dass den Jugendlichen oft die Ideen fehlen, um etwas Kreatives auf die Beine zu stellen. Sie „hängen einfach nur ab“ und wissen nichts mit sich anzufangen, so Stein. Psychotherapeut Stefan Hannappel lobte Beckers Idee, betrachtete sie als besonders innovativ und berichtete von psychischen Störungen Jugendlicher, Heilbehandlungen und allzu starker Behandlung durch Psychopharmaka, deren Anwendung in den vergangenen 20 Jahren um 5000 Prozent gestiegen sei und nicht als Allheilmittel gelte. Kerstin Baumgärtner von der Jugendpflege pflichtete Hannappel bei und erinnerte an die Hochintelligenten auf dem Land, die eine bessere Ausbildungschance benötigen.

Tanja Erlei (Schulsozialarbeit Grundschule) hört ihren anvertrauten Schützlingen in der Hahnstätter Schule zu. 29 Schüler kamen spontan zu ihr, so Erlei. Michael Kürzinger, derzeit der Dorfmoderator, erzählte von Urlauben, die die Jugendlichen gern auch mal daheim verbringen und bestätigte, dass in „Burgschwalbach die Welt noch in Ordnung sei“. Jürgen Hänsel vom Albert-Schweitzer-Familienwerk bot aus seiner Sicht Hilfe an, die von ausgebildeten Fachkräften in Tagesgruppen und weiterführenden Maßnahmen auf einen geeigneten und erfolgreichen Weg leiten.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 2. Mai 2012, Seite 14

 

Bei der Dorfmoderation berichteten (von links) Simone Manger, Tanja Erlei, Claus-Harry Becker, Kerstin Baumgärtner, Jürgen Hänsel, Stefan Hannappel und Ralf Stein von verschiedenen Projekten.Foto: Wilma Rücker

 

Ideenpool für Aktionen in der Freizeit

Nach einem Imbiss wurde eine abschließende Diskussionsrunde geführt, bei der Wünsche für konkrete Angebote auf den Punkt gebracht wurden. Angedacht wurde ein Ideenpool für Freizeitaktionen. Eltern können dazu eine Aktionsbörse ins Leben rufen und möglichst viele gemeinsame Projekte durchführen. An den Aktionen sollen sich möglichst alle Kulturkreise und alle Altersgruppen beteiligen. Negativ wurde ein einseitiges Sportangebot beurteilt, denn nicht jeder Jugendliche fühlt sich beispielsweise dem Breitensport Fußball verbunden. wr

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 2. Mai 2012, Seite 14

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Wenig Interesse an Zukunftsthema
Foto: Ortsgemeinde: Wenig Interesse an Zukunftsthema

Ortsgemeinde: Bürger an Energieerzeugung beteiligen

(25.04.2012)

Aktion Burgschwalbach plant Projektgruppe für alternative Stromversorgung Von unserem Redakteur  Uli Pohl

Burgschwalbach. Auf den letzten Drücker hat die Gemeinde Burgschwalbach die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Anbaus der neuen Mehrzweckhalle installiert und kommt dadurch in den Genuss der Förderung, die vor dem 1. April gültig war. Die Kosten dafür betrugen rund 60 000 Euro. Jetzt plant die Gemeinde auf dem südlichen Teil des Satteldachs der altehrwürdigen Turnhalle und des künftigen Multifunktionsgebäudes eine zweite Anlage. Dabei sollen die Bürger mit ins Boot geholt werden.

„Einwohner aus Burgschwalbach und Umgebung können sich an der geplanten zweiten Anlage beteiligen. Trotz der gekürzten Förderung erwarten wir eine Rendite“, berichtet Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker auf Anfrage der der RLZ. Diejenigen, die Interesse an einer Beteiligung haben, können sich bis zum 11. Mai beim Ortsbürgermeister, Telefon 06430/7673 oder 06430/1589, sowie in der Sprechstunde, jeweils donnerstags von 17 bis 19 Uhr, melden. Die Stromgewinnung und Veräußerung fällt anteilsmäßig der Bürgergesellschaft zu. „Für uns ist es nur der Auftakt, ein Weg in die richtige Richtung, um den eh schon hohen Anteil an regenerativen Energien in der Ortsgemeinde noch weiter zu steigern. In Zukunft sind weitere Energieprojekte angedacht, an denen ebenfalls die Bürger beteiligt werden“, so Becker. Im Rahmen der Dorfmoderation soll eine Projektgruppe „Energetische Versorgung Burgschwalbach“ initiiert werden. Erste Priorität genießt dabei die Energieeinsparung. Dazu hat ein Fachmann eines Energieversorgers bereits seine Unterstützung angedeutet und bietet individuelle Beratungen rund ums Energiesparen an. Um das Projekt schnell ins Rollen zu bringen, soll die zweite Anlage auf dem südlichen Teil der Turnhalle „sobald als möglich“ installiert werden. Zurzeit steht die Unterkonstruktion für die Dachabdeckung.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 25. April 2012, Seite 22

 

Auf dem Dach des Anbaus der Turnhalle ist bereits eine Fotovoltaikanlage installiert. Jetzt plant die Gemeinde eine zweite, an der sich die Bürger finanziell beteiligen können. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Bürger an Energieerzeugung beteiligen
Foto: Ortsgemeinde: Bürger an Energieerzeugung beteiligen

Ortsgemeinde: Kinder und Jugendliche ansprechen

(25.04.2012)

Dorfmoderation Eltern und Nachwuchs sollen gemeinsam Ideen für Ort entwickeln

Nach den Initiativen für die Senioren, aus denen beispielsweise das Altencafé in Burgschwalbach entstanden ist, sollen nun die Kinder und Jugendlichen noch mehr in die Projekte der Dorferneuerung mit einbezogen werden. Unter dem Titel „Unsere Kinder – Unsere Zukunft“ steht der Auftakt für mehrere Veranstaltungen im Ort, bei denen die Bedürfnisse der jüngeren Generation erhört und umgesetzt werden sollen. Am Donnerstag, 26. April, wird das Projekt vorgestellt. Ab 19.30 Uhr stehen die Referenten Kerstin Baumgärtner (Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde), Michael Kürzinger (Dorfmoderator), Tanja Erlei (Schulsozialarbeiterin der Grundschulen), Stefan Hanappel (Psychotherapeut), Ralf Stein (Schulsozialarbeiter der Realschule plus), Jürgen Hänsel (Albert-Schweitzer-Familienwerk) sowie Simone Manger (Jugendpflege Mayen), die die Jugendarbeit in Hahnstätten und Umgebung von außen betrachten werden, im Podium Fragen und Anregungen bereit. Zum Auftakt sind alle Kinder, Jugendlichen und deren Eltern eingeladen. Ein Ziel könnte die Einrichtung eines Jugendparlaments in Burgschwalbach sein. Am Freitag, 4. Mai, um 14 Uhr für Kinder von acht bis zwölf Jahren und um 16 Uhr für Jugendliche von 13 bis 18 Jahren, folgt die Moderation für Kinder und Jugendliche, bei denen konkrete Vorschläge und Ideen besprochen und entwickelt werden.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 25. April 2012, Seite 22

Ortsgemeinde: Burgschwalbach profitiert von der Kraft der Sonne

(02.04.2012)

Investition Auf dem Dach der Mehrzweckhalle wurde gerade noch rechtzeitig Fotovoltaikanlage installiert – Bürgerbeteiligung geplant Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Burgschwalbach. Auf dem Dach der Burgschwalbacher Mehrzweckhalle ist eine Fotovoltaikanlage installiert worden. Im Eilverfahren war das Projekt zuvor genehmigt worden, um die staatlich garantierte Einspeisevergütung noch zu erhalten und eine frühzeitige Amortisation der Anlage zu gewährleisten.

Höchst zufrieden zeigten sich daher die Ratsmitglieder um Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker während einer Begehung der Baustelle in der Panröder Straße. Dieter Schuster (SPD), Bernd Domsalla (FWG), Manfred Schuhmacher (SPD), der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler und die Architektin Sonja Meffert erörterten den Stand der Dinge und besprachen die nachfolgenden Baumaßnahmen.

Die Arbeiten befinden sich demnach im Zeitplan. So sind nun die Rohbau-, Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten über dem neuen Wirtschaftsanbau abgeschlossen. Auch die Fotovoltaikanlage auf der Südseite des Daches wurde noch termingerecht installiert und der deutschen Netzagentur gemeldet, um die staatlichen Fördermittel noch in Anspruch nehmen zu können. Nun geht’s weiter mit Heizungs- und Installationsarbeiten, denen dann, nachdem das alte Steildach der ursprünglichen Turnhalle mit Pfannen gedeckt ist, der Bau einer weiteren Fotovoltaikanlage folgen wird. Dort soll eine Anlage installiert werden, die in Form einer Bürgergemeinschaftsanlage geführt wird. Die Koordination übernimmt die Firma proHelios (Katzenelnbogen). Die Gemeinde erhält eine Pacht in Höhe von circa 200 Euro im Jahr. Jeder interessierte Bürger kann Anteile erwerben. Auskunft dazu erteilt nach Ostern Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker.

In der Mehrzweckhalle werden alsdann folgen ein Hallenschwingboden, mobile Trennwände, Fenster, Gastro- und Kücheneinrichtungen; ebenso die fachbezogene Ausstattung im Nutzungsbereich. Wenn es keine gravierenden Verzögerungen gibt, dann findet die Burgschwalbacher Kirmes im Oktober wieder im Saale statt. Nach Lage der Dinge dürfen sich die Bürger der Palmbachgemeinde auf ein schönes und praktisches Ambiente freuen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 2. April 2012, Seite 14

 

Die Kosten

Der Umbau der ehemaligen Burgschwalbacher Turnhalle zur Mehrzweckhalle ist mit 1,3 Millionen Euro veranschlagt. 800 000 Euro steuert das Land Rheinland-Pfalz bei. Die anwesenden Fachleute bestätigten, dass der Kostenrahmen nach bisherigen Berechnungen eingehalten wird. Das umfangreiche Bauprojekt soll nach insgesamt zwölf Monaten Bauzeit fertig gestellt sein. Die Bauarbeiten wurden allesamt an Firmen aus dem Ort oder der Region vergeben.

Blick auf die Baustelle: Hier entsteht die neue „gute Stube“ der Ortsgemeinde Burgschwalbach mit Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Foto: Wilma Rücker

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbach profitiert von der Kraft der Sonne
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbach profitiert von der Kraft der Sonne

Ortsgemeinde: Bauarbeiten an der K 64 werden fortgesetzt

(31.03.2012)

Infrastruktur LBM plant Ausbau des zweiten Abschnitts für Mai

Zollhaus/Burgschwalbach. Nachdem im vergangenen Jahr der erste Bauabschnitt der K 64 mit einem Kostenvolumen von rund 210 000 Euro fertiggestellt wurde, laufen derzeit die Vorbereitungen für den zweiten Abschnitt. Dies erfuhr der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Frank Puchtler vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) auf Anfrage. Der Streckenabschnitt hat eine Länge von knapp 700 Metern und umfasst sowohl freie Strecke als auch einen Teil der Ortsdurchfahrt von Burgschwalbach.

Das Projekt ist als Gemeinschaftsmaßnahme zwischen der Ortsgemeinde (Gehwege), den Verbandsgemeindewerken (Wasser und Kanal) und dem Rhein-Lahn-Kreis (Straße) geplant. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich für alle drei Gewerke auf rund 1 Million Euro. Davon entfallen auf den Straßenausbau der K 64 voraussichtlich 600 000 Euro.

Am 5. April erfolgt das Vergabeverfahren. Mit einem Baubeginn ist frühestens Anfang Mai zu rechnen. Bei gutem Verlauf können die Arbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen werden, meint der LBM.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 31. März 2012, Seite 14

Ortsgemeinde: Eldorado für Kleinlebewesen

(30.03.2012)

Umwelt Hexenküppel hat wieder seine alte Wirtschaftsform

Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Burgschwalbach. Was über viele Jahre auf dem Hexenküppel in Burgschwalbach wild vor sich hinwucherte, mag für manche Vogelarten ein einzigartiges Paradies gewesen sein. Doch nun wurde dort auf gemeindeeigenem Grund und Boden eine Ausgleichsfläche geschaffen, die nicht minder interessant für Fauna und Flora sein dürfte. Wie Landschaftsplaner und Wuchsexperte Michael Kürzinger mitteilte, wird der Hexenküppel auf seine alte Wirtschaftsform zurückgeführt.

Was momentan noch durch die erst kürzlich erfolgten Rodungsarbeiten etwas unwirtlich erscheint, begrünt sich in den nächsten Wochen von selbst. Der Boden ist voller Wurzeln und Samenrückstände, die den vermeintlichen Kahlschlag in kurzer Zeit in einen „Halbtrockenrasen“ verwandeln und so zahlreichen Insekten und Schmetterlingen Nahrung und ein Zuhause bieten sollen.

Die Ausgleichsfläche mit der Wegnahme der Verbuschung auf dem Hexenküppel wurde für die Felssicherungsmaßnahmen im Rhein-Kreis-Kreis auserkoren und brachte der Gemeinde somit keinerlei Nachteile. Bläuling, Zitronenfalter und Pfauenauge steht nun ein neuer Lebensraum offen. Etwa 0,75 Hektar verbuschte Hanglage wurden mit drei Eichen bepflanzt. Der Blick auf Dorf und Burg wird so wieder frei. Hobbyornithologe Michael Beensen ist beunruhigt, dass der schöne Ausblick zum Malerwinkel werden könne. Er sorgt sich um die weitere Existenz seiner Turmfalken, Milane, Mönchsgrasmücken, Nachtigallen, Dohlen sowie anderer Vogelarten, die er seit Jahren rund um die Burg beobachtet. Doch für ihn gibt es ein Trostpflaster. Im Herbst soll dort eine Vogelschutzhecke gepflanzt werden, informiert Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker.

Er machte sich bei der Begehung mit Ratsmitgliedern, Bürgern und Experte Kürzinger ein Bild vom neuen Hexenküppel. Zudem interessierten sich Rolf Klenk und Cosima Lindemann vom Naturschutzbund für die weitere Entwicklung um Burgschwalbachs Grüngürtel, der für Kleinlebewesen ein neu geschaffenes Eldorado bietet.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 30. März 2012, Seite 22

Das Foto entstand während der Begehung auf dem Hexenküppel in Burgschwalbach, der nun wieder auf seine alte Wirtschaftsform zurückgeführt wird. Foto: Wilma Rücker

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Eldorado für Kleinlebewesen
Foto: Ortsgemeinde: Eldorado für Kleinlebewesen

Ortsgemeinde: Fledermäuse als Untermieter willkommen

(26.03.2012)

Natur Auszeichnung für Burgschwalbacher  Dorfgemeinschaftshaus. Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Burgschwalbach. Eine ganz besondere Auszeichnung ging am Wochenende in die Gemeinde Burgschalbach. Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker freute sich sehr über die Urkunde und die Plakette, die er für das landesweite Nabu-Projekt „Fledermäuse willkommen“ aus der Hand von Projektleiterin Cosima Lindemann erhielt. Die Urkunde bestätigt, dass im Dorfgemeinschaftshaus etliche Familien der kleinen fliegenden Säugetiere Heimat gefunden haben. Etwa 40 Fledermäuse wohnen im „Oberstübchen“ des Burgschwalbacher Dorfgemeinschaftshauses zur „Untermiete“.

Fledermäuse fliegen mit ihren Händen, sehen mit ihren Ohren, hängen sich beim Schlafen auf und sind nachtaktiv. „Fledermäuse sind komisch und Angst einflößend“, so lautet die allgemeine Meinung vieler Menschen, die den intelligenten Insektenvertilger meist noch nie gesehen haben. Doch dass sie fast vom Aussterben bedroht sind, unseren Schutz brauchen und ein nahezu vorbildliches Sozialverhalten leben, ist den meisten Menschen nicht so recht bewusst.

In die Welt der Familie von Mausohr, Zwergfledermaus und der bevorzugt im Wald lebenden Bechsteinfledermaus führte Dr. Rolf Klenk aus Nassau. Gezielte Einsätze von Insektiziden, Pestiziden und die dringend benötigten Windkrafträder minimieren den Bestand. Deshalb ist es wichtig, dass den sagenumwobenen fliegenden Säugetieren auch eine Heimstatt gewährt wird. In Kirchen, Burgen, Stollen, alten Wohnhäusern und Scheunen sind sie gern beheimatet. Aber auch in modernen Wohnhäusern unter Firstsparren, in Luken, Mauerritzen und unterm Dach finden sie Platz, ihre Kinder aufzuziehen, die meist im Winterquartier, in alten Stollen, geboren werden.

Drei tierliebe Familien wurden in Burgschwalbach im Dorfgemeinschaftshaus zu einer kleinen Feierstunde mit Kaffee und Kuchen eingeladen. Ihnen wurde außer Bürgermeister Becker ebenso die Aktionsplakette „Fledermäuse willkommen“ ausgehändigt. Seit 12 Jahren hat Familie Christian Vollheim aus Dausenau die kleinen Flugtiere unter ihrem Dach und beseitigt auch gern ihre Hinterlassenschaften, die eigentlich ein guter Dünger sind. So mancher Winzer bessert so seine Weinbergerde auf. Familie Axel Groß aus Miehlen und Artur Loos aus Dessighofen sind ebenfalls lange schon Quartiergeber für Fledermäuse und freuten sich über die Auszeichnung. Es soll ein Ansporn für zukünftige fledermausliebende Gastgeberfamilien sein. Auch sie können sich für die Plakette bewerben, wenn ihr Haus mit kleinen Hilfsmitteln fledermaustauglich gestaltet werden soll, oder sich bereits fliegende Einquartierung bemerkbar macht.

Beratung über den Nabu Rheinland-Pfalz Postfach 1647, 55006 Mainz oder E-Mail

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 26. März 2012, Seite 15

Mehr Akzeptanz für fliegende Säugetiere schaffen

Gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz hat der Nabu die Aktion „Fledermäuse willkommen!“ ins Leben gerufen. Unterstützt wird das Projekt zudem von den ehrenamtlichen Fledermausschützern des Arbeitskreises Fledermausschutz Rheinland-Pfalz. Im Rahmen der Aktion sollen in den nächsten drei Jahren 300 fledermausfreundliche Gebäude oder sonstige herausragende Fledermausquartiere in ganz Rheinland-Pfalz mit einer entsprechenden Plakette und einer Urkunde ausgezeichnet werden, um so in einer breiten Öffentlichkeit mehr Akzeptanz für Fledermäuse zu schaffen. Dazu soll sich jeder um eine Auszeichnung bewerben können, der entweder bereits ein Quartier im eigenen Haus hat oder aber auch durch einen fledermausfreundlichen Umbau eines schaffen will.

Die ausgezeichneten Burgschwalbacher Familien Loos, Groß und Vollheim sowie Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker freuen sich mit Cosima Lindemann und Dr. Rolf Klenk über die Ehrung. Foto: Wilma Rücker

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Fledermäuse als Untermieter willkommen
Foto: Ortsgemeinde: Fledermäuse als Untermieter willkommen

Ortsgemeinde: Burgschwalbach erhält Auszeichnung

(22.03.2012)

Burgschwalbach. Die Gemeinde Burgschwalbach erhält am kommenden Samstag, 24. März, die Auszeichnung „Fledermäuse willkommen“. Sie wird im Rahmen einer kleinen Feierstunde um 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus von der Leiterin des Projekts, Cosima Lindemann, überreicht. Zudem gibt es Kurzreferate über Fledermäuse. Im Anschluss geht's zum Hexenküppel. Dort erläutert ein Mitarbeiter des Landesbetriebs Mobilität die vorgenommen Ausgleichsmaßnahmen. Zu der Feierstunde heißt die Gemeinde alle interessierten Bürger willkommen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 22. März 2012, Seite 22

Ortsgemeinde: Linden in der Wiesenstraße gepflanzt

(07.03.2012)

Burgschwalbach. Hochstämmige Linden sind in der Wiesenstraße in Burgschwalbach jetzt an die Stellen der Birken gerückt, die vergangene Woche aus Sicherheitsgründen gefällt wurden. Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker stellt in diesem Zusammenhang missverständliche Äußerungen klar: „Durch viele Gespräche konnten wir erreichen, dass das Fällen und ein großer Teil der Neupflanzung als Ausgleichsmaßnahme durch den Landesbetrieb Mobilität vorgenommen und finanziert werden konnte.“ Nicht das Fällen der Birken, sondern das Ausschneiden der Kronen der Birken hätte 5000 Euro gekostet. Auf die Ortsgemeinde seien lediglich die Kosten für vier Linden entfallen. Das gesamte Projekt sei mit dem Gemeindevorstand abgesprochen und in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bestätigt worden. up Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 7. März 2012, Seite 23

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Linden in der Wiesenstraße gepflanzt
Foto: Ortsgemeinde: Linden in der Wiesenstraße gepflanzt

Ortsgemeinde: Sanierung der Burg geht weiter

(02.03.2012)

Sanierung der Burg geht weiter

Großprojekt Arbeiten werden im Mai fortgeführt Von unserem Redakteur  Uli Pohl

Burgschwalbach. Dauerhafte Temperaturen von mehr als fünf Grad sind notwendig, um die Sanierung des Mauerwerks der Burg Schwalbach fortzuführen. Aus diesem Grund ruhten die Arbeiten seit Oktober des vergangenen Jahres. Jetzt sollen sie mit dem Einsetzen der entsprechenden Witterung wieder beginnen. „Zur Sanierung wurde ein speziell auf die Burg zugeschnittener Mörtel zusammengestellt, der nur bei entsprechenden Temperaturen zu verarbeiten ist. Ist es zu kalt, trocknet er nicht richtig“, berichtet Kerstin Neeb vom Landesbetrieb Liegenschaft und Baubetreuung (LBB) während eines Vor-Ort-Termins mit Armin Kraft, zuständiger Sachbearbeiter der Landesdirektion Burgen, Schlösser, Altertümer, Reinhard Simon, Leiter des LBB in der Niederlassung Diez, dem Landtagsabgeordneten Frank Puchtler, VG-Bürgermeister Volker Satony und Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker.

2 Millionen Euro wurden jetzt aus dem Haushalt der Landesregierung 2012/2013 für die Sanierung der Burg freigegeben. 1 Million Euro investierte man bereits in den ersten Bauabschnitt. Er umfasste die Sanierung der Ringmauer im südwestlichen Teil der Burg, das Aufmauern der Zinnen an der Ringmauer Nordwest, die archäologische Betreuung in den Höfen sowie die Notsicherung an den Zinnen des Palas. „Zu diesem Abschnitt zählt weiter das Verfugen der Oberflächen, das witterungsbedingt im Herbst des vergangenen Jahres abgebrochen werden musste“, sagt Neeb und kündigt an, dass die Arbeiten bis Ende Mai beendet sein sollen. Direkt im Anschluss beginnt der zweite Abschnitt, der jetzt ausgeschrieben und bis April vergeben wird. Er beinhaltet die Sanierung der Ringmauer Nordwest – inklusive des Gewölbes unter dem Westbau der Burg und der Kapelle – sowie des 35 Meter hohen Bergfrieds und das Aufsetzen abgetragener Mauerstücke vor dem Torbau. Für diese Arbeiten ist ein Zeitfenster von zwei Jahren veranschlagt. Die Ringmauer Nordwest hat eine Fläche von 520 Quadratmetern.

Der Zeitplan sieht vor, dass das Gerüst der Mauer Anfang Mai gestellt wird. Danach beginnen die Rohbauarbeiten im Gebäude. Das Einrüsten des Bergfrieds ist für Ende 2012 vorgesehen. Je nach Temperatur könnte die Sanierung des Turms im Februar 2013 beginnen. Ende 2013 soll der zweite Abschnitt abgeschlossen werden. Wie es danach weitergeht, bleibt offen. „Insgesamt sind 8,3 Millionen Euro für die Sanierung veranschlagt. Doch aufgrund der Schuldenbremse des Landes und den dadurch zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln ist ein Ende noch nicht in Sicht“, schildert Puchtler die finanzielle Situation.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 2. März 2012, Seite 19

„Insgesamt sind 8,3 Millionen Euro für die Sanierung veranschlagt.“

Frank Puchtler zum Gesamtvolumen des Projekts

Der nordwestliche Teil der Mauer und der Bergfried zählen zum zweiten Bauabschnitt. Für das Verfugen wird ein spezieller Kalkmörtel verwendet. Foto:Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Sanierung der Burg geht weiter
Foto: Ortsgemeinde: Sanierung der Burg geht weiter

Ortsgemeinde: Birken in der Wiesenstraße werden durch Linden ersetzt

(01.03.2012)

Verkehrssicherung Anwohner in Burgschwalbach fühlen sich nicht ausreichend informiert

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Kurzfristig hat die Gemeinde das Fällen der Birken in der Wiesenstraße angeordnet. Der Grund dafür war ein günstiges Angebot, das die Gemeinde von einem Landschaftsbauunternehmen aus Altenkirchen erhielt. Bereits vor fünf Jahren habe der Rat das Fällen der Bäume beschlossen, da sie durch herabfallende Äste nicht mehr verkehrssicher waren, teilte Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker mit.

Anwohner der Wiesenstraße fühlten sich von der Baumfällaktion überrumpelt. „Wir fühlen uns nicht ausreichend informiert. Die Art wie das gelaufen ist, war nicht gut“, beklagt Ratsmitglied Maximilian Walentin.

„Das Fällen der Bäume war notwendig, da sich vermehrt Totholz gebildet hatte, von dem Gefahren ausgingen“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde, die die Anwohner zu Beginn der Woche erhielten. Insgesamt stehen in der Wiesenstraße entlang des Palmbachs, 26 Birken, die das Ortsbild prägen. 13 werden jetzt entfernt, der Rest wird im Herbst oder Frühjahr des nächsten Jahres gefällt. „Alle Bäume werden ersetzt. Bereits am Freitag werden schmalkronige Linden gepflanzt. Das Landschaftsbild ist uns wichtig. Deshalb muss es erhalten bleiben“, betont Claus-Harry Becker. Lars Bieler, Landschaftsgärtner vom ausführenden Unternehmen, bestätigte gestern, dass die Bäume morsch und von innen heraus stark angegriffen sind. „Die Standsicherheit ist nicht mehr gegeben“, teilte Bieler mit und deutete auf einen abgesägten Stamm, der von Innen heraus fault. Die Kosten für das Fällen betragen 5000 Euro. Nach dem Absägen der 13 Birken im Herbst oder Frühjahr nächsten Jahres, rücken an ihre Stelle ebenfalls schmalkronige Linden.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 1. März 2012, Seite 22

 

Gestern Vormittag entfernte das Unternehmen 13 Birken. Deren Wurzeln bleiben im Boden. In die Zwischenräume werden Linden gepflanzt.

Nicht nur dieser Stamm weist ein schadhaftes Inneres auf. Fotos: Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Birken in der Wiesenstraße werden durch Linden ersetzt
Foto: Ortsgemeinde: Birken in der Wiesenstraße werden durch Linden ersetzt

Ortsgemeinde: Rätselraten um Gastronomie auf der Burg

(29.02.2012)

Widerspruch Unterschiedliche Angaben zur Kündigung des Pachtverhältnisses in Burgschwalbach

Burgschwalbach. Das Restaurant in der Burg Schwalbach ist seit einigen Wochen geschlossen. Der Pächter, die in Burgschwalbach ansässige BGT GmbH, hat den Vertrag gekündigt. Das sagte Armin Kraft, Leiter der Abteilung Liegenschaften beim Eigentümer, der Landesdirektion Burgen, Schlösser, Altertümer, während eines Termins mit dem Landesbetrieb Liegenschaft und Baubetreuung(LBB), bei dem die weiteren Schritte der Sanierung der Burg vorgestellt wurden. In einem Schreiben des Pächters, das im Glaskasten vor dem Eingang zur Burg ausgehängt ist, steht jedoch, dass die Landesdirektion ihn zur Räumung aufgefordert habe.

Dem widersprach Armin Kraft. Nach nicht geglückten Verhandlungen über ein zukünftiges Konzept zur Nutzung der gastronomischen Räume in der Burg, habe der Pächter Mitte Dezember den Vertrag gekündigt. Gleichzeitig sei das Pachtverhältnis der BGT GmbH mit der Burg Nassau beendet worden. Wie Kraft weiter mitteilte, bleibt die Gastronomie auf der Burg Schwalbach vorerst ohne neuen Pächter. Zunächst sollen die weiteren Bauabschnitte zur Sanierung für 2012 und 2013 abgeschlossen werden.

Nach Angaben von Kraft und dem Pächter hätten die sich Bauarbeiten negativ auf den Betrieb ausgewirkt. In Gesprächen habe man versucht, eine Lösung zu finden, die jedoch ohne Erfolg blieben. Die kurzfristige Schließung der Restauration bereitet einigen Brautpaaren Probleme, die das Trauzimmer der Verbandsgemeinde in der Burg bereits reserviert und die Feier auf der Burg gebucht hatten. Sie müssen sich jetzt nach einer anderen Örtlichkeit für ihre Hochzeit umschauen. Die Burg war zudem ein Bestandteil des touristischen Angebots in der Verbandsgemeinde. Wie Armin Kraft mitteilte, soll die Gastronomie auf der Burg zum gegebenen Zeitpunkt neu ausgeschrieben werden. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 29. Februar 2012, Seite 24

 

Die Gastronomie auf der Burg Schwalbach bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen. Zunächst werden weitere Abschnitte der Sanierung beendet, bis das Restaurant neu ausgeschrieben wird. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Rätselraten um Gastronomie auf der Burg
Foto: Ortsgemeinde: Rätselraten um Gastronomie auf der Burg

Ortsgemeinde: Verbindungsweg zur Au in Burgschwalbach in Arbeit

(10.02.2012)

Burgschwalbach. Die Brücke steht bereits seit einiger Zeit. Was noch fehlt, ist der Fußweg, der vor allem für die Bewohner des Sonnenbergs eine wichtige Verbindung zur Ortsmitte oder durch die Au nach Zollhaus bedeutet. Jetzt ist die Verbindung in Arbeit, auch wenn sie wegen der frostigen Temperaturen zurzeit eingestellt ist. Der Fußweg ist wichtig, da an der Kreisstraße nach Zollhaus bisher und auch nach der Sanierung der Straße, kein Bürgersteig vorhanden ist. Die Idee zur Brücke hatte der ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Schwindt. Fast ganze fünf Jahre hatte es gedauert, bis sein Wunsch im Sommer 2010 in Erfüllung ging. „Brücke zur Au“ heißt die Überquerung über den Schönbach. Die Bürger waren aufgerufen, ihr einen Namen zu geben. Nicht zuletzt wird die Verbindung in die Wanderwegführung rund um Burgschwalbach aufgenommen. up Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 10. Februar 2012, Seite 20

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Verbindungsweg zur Au in Burgschwalbach in Arbeit
Foto: Ortsgemeinde: Verbindungsweg zur Au in Burgschwalbach in Arbeit

Ortsgemeinde: Kreisstraße ab Mai gesperrt

(08.02.2012)

Ratssitzung Burgschwalbach gibt grünes Licht für neue Gehwege im zweiten Abschnitt der K 64 – Gewinn beim Weihnachtsbaumverkauf erzielt. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Der Landesbetrieb Mobilität hat den zweiten Teil des Ausbaus der K 64 angekündigt. Die Arbeiten sollen im Mai beginnen. Für die Dauer der Arbeiten ist die Kreisstraße komplett gesperrt. Für Anlieger steht wie im ersten Teil der befestigte Weg in der Au, von Zollhaus nach Burgschwalbach, als Umleitung zur Verfügung. Jetzt hat der Gemeinderat den Ausbau der Gehwege für dieses Teilstück beschlossen.

Für den Bau der Bürgersteige hat die Gemeinde eine Zuschuss beantragt, der bei 70 Prozent der Gesamtkosten liegen dürfte. Im Bau befindet sich bereits die Verbindung für Fußgänger von der Abzweigung der K 64/Wohngebiet Sonnenberg zur neuen Fußgängerbrücke über den Palmbach und weiter zum Weg in der Au. Zwar wurde der Pfad bereits genutzt, doch bietet er künftig mit einem befestigtem Untergrund mehr Komfort und Sicherheit. Wie Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker in einem Gespräch mit der RLZ mitteilte, hat der Rat die Ausschreibung für die Sanierung der sanitären Anlagen in der Kindertagesstätte Salto Vitale auf den Weg gebracht. Die Kosten liegen bei etwa 30 000 Euro. Weiter hat das Gremium Arbeiten zum Umbau der Turnhalle vergeben. Auch die Ausschreibung für die neue Elektroinstallation auf dem Dorfplatz ist unter Dach und Fach. Beschlossene Sache ist die wiederholte Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, um die Kontinuität in der Entwicklung des Ortes zu gewährleisten.

„Beim Weihnachtsbaumverkauf aus dem gemeindeeigenen Baumbestand unter der Hochspannungsleitung wurde ein guter Gewinn erzielt“, berichtete Becker. Er sieht in dem Verkauf nicht nur die wohnortnahe Pflege des Brauchtums, dass Bürger gemeinsam die Weihnachtsbäume einschlagen, sondern auch – bei richtiger Pflege – eine Einnahmequelle für die Gemeinde. Gestern wurde ein Teil des Geländes gemulcht, um das Areal in diesem Jahr wieder aufzuforsten. „Die Nachhaltigkeit ist wichtig, um rechtzeitig auf einen ausreichenden Bestand an Weihnachtsbäumen zurückzugreifen“, so der Ortsbürgermeister. Ein Forstwirt hat sich bereit erklärt, die Weihnachtsbaumkultur im Auge zu behalten, um eine dauerhafte Pflege zu gewährleisten.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 8. Februar 2012, Seite 19

 

Mächtig Staub wirbelte gestern der Mulchtraktor auf dem Gelände der Weihnachtsbaumkultur im Burgschwalbacher Wald auf. Foto:Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Kreisstraße ab Mai gesperrt
Foto: Ortsgemeinde: Kreisstraße ab Mai gesperrt

Ortsgemeinde: Umbau der Turnhalle in Burgschwalbach kommt sehr zügig voran

(26.01.2012)

Burgschwalbach. Die altehrwürdige Turnhalle in Burgschwalbach verändert zusehends ihr Gesicht. Aufgrund der günstigen Witterung kommt der Umbau in eine moderne, multifunktionelle Halle zügig voran. Die Mauern des Anbaus zum Palmbach hin, stehen bereits, das Dach ist teilweise abgedeckt. Gestern trafen sich verantwortliche Architekten, Bauleitplaner und Vertreter der Ortsgemeinde, um die nächsten Schritte zu beraten. Auch der Burgschwalbacher Gemeinderat hat die Turnhalle in seiner nächsten Sitzung auf der Tagesordnung. Vergeben werden sollen Estrich-, Innen- und Außenputz- sowie die Trockenbauarbeiten. Der Einbau des Sportbodens und mobile Trennwände für die Mehrzweckhalle sollen ebenfalls in Auftrag gegeben werden. Ein weiteres Thema in der Ratssitzung ist die Vorbereitung des Ausbaus des zweiten Abschnitts der K 64, zwischen Zollhaus und Burgschwalbach, der im Mai beginnen soll. UP Foto:Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 26. Januar 2012, Seite 22

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Umbau der Turnhalle in Burgschwalbach kommt sehr zügig voran
Foto: Ortsgemeinde: Umbau der Turnhalle in Burgschwalbach kommt sehr zügig voran

Ortsgemeinde: Burgschwalbach stimmt für einen Sparkurs

(04.01.2012)

Finanzen  Hebesätze für die Grundsteuern werden in der Gemeinde angehoben

Burgschwalbach. Der Burgschwalbacher Gemeinderat hat dem kommunalen Entschuldungsfonds zugestimmt. Damit verbunden ist eine Erhöhung der Hebesätze für die Grundsteuern A und B. Die Hebesätze für die Gewerbesteuer bleiben unverändert.

Im Gemeinderat ging es um den kommunalen Entschuldungsfonds (KEF-RP), der im Rahmen der „Reformagenda zur Verbesserung der kommunalen Finanzen“ durch die Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände vereinbart wurde. Mit ihm wird beabsichtigt, die bis 2009 entstandenen Liquiditätskredite der Gemeinden über eine Laufzeit von 15 Jahren um rund zwei Drittel zu vermindern. Die Finanzierung kommt zu einem Drittel von den Kommunen, zu einem weiteren Drittel aus dem kommunalen Finanzausgleich sowie zu einem Drittel aus Landeszuwendungen.

Zwischen der Gemeinde und dem Land wird im Entschuldungsfonds ein individueller Konsolidierungsvertrag geschlossen. Darin enthalten sind die Maßnahmen, mit denen die Kommune ihren Anteil aufbringt. Vor Abschluss eines solchen Vertrages muss ein entsprechender Grundsatzbeschluss des Rates erfolgen, was in Burgschwalbach einstimmig geschehen ist.

Anschließend wurde im Gemeinderat über die Erhöhung der Hebesätze beraten. Sie machten bislang für die Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliches Vermögen) 340 Prozent, für die Grundsteuer B (für bebaute und bebaubare Grundstücke) 350 Prozent und für die Gewerbesteuer 370 Prozent aus. Vorgeschlagen wurde eine Erhöhung der Grundsteuern A und B auf 370 Prozent. Sie sei nötig, um an dem Entschuldungsfonds teilnehmen zu können. Außerdem sei sie von der Kommunalaufsicht vorgeschlagen worden. Es sollte dann in den nächsten Jahren keine weitere Erhöhung mehr folgen.

Für die Grundsteuer A wurde zunächst über einen Gegenvorschlag abgestimmt, der eine Erhöhung auf 380 Prozent vorsah. Dieser Vorschlag wurde mit vier Ja-Stimmen bei neun Gegenstimmen abgelehnt. Die Erhöhung auf 370 Prozent wurde hingegen mit neun zu vier Stimmen angenommen. Einmütig votierte der Gemeinderat dann der Erhöhung der Grundsteuer B auf 370 Prozent zu. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer bleibt unverändert bei 370 Prozent.

Nach Vorschlag des Haupt- und Finanzausschusses wurde die Hundesteuer erhöht. Für den ersten Hund werden künftig statt 41 Euro nun 50 fällig, für den zweiten Hund statt 66 nun 80 Euro und für jeden weiteren Hund statt 100 jetzt 140 Euro. Der Vorschlag ist mit acht Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung angenommen worden.

Zugestimmt wurde dem Forstwirtschaftsplan für 2012, bei dem sich keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem vorherigen Plan ergeben haben. Die Einnahmen belaufen sich auf 48 922 Euro, Ausgaben auf 55 900 Euro. Es besteht somit eine Unterdeckung von 6978 Euro. Beschlossen wurden mit acht zu drei Stimmen die Holzpreise. Sie betragen 22 Euro im Schlag, 35 Euro gerückt und 65 Euro für Meterholz. ag

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 4. Januar 2012, Seite 18

 

Rat lehnt Zertifizierung ab

Ein weiteres Thema im Gemeinderat von Burgschwalbach war die FSC-Zertifizierung. Das Kürzel FSC bedeutet Forest Stewardship Council und meint ein System zur Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft. Für den Gemeinderat habe die FSC-Zertifizierung aber keine Vorteile beim Holzverkauf. Das Zertifikat koste Burgschwalbach zwar wenig, aber an die Zertifizierung seien einige Auflagen gebunden. Daher wurde vorgeschlagen, die FSC-Zertifizierung nicht fortzuführen, was die Zustimmung einer deutlichen Mehrheit fand. ag

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 4. Januar 2012, Seite 18

 

Der Gemeinderat von Burgschwalbach hat kürzlich über den kommunalen Entschuldungsfonds diskutiert und die Teilnahme beschlossen. In diesem Zusammenhang wurden die Hebesätze von Grundsteuern in der Gemeinde heraufgesetzt. Foto: Andreas Galonska

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbach stimmt für einen Sparkurs
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbach stimmt für einen Sparkurs

Ortsgemeinde: Zuschuss für Arbeiten an Burg Schwalbach

(16.12.2011)

Burgschwalbach. Im Entwurf für den Doppelhaushalt für 2012/2013 des Landes Rheinland-Pfalz sind, weitere Mittel für die Sanierung der Burg Schwalbach eingestellt. Für die Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des zweiten Bauabschnittes ist eine Summe von 2 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen. Wenn der Landtag dem Haushaltsentwurf zustimmt, so der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler in einer Mitteilung, kann die begonnene Restaurierung der landeseigenen Burg Schwalbach fortgesetzt werden.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 16. Dezember 2011, Seite 19

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Zuschuss für Arbeiten an Burg Schwalbach
Foto: Ortsgemeinde: Zuschuss für Arbeiten an Burg Schwalbach

Ortsgemeinde: Spatenstich der Mehrzweckhalle

(14.12.2011)

Spatenstich  dokumentiert gute Kooperation

Turnhalle  Arbeiten in Burgschwalbach liegen sehr gut im Zeitplan. Von unserem Redakteur   Uli Pohl

Burgschwalbach. Ein offizieller Spatenstich muss nicht immer mit dem wirklichen Baubeginn erfolgen. Schon seit Wochen laufen die Arbeiten zum Umbau der alten Turnhalle in Burgschwalbach in ein modernes multifunktionelles Gebäude. Jetzt trafen sich offizielle Vertreter, um gemeinsam den Spaten in die Erde zu stechen und damit die gute Zusammenarbeit aller im Vorfeld und während des Projektes Beteiligten zu symbolisieren. Mit von der Partie waren Manfred Schuhmacher, Koordinator der Bauarbeiten in der Ortsgemeinde, VG-Bürgermeister Volker Satony, Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker, Architektin Sonja Meffert und der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler.

„Das wir jetzt eine neue Halle bauen, ist ein Verdienst der guten Kooperation zwischen Orts- und Verbandsgemeinde sowie dem Land Rheinland-Pfalz“, betonte Claus-Harry Becker. Möglich wurde der Umbau durch einen Zuschuss des Mainzer Sportministeriums über 800 000 Euro. Kräftig mit angepackt haben bereits die freiwilligen Helfer aus Burgschwalbach, die vorbereitende Arbeiten erledigten, bevor der Anbau an das bestehende Gebäude beginnen konnte. So ist bereits die alte Halle entkernt und überflüssiges Material demontiert worden, denn einen Teil der Arbeiten trägt die Gemeinde in Eigenleistung. „Wir liegen sehr gut in der Zeit. Dank der Witterung geht es zügig voran“, betonte Claus-Harry Becker, der auch das gute Zusammenspiel der beteiligten Firmen lobte. „Wenn es gut läuft, und der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht, kann bald der Anbau gemauert werden, die Kellerdecke ist fertig“, berichtete der Ortsbürgermeister weiter.

Rund 1,3 Millionen Euro kostet die Modernisierung. Durch den Landeszuschuss sind die zunächst anfallenden Kosten gedeckt. Burgschwalbach muss keine Vorfinanzierung leisten, jedoch die Differenz von rund 500 000 Euro schultern. Je höher jedoch der Anteil in Eigenleistung ist, um so weniger muss die Gemeinde in die Tasche greifen. „Das Projekt ist wichtig für den ganzen Ort und wird uns weiter voranbringen“, so Becker abschließend.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 14. Dezember 2011, Seite 21

Ein gemeinsamer Spatenstich, mit Symbolcharakter. Manfred Schuhmacher, Volker Satony, Claus-Harry Becker, Sonja Meffert und Frank Puchtler (von links) lobten die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Spatenstich  der Mehrzweckhalle
Foto: Ortsgemeinde: Spatenstich der Mehrzweckhalle

Ortsgemeinde: Ein wahrlich märchenhafter Weihnachtsmarkt

(28.11.2011)

Advent Mehr als Tausend Menschen kommen in den historischen Ortskern von Burgschwalbach Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Aus Orten der Verbandsgemeinde Hahnstätten, aber auch aus Orten weit über deren Grenzen hinaus, kamen am Samstag mehr als Tausend Menschen zum „Märchenhaften Weihnachtsmarkt“ nach Burgschwalbach. Viele der Besucher schätzen das ruhige, gemütliche und historische Ambiente rund um die Kirche auf dem Dorfplatz. „Hier ist es schöner als auf den Weihnachtsmärkten in den Ballungsgebieten. Ich schätze diese tolle Atmosphäre“, nannte eine Frau aus dem Rhein-Main-Gebiet den Grund, weshalb sie zum Markt nach Burgschwalbach gekommen war. Über Bekannte hatte sie erstmals von dem „märchenhaften Weihnachtsmarkt“ erfahren.

Das Besondere, was ihn auszeichnet, ist zum einen die romantische Atmosphäre und zum anderen die Herzlichkeit, mit der die Burgschwalbacher ihre Gäste empfangen. Viele Bürger ziehen für den Weihnachtsmarkt an einen Strang. Koordiniert wird dieses Engagement von der Gemeinde. Doch wissen viele bereits aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre, was zu tun ist.

Neben Bewährtem, entwickeln die Bürger immer wieder neue Ideen. So der Märchenhof im restaurierten Gebäude der Firma Assmann zwischen den Eingängen zum Rundweg am Dorfplatz. Jaqueline Assmann, Evelyn Clauß und Fabienne Heuser verwandelten mit Helfern eine Garage in ein gemütliches Vorlesezimmer mit Leselampe, Sessel, Weihnachtsbaum und Strohballen als Sitzgelegenheit für die Kinder. Sie hörten den drei Märchen „Aschenputtel“, „Hänsel und Gretel“ sowie „Frau Holle“ gespannt zu. Ein überraschender Besuch des Nikolauses rundete die tolle Premiere ab. Der Märchenhof ist nur ein Beispiel, wie sich die Burgschwalbacher mit kreativen Ideen, Organisationstalent und viel Gefühl für ein stilvolles Ambiente ergänzen, damit der Markt weiterhin ein märchenhaftes Erlebnis bleibt. Für den musikalischen Rahmen sorgten der Kreml-Chor, der Frauenchor Burgschwalbach, die Alphorngruppe Schnepfenried und das Musikquartett 3:1. Ruhe und Entspannung fanden die Besucher in den erneut gut besuchten Lichterandachten in der Kirche, die mit Dutzenden Kerzen erhellt war.

Mehr Fotos gibt es unter www.rhein-zeitung.de/ regionales

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 28. November 2011, Seite 16

Eine „lebende Krippe“ zog die Blicke der Kinder an

Der Nikolaus überraschte die Kinder, die im Märchenhof gespannt den Geschichten lauschten. Für alle Zuhörer hatte er ein kleines Geschenk in seinem Sack parat. Fotos: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ein wahrlich märchenhafter Weihnachtsmarkt
Foto: Ortsgemeinde: Ein wahrlich märchenhafter Weihnachtsmarkt

Ortsgemeinde: Landeszuschuss für Stromversorgung

(28.11.2011)

Für die Stromversorgung rund um den Dorfplatz erhält die Schwerpunktgemeinde Burgschwalbach eine Landeszuwendung in Höhe von 13 200 Euro. Mit der Investition in die Elektronik wird die Infrastruktur für zukünftige Veranstaltungen im Ortskern erheblich aufgewertet. Die Gesamtkosten betragen rund 26 000 Euro. Das teilten Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker und Frank Puchtler (MdL) zu Beginn des Marktes mit. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 28. November 2011, Seite 16

Ortsgemeinde: Ortskern wird weiter aufgewertet

(25.11.2011)

Privatinitiative Erneuerung in Burgschwalbach schreitet weiter voran.  Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Dorferneuerung in der Schwerpunktgemeinde hat ein weiteres Schmuckstück hinzugewonnen. Dank der privaten Initiative von zwei jungen Familien wird der Ortskern rund um die Kirche weiter aufgewertet. In dem ehemaligen Lebensmittelgeschäft und Wohnhaus in direkter Nachbarschaft des Pfarr- und Dorfgemeinschaftshauses ist ein modernes Bistro entstanden, das den dörflichen Charakter weiter fördert. „Wir freuen uns, dass in Burgschwalbach jetzt Übernachtungsmöglichkeiten bestehen“, betont Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker in einem Gespräch mit den Initiatoren Stefan Konradi und Stefan Knorr.

Mit Zuschüssen aus der Dorferneuerung haben sie das gastronomische und touristische Angebot ergänzt, doch auch eine große Summe privat investiert. Im kommenden Jahr sollen in einem angrenzenden Gebäude noch acht Doppelzimmer und zwei Ferienwohnungen eingerichtet werden. Über dem Bistro ist eine Ferienwohnung bereits vorhanden. „Ich hoffe, dass die entsprechenden Gremien das Projekt weiter fördern. Es kann aber nicht sein, dass ein Unternehmer die gleiche Förderhöhe erhält wie ein Privatmann“, hofft Becker auf weitere finanzielle Unterstützung für die Belebung der Ortsmitte. Mit dem Bistro und der Pension, an die noch ein Biergarten mit Bruchsteinambiente angeschlossen wird, sind zwei weitere Gebäude in Burgschwalbach einer gewerblichen Nutzung zugeführt worden. „Die Arbeitsplätze bleiben im Ort. Das ist wichtig. Nur so können wir Burgschwalbach zukunftsfähig machen. Zudem werden dringend notwendige Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen, von der nicht nur wir, sondern die gesamte Region profitiert“, sagt Becker.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 25. November 2011, Seite 22

Heute eröffnet das Dorfcafé und Bistro Auszeit am Fuße der Burg Schwalbach. Das Angebot beinhaltet zum größten Teil regionale Produkte. Stefan Knorr (rechts Foto) führt den gastronomischen Teil des gesamten Objekts, das nicht nur für den Ort eine Aufwertung bedeutet. So können künftig auch Wanderer, die auf dem Aarhöhenweg unterwegs sind, einkehren. Fotos: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ortskern wird weiter aufgewertet
Foto: Ortsgemeinde: Ortskern wird weiter aufgewertet

Ortsgemeinde: Umgestaltung der Turnhalle

(23.11.2011)

Voran geht die Umgestaltung der Turnhalle in eine modernes, multifunktionell zu nutzendes Gebäude. Nach den ersten Arbeitseinsätzen durch Bürger und Vereine, ist der Anbau zum Palmbach hin, in dem zuvor die sanitären Anlagen installiert waren, bereits abgerissen. Die Bodenplatte für den neuen Anbau ist bereits fertig. Auch die Kellerwände sind gestellt. Im Zuge dieser Arbeiten, musste der Lauf des Präbachs leicht verschwenkt werden. Bisher verlief der Bach in Rohren unter der Erde, nah an der alten Turnhalle gelegen, bis er in den Palmbach mündete. Da der Anbau der Turnhalle in Richtung Panröder Straße erfolgt, war das Verlegen zwingend notwendig geworden. In Kürze sollen die weiteren Etappen der von der Gemeinde zu tragenden Arbeiten in Eigenleistung – im Verlauf der Modernisierung – festgelegt werden. Den Termin gibt die Gemeinde rechtzeitig bekannt.

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 23. November 2011, Seite 22

Ortsgemeinde: Kreisstraße ab heute befahrbar

(23.11.2011)

Burgschwalbach. Ab heute ist die Kreisstraße 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach wieder durchgängig befahrbar. Nachdem gestern vom ausführenden Bauunternehmen die Restarbeiten abgeschlossen wurden, ist der Straßenabschnitt ab der Einfahrt in die Wiesenstraße bis zum Gasthaus „Felsenkeller“ wieder befahrbar. Die Umleitung über die Wiesenstraße entfällt. Für die Gemeinde eine Erleichterung, da einem gewohnten Ablauf des „Märchenhaften Weihnachtsmarktes“ am Samstag, Beginn 16 Uhr, nichts mehr im Weg steht. Im Zuge der Bauarbeiten hat das Bauunternehmen von der Kreisstraße in Richtung Panrod abzweigenden Feldwege an die Fahrbahn angeglichen. Die gleiche Firma hatte die K 64 bereits vom Ortsausgang bis zur hessischen Landesgrenze ausgebaut.

Von unserem Redakteur Uli Pohl  

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 23. November 2011, Seite 22

Ortsgemeinde: Kreisstraße zum ersten Advent wieder offen

(16.11.2011)

Straßenausbau Günstige Witterung führt zu raschem Ende des Bauabschnitts – Erschreckende Verkehrszählung

Burgschwalbach. Doch früher als erwartet enden die Arbeiten im ersten Abschnitt des Ausbaus der K 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach. Vor dem ersten Adventswochenende – pünktlich zum Weihnachtsmarkt – soll die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das teilte gestern Lutz Nink, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Mobilität, auf Anfrage der RLZ mit. „Die Beschilderung für die Umleitung bleibt jedoch noch vor Ort, da in den darauf folgenden Tagen eventuell noch Restarbeiten erledigt werden müssen. Zum Weihnachtsmarkt ist die Straße jedoch geöffnet“, berichtet Nink. Für die Gemeinde als Veranstalter des „Märchenhaften Weihnachtsmarktes“ eine gute Nachricht, hätten die Sperrung und die damit verbundene Umleitung über die Wiesenstraße große Verkehrsprobleme nach sich gezogen. Gestern hat das ausführende Bauunternehmen die Asphalt-Tragschicht eingearbeitet. Heute oder morgen soll die Deckschicht folgen.

Damit wird das erste Kapitel des Ausbaus der K 64 zugeschlagen, wobei sich die günstige Witterung auf den Zeitplan auswirkte. Im Frühjahr soll die zweite Etappe – vom Ortsausgang in Zollhaus bis zum Ende des ersten Bauabschnitts – in Angriff genommen werden.

Sorgen bereitet eine Verkehrszählung, die das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Hahnstätten jetzt während der Umleitung über den Wirtschaftsweg in der Au vornahm. Kontrollpunkt war in der Wiesenstraße. Nahezu die gleiche Anzahl an Fahrzeugen wie bei einer Messung während der Umleitung, die nur über die Wiesenstraße führte, passierten die Messstelle. Darunter viele Pendler, die die weiträumige Umfahrung in Richtung Hühnerstraße über Aarbergen abkürzten. Durschnittlich 1800 Fahrzeuge pro Tag, darunter ein Schwerlastanteil von rund fünf Prozent, wurden gezählt. „Vor Beginn des zweiten Bauabschnitts müssen wir uns mit allen Gremien zusammensetzen und die Situation beraten, die 2012 über mehrere Monate andauert. Eine solche Belastung wie in den vergangenen Wochen hält der Weg in der Au über einen längeren Zeitraum nicht aus“, sieht Thomas Biebricher vom Ordnungsamt in Hahnstätten dem Vorhaben mit gemischten Gefühlen entgegen. Eigentlich wurde die einspurige Verkehrsführung nur für Bürger aus Burgschwalbach, Busse und Versorgungsfahrzeuge eingerichtet. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 16. November 2011, Seite 22

Gestern arbeitete die Baufirma die Tragschicht ein. Heute oder morgen soll die Deckschicht folgen. Die Zufahrt über die Kreisstraße in die Ortsmitte soll noch vor dem „Märchenhaften Weihnachtsmarkt“ wieder möglich sein. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Kreisstraße zum ersten Advent wieder offen
Foto: Ortsgemeinde: Kreisstraße zum ersten Advent wieder offen

Ortsgemeinde: Burgschwalbach lädt ein zum Weihnachtsmarkt

(16.11.2011)

Treffpunkt Gemeinde und Vereine verbreiten am Samstag, 26. November, eine märchenhafte Stimmung im historischen Ortskern. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Der historische Ortskern erstrahlt erneut im Glanz der Lichter. Am Samstag 26. November, veranstaltet die Gemeinde ab 16 Uhr den „Märchenhaften Weihnachtsmarkt“ rund um die mittelalterliche Dorfkirche. Der Markt hat sich längst als feste Größe etabliert und wird sicher erneut weit mehr als 1000 Besucher aus der näheren aber auch weiteren Umgebung anlocken. Er ist in seiner Art einmalig und erlebt seine siebte Auflage.

Bereits im Eingangsbereich steht die lebensgroße Krippe mit Maria und Josef. Dazu gesellen sich entlang des Rundwegs viele Märchenfiguren, die vor allem die Kinder faszinieren werden. Neben dem Bummel an weihnachtlich dekorierten Ständen finden die Besucher in der Kirche einen Ort der Ruhe und Besinnung. Nicht nur während der Lichterandacht um 18, 19 und 20 Uhr, denn das Gotteshaus ist während des gesamten Marktes geöffnet.

Zum musikalischen Programm zählen Darbietungen des Frauenchores und der Alphorngruppe Schnepfenried. Ergänzt wird es mit einem Eckensingen des Kreml-Chores von 17.30 Uhr bis 18 Uhr und durch das Musikquartett „3:1“. Weiter gibt es Kaffee, hausgemachten Kuchen und Bücherraritäten in der Gemeindebücherei im Dorfgemeinschaftshaus. Für Kinder steht ein Karussell bereit.

Neu ist der Märchenhof in der Bachstraße, direkt am Dorfplatz. Dort treffen sich die kleinen Gäste, um der Märchentante um 16.30 Uhr, 18.30 Uhr oder um 19.30 Uhr gespannt zuzuhören. Auch an Geschichten für Erwachsene ist gedacht. Für ein breit gefächertes kulinarisches Angebot sorgen die Ortsvereine von Burgschwalbach sowie weitere Essens- und Getränkestände. Ob Blumen, Keramik oder Kerzen, Modeschmuck oder weihnachtliche Dekoartikel – jeder Marktbesucher fühlt sich von dem Angebot an den mehr als 40 Ständen angesprochen.

Wie der Landesbetrieb Mobilität gestern mitteilte, wird die Kreisstraße 64 in der Ortsdurchfahrt am ersten Adventswochenende befahrbar sein, sodass der Verkehr in gewohnter Form fließen kann (siehe nebenstehenden Bericht).

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 16. November 2011, Seite 22

Auch alte Handwerkskunst ist beim Markt zu sehen. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbach lädt ein zum Weihnachtsmarkt
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbach lädt ein zum Weihnachtsmarkt

Ortsgemeinde: Zuschuss für neue DSL-Leitung bewilligt

(11.11.2011)

Kommunikation 90 Prozent der Kosten gedeckt

Hahnstätten. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) hat der Verbandsgemeinde Hahnstätten einen Zuschuss für den Bau zum neuen DSL-Leitungssystem bewilligt. Das Land trägt demnach 90 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von rund 630 000 Euro. 25 Prozent der Förderung werden noch in diesem Jahr fließen. Der Rest verteilt sich auf die Jahre 2012 und 2013.

„Wir sind glücklich über diese Unterstützung, da wir das Projekt nicht aus eigener Kraft hätten schultern können“, betont Bürgermeister Volker Satony. Bis zum Juli 2012 soll die schnelle Internetverbindung in allen Orten der Verbandsgemeinde zur Verfügung stehen. Ab dann können Internetnutzer auf eine Übertragungsgeschwindigkeit von 6000 k/bit bis 16 000 k/bit pro Sekunde zurückgreifen. Dabei richtet sich die mögliche Geschwindigkeit nach der Entfernung von der Abnehmerstelle bis zum nächsten Verteiler. Je geringer die Distanz vom Verteiler ist, umso ist größer ist die Geschwindigkeit. Wenn die Installationen abgeschlossen sind, sollen in den einzelnen Orten Informationsveranstaltung über die jeweilige Verfügbarkeit von DSL angeboten werden. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 11. November 2011, Seite 20

Ortsgemeinde: Kreisstraße in diesem Jahr wieder befahrbar

(09.11.2011)

Ausbau Erster Bauabschnitt der K 64 liegt im Zeitplan – Pendler nutzen Weg über die Au

Von unserem Redakteur  Uli Pohl

Burgschwalbach. Noch in diesem Jahr soll der erste Abschnitt im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach abgeschlossen werden. Das teilte Lutz Nink, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Mobilität, in einem Ortstermin mit Vertretern der Orts- und der Verbandsgemeinde sowie des Kreises und dem Landtagsabgeordneten Frank Puchtler mit. Über den Winter soll die Straße – für Pendler in Richtung Wiesbaden eine wichtige Verbindung – durchgängig befahrbar sein, bevor im Frühjahr der zweite Abschnitt, vom Ortsausgang in Zollhaus bis zum Ende der ersten Bebauung in Burgschwalbach, in Angriff genommen wird. Die Arbeiten dazu werden in Kürze ausgeschrieben. Die Bauzeit beträgt circa ein Jahr. In die Arbeiten integriert werden die Erneuerung der Abwasserkanäle am Ortseingang der Gemeinde sowie eine teilweise Sanierung der Wasserversorgung durch die Verbandsgemeinde-Werke. Der Verkehr wird in dieser Zeit erneut einspurig über einen Wirtschaftsweg in der Au zwischen Zollhaus und Burgschwalbach umgeleitet und per Ampelanlage gesteuert. Er ist allerdings ausschließlich Einwohnern von Burgschwalbach, Schul- und Kindergartenbussen sowie Ver- und Entsorgungsfahrzeugen vorbehalten. Pendler in Richtung Hühnerstraße (B 417) werden weiträumig umgeleitet.

Der Weg über die Au dient zurzeit den Burgschwalbachern auch als Verbindung in Richtung Aartal, doch wird dieses notdürftige Provisorium auch von Pendlern oder sogar Schwerlastverkehr genutzt, die die Umleitung abkürzen wollen. „Das Verkehrsaufkommen hat sich seit Beginn der Sperrung nicht verringert. Sogar schwere Lastwagen fahren über den Weg, der für diese Dauerbelastung in keiner Weise ausgebaut ist“, betont Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker. Zudem sei in der Wiesenstraße Tempo 30 vorgeschrieben, das von den Autofahrern nicht eingehalten würde. Karl Hofstätter, Leiter der Polizeiinspektion Diez, kündigte in einem Gespräch mit der RLZ regelmäßige Kontrollen an.

Je nach Witterung könnte die Fahrbahn im ersten Bauabschnitt in den kommenden Wochen asphaltiert werden. Die Gesamtkosten für den Komplettausbau betragen rund 800 000 Euro. Das Land trägt 75 Prozent der Kosten.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 9. November 2011, Seite 22

Die Verbindung über die Au ist ausschließlich Burgschwalbachern vorbehalten. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Kreisstraße in diesem Jahr wieder befahrbar
Foto: Ortsgemeinde: Kreisstraße in diesem Jahr wieder befahrbar

Ortsgemeinde: Schnelleres Internet kommt ab Juli 2012

(26.10.2011)

Breitbandversorgung Verbandsgemeinde macht Leitungen für zukünftige Anforderungen flott  Von unserem Redakteur Uli Pohl

Hahnstätten. Bis zum 5. Juli 2012 sollen alle zehn Orte der Verbandsgemeinde mit schnellem DSL ausgestattet sein. Ab diesem Zeitpunkt können Haushalte auf eine Geschwindigkeit von 6000 k/bit bis 16 000 k/bit pro Sekunde zurückgreifen. Dabei richtet sich die mögliche Geschwindigkeit nach der Entfernung von der Abnehmerstelle bis zum nächsten Verteiler. Je geringer die Distanz vom Verteiler ist, umso ist größer ist die Geschwindigkeit.

„Alle Orte werden über eine schnellere Internetverbindung verfügen“, betont Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeinde in einem Gespräch mit der RLZ. Rund 650 000 Euro kostet das Projekt. Ein Zuschussantrag ist gestellt. Die mögliche Förderung kann bis zu 90 Prozent betragen. Wenn die Installationen abgeschlossen sind, ist in den einzelnen Orten eine Informationsveranstaltung über die jeweilige Verfügbarkeit von DSL angestrebt.

In nahezu allen Dörfern entstehen zurzeit kleinere Baustellen. Meist sind es Punkte, an denen Leerrohre der Verbandsgemeindewerke entlang- oder zusammenlaufen. Diese Leerrohre wurden noch unter der Regie von Hubert Schneider, Volker Satonys Vorgänger im Amt des Bürgermeisters, provisorisch beim Bau der Verbindungssammler für eine eventuelle spätere Nutzung gelegt. In diese Rohre werden weitere Leerohre per Druckluft eingeblasen, in die das Glasfaserkabel eingeführt wird. Dutzende Kilometer Leitungen werden so in den kommenden Wochen in der Erde verschwinden. In Burgschwalbach, Lohrheim und Flacht sind die Tiefbauarbeiten nahezu abgeschlossen. In einzelnen Ortslagen gibt es jedoch Probleme, die vorhandenen Leerohre zu nutzen. Dort müssen die Kabel für die DSL-Versorgung separat verlegt werden.

Die Kosten werden von der Verbandsgemeinde Hahnstätten vorfinanziert. Erst nach dem vertraglich festgelegten Termin am 5. Juli 2012 steht fest, welche Geschwindigkeit in den einzelnen Straßen und Häusern zur Verfügung steht.

„Wir müssen die DSL-Leistung verbessern. Viele Bürger sind auf das Internet angewiesen, arbeiten von zu Hause aus. Weiter ist DSL ein Kriterium bei der Neuansiedlung von Gewerbe. Ab Mitte 2012 können alle von den schnelleren Leitungen profitieren“, sagt Volker Satony abschließend.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 26. Oktober 2011, Seite 22

 

„Wir müssen die DSL-Leistung verbessern. Viele Bürger sind auf das Internet angewiesen oder arbeiten von zu Hause aus. DSL ist auch ein Kriterium bei der Neuansiedlung von Gewerbe.“

Volker Satony

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 26. Oktober 2011, Seite 22

 

Viele Baustellen wie an der Flachter Hauptstraße sind zurzeit wegen der Erneuerung der DSL-Leitungen eingerichtet. Einige sind bereits abgeschlossen, an anderen Orte entstehen in den kommenden Wochen neue. Foto:Uli Poh

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Foto: Ortsgemeinde: Schnelleres Internet kommt ab Juli 2012

Ortsgemeinde: Parkscheibe ist in Zukunft Pflicht

(25.10.2011)

Verkehr Neue Regelung in Burgschwalbach  Von unserem Redakteur  Uli Pohl

Burgschwalbach. Das Parken auf den Parkflächen in der Rathausstraße ist zukünftig nur noch mit der Benutzung der Parkscheibe und für die Dauer von drei Stunden erlaubt. Damit reagieren das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Hahnstätten in Absprache mit der Gemeinde Burgschwalbach und der Polizei auf das Parkchaos, das vor allem auf den Plätzen zwischen der Brücke am Palmbach und der ehemaligen Klosterschenke herrschte.

„Die Verkehrsregelung wurde notwendig, da in der Vergangenheit die Parkflächen durch dauerhaft abgestellte Fahrzeuge dem eigentlichen Zweck, nämlich als Parkplatz für Autos von Besuchern des evangelischen Gemeindehauses und der Kirche zu dienen, entzogen waren“, begründete Thomas Biebricher vom Ordnungsamt die Entscheidung.

Die neue Regelung wird mit dem Aufstellen der Verkehrszeichen wirksam. Die sollen in den kommenden Tagen installiert werden. Wie Thomas Biebricher weiter mitteilte, gab es in der Rathausstraße zeitweise kein Durchkommen mehr. „Feuerwehr und Rettungsdienste des Roten Kreuzes traten an uns heran und berichteten über die schwierige Verkehrssituation. Daher mussten wir diese Entscheidung in Absprache mit der Ortsgemeinde treffen“, sagte Biebricher weiter. Die neue Anordnung wird mit dem Aufstellen der Schilder nachhaltig kontrolliert. Verstöße werden geahndet.

Mit dem Einführen der Parkscheiben wird die zudem als Parkplatz für den Aarhöhenweg ausgewiesene Parkfläche am ehemaligen Klosterhof von der Ortsmitte an den Friedhof verlegt. Künftig werden Wanderer mit Hinweisschildern auf den neuen Einstiegspunkt am Ortsrand geführt.

Biebricher ist zuversichtlich, dass die Autofahrer sich an die neue Regelung halten. Als ein Beispiel nannte er das Ausweisen von Parkflächen in der Haupt- und Herbachstraße in Oberneisen. Dort würde die Anordnung nach einer gewissen Anlaufzeit von den Bürgern befolgt.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 25. Oktober 2011, Seite 22

Die Parkscheibe ist künftig für alle Pflicht, die ihr Auto in der Rathausstraße in Burgschwalbach abstellen wollen. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Parkscheibe ist in Zukunft Pflicht
Foto: Ortsgemeinde: Parkscheibe ist in Zukunft Pflicht

Ortsgemeinde: Kreisstraße wird voll gesperrt

(22.10.2011)

Kreisstraße wird voll gesperrt

Burgschwalbach. Bedingt durch den guten Ablauf im ersten Bauabschnitt zum Ausbau der K 64 in Burgschwalbach beginnt am Mittwoch, 2. November, der zweite Abschnitt. Er reicht von der Einmündung in die Wiesenstraße bis zur Bebauung in Richtung Zollhaus. Dafür muss der Bereich für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Die Umleitung des Anliegerverkehrs nach Burgschwalbach erfolgt über die Wiesenstraße, die Straße „In der Seite“, den parallel zur K 64 verlaufenden Wirtschaftsweg und die Straße „In der Au“ und in umgekehrter Richtung. Der Durchgangsverkehr wird weiterhin großräumig über Aarbergen umgeleitet und ist entsprechend ausgeschildert. Wegen der Vollsperrung kann die Haltestelle an der Schönbachstraße/Auf der Lehmkaut durch den Schul- und Linienbusverkehr nicht mehr angefahren werden. Bis voraussichtlich 18. November werden bei entsprechendem und insbesondere witterungsabhängigem Baufortschritt nur die Haltestellen in Zollhaus (Burgschwalbacher Straße) und in Burgschwalbach an der Turnhalle sowie am Dorfplatz und an der Bachstraße angefahren. up Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 22. Oktober 2011, Seite 22

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Kreisstraße wird voll gesperrt
Foto: Ortsgemeinde: Kreisstraße wird voll gesperrt

Ortsgemeinde: Mandat niedergelegt

(22.10.2011)

Rat OB verpflichtet Müller

Burgschwalbach. Sein Ratsmandat niedergelegt hat Ralf Schwindt, Burgschwalbach. Die drei als nächste gewählten Männer, Torsten Gehrke, Achim Schuhmacher und Ralf Heil (alle Burgschwalbach), haben das Mandat nicht angenommen. Daraufhin wurde Ulrich Müller, Burgschwalbach, vom Ortsbürgermeister in den Ortsgemeinderat Burgschwalbach berufen und bei der Ratssitzung am 14. Oktober von ihm in seinem neuen Amt verpflichtet.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 22. Oktober 2011, Seite 22

Ortsgemeinde: Kreisstraße 64: Bauabschnitte geändert

(08.10.2011)

Straßenbau Arbeiten in Burgschwalbach werden vereinfacht – Beschleunigung des Projekts durch Zusammenlegung  Von unserem Redakteur  Andreas Galonska

Burgschwalbach. Bei der Sanierung der Kreisstraße 64 in Burgschwalbach ist der Ablauf des Straßenbauprojekts vereinfacht worden. In Zusammenarbeit des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez mit der zuständigen Baufirma wurde entschieden, dass zwei aufeinanderfolgende Abschnitte nun parallel verwirklicht werden. Daraus ergeben sich für die Umleitung und den Anliegerverkehr laut Landesbetrieb Mobilität allerdings keine wesentlichen Änderungen. Dank der Vereinfachung des Bauablaufs kann eine Verkürzung der Bauzeit erzielt werden, damit die Sanierung der Kreisstraße in der Gemeinde möglichst noch vor Einbruch des Winters fertiggestellt werden kann.

Bereits begonnen wurde der Bauabschnitt von der Einmündung der Wiesenstraße zur Kreisstraße 64 und weiter in Richtung Dorfmitte. Innerhalb von Burgschwalbach verläuft die Umleitung für Anlieger zunächst über die Wiesenstraße. Das bedeutet nach einer Information der Verbandsgemeinde Hahnstätten, dass auch die Bushaltestellen des Schul- und Linienbusverkehrs in der Schönbachstraße weiterhin angefahren werden können. Der Durchgangsverkehr wird weiterhin großräumig über Aarbergen-Kettenbach umgeleitet. Eine entsprechende Beschilderung ist eingerichtet worden.

Nötig wurde die Sanierung der Kreisstraße 64 in Burgschwalbach wegen des schlechten Zustands der stark befahrenen Verbindung. Neben dem Anliegerverkehr sind auch viele Busse und Lastwagen auf der Strecke unterwegs, die den Zustand der Straße in Mitleidenschaft gezogen haben. Vorgesehen ist, dass die Kreisstraße mit dem Ausbau etwas breiter als zuvor angelegt werden soll. Beabsichtigt wird außerdem, dass die Zufahrt von der Kreisstraße 64 zur Wiesenstraße mit dem Ausbau verbessert werden soll.

Insgesamt wird in Burgschwalbach ein rund 300 Meter langer Abschnitt der Durchgangsstraße ausgebaut. Der Kreis gibt etwa 200 000 Euro für das Vorhaben aus. Darin enthalten sind die Ausgaben für Grunderwerb, Vermessungsarbeiten und die Landespflege. Das Land Rheinland-Pfalz hat zugesichert, die Sanierung mit 74 Prozent der Kosten zu unterstützen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 8. Oktober 2011, Seite 22

 

In Burgschwalbach wurde mit den Arbeiten für den Ausbau der Kreisstraße 64 begonnen. Dort wird – anders als zunächst vorgesehen – parallel an den beiden Bauabschnitten gearbeitet, was das Vorhaben vereinfacht. Foto: Andreas Galonska

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Kreisstraße 64: Bauabschnitte geändert
Foto: Ortsgemeinde: Kreisstraße 64: Bauabschnitte geändert

Ortsgemeinde: Menschen in den Orten gute Perspektiven bieten

(01.10.2011)

Feier Siegerehrung im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Rhein-Lahn. Flacht, Dornholzhausen und Lohrheim in der Hauptklasse sowie Burgschwalbach, Nochern und Filsen in der Sonderklasse. Das sind die erfolgreichsten der insgesamt 13 Gemeinden aus dem Rhein-Lahn-Kreis, die sich in diesem Jahr am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligten. Während Flacht überraschend in der Hauptklasse den Sieg auf Kreisebene erzielte, lag Burgschwalbach in der Sonderklasse vorne. Zur Siegerehrung trafen sich jetzt Vertreter der erfolgreichsten Gemeinden in der Flachter Aartalhalle, in der Landrat Günter Kern die Urkunden verteilte und Glückwünsche aussprach. „Unsere Dörfer haben Zukunft, sonst wären jetzt nicht so viele Leute hier“, begrüßte der Flachter Ortsbürgermeister Thomas Scheid die Gäste. Er lobte das bürgerliche Engagement, ohne das ein solcher Wettbewerb nicht möglich wäre.

„Dörfer haben Zukunft, wenn sie sich neu orientieren“, bezog sich Günter Kern auf die demografische Entwicklung. Bis zum Jahr 2050 könne die Bevölkerung im Rhein-Lahn-Kreis auf nur noch 102 000 Einwohner zurückgehen: „Das bedeutet, dass es jährlich ein Dorf mittlerer Größe weniger gibt. Deshalb müssen wir den Menschen einen Kreis bieten, in dem es sich zu leben lohnt.“ Ihren Ort lebenswert zu machen, sei den erfolgreichen Teilnehmern sicher gelungen, trotzdem habe die Jury nicht nur die Leistung gewürdigt, sondern auch Anregungen gegeben. Besonders die Verbandsgemeinde Hahnstätten könne stolz auf ihre Gemeinden sein. Schließlich hätten sich drei Orte aus der VG unter den besten sechs platziert. Ein Lob, das VG-Bürgermeister Volker Satony gern annahm: „Wir sind gut aufgestellt und verfügen über eine intakte Infrastruktur. Die ist mitentscheidend für die Wahl des Wohnorts und die Zukunft eines Ortes.“

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 1. Oktober 2011, Seite 26

Die Bürgermeister der erfolgreichsten Gemeinden im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ mit Landrat Günter Kern. Gastgeber der Ehrung war die Gemeinde Flacht, die auch Sieger auf Kreisebene in der Hauptklasse war. Foto: Pohl

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Foto: Ortsgemeinde: Menschen in den Orten gute Perspektiven bieten

Ortsgemeinde: Kreisstraße K64 ab Oktober gesperrt

(27.09.2011)

Sanierung Ausbau in Burgschwalbach beginnt

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Am Dienstag, 4. Oktober, beginnen die Arbeiten zum Ausbau der Kreisstraße 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach. Das teilt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Diez mit. Ab diesem Zeitpunkt bleibt die Ausbaustrecke bis voraussichtlich Dezember für jeglichen Verkehr voll gesperrt. Der Durchgangsverkehr wird großräumig über Aarbergen-Kettenbach umgeleitet. Für den Anliegerverkehr und für Busse wird von Zollhaus aus eine Umleitung über einen bestehenden Wirtschaftsweg in der Au mit Ampelregelung eingerichtet.

„Die Fahrbahn der K 64 befindet sich in einem desolaten Zustand“, betont Steffen Nilius vom Landesbetrieb Mobilität. Die Straße ist stark befahren. Neben dem Anlieger- und Durchgangsverkehr in Richtung Wiesbaden wird die Strecke auch vom öffentlichen Personennahverkehr, von der Schülerbeförderung und vom Schwerlastverkehr genutzt.

Im Zuge der Sanierung wird die Fahrbahn geringfügig verbreitert und die Einfahrt von der K 64 in die Wiesenstraße verbessert. Als landespflegerischer Ausgleich werden magere Wiesenstandorte entbuscht und beweidet. In die 300 Meter lange Ausbaustrecke investiert der Rhein-Lahn-Kreis rund 200 000 Euro zuzüglich der Kosten für Grunderwerb, Landespflege und Vermessung. Das Land Rheinland-Pfalz hat bereits eine Förderung in Höhe von 74 Prozent der Gesamtkosten bewilligt. Mit dem Ausbau werden die Verkehrssicherheit und die Tragfähigkeit des Fahrbahnaufbaus erhöht. Der erste Bauabschnitt reicht von der Kurve vor der langen Geraden zur Ortsmitte über die Einmündung in die Wiesenstraße bis in Höhe des Gasthauses „Felsenkeller“.

„Die Bauzeit für diesen ersten Abschnitt beträgt etwa drei bis vier Wochen“, erläutert Nilius. In dieser Zeit müssen die Burgschwalbacher die Umleitung über die Au in Kauf nehmen. Ist der erste Abschnitt abgearbeitet, können der Anlieger- und Zulieferverkehr sowie die Schul- und Kindergartenbusse so lange über die Wiesenstraße fahren, bis der nächste Abschnitt in Angriff genommen wird. „Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendigen Bauarbeiten und die weitläufige Umleitung“, sagt Steffen Nilius abschließend.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 27. September 2011, Seite 19

Hier gibt es für den Verkehr ab kommender Woche kein Durchkommen mehr. Die Kreisstraße zwischen Burgschwalbach und Zollhaus wird für die Zeit der Bauarbeiten voll gesperrt. Foto:Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Kreisstraße K64 ab Oktober gesperrt
Foto: Ortsgemeinde: Kreisstraße K64 ab Oktober gesperrt

Ortsgemeinde: Nach der Kirmes am Wochenende beginnt der Umbau

(16.09.2011)

Burgschwalbach. Den Förderbescheid des Mainzer Sportministeriums über 800 000 Euro zum Umbau der Turnhalle in Burgschwalbach übergab jetzt der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler an Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker, Ratsmitglied Bernd Domsalla und Architektin Sonja Meffert. Damit kann die Modernisierung wie geplant nach der Kirmes am Wochenende beginnen. up Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 16. September 2011, Seite 20

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Nach der Kirmes am Wochenende beginnt der Umbau
Foto: Ortsgemeinde: Nach der Kirmes am Wochenende beginnt der Umbau

Ortsgemeinde: Vierter Stern glänzt über Burgschwalbacher Partyservice

(10.09.2011)

Auszeichnung Herbert und Andrea Spies sind für vorbildlichen Veranstaltungsservice belohnt worden

Burgschwalbach. Das Partyservice- und Cateringunternehmen Spies in Burgschwalbach wurde als erstes in Rheinland-Pfalz mit vier Partyservice-Sternen für vorbildlichen Veranstaltungsservice ausgezeichnet. Herbert und Andrea Spies nahmen die Urkunden im Rahmen der Feier ihres 20-jährigen Bestehens von Wolfgang Finken, Geschäftsführer im Partyservice Bund Deutschland, entgegen. „Unternehmen, die mit vier Sternen ausgezeichnet werden, müssen einen Premium-Qualitätsstandard liefern, um den Titel zu tragen“, betonte Finken.

Seit zehn Jahren nimmt der Branchen- und Berufsfachverband die Betriebsklassifizierungen vor. Das Ergebnis, nachdem bereits mehrfach die Bestätigung der drei Sterne erfolgte: Vier Sterne in den Kategorien Veranstaltungsplanung, Dekoration, Buffet- und Speisenaufbau, Service und Geschmack. Die Zertifizierung in diesem Jahr konnte die konsequente Weiterentwicklung des Partyservice deutlich bestätigen. Als zusätzliches Angebot versorgen Herbert und Andrea Spies sowie ihre Mitarbeiter Schulen und Kindergärten mit täglich wechselnder Speisekarte. So beliefern sie auch die Mensa im Schulzentrum in Hahnstätten.

„Es ist wichtig für uns, dass solche Unternehmen ihren Sitz in Burgschwalbach haben“, betonte Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker. Die zentrale Lage ermögliche, dass vom Partyservice Spies Aufträge auch in Kaiserslautern oder Aachen angenommen werden könnten. „Wir sehen die Auszeichnung als Belohnung für unsere konstant gute Arbeit. Egal, ob bei kleinen oder großen Festen“, freut sich das Team des Partyservice Spies über die erneute Auszeichnung. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 10. September 2011, Seite 22

Freude über den vierten Stern für den Partyservice: Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker sowie Andrea und Herbert Spies (von links). Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Vierter Stern glänzt über Burgschwalbacher Partyservice
Foto: Ortsgemeinde: Vierter Stern glänzt über Burgschwalbacher Partyservice

Ortsgemeinde: Historischen Ortskern weiter aufgewertet

(09.09.2011)

Dorferneuerung Mehr als zwei Jahrhunderte alter Bauernhof in Burgschwalbach von Grund auf saniert. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Das mehr als zwei Jahrhunderte alte landwirtschaftliche Anwesen am Fuß der Burg Schwalbach erstrahlt in neuem Glanz. Eine Elektrofirma aus Burgschwalbach hat das Haus bezogen, das zuvor über mehrere Jahre leer stand. „Das ist enorm wichtig für die Dorferneuerung und die Entwicklung einer ganzen Region. Ein solches Engagement kann man sich als Ortsgemeinde nur wünschen“, freut sich Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker über das Schmuckstück am Dorfplatz.

Das Haus wurde auf ökologischer Basis von Grund auf saniert. Dabei ergänzen sich Naturmaterialien und der neueste Stand der Technik. „Wir haben Alt und Neu kombiniert“, berichtet Sven Spriestersbach, Mitarbeiter der Elektrofirma Aßmann, die zuvor in einem Nebengebäude wenige Hundert Meter entfernt untergebracht war. Hanf und Schilf als Dämmmaterial, dazu ein Eicheparkettboden, gepaart mit einer modernen Wärmepumpe und Fotovoltaiktechnik auf den Dächern: Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Es ist wichtig, dass sich ein heimischer Betrieb mit acht Mitarbeitern im alten Dorfkern weiterentwickeln kann“, führt Claus-Harry Becker weiter an.

Burgschwalbach sei auf dem richtigen Weg. Gleich nebenan wurde ein ehemaliges Lebensmittelgeschäft in einen Friseursalon umgebaut. Nur wenige Meter weiter entsteht in den kommenden Wochen ein Bistro. In dem Gebäude gegenüber der historischen Kirche werden zudem Fremdenzimmer angeboten. „Das ist alles zusammen eine gesunde Grundlage für die weitere Entwicklung und die Zukunft unseres Dorfes“, betont der Ortsbürgermeister. Möglich seien diese Initiativen der Bürger jedoch nur mit der finanziellen Unterstützung aus Mitteln der Dorferneuerung. Burgschwalbach ist anerkannte Schwerpunktgemeinde. Heute soll zudem der Bewilligungsbescheid für den Zuschuss des Landes für die Modernisierung der Turn- in eine zukunftsfähige Multifunktionshalle übergeben werden. So könnte wie geplant nach der Kirmes vom 16. bis zum 19. September mit dem Umbau der altehrwürdigen, aber in die Jahre gekommenen Turnhalle begonnen werden.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 9. September 2011, Seite 21

 

Der ehemalige Bauernhof steht an prominenter Stelle in der Ortsdurchfahrt und wertet die Dorfmitte weiter auf. Foto:Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Historischen Ortskern weiter aufgewertet
Foto: Ortsgemeinde: Historischen Ortskern weiter aufgewertet

Ortsgemeinde: Ausbau der K 64 beginnt Ende September

(12.08.2011)

Verkehr Landesbetrieb Mobilität ändert Planung – Erster Abschnitt von Wiesenstraße in Richtung Ortskern Burgschwalbach Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Gleich zwei Großbaustellen werden Ende September in Burgschwalbach eingerichtet. Neben der Sanierung der Turnhalle (die RLZ berichtete), beginnt auch der Ausbau der Kreisstraße 64 vom Ortsausgang Zollhaus bis zum Ortskern in Höhe des Gasthauses Felsenkeller. „Die Submission für den ersten Abschnitt erfolgt Ende August. Ich denke, dass Ende September begonnen wird“, teilte Lutz Nink, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) auf Anfrage der RLZ mit. Der erste Abschnitt reicht von der Einmündung von der K 64 in die Wiesenstraße bis zum Felsenkeller. Die ursprüngliche Planung sah zunächst vor, dass am Ortsausgang von Zollhaus in Richtung Burgschwalbach begonnen wird. „In Höhe der Bäckerei Huth in Zollhaus, muss im Zuge des Ausbaus eine Stützmauer befestigt werden. Diesbezüglich sind die Planungen noch nicht abgeschlossen. Deshalb haben wir den Ablauf verändert“, berichtet Lutz Nink. Für die Bürger aus und den Zulieferverkehr nach Burgschwalbach bedeutet dies zunächst keine Umleitung über den Feldweg in der Au. Über die Wiesenstraße ist der Ortskern weiter zu erreichen, ehe der nächste Abschnitt, von der Einmündung in die Wiesenstraße bis zum Anwesen „Demare“ in Richtung Zollhaus, angegangen wird. Im Zuge der Bauarbeiten wird die Einfahrt in die Wiesenstraße geändert. Künftig biegen die Autofahrer im 90-Grad-Winkel von der K 64 ab. So soll die Geschwindigkeit bei der Einfahrt aus Richtung Zollhaus gebremst werden. Wenn die Arbeiter gut vorankommen und das Wetter mitspielt, könnte der erste Abschnitt noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Das gesamte Projekt umfasst den Ausbau der Kreisstraße auf einer Länge von rund 820 Metern und in einer einheitlichen Breite von 5,50 Metern. Gleichzeitig wird das Entwässerungssystem erneuert. Das Land fördert den Bau mit einem Zuschuss in Höhe von 592 000 Euro. Zwischen Wiesenstraße und dem Haus „Demare“ sorgt zukünftig auf der Talseite ein Gehweg für mehr Sicherheit. Die Kosten in Höhe von 25 000 Euro trägt jedoch die Gemeinde, die dafür einen Zuschussantrag beim Land gestellt hat. Um Bürgern und Versorgungsfahrzeugen die Zufahrt zu ermöglichen, wird der vorhandene Fuß- und Radweg in der Au, zwischen Zollhaus und Ortsmitte für den aufkommenden Fahrzeugverkehr entsprechend befestigt. Für Pendler in Richtung Hessen bleibt die Kreisstraße während des Ausbaus komplett gesperrt. Eine Umleitung wird frühzeitig ausgeschildert.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 12. August 2011, Seite 19

Der das Landschaftsbild prägende Charakter der Kreisstraße mit der Abgrenzung mit Basaltsteinen und der Allee, soll auch nach dem Ausbau bestehen bleiben. In Abänderung der ursprünglichen Planung, beginnen die Arbeiten mit der Strecke zwischen Wiesenstraße und Felsenkeller (Foto). Foto: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ausbau der K 64 beginnt Ende September
Foto: Ortsgemeinde: Ausbau der K 64 beginnt Ende September

Ortsgemeinde: Umbau der Turnhalle beginnt nach der Kirmes

(11.08.2011)

Dorferneuerung Vereine und Bürger in Burgschwalbach helfen mit. Von unserem Redakteur  Uli Pohl

Burgschwalbach. Ein Dorf stellt sich auf den Umbau seiner Turnhalle in eine neues multifunktionales Gebäude ein. Direkt nach der Kirmes sollen die ersten Vorarbeiten beginnen. Das Dorffest wurde wegen der Neugestaltung der Halle vom traditionellen Wochenende im Oktober um vier Wochen vorverlegt und wird nun vom 17. bis 19. September gefeiert. Der Bau- und Zuschussantrag ist auf dem Weg, zurzeit werden die ersten Ausschreibungen zusammengestellt.

„Wenn alles planmäßig verläuft, wollen wir die Kirmes 2012 in der neuen Halle feiern“, prognostiziert Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker. Gemeinsam mit der Architektin erarbeitet ein Bauleitteam aus den Reihen der Gemeinde zurzeit den zu erbringenden Eigenanteil der Gemeinde. Bürger sind dazu aufgerufen, am Bau ihrer neuen Halle mitzuwirken.

Weitere Details über den Ablauf und die damit verbundenen Veränderungen für das Vereinsleben im Ort, werden in einem Treffen aller Vereinsvorsitzenden am Dienstag, 16. August, um 19.30 Uhr im Rathaus in Burgschwalbach besprochen. Rund 1,3 Millionen Euro kostet die dringend notwendige Modernisierung der Turnhalle. 800 000 Euro Landeszuschuss sind aus dem Sportfördermittelprogramm sofort verfügbar. Dadurch muss Burgschwalbach keine Vorfinanzierung leisten. Die Differenz trägt die Gemeinde. Je höher die Eigenleistung, desto geringer die Kosten für die Gemeinde. Die 800 000 Euro sind ein Festbetrag und werden auf jeden Fall gezahlt, auch wenn die Gemeinde am Ende unter den zuschussfähigen Kosten liegt. Die Planung und damit auch die Finanzierung waren nach einer Prüfung ins Wanken geraten. Zuvor veranschlagte die Gemeinde 1,7 Millionen Euro für den Umbau. Nach einem Überarbeiten der Pläne und Veränderungen liegen die Kosten jetzt bei rund 1,3 Millionen Euro.

Am Ende der Modernisierung sollen die Bürger ihrer Halle einen Namen geben. „Das ist Teil der Partizipation der Einwohner. Es ist ihre Halle, die am nahe am Palmbach gelegen umgebaut wird“, betont der Ortsbürgermeister.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 11. August 2011, Seite 21

 

Die altehrwürdige Turnhalle in Burgschwalbach ist in die Jahre gekommen. Jetzt wird sie von Grund auf saniert. Foto: Uli Pohl

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Umbau der Turnhalle beginnt nach der Kirmes
Foto: Ortsgemeinde: Umbau der Turnhalle beginnt nach der Kirmes

Ortsgemeinde: Rehe verenden in lockeren Zäunen von Pferdeweiden

(11.08.2011)

In einem Gespräch mit der RLZ berichtet Becker, dass erneut Rehe in lockeren Zäunen der Pferdeweiden in Burgschwalbach verendet sind. „Unser Aufruf an die Pferdehalter hat bisher nichts genutzt. Künftig werden nicht ausreichend gesicherte und gespannte Zäune vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde angezeigt. Gleiches gelte für Verunreinigungen in der Natur. So habe es jüngst ein großes Saufgelage am „Hexenküppel“ gegeben, bei dem sämtlicher Müll hinterlassen wurde. Auch die Feuerwehr sei bereits ausgerückt, um Glutnester in illegalen Feuerstellen zu löschen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 11. August 2011, Seite 21

 

Ortsgemeinde: Regen lässt Geröll vom Eichelberg in Burgschwalbach rutschen

(10.08.2011)

Burgschwalbach. Der Eichelberg entlang der Auffahrt zur Burg Schwalbach litt in den vergangenen Tagen unter den heftigen Regengüssen, die das lockere Erdreich vom Hang auf die Straße spülten. Immer wieder löste sich Geröll und rutschte hinab. Dem soll jetzt eine natürliche Hangbefestigung vorbeugen. Wie Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker mitteilte, werden noch in diesem Jahr weitere Eicheln ausgesät und vorhandene Bäume auf Stock geschnitten, um den Blattwuchs und die damit verbundene Humusbildung zu erhöhen. Gehalten von quer liegenden Stämmen, die mit Metallpflöcken befestigt sind, soll so der Humus im Hang gehalten und die Bedingungen für den Wachstum der jungen Pflanzen verbessert werden. Bisher sind die ausgesäten Eicheln durch starke Regengüsse ausgespült worden. up Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 10. August 2011, Seite 19

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Regen lässt Geröll vom Eichelberg in Burgschwalbach rutschen
Foto: Ortsgemeinde: Regen lässt Geröll vom Eichelberg in Burgschwalbach rutschen

Ortsgemeinde: Schnelles Internet kommt in die VG Hahnstätten

(07.07.2011)

Datenautobahn Kooperationsvertrag mit der Telekom unterzeichnet. Von unserem Redakteur Andreas Galonska

Hahnstätten. Vor wenigen Tagen wurde die Verbesserung der Internetversorgung im Verbandsgemeinderat Hahnstätten besprochen (die RLZ berichtete), jetzt sind bereits die Verträge dazu unter Dach und Fach. Bürgermeister Volker Satony und Winfried Moser von der Telekom haben die Papiere unterzeichnet, mit denen alle Ortsgemeinden mit einem schnellen Internetzugang ausgestattet werden. In spätestens einem Jahr werden die rund 2200 Haushalte eine 16 000 Kilobit pro Sekunde schnelle Datenautobahn nutzen können.

„Nur in Hahnstätten selbst ist die Internet-Versorgung derzeit recht gut, die neun Ortsgemeinden müssen sich noch mit einer schwachen DSL-Verbindung abfinden“, machte Volker Satony die Ausgangslage deutlich. „Eine gute DSL-Leitung ist inzwischen ein ganz wichtiger Standortfaktor für die Gemeinden geworden“, betonte der Bürgermeister. Satony zeigte sich froh darüber, dass keine Notlösung in Sachen Internet geschaffen werde, sondern dass nun leistungsfähige Glasfaserkabel in den Ortsgemeinden verlegt werden. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Firma Athanus bei diesem Projekt.

„Es handelt sich hier um ein Projekt, dessen Größe nicht alltäglich ist“, hob Winfried Moser von der Telekom hervor. Aus technischen Gründen ist das gesamte Vorhaben in vier einzelne Abschnitte gesplittet worden. Insgesamt werden in der VG 25 Kilometer Glasfaserkabel zu den neun Ortsgemeinden verlegt. Pro Kilometer fallen laut Winfried Moser 50 000 Euro an Investitionen an. In den Orten werden 15 Schaltkästen aufgestellt, von denen jeder weitere 30 000 Euro kostet. Die Verkabelung in der VG Hahnstätten wird rund 625 000 Euro kosten. Die Gemeinden müssen davon etwa 93 000 Euro übernehmen, von denen der größte Teil aber über eine Landesförderung finanziert wird. Zum Start wird es die 16-Megabit-Verbindung geben, angestrebt wird aber die weitere Verbesserung auf 50 Megabit. Über die einzelnen Fortschritte bei der Verlegung soll es regelmäßige Informationen geben.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 7. Juli 2011, Seite 19

 

Winfried Moser, Volker Satony und Frank Puchtler (am Tisch von links) freuten sich mit Ratsmitgliedern und Ortsbürgermeistern über die Unterzeichnung der Verträge für die bessere DSL-Versorgung. Foto: Andreas Galonska

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Schnelles Internet kommt in die VG Hahnstätten
Foto: Ortsgemeinde: Schnelles Internet kommt in die VG Hahnstätten

Ortsgemeinde: Unser Burgschwalbach hat Zukunft

(02.07.2011)

Fast geschafft!

 

Wir haben bei dem Gebietsentscheid, "Unser Dorf soll schöner werden", einen achtbaren 8. Platz belegt. Es fehlten uns nur 2 - 3 Punkte um am Landeswettbewerb teilnehmen zu können.

 Danke allen für ihre Mithilfe.

 Claus - Harry Becker

Ortsbürgermeister

 

Berichtigung!                

 

Burgschwalbach, 04.07.2011

In dem Flyer letzter Woche zur Information über das Ergebnis vom Gebietsentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ habe ich irrtümlicherweise den früheren Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ angegeben. Ich bitte dies zu entschuldigen.

Wir haben in allen Bewertungsbereichen überdurchschnittlich abgeschlossen. Wir erreichten einen achtbaren 8. Platz. Es fehlten uns nur 2 - 3 Punkte um am Landeswettbewerb teilnehmen zu können.

Spitzenwerte erreichten wir in den Bereichen:

-       Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen

-       Bürgerschaftliches Engagement, soziale und kulturelle Aktivitäten

-       Das Dorf in der Landschaft

Schlechtere Ergebnisse erzielten wir in den Bereichen:

-       Baugestaltung und -entwicklung

-       Grüngestaltung und -entwicklung

Dies waren die eigentlichen Bewertungskriterien des ehemaligen Wettbewerbes „Unser Dorf soll schöner werden“.

Also: „Unser Dorf hat Zukunft“, wenn „Unser Dorf schöner wird“.

 

Claus-Harry Becker

(Ortsbürgermeister)

 

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Unser Burgschwalbach hat Zukunft
Foto: Ortsgemeinde: Unser Burgschwalbach hat Zukunft

Ortsgemeinde: Schnelles Internet kommt binnen Jahresfrist

(01.07.2011)

Breitbandversorgung VG-Rat in Hahnstätten vergibt Auftrag für Kabelnetz an die Telekom. Von unserer Redakteurin Christel Debusmann

Hahnstätten. Binnen eines Jahres soll die gesamte Verbandsgemeinde Hahnstätten schnelles Internet erhalten (bis zu 16 000 kbit/s). Im Verbandsgemeinderat wurde jetzt mit großer Zustimmung der Auftrag für die Breitbandversorgung in den Dörfern vergeben. Die Deutsche Telekom übernimmt es, Glasfaserkabel in allen Ortschaften bis zu den dortigen Verteilerkästen zu verlegen.

Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten, ist sehr zufrieden, dass es endlich gelungen ist, die entsprechenden Voraussetzungen für die Hochgeschwindigkeits-Datenleitungen zu schaffen. „Es war ein harter Kampf, bis das Projekt unter Dach und Fach war“, informiert er. Schon in der kommenden Woche wird der Vertrag unterzeichnet, der die hohen Kapazitäten garantiert.

Bereits im Juli beginnen auch die Vorbereitungen für den Netzausbau, die drei Monate dauern. Im Herbst geht es dann los mit den Kabelinstallationen. 625 000 Euro wird es kosten, die zehn Dörfer im unteren Aartal, die zur Verbandsgemeinde Hahnstätten zählen, komplett zu verkabeln. Die Ortschaften im Verbund müssen davon einen Eigenanteil von rund 93 000 Euro tragen. Der größte Batzen wird aber über eine Landesförderung finanziert. Die Region ist damit eine der ersten, die das Internet-Projekt auf dieser Basis realisieren kann.

Damit ist es nach einer längeren Vorlaufzeit gelungen, den angestrebten DSL-Ausbau zu verwirklichen. Vorausgegangen war dem jetzigen Beschluss eine Bedarfsanalyse Ende 2010, an der sich eine große Zahl an Haushalten und Gewerbetreibenden beteiligte. Nach den Richtlinien des Ministeriums schloss sich daran ein Interessenbekundungsverfahren an. Das bedeutet, dass abgefragt wurde, ob sich ein Anbieter findet, der die Breitbanderschließung in dem Landstrich ohne Zuschuss übernimmt. Doch dieser Versuch blieb ohne Erfolg, sodass das Ausschreibungsverfahren auf den Weg gebracht wurde.

Zum Stichtag lag der Verwaltung ein Angebot für die Breitbandversorgung vor. In vier Lose (also Teilgebiete) ist es aufgegliedert. Entsprechend diesen Vorgaben wurden die Zuschussanträge und die Bewilligung zum vorzeitigen Baubeginn gestellt. Übereinstimmend einigten sich die Ortsbürgermeister im Vorfeld darauf, dass die Verbandsgemeinde Hahnstätten sowohl Antragsteller als auch Zuwendungsempfänger sein soll. Die nicht durch die Förderung abgedeckte Summe soll über die VG-Umlage finanziert werden.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 1. Juli 2011, Seite 20

Ortsgemeinde: Finanzierung für Turnhalle gesichert

(27.06.2011)

Dorferneuerung Land unterstützt Burgschwalbach mit 800 000 Euro. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Modernisierung der Turnhalle in Burgschwalbach mit 800 000 Euro. Das teilte der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler in einem Gespräch mit Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker mit. Das Geld fließt aus dem Sportfördermittelprogramm und ist sofort verfügbar. Dadurch muss Burgschwalbach keine Vorfinanzierung leisten. Die zuschussfähigen Kosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro. Die Differenz trägt die Gemeinde.

„Die 800 000 Euro sind ein Festbetrag und werden auf jeden Fall gezahlt, auch wenn die Gemeinde am Ende unter oder über den zuschussfähigen Kosten liegt“, betonte Puchtler. Die Planung und damit auch die Finanzierung waren nach einer Prüfung ins Wanken geraten. Zuvor veranschlagte die Gemeinde 1,7 Millionen Euro für den Umbau. Nach einem Überarbeiten der Pläne und Veränderungen liegen die Kosten jetzt bei rund 1,3 Millionen Euro. „Es gibt eine Verkleinerung der Lüftung und der sanitären Räume. Auch beim Ausbau des Dachs gibt es Änderungen“, berichtete Becker. Die überarbeitete Planung soll in der nächsten Ratssitzung beschlossen werden.

„Direkt im Anschluss werden wir die Baugenehmigung beantragen. Unser optimistisches Ziel ist es, dass wir Ende September, Anfang Oktober mit dem Umbau beginnen können.“ Ein wesentlicher Bestandteil der Veränderung ist ein Anbau der Halle in Richtung Palmbach. Dort werden in einem Teil Lager- und Geräteräume, Umkleidekabinen, eine Garderobe und sanitäre Anlagen eingerichtet, die auch von außen zu erreichen sind. Im anderen Teil werden neue Wirtschaftsräume mit Küche und Thekenschankraum sowie Toiletten eingebaut. Mit einer beweglichen Wand kann ein separater Klubraum abgetrennt werden. Die Halle soll trotz der grundlegenden Modernisierung ihren ursprünglichen Charakter behalten.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 27. Juni 2011, Seite 21

 

Auch das Umfeld der Turnhalle wird mit der Modernisierung neu gestaltet. Der ursprüngliche Charakter bleibt aber erhalten. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Finanzierung für Turnhalle gesichert
Foto: Ortsgemeinde: Finanzierung für Turnhalle gesichert

Ortsgemeinde: Ausbau vom Land gefördert

(17.06.2011)

Zuschuss 592 000 Euro für K 64 zugesagt

Zollhaus/Burgschwalbach. Infrastrukturminister Roger Lewentz hat dem Rhein-Lahn-Kreis für den Ausbau der K 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach einen Zuschuss in Höhe von 592 000 Euro zugesagt. „Der Ausbau ist erforderlich, weil der derzeitige Zustand nicht mehr den Anforderungen entspricht“, sagte Minister Lewentz.

Die Fahrbahn der Kreisstraße wird auf einer Länge von rund 820 Metern und in einer einheitlichen Breite von 5,50 Metern frostsicher ausgebaut. Gleichzeitig wird das Entwässerungssystem erneuert. Der Rhein-Lahn-Kreis profitiert bei der Maßnahme von einer höheren Förderung, da das Land Zuschläge zu den Grundfördersätzen in Höhe von jeweils zehn Prozent für den Ausbau von besonders sanierungsbedürftigen Straßen der freien Strecke und für die grundlegende Sanierung von Brücken und Stützmauern sowie deren Umbau im Zuge von förderfähigen Straßen eingeführt hat. Die Förderzuschläge gelten bis Ende 2013.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 17. Juni 2011, Seite 20

Ortsgemeinde: Orte auf dem Prüfstand

(08.06.2011)

Wettbewerb Bewertung im Gebietsentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“

Rhein-Lahn. Die Dörfer Dornholzhausen, Lohrheim, Flacht und Burgschwalbach haben sich über die Erfolge auf Kreisebene im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ für den Gebietsentscheid in der Region Koblenz qualifiziert. Nun steht die Bewertung auf der nächsten Ebene an. In der Hauptklasse ist die Kommission am kommenden Freitag unterwegs. Die Termine sind: Dornholzhausen, von 9 bis 10.30 Uhr; Lohrheim, 11.30 bis 13 Uhr, und Flacht, 14.15 bis 16.15 Uhr. In Burgschwalbach, das in der Sonderklasse den Titel auf Kreisebene erzielte, ist die Jury am Montag, 20. Juni, von 11 bis 13 Uhr unterwegs. Die Ergebnisse stehen am 30. Juni fest. Zu den Besichtigungen und Ortsbegehungen sind alle Bürger willkommen. Mit „Unser Dorf hat Zukunft“ soll den Orten ein Anreiz zur Gestaltung von Entwicklungsperspektiven und Zukunftskonzepten gegeben werden. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 8. Juni 2011, Seite 15

Ortsgemeinde: Genehmigung für DSL erteilt

(08.06.2011)

Hahnstätten. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier hat alle Genehmigungen zum vorzeitigen Beginn der Breitbanderschließung in der Verbandsgemeinde Hahnstätten erteilt. Nachdem in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats noch nicht alle Bescheide vorlagen (die RLZ berichtete), kann nun das Gremium in der nächsten Sitzung am 29. Juni die Vergabe der Breitbanderschließung formell auf den Weg bringen. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 8. Juni 2011, Seite 20

Ortsgemeinde: Sanierung der Burg Schwalbach hat begonnen

(06.06.2011)

Bestandssicherung Deutscher Denkmalschutz koordiniert die Arbeiten.  Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Burgschwalbach. Das imposante Gemäuer der Burg Schwalbach, einst um 1363 von Graf Eberhard erbaut, ist in die Jahre gekommen. Besonders das Mauerwerk zeigt seit etwa vier Jahren gravierende Spuren des Verfalls auf und ist somit ein Fall für den Deutschen Denkmalschutz geworden. Das ist ein Glücksfall für das stattliche Gebäude, denn das bedeutende historische Schätzchen am Palmbach hat die besten Aussichten, nach Abschluss der langwierigen Sanierungsarbeiten noch einmal so alt zu werden.

Dem Landtagsabgeordneten Frank Puchtler (SPD) ist es zu verdanken, dass die Landesregierung ihre Fördermittel einsetzt. Nun hatte er zu einem weiteren Informationsabend eingeladen. Alle Burginteressenten konnten sich so ein Bild von den aufwendigen Bauarbeiten machen, die in den nächsten Jahren die Burgmauern und Zinnen wieder ins rechte Lot rücken, mit dem passenden Mörtel versehen und die fehlenden Gesims- und Konsolsteine ersetzen sollen. Als Vertreter des Eigentümers, des Landes Rheinland-Pfalz, waren Puchtler, Reinhard Simon (LBB Landesbetrieb Burgen und Schlösser, Niederlassung Diez) und Bernd Striedter (LBB Projektmanager) erschienen, um den Bürgern die derzeitige bauliche Situation zu erklären. Reinhard Simon wies darauf hin, dass die langwierig erscheinenden Untersuchungen notwendig seien, um die anstehenden Leistungen richtig ausschreiben zu können und damit im nächsten Schritt auch die Fördergelder richtig einzusetzen.

Striedter erklärte zu Diaaufnahmen die Maßnahmen an drei Musterstellen der Burganlage. Hierbei soll möglichst viel von der historischen Substanz erhalten bleiben und mit ähnlichem Material ergänzt werden. Baubeginn war bereits am 15. Mai. Die umfangreiche Einrüstung signalisiert inzwischen lebhaften Baubetrieb. Striedter erklärte sehr anschaulich, dass der Einbau der stützenden Konsolsteine aus farblich angepasstem Sandstein ergänzt wird. Auch seien der Einbau senkrechter Edelstahlanker in die Mauer sowie das Verfüllen der Hohlräume wichtig, um die Zinnen zu sichern und den markanten Bogenfries zu erhalten, soweit er nicht ergänzt werden muss. Der farblich angepasste Bestandmörtel wird wahrscheinlich mit gerappter Oberfläche versehen. Eine mörtelgeschlossene Oberfläche wird demnächst den Mauerbestand in der Oberfläche sichern, und Serezitgneis, Grauwacke und Ibbenbürener Sandstein sind ausgesucht, um Fehlstellen im Mauerwerk unauffällig anzugleichen. Die Frage nach der Bausumme, die eigentlich alle interessierte, konnte nicht beantwortet werden, da das etappenweise Sanierungsvorhaben in jedem Jahr durch den aktuellen Haushaltsetat des Landes neu bezuschusst wird. So viel steht fest: Es wird mehr als 1 Million Euro sein, die zu Buche schlägt, und auch einige Jahre dauern. Gut Ding will Weile haben – und es wird bestimmt gut.

Die Gastronomie bleibt während der Bauphase durchgehend geöffnet. Außerdem können Brautpaare sich nach wie vor in der Burgschwalbach trauen lassen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 6. Juni 2011, Seite 24

 

Der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler (SPD) besuchte mit Reinhard Simon von der LBB die Baustelle im südwestlichen Burgbereich.Foto: Rücker

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz setzt sich für den Erhalt der Burgen, Schlösser und historisch bedeutender Gebäude ein. Es wurde erst 1973 von einigen Architekten, darunter Franz-Josef Hamm aus Limburg, ins Leben gerufen als Schnittstelle für Denkmalschutz, Baudenkmalpflege und der archäologischen und erdgeschichtlichen Denkmalpflege.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 6. Juni 2011, Seite 24

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Sanierung der Burg Schwalbach hat begonnen
Foto: Ortsgemeinde: Sanierung der Burg Schwalbach hat begonnen

Ortsgemeinde: Weg durch die Au wird zur Umleitungsstrecke

(01.06.2011)

 Burgschwalbach. Im September soll der Ausbau der Kreisstraße 64 zwischen dem Ortsausgang von Zollhaus und Burgschwalbach in Höhe des Gasthauses Felsenkeller beginnen. Um Bürgern, Bussen und Versorgungsfahrzeugen eine Zufahrt nach Burgschwalbach zu ermöglichen, wird der Feldweg von Zollhaus über die Au nach Burgschwalbach durch den Landesbetrieb Mobilität mit einer Schotterdecke befestigt.

Im Ortsgemeinderat wurde jetzt eine Asphaltierung des Wegs diskutiert. Die Mehrkosten müssten von Burgschwalbach getragen werden und belaufen sich auf etwa 20 000 Euro. Der Rat entschied sich gegen eine Asphaltierung, da der Weg durch eine vom Naturschutz geschützte Fläche verläuft. up Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Weg durch die Au wird zur Umleitungsstrecke
Foto: Ortsgemeinde: Weg durch die Au wird zur Umleitungsstrecke

Ortsgemeinde: Teilnahme am Gebietsentscheid "Unser Dorf hat Zukunft"

(30.05.2011)

Liebe Burgschwalbacher,

 

wie bereits mitgeteilt, ist Burgschwalbach Kreissieger in der Sonderklasse im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Wegen diesem hervorragenden Ergebnis dürfen wir an dem Gebietsentscheid teilnehmen. Die Prüfungskommission wird unseren Ort am

 

Montag, 20. Juni 2011 um 11:00 Uhr

 

besuchen. Im Namen des Gemeinderates Burgschwalbach lade ich Sie ganz herzlich zu dieser Veranstaltung mit anschließender Ortsbegehung ein.

 

Auf Ihr reges Interesse freuen sich

 

Claus-Harry Becker

Ortsbürgermeister

und das Organisationsteam

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Teilnahme am Gebietsentscheid "Unser Dorf hat Zukunft"
Foto: Ortsgemeinde: Teilnahme am Gebietsentscheid "Unser Dorf hat Zukunft"

Ortsgemeinde: Burgschwalbach verstärkt die Arbeit im Tourismus

(19.05.2011)

Dorferneuerung  Bistro, Pension und Ferienwohnungen geplant Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Schwerpunktgemeinde Burgschwalbach erzielte mit dem Gewinn der Sonderklasse im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Kreisebene einen großen Erfolg. Ein Kriterium, das die Jury während der Ortsbesichtigung beeindruckte, waren die Stärkung des Tourismus sowie das Schaffen von Arbeitsplätzen im Gewerbe und im Fremdenverkehr.

Mit dem geplanten Umbau von zwei Häusern in der Schulbergstraße und der Kirchstraße erfährt die Dorferneuerung in der Gemeinde am Palmbach eine weitere Aufwertung. So ist in dem Gebäude in der Kirchstraße eine Pension geplant. Nur wenige Meter weiter soll ein Bistro entstehen. Im selben Haus sollen Ferienwohnungen eingerichtet werden. Beide Gebäude sind über einen Hinterhof miteinander verbunden, in dem Gastronomie unter freiem Himmel angeboten werden soll. Die Investition trägt ein Privatmann aus Burgschwalbach, die Gemeinde vermittelte zwischen Verkäufer und Käufer. „Für uns bedeutet das Projekt eine gastronomische Erschließung des historischen Ortskerns“, freut sich Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker.

Zwei Ferienwohnungen und acht Zimmer sollen Ausgangspunkt für Besucher werden, die Urlaub im Aartal machen und die touristischen Anziehungspunkte wie die Burg Schwalbach, den Märchenwald im Ort aufsuchen oder das Angebot im gesamten Aartal mit Rad- und Aarhöhenweg, den Mineralbrunnen und vielem mehr nutzen. Geplant ist weiter, dass der Fernwanderweg von der Loreley zur Aar auf rheinland-pfälzischer Seite mit dem Fernwanderweg auf hessischer Seite verbunden wird.

„Dazu muss nur ein Verbindungsstück erschlossen und asphaltiert werden“, berichtet der Ortschef weiter. So könnte Burgschwalbach zur Station von Wanderern werden, die auf ihrem Weg am Fuß der Burg übernachten. Mit dem neuen Wasserspielplatz am Palmbach in Richtung Zollhaus ist ein weiterer Ort entstanden, der vor allem Familien anlockt.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 19. Mai 2011, Seite 22

 

Das Haus in der Kirchstraße, in dem Fremdenzimmer eingerichtet werden sollen. Die Verhandlungen dazu stehen kurz vor dem Abschluss. Foto:Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbach verstärkt die Arbeit im Tourismus
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbach verstärkt die Arbeit im Tourismus

Ortsgemeinde: Zwei Orte der Verbandsgemeinde Hahnstätten im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erfolgreich

(17.05.2011)

Rhein-Lahn. Flacht und Burgschwalbach sind die Gewinner auf Kreisebene im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Flacht war in der Hauptklasse erfolgreich, während Burgschwalbach die Jury in der Sonderklasse überzeugte. In der Hauptklasse sind die Ortsgemeinden und die Gemeindeteile zusammengefasst, die sich zum ersten Mal am Wettbewerb beteiligen oder in früheren Wettbewerben noch nicht im Gebietsentscheid waren. In der Sonderklasse nehmen die Ortsgemeinden und Gemeindeteile teil, die in früheren Jahren bereits im Gebietsentscheid waren. Burgschwalbach, mit Dorfgemeinschaftshaus und Burg, sieht mit dem Erfolg in der Sonderklasse einen Ansporn, die Arbeit in der Dorferneuerung fortzusetzen. Die Gemeinde am Palmbach war bereits mehrfach im Wettbewerb vorn platziert. Ziel des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ ist die Verbesserung der Perspektiven in den Dörfern und die Steigerung der Lebensverhältnisse in den ländlichen Räumen. Die Dorfgemeinschaft und die einzelnen Bewohner sind aufgerufen, aktiv an der Gestaltung des eigenen Ortes mitzuwirken. UP Fotos: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 17. Mai 2011, Seite 15

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Zwei Orte der Verbandsgemeinde Hahnstätten im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erfolgreich
Foto: Ortsgemeinde: Zwei Orte der Verbandsgemeinde Hahnstätten im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erfolgreich

Ortsgemeinde: Unser Burgschwalbach hat Zukunft

(16.05.2011)

Wir haben gesiegt!

 

Wir sind erster Kreissieger in der Sonderklasse im Wettbewerb  „Unser Dorf hat Zukunft“

 

Mit 81 Punkten haben wir das bisher beste Ergebnis seit der Teilnahme an den Wettbewerben erzielt.

 

Hierfür bedanke ich mich recht herzlich bei allen Burgschwalbacherinnen und Burgschwalbachern die hierzu beigetragen haben und bei allen auswärtigen Personen und Institutionen  die uns unterstützten.

 

Im Namen des Gemeinderates

 

Claus-Harry Becker

Ortsbürgermeister

 

Sieg kommt für Flacht völlig überraschend


Wettbewerb Aargemeinden belegen bei „Unser Dorf hat Zukunft“ die vorderen Plätze

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Rhein-Lahn-Kreis. Flacht in der Haupt- und Burgschwalbach in der Sonderklasse sind die Gewinner des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft 2011“ auf Kreisebene. Eine hochkarätig besetzte Expertenkommission hatte zuvor in einem Reisemarathon alle teilnehmenden Dörfer besucht und intensiv unter die Lupe genommen. In der Sonderklasse erzielte Burgschwalbach 81 Punkte. Die weiteren Plätze belegen Nochern (62 Punkte), Filsen (60) und Oberneisen (57). In der Hauptklasse erreicht Flacht 67 Punkte, gefolgt von Dornholzhausen (63), Lohrheim (62), Obernhof (59) und Schiesheim (58 Punkte). Die Allerheiligenberg-Siedlung (Stadt Lahnstein) erzielte Platz sechs mit 57 Punkten, gefolgt von Dessighofen (56), Geilnau (55) und Hömberg (50).

„Wir sehen in dem Erfolg eine Bestätigung der begonnenen Veränderungen im Ort. Ein Ansporn zum Weitermachen“, freut sich Burgschwalbachs Ortschef Claus-Harry Becker für seine Bürger. Ausschlaggebend für den Sieg von Burgschwalbach waren die Anzahl und Regelmäßigkeit aus der Bürgerschaft erwachsener Aktivitäten für alle Generationen, das Erleben der Natur für Kinder mit einem Wasserlehrspielplatz sowie die Synergie von Baugestaltung und das Schaffen von Arbeitsplätzen für Touristik und Gewerbe.

In Nochern hob die Jury die Anlage und Pflege des Rabenacksteigs in Verbindung mit der Schutz- und Grillhütte, vielfältige und ideenreiche Veranstaltungen aus der Bürgerschaft sowie die Förderung von Weinbau und Tourismus hervor.

In Filsen beeindruckten die Pflege der Kulturlandschaft durch extensive Bewirtschaftung wie Schaf- und Ziegenbeweidung und ein Kirschbaumprojekt, die Aufwertung und Sicherung der Ortsmitte durch Entwicklung von alter Bausubstanz und regionaler Gastronomie sowie das Erhalten ortstypischer Gebäude.

Für Flacht kam der Sieg in der Hauptklasse völlig überraschend. „Wir wollten mit der Teilnahme am Wettbewerb eigentlich nur sehen, wo wir stehen. Dass es der erste Platz geworden ist, ist umso schöner“, kommentiert Ortschef Thomas Scheid das Ergebnis. Das gemeinschaftliche Bürgerengagement für den Bau der Aartalhalle, die bewusste Steuerung der baulichen Entwicklung zum Erhalt der bestehenden Ortslage sowie die Förderung von generationsübergreifenden Projekten waren der Grund für den Sieg in der Hauptklasse.

In Dornholzhausen lobte die Jury die vielfältigen Angebote für die Bürger durch die Vereine, die Einbeziehung des Limes in die kulturellen Veranstaltungen und den Erhalt ortsrandtypischer Landschaften.

In Lohrheim sorgten die Einbindung der Bürger, das Erfassen der Dorfgeschichte auf der Grundlage alter Aufzeichnungen und das vielfältige Angebot für alle Generationen für eine familienfreundliche Entwicklung für die hohe Punktzahl. Für die Teilnahme am Gebietsentscheid hat die Jury die Gemeinden Flacht, Dornholzhausen und Lohrheim in der Hauptklasse und Burgschwalbach und Nochern in der Sonderklasse gemeldet. Die Besichtigung ist ab dem 6. Juni. Die Siegerfeier im Herbst wird von der Gemeinde Flacht übernommen.   Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 19. Mai 2011, Seite 17


Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Unser Burgschwalbach hat Zukunft
Foto: Ortsgemeinde: Unser Burgschwalbach hat Zukunft

Ortsgemeinde: Fördermittel für barrierefreies Wohnen

(13.04.2011)

In Deutschland wohnen viele ältere Menschen in Wohnungen, die nicht barrierefrei ausgestattet sind. Doch gerade für ältere und behinderte Menschen hat die Barrierefreiheit oberste Priorität. Treppenstufen, schmale Türen und fehlende technische Unterstützung können sich schnell als Hemmnis erweisen, und das Leben in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus wird beschwerlich. Das Land Rheinland - Pfalz unterstützt, wie MdL Frank Puchtler mitteilt, im Rahmen des Modernisierungsprogramms bauliche barrierefreie Maßnahmen an Gebäuden im Bestand mit Zinsgarantiedarlehen.

Weitere Informationen gibt es, so MdL Frank Puchtler, bei der Landestreuhandbank Rheinland - Pfalz Telefon Nr. 06131 / 4991 - 991 oder unter  www.lth-rlp.de.

Ortsgemeinde: Landtagswahl 2011

(28.03.2011)

Ergebnisse von Burgschwalbach bei der Wahl des Landtages 2011

[Hier können Sie die Ergebnisse einsehen]

Ortsgemeinde Burgschwalbach: Die Mehrzweckhalle wird gebaut

(23.03.2011)

Am Donnerstag, den 24.03.2011 kommt der Landrat, Herr Günther Kern nach Burgschwalbach. Hier wird er über die Bezuschussung und den Bau der Mehrzweckhalle beraten. Nach Vorab - Informationen wird der Zuschuss ungefähr 860.000 EUR betragen. Ich bedanke mich bei allen, die uns geholfen haben dies zu erreichen.

Claus - Harry Becker

Ortsbürgermeister

Ortsgemeinde: Fußweg soll für mehr Sicherheit sorgen

(11.03.2011)

Straßenausbau Burgschwalbach plant neue Verbindung entlang der Kreisstraße Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Ein neuer Gehweg sorgt nach dem Ausbau der Kreisstraße 64 in Burgschwalbach für mehr Sicherheit der Fußgänger. Den dazu notwendigen Beschluss hat der Gemeinderat jetzt gefasst. Der zukünftige Gehweg reicht von der Einmündung von der K 64 in die Wiesenstraße bis zum Anwesen „Demare“. In den Planungen des Landesbetriebs Mobilität war im Zuge des Ausbaus der Straße bisher nur ein Schrammbord mit einer Breite von 30 Zentimeter enthalten. Da dies nach Auffassung der Ratsmitglieder nicht ausreicht, entschloss man sich, einen Fußweg auf der Talseite der K 64 anzulegen. „Wegen der auseinander gezogenen Ortslage bereitet uns dieser Abschnitt schon lange Zeit Sorgen“, berichtet Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker. Dort herrsche ein hohes Fußgängeraufkommen. Besonders in der Kurve seien Fußgänger erst sehr spät oder gar nicht zu erkennen. Ständig komme es zu gefährlichen Situationen. Zudem würden Bürger, die dort unterwegs sind, nicht auf die gegenüberliegende Straßenseite ausweichen.

Für den Bau des Gehwegs, dessen Kosten etwa 25 000 Euro betragen, kann die Gemeinde einen Zuschuss beantragen, der bis zu 70 Prozent betragen kann. Somit müsste Burgschwalbach etwa 7500 Euro selbst tragen.

Der Gehweg zweigt vom bestehenden Bürgersteig ab und verläuft in der Böschung zur Talseite, sodass künftig Fußgänger gefahrlos den Abschnitt passieren können. Dadurch wird der Bau des Gehwegs von der Sanierung der Kreisstraße getrennt. Die Planung übernimmt die Ortsgemeinde.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 11. März 2011, Seite 17

Bisher birgt der Fußweg entlang der K 64 Gefahren. Nach dem Ausbau der Kreisstraße sorgt eine neue Verbindung für mehr Sicherheit. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Fußweg soll für mehr Sicherheit sorgen
Foto: Ortsgemeinde: Fußweg soll für mehr Sicherheit sorgen

Ortsgemeinde: Alte Lampen am Dorfplatz haben ausgedient

(08.03.2011)

Gemeinderat Burgschwalbach verbessert die Stromversorgung im Ortskern Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Die Stromversorgung rund um den Dorfplatz in Burgschwalbach wird verbessert. Den entsprechenden Beschluss fasste jetzt der Ortsgemeinderat. Damit entfallen in Zukunft die aufwendigen Arbeiten, um die Elektrik auf Großveranstaltungen wie den märchenhaften Weihnachtsmarkt einzustellen. „Der Dorfplatz wird in Zukunft noch mehr der zentrale Ort für Veranstaltungen in unserem Dorf einnehmen. Mit der der neuen Stromversorgung schaffen wir die dafür notwendigen Voraussetzungen“, berichtet Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker. Zusätzlich sollen in diesem Jahr neue Lampen auf dem Dorfplatz und angrenzenden Straßen installiert werden. „Die alten Leuchten von 1984 entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen und sind reparaturanfällig“, so Becker. Die neuen Lampen ähneln den Leuchten, die jüngst in der Diezer Innenstadt installiert worden sind und sorgen für eine angenehme Atmosphäre.

Der Gemeinderat beschloss weiter die Sanierung der sanitären Räume in der Kindertagesstätte „Salto Vitale“. 25 000 Euro nimmt die Gemeinde dafür in die Hand. Die Renovierung soll in Kürze vergeben werden.

Für das neue Baugebiet „In der Seite“ hat der Rat Bordstein- und Zaunarbeiten ausgeschrieben. Diese vorzeitige Ausschreibung wurde notwendig, um im Zuge der Bauarbeiten eventuell auftretenden Schäden an bestehenden Abgrenzungen vorzubeugen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Haushalt der Gemeinde für 2011. „Die Lage hat sich stabilisiert, wir konnten im vergangenen Jahr sogar einen kleinen Überschuss im Ergebnishaushalt erzielen. Dennoch müssen wir in den kommenden Jahren mit unseren Verbindlichkeiten leben“, berichtet Becker.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 8. März 2011, Seite 19

 

Reparaturbedürftig sind die alten Straßenlampen rund um die Kirche in Burgschwalbach. Noch in diesem Jahr sollen sie durch neue Leuchten ersetzt werden. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Alte Lampen am Dorfplatz haben ausgedient
Foto: Ortsgemeinde: Alte Lampen am Dorfplatz haben ausgedient

Schiesheim auf dem Weg in die Zukunft

(07.03.2011)

Projekt Teilnahme am Wettbewerb ist in Vorbereitung - Erstes Sondierungsgespräch geführt

Von unserem Redakteur

Andreas Galonska

Schiesheim. Aufbuchstimmung breitet sich in Schiesheim aus, denn in Sachen Dorfentwicklung wird sich in nächster Zeit und auf lange Sicht einiges tun. Einen ersten Schritt stellt die bereits angekündigte Teilnahme am rheinland-pfälzischen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ dar, um zunächst einmal Aufschluss über den Stand Schiesheims im Vergleich mit anderen Orten zu gewinnen. Erhofft werden aber auch sowohl neue Impulse im Dorfleben als auch finanzielle Zuwendungen aus dem europaweiten Programm zur Förderung und Stärkung des ländlichen Raumes. Wie Beispiele aus anderen Gemeinden in der Region zeigen, geht es um eine große Chance für das kleine Dorf an der Grenze zu Hessen.

Die Dorfmoderation übernimmt die im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Regionalakademie Aar mit Sitz im Kulturhaus Kreml in Zollhaus, die es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht hat, alljährlich einem Ort innerhalb der Verbandsgemeinde Hahnstätten auf die Sprünge zu helfen. Dass sie dabei die mit knapp 280 Einwohnern kleinste Gemeinde ausgewählt hat, dürfte die Arbeit nicht erleichtern. Dennoch hofft man auf eine Fülle an guten Ideen und auch genügend ehrenamtliches Engagement, um die angestrebten Ziele zu erreichen.

Am Wochenende traf sich eine kleine Vorbereitungsgruppe aus Gemeindevertretern sowie Dorfbewohnern aller Altersgruppen mit dem Initiator der Regionalakademie, Claus-Harry Becker, zu einem ersten Sondierungsgespräch im Schiesheimer Rathaus. Dabei wurde klargestellt, dass die Dorfentwicklung untrennbar mit der Entwicklung der Region verbunden ist. Ein gutes Beispiel ist die von der Reaktivierung der Aartalbahn erhoffte bessere Mobilität. Dem Geldmangel in der Gemeindekasse setzte der Moderator „das große Kapital“ an Wissen und Fähigkeiten der Dorfbewohner gegenüber.

Die zunächst vertretene pessimistische Auffassung „Schiesheim hat doch nichts“ konnte sich nicht lange halten. Vor allem die Natur bietet Schätze, die Einheimische leicht übersehen. Schließlich wohnt man, wo andere Urlaub machen. Die scheinbar größten Nachteile Schiesheims, die Lage direkt an der B 54 und gleichzeitig in einer Randlage an der Grenze zu Hessen sowie die geringe Größe des Ortes, lassen sich auch als Vorteile ansehen. Bei einem Gedankenaustausch sprudelten geradezu die Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität, des innerörtlichen Zusammenhalts und der Darstellung der Gemeinde nach außen. Sie wurden alle festgehalten und sollen weiter verfolgt werden, egal ob sie als scheinbar irrational oder leicht zu verwirklichen angesehen werden.

An den Bürgern von Schiesheim wird es nun liegen, die Liste weiter auszubauen und sich an der Realisierung der aufgeschriebenen Ideen zu beteiligen. Das nächste Treffen der mit den Vorarbeiten betrauten Gruppe ist am Samstag, 12. März, um 15 Uhr im Schiesheimer Rathaus und wird der Vorbereitung der Präsentation für den Wettbewerb dienen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 7. März 2011, Seite 23

In der Reaktivierung der Aartalbahn sieht Schiesheim eine Chance, die Mobilität seiner Bürger, aber auch von Gästen zu verbessern. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Schiesheim auf dem Weg in die Zukunft
Foto: Schiesheim auf dem Weg in die Zukunft

Ortsgemeinde: Ein Preis für: Aktiv für Burgschwalbach

(28.02.2011)

Die Gruppe „Aktiv für Burgschwalbach“ hat bei dem Wettbewerb der „Ideen Initiative Zukunft“, eine Kooperation der dm–Drogeriekette mit der Deutschen UNCESO – Kommission, mit ihrem Projekt „Friedhof der Zukunft“, einen Förderpreis von 1000,-- Euro  erhalten, der jetzt im dm–Markt Limburg überreicht wurde.

Die rüstigen Senioren  um Konrad Milczewski sind schon seit längerem dabei, unseren Friedhof neu zu gestalten. Auch jetzt brennen die Männer darauf an ihrem Projekt  weiter zu arbeiten, sobald es die Wetterlage zulässt. Das gewonnene Geld ist hierfür sehr hilfreich.

Danke dafür!

 

Claus-Harry Becker

(Ortsbürgermeister)

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ein Preis für: Aktiv für Burgschwalbach
Foto: Ortsgemeinde: Ein Preis für: Aktiv für Burgschwalbach

Ortsgemeinde: K 64 wird im Sommer ausgebaut

(08.02.2011)

Verkehr Straße zwischen Zollhaus und Burgschwalbach für mehrere Monate gesperrt. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Mitte des Jahres soll mit dem Ausbau der Kreisstraße 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach begonnen werden. Davon ist zunächst der erste Abschnitt zwischen dem Ortsausgang Zollhaus und dem Ortseingang von Burgschwalbach – bis in Höhe der Einfahrt zur „Lehmkaut“ – betroffen. Die Strecke muss während der Bauarbeiten voll gesperrt werden. Für Pendler in Richtung Hühnerstraße und Wiesbaden bedeutet dies eine Umleitung, wie sie bereits beim Ausbau der K 64 vom Ortsausgang von Burgschwalbach bis zur hessischen Landesgrenze im vergangenen Jahr eingerichtet worden ist.

Der erste Bauabschnitt soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, bevor 2012 der zweite Teil, von der Kurve hinter der Einfahrt zur „Lehmkaut“ bis in Höhe des Gasthauses „Felsenkeller“, in Angriff genommen wird. Dabei ist auch eine Verkehrsberuhigung vor der Einfahrt in die Wiesenstraße vorgesehen.

Offen ist noch, wie die etwa 150 Meter lange Strecke zwischen den beiden Bauabschnitten bearbeitet wird. Der Landesbetrieb möchte die Fahrbahn sanieren. Eventuell könnten in Absprache mit den Verbandsgemeindewerken und den Anwohnern noch Versorgungsleitungen erneuert werden. Für Burgschwalbacher Bürger, Anliegerverkehr sowie Versorgungsfahrzeuge wie Müllabfuhr, Schul- und Kindergartenbusse wird eine Umleitung über die Au zwischen Zollhaus und Burgschwalbach eingerichtet.

Dazu wird der vorhandene Fuß- und Radweg für den aufkommenden Fahrzeugverkehr entsprechend befestigt. „Davon werden wir im nachhinein profitieren, wenn der Weg nach der Sanierung der K 64 in verbesserter Form wieder den Fußgängern und Radlern zur Verfügung steht“, betonte Burgschwalbachs Ortsbürgermeister Harry Becker. Bevor die Verbindung durch die Au als Umleitungsstrecke genutzt werden kann, soll sie weitestgehend begradigt werden.

Im Vorfeld der Straßensanierung hat gestern die Rodung des Hangs an der Bergseite des zweiten Abschnitts begonnen. Dabei wird der Verkehr über die Wiesenstraße umgeleitet. Auch im vorderen Abschnitt in Richtung Zollhaus werden in den kommenden Tagen Bäume gefällt.

Dazu muss die Fahrbahn immer wieder kurz gesperrt werden. Die das Landschaftsbild prägende Baumallee auf der Talseite bleibt aber weitestgehend erhalten.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 8. Februar 2011, Seite 19

 

Als Vorbereitung für den Straßenausbau wurden gestern entlang der Geraden vor der Ortsmitte in Burgschwalbach Bäume gefällt. Die Arbeiten werden noch diese Woche andauern. Dabei kommt es zu Verkehrsbehinderungen für die Autofahrer. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: K 64 wird im Sommer ausgebaut
Foto: Ortsgemeinde: K 64 wird im Sommer ausgebaut

LBM lässt Böschung roden: Ausbau der K 64 wird vorbereitet

(03.02.2011)

Ab kommender Woche werden auf der Kreisstraße 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach Rodungsarbeiten durchgeführt. Die talseitige Baumallee bleibt laut LBM aber weitestgehend unberührt.

Straßenverkehr Kurzzeitig kann es während der Arbeiten zu Vollsperrungen kommen

Burgschwalbach/Zollhaus. Ab Montag, 7. Februar, werden entlang der K 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach Rodungsarbeiten durchgeführt. Das teilt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Diez mit. Die Beseitigung der bergseitigen Büsche und einzelner Bäume steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau dieser Kreisstraße. Laut LBM ist der Beginn der Bauarbeiten in diesem Jahr vorgesehen. Die talseitige Baumallee bleibt weitestgehend unberührt, sodass der Streckencharakter erhalten bleibt.

Innerhalb von Burgschwalbach erfolgt eine Umleitung des Verkehrs durch die Wiesenstraße, während im vorderen Bereich Richtung Zollhaus der Verkehr ebenfalls geregelt werden muss. Hierbei kann es zu kurzzeitigen Vollsperrungen kommen. Die relativ schwierig durchzuführenden Rodungsarbeiten in den steilen Böschungen werden voraussichtlich zwei Wochen andauern. Der LBM Diez bittet die Verkehrsteilnehmer hinsichtlich der unvermeidlichen Verkehrsbehinderungen um Verständnis.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 3. Februar 2011, Seite 22

 

Foto zur Meldung: LBM lässt Böschung roden:  Ausbau der K 64 wird vorbereitet
Foto: LBM lässt Böschung roden: Ausbau der K 64 wird vorbereitet

Pferdeäpfel müssen entsorgt werden

(28.01.2011)

Ratssitzung Neue Gefahrenabwehrverordnung der Verbandsgemeinde Hahnstätten

Von unserem Redakteur

Uli Pohl

Hahnstätten. Pferdehalter in der Verbandsgemeinde Hahnstätten müssen ab sofort dafür sorgen, dass Hinterlassenschaften ihrer Tiere auf öffentlichen Straßen und Anlagen beseitigt werden. Gleichzeitig tritt eine neue Verordnung in Kraft, die vorsieht, dass Pferde, Esel oder Ponys nur noch von Personen geführt werden dürfen, die in der Lage sind, das Tier zu beherrschen. Die Halter sind verpflichtet, ihre Vierbeiner nur geeigneten Führern zu überlassen. Das sieht die neue Gefahrenabwehrverordnung der Verbandsgemeinde Hahnstätten vor, die jetzt im VG-Rat verabschiedet worden ist. Die alte Verordnung von 1987 war zeitlich befristet. Dadurch wurde eine neue notwendig. Dem Entwurf der Verbandsgemeinde wurde von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion die Genehmigung erteilt.

Die neue Regelung betrifft auch den Umgang mit Hunden. Sie dürfen laut neuer Verordnung innerhalb der Ortschaften nur angeleint geführt werden. Außerhalb der Gemeinden sind sie umgehend anzuleinen, wenn sich eine andere Person nähert. In öffentlichen Anlagen dürfen sie ebenso nicht mehr frei laufen gelassen werden. Für die Beseitigung der Hundehaufen auf öffentlichen Straßen und Wegen sind Hundehalter oder andere Personen verpflichtet, die mit dem Hund unterwegs sind. Weiter dürfen die Tiere nicht auf Spiel- oder Bolzplätze mitgenommen werden. Mit der neuen Verordnung reagiert die Verbandsgemeinde auf in jüngster Zeit immer häufiger auftretende Beschwerden von Bürgern, die sich über Pferdeäpfel und Hundehaufen in den Straßen beklagten.

Zudem gilt jetzt außerhalb der Ortschaften eine konkrete Regelung zur Anleinpflicht für Hunde. Viele Besitzer ließen ihren Hund frei umherlaufen, ohne auf vielleicht verängstigte Spaziergänger zu achten.

Weitere Themen in der Sitzung waren die Mensa am Schulzentrum in Hahnstätten sowie eine Kooperation der Realschule plus mit der Nicolaus-August-Otto-Schule in Diez und der Firma Schaefer Kalk (weiterer Bericht folgt).

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 28. Januar 2011, Seite 19

         

Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit

Wer gegen die neuen Verordnungen verstößt, Pferdeäpfel oder Hundekot nicht beseitigt oder die Tiere nicht anleint, muss mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden. Die Höhe der Geldbuße richtet sich jedoch nach der Verhältnismäßigkeit der Tat. Als öffentliche Straßen gelten alle für den Straßenverkehr bestimmte Flächen. Dazu zählen auch Geh- und Radwege sowie Gebiete, die frei zugänglich sind. Öffentliche Anlagen sind Grillplätze, Sport- und Grünanlagen sowie Kinderspielplätze.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 28. Januar 2011, Seite 19

Pferdeäpfel gehören in eine Tüte. Ansonsten droht dem Halter ein Bußgeld. Foto: dpa

Foto zur Meldung: Pferdeäpfel müssen entsorgt werden
Foto: Pferdeäpfel müssen entsorgt werden

Ortsgemeinde: Burgschwalbach erhöht die Steuerhebesätze

(22.01.2011)

Ratssitzung Fehlende Einnahmen ausgleichen – Infos über Palmbach

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Der Gemeinderat Burgschwalbach verabschiedete die neuen Steuerhebesätze der Gemeinde für 2011. Demnach werden die Grundsteuer A und B um jeweils 20 Prozentpunkte und die Gewerbesteuer um 15 Prozentpunkte angehoben. Die Erhöhung wurde notwendig, da die Ortsgemeinde 2011, bedingt durch die Anpassung der Nivellierungssätze im Landesfinanzausgleichsgesetz und bei gleichbleibender Steuerkraft, rund 6500 Euro jährliche Steuereinnahmen weniger verzeichnet. Burgschwalbach folgt damit der Entscheidung anderer Ortsgemeinden, die ebenfalls die Steuern angehoben haben. Auch die Abgaben der Hundesteuer verändern sich. 41 Euro pro Jahr kostet der erste, 80 Euro der zweite und 100 Euro der dritte Hund. Das teilte Ortsbürgermeister Harry Becker mit. Er wies weiter auf eine neue Internetseite hin, in der Informationen über die natürliche Vielfalt im Palmbachtal zusammengetragen werden. Unter www.natur-im-palmbachtal.de sind aktuelle und ganzjährige Beobachtungen zusammengefasst. Dafür verantwortlich zeigt sich Michael Beensen, der seine Beobachtungen veröffentlicht. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so interessierte und engagierte Bürger in unserer Gemeinde haben“, lobte Becker die Arbeit des Pensionärs, die sich reibungslos in die zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten von tatkräftigen Burgschwalbachern einreiht. Die Schwerpunkte in den Veröffentlichungen liegen auf der Vogelkunde und dem Kennenlernen der Tier- und Pflanzenwelt, die im Palmbachtal vorherrschen. Dabei stehen nicht spektakuläre Ergebnisse und Leistungen im Vordergrund, sondern die vielschichtige Artenvielfalt.

Becker informierte weiter darüber, dass zurzeit Pflegemaßnahmen am Palmbach vorgenommen werden. Am Ortsausgang in Richtung Panrod werden am Ufer des Bachs Weiden zurückgeschnitten, um den Bestand und die Qualität des Lebensraums zu sichern.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 22. Januar 2011, Seite 21

Am Palmbach sind bereits einige Weiden gefällt, andere werden folgen. So soll die Qualität des Lebensraums gesichert werden. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Burgschwalbach erhöht  die Steuerhebesätze
Foto: Ortsgemeinde: Burgschwalbach erhöht die Steuerhebesätze

Königlicher Besuch am Johannisbrunnen

(06.01.2011)

Historie Wasser aus Zollhaus war im 19. Jahrhundert populär – Durch Ersten Weltkrieg gingen Absatzmärkte verloren

Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Zollhaus. Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich königlicher Besuch anmeldet – und schon gar nicht an der Aar. So ist es durchaus erwähnenswert, dass sich 1895, im September, Besucher aus Großbritannien am Zollhauser Johannisbrunnen vom Wiesbadener Fotografen van Bosch ablichten ließen.

Der Johannisbrunnen, damals in vollem Betrieb, war das Ausflugsziel seiner „Royal Highness“ Prinz of Wales und General Stanley Clarke, die mit weiteren zwölf Besuchern von Bad Homburg mit dem Zug nach Zollhaus reisten, um den Johannisbrunnen zu besuchen und die Pumpstation, den Füllbetrieb sowie den logistischen Ablauf des damals populären Wassers in Augenschein zu nehmen.

In Zollhaus empfingen Geschäftsführer Kennedy und der Manager Mr. Gordon die hohen Gäste, unter denen sich auch Prinz Nicholas von Nassau, Komtesse Adda von Merenberg, der Großherzog Michael von Russland und Prinz Albert von Schleswig-Holstein befanden. Die Beschaffenheit des kostbaren Wassers sowie Lagerung, Transport und die Frage, ob das Wasser in Tanks oder in Flaschen gefüllt wird, beschäftigte damals die prominenten Besucher, so stand es zu lesen in der Zeitung „The illustrated London News“ vom 21. September 1895.

Der Brunnen, seit 1882 unter der Aktien-Gesellschaft Johannisbrunnen Zollhaus wirtschaftlich genutzt, erlangte keine große Popularität. Jedoch hatten um 1900 etwa 50 bis 100 Personen, hauptsächlich Frauen, hier ihren Arbeitsplatz, und es wurden pro Jahr 2,5 Millionen Flaschen abgefüllt. Das Quellgebiet erstreckte sich auf einer Wiesenfläche von rund 1300 Quadratmetern. Die Johannisbrunnen AG war eine deutsch-englische Gesellschaft, der in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts einmal sogar König Edward VII. einen Besuch abstattete, der damals oft in Wiesbaden zur Kur weilte.

1914, bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs, wurde das Unternehmen stillgelegt, da es seine ausländischen Absatzmärkte verlor. Die technischen Anlagen waren inzwischen veraltet, und Konkurrenzunternehmen arbeiteten günstiger. So wurde dieses einst blühende Unternehmen an der Aar, das zu jener Zeit auch noch zum „feindlichem Vermögen“ zählte, ausgeschaltet. Der reine Absatz in Deutschland war verschwindend gering, sodass die Produktion ganz eingestellt wurde.

Etwa 44 Jahre später, im September 1958, trafen sich die Bürgermeister des Vier-Sektoren-Dorfes Zollhaus und berieten, ob man den Sauerbrunnen wieder instand setzen könnte. Lange Zeit hatte sich niemand mehr für den einst bekannten Brunnen und das kostbare Nass, „ein für Leib gesundes und anmüthiges Wasser“, interessiert, das nun in den Zollhauser Aarwiesen ungenutzt versickerte. Die vier Bürgermeister beschlossen, den Brunnen wieder neu zu fassen. Die Zollhauser Feuerwehr sowie die Interessengemeinschaft erklärten sich bereit, die Reinigung und Betreuung zu übernehmen.

Heute erinnert nur noch wenig an den einst florierenden Absatz des Wassers. Spaziergänger auf dem Weg von Hahnstätten nach Burgschwalbach müssen sich anstrengen, um die ehemalige Quelle zwischen Büschen und Bäumen ausfindig zu machen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 6. Januar 2011, Seite 22

Auf einem Foto wurde der damalige königliche Besuch am Johannisbrunnen in Zollhaus festgehalten.

 

Rückblick in die frühe Vergangenheit des Johannisbrunnens

Bereits 1583 ließ Graf Albrecht von Nassau-Weilburg durch den Kreuznacher Arzt Dr. Erhard Neyphard das Wasser des Säuerlings in den Wiesen von Burgschwalbach-Zollhaus untersuchen. In dem Gutachten ist zu lesen: „Es enthalte alle guten Eigenschaften, die dem Sauerwasser nötig seien. Es sei ebenso gut und nicht viel geringer als das zu Langenschwalbach (heute Bad Schwalbach), welches zu dieser Zeit gelobt und sehr besucht wurde. Der Graf möge diesem Wasser wohl eine Ehre antun, es fassen und rein verwahren lassen.“ Damals sandte der Burgschwalbacher Kellermeister Philipp Schauß zu Weihnachten 1584 auf das Grafenschloss nach Weilburg sechs Krüge voll des frisch gegrabenen Sauerborns mit der Anmerkung, dass das Wasser vom Adel „bei Leibesmangel“ gebraucht und dabei „seine heilsame Fruchtbarkeit“ gezeigt hätte. Der hessische Hofmedikus Dr. Wolff aus Marburg schrieb in einem Gutachten: „Das Wasser ist ein gesund, hart und leicht Wasser, sowohl im Leib als auch äußerlich zu gebrauchen.“

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 6. Januar 2011, Seite 22

Foto zur Meldung: Königlicher Besuch am Johannisbrunnen
Foto: Königlicher Besuch am Johannisbrunnen

Ortgemeinde: Burgschwalbach erstrahlt im Lichterglanz

(29.11.2010)

Fest Tausende Besucher kommen zum märchenhaften Weihnachtsmarkt im Ortskern

Von unserem Redakteur

Uli Pohl

Burgschwalbach. Besser kann ein Weihnachtsmarkt nicht ablaufen: Mehrere Tausend Menschen kamen am Samstagabend in den historischen Ortskern von Burgschwalbach, eine märchenhafte Kulisse einer tollen Veranstaltung, für die die Gemeinde und Ortsvereine seit mittlerweile vielen Jahren sorgen. Rund um die Kirche gab es viel zu entdecken, 50 Verkaufsstände luden zum Bummeln ein, weihnachtliche Motive bestimmten überall die Szenerie. Essen und Getränke sorgten für die bestimmten Duftnoten, die einen Markt auszeichnen.

Der märchenhafte Weihnachtsmarkt in Burgschwalbach ist bei vielen Menschen aus der näheren, aber auch aus der weiteren Umgebung ein fester Termin zu Beginn der Adventszeit. Zwischen den Ständen bleiben die Besucher immer wieder stehen, treffen alte Bekannte, Neuigkeiten werden ausgetauscht oder weitere vorweihnachtliche Termine besprochen. Nach einem Rundgang an den Ständen und den hell erleuchteten Märchenfiguren in den Straßen vorbei trafen sich die Besucher zum Glühwein oder zum gemeinsamen Essen.

Auch die Auswahl des Sortiments war wohlüberlegt, Handwerkskunst wechselte sich mit regionalen Produkten ab. Ergänzt von einer feinen Auswahl weihnachtlicher Dekorationen wie Gemälde, Figuren oder Kerzen. Zum Auftakt – nach der Eröffnung durch Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker – stimmte der Frauenchor gesanglich auf den Markt ein. Der Nikolaus war unterwegs und notierte sich schon einmal die Wünsche der Kinder, und wer sich ausruhen wollte, für den stand die Kirche nicht nur während der Lichterandachten als Rückzugsmöglichkeit offen. Für eine weitere musikalische Note sorgte das Quartett 3:1. Und am Eingang zum Markt vor der Kirche blieben nicht nur viele Familien mit Kindern vor der lebensgroßen Krippe stehen, um die Weihnachtsgeschichte zu hören und zu sehen.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 29. November 2010, Seite 15

 

Über eine Vielfalt an weihnachtlichen Artikeln konnten sich die Besucher beim Markt in Burgschwalbach freuen. Wer zuvor zu Hause dekoriert hatte, fand auf dem Markt vielleicht die passende Ergänzung. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortgemeinde: Burgschwalbach erstrahlt im Lichterglanz
Foto: Ortgemeinde: Burgschwalbach erstrahlt im Lichterglanz

Ortsgemeinde: Figuren weisen Gästen den Weg durch das Markttreiben

(20.11.2010)

Märchenhaft Lebensgroße Krippe in Burgschwalbach

Burgschwalbach. Der zur Tradition gewordene „märchenhafte Weihnachtsmarkt“ öffnet am Samstag, 27. November, 16 Uhr, in Burgschwalbach wieder seine Pforten für die vielen Besucher aus nah und fern. Der wohl in seiner Art einmalige Weihnachtsmarkt im historischen Dorfkern rund um die mittelalterliche Kirche erlebt seine sechste Auflage. Bereits nahe dem Eingang steht die lebensgroße Krippe mit Maria und Josef. Hier wird es wieder viele strahlende Kinderaugen geben. Vorbei an weihnachtlich dekorierten Ständen sollte auch ein Besuch der mittelalterlichen Dorfkirche eingeplant werden.

Bei einer Lichterandacht jeweils um 18, 19.15 und 20 Uhr finden die Besucher sicherlich innere Ruhe und Besinnlichkeit. Die Andachten begleiten Gesang, Orgelmusik, und der Posaunenchor begleitet. Die Kirche ist auch während des gesamten Marktes geöffnet. Das Musikquartett 3:1 spielt um 17 Uhr auf dem Markt. Für Kinder kommt der „Singende Nikolaus“ extra nach Burgschwalbach. Wer ihn hören möchte, findet ihn um 18.30 und 19.30 Uhr auf der Bühne am Dorfplatz.

Mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus und Bücherraritäten der Bücherei im Dorfgemeinschaftshaus bietet der Markt einen weiteren Programmpunkt. Vorbei an verschiedenen, mit viel Liebe gestalteten Märchenfiguren, begleitet Glühweinduft in der Nase den Weg zum nostalgischen Kinderkarussell. Märchenfiguren wie Hänsel und Gretel, die Bremer Stadtmusikanten oder das tapfere Schneiderlein grüßen Groß und Klein bei ihrem Rundgang über den Burgschwalbacher Weihnachtsmarkt.

Für ein breit gefächertes kulinarisches Angebot sorgen die Ortsvereine von Burgschwalbach, unter anderem der Frauenchor, und weitere Anbieter. Ob Blumen, Keramik oder Kerzen, Modeschmuck oder weihnachtliche Dekoartikel – für jeden Marktbesucher findet sich bestimmt etwas Passendes: 50 Marktbeschicker freuen sich auf einen Besuch.

Zufahrt nach Burgschwalbach über Zollhaus. Für Autofahrer stehen ausreichend Parkmöglichkeiten am Friedhof, an der Turnhalle und in den Ortsnebenstraßen bereit.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 20. November 2010, Seite 23

Ortsgemeinde: Brücke über den Palmbach

(13.11.2010)

Sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

 

wir haben sehr viele kreative deutsche als auch englische Namensvorschläge erhalten, dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

In Abstimmung mit dem Gemeinderat haben wir uns für die „Brücke zur Au“ entschieden. Die Einreicher dieses Vorschlages werden ein Präsent erhalten, mehrere Bürger haben diesen Namen vorgeschlagen.

 

Claus-Harry Becker

(Ortsbürgermeister)

 

Ortsgemeinde: Gedenken an Soldaten

(13.11.2010)

Volkstrauertag Identität eines Gefallenen ermittelt

Rhein-Lahn. Am Sonntag treffen sich vielen Menschen, um der gefallenen Soldaten der Weltkriege zu gedenken. In Burgschwalbach konnte jetzt der Name eines auf dem Friedhof begrabenen, bisher unbekannten Soldaten ermittelt werden. Wolfgang Jopp aus Niederneisen stieß bei seiner Ahnenforschung auf Hinweise, die neue Informationen über den Gefallenen enthielten. Jopp selbst hatte als Achtjähriger den Toten mit anderen Jungen entdeckt. Über den Volksbund der deutschen Kriegsgräberfürsorge erfuhr er nun Name und Herkunft des Soldaten. up

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 13. November 2010, Seite 1

Dank der Recherche eines Ahnenforschers  konnte jetzt der Name des unbekannten Soldaten auf dem Burgschwalbacher Friedhof ermittelte werden. Der Zweite Weltkrieg führte ihn aus Schlesien in die Region

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Gedenken an Soldaten
Foto: Ortsgemeinde: Gedenken an Soldaten

Ortsgemeinde: Kreisstraße wird ausgebaut

(13.11.2010)

Verkehr Landesbetrieb Mobilität stellt Planung für Abschnitte in Burgschwalbach vor

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Burgschwalbach. Ende 2011 soll mit dem Ausbau der Kreisstraße 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach begonnen werden. Der Landesbetrieb Mobilität hat in dieser Woche die Planung der Verbandsgemeinde Hahnstätten und im Gemeinderat Burgschwalbach vorgestellt. Der Ausbau erfolgt unter Vollsperrung. Pendler zur Hünerstraße oder ins hessische Panrod werden großräumig umgeleitet. Burgschwalbacher Bürger, Versorgungs- und Rettungsfahrzeuge sollen den Auweg zwischen Zollhaus und Burgschwalbach als Zu- und Abfahrt nutzen. Gleiches gilt für den Busverkehr. Der Auweg soll im Vorfeld der Straßensanierung befestigt werden. In welcher Form das geschieht, darüber muss der Gemeinderat noch entscheiden.

Die Sanierung erfolgt in zwei Abschnitten. Das erste Teilstück erstreckt sich von der Mühle, an der Ortsausfahrt in Zollhaus, bis in etwa der Auffahrt zum Wohngebiet „Lehmkaut“. Der zweite Abschnitt reicht von der in etwa 100 Meter entfernten Kurve bis kurz vor das Gasthaus „Felsenkeller“. Dort schließt sich die Sanierung an den bereits vollzogenen Ausbau der Ortsdurchfahrt an.

Bei einem guten Verlauf der Arbeiten soll auch die noch ausstehende 100 Meter lange Zwischenstrecke in Höhe der Bushaltestelle an der Abzweigung zur „Lehmkaut“ in Angriff genommen werden. „Für uns ist es natürlich sinnvoll, den Ausbau in einem Guss vorzunehmen, statt eine Lücke zu lassen“, betont Ortsbürgermeister Harry Becker die Ansicht der Gemeinde. Becker lobte die Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Mobilität, der Burgschwalbach frühzeitig in die Planung mit einbezogen hätte. Beim Ausbau bleibt die Baumallee an der Straße im ersten wie im zweiten Abschnitt erhalten. Auch die mit weißen Köpfen versehenen Begrenzungssteine bleiben stehen. „Beides zählt zum kulturellen Erbe. Sie gehören fest zum Ortsbild“, berichtet Becker weiter.

Die Fahrbahn wird 5,50 Meter breit. Leitplanken werden nicht montiert. Im ersten Abschnitt wird die Bergseite abgeschrägt. In Höhe des Aufgangs zur Burg Schwalbach, am Ortsausgang in Zollhaus, wird eine Gabionenwand zur Befestigung des Hangs errichtet. Auf der kompletten Kreisstraße zwischen Zollhaus und dem Ortseingang Burgschwalbach, wird nach dem Ausbau eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 50 angeordnet. Zudem wird der Fußgängerweg im mittleren Ortsteil bis zur Einfahrt in die Wiesenstraße verlängert.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 13. November 2010, Seite 21

Die Baumallee und die Begrenzungssteine bleiben auch nach dem Ausbau der K 64 erhalten. Auf dem außerörtlichen Abschnitt zwischen Zollhaus und Burgschwalbach herrscht daher in Zukunft Tempo 50.

 Foto: Uli Pohl

Die Baumallee und die Begrenzungssteine bleiben auch nach dem Ausbau der K 64 erhalten. Auf dem außerörtlichen Abschnitt zwischen Zollhaus und Burgschwalbach herrscht daher in Zukunft Tempo 50. Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Kreisstraße wird ausgebaut
Foto: Ortsgemeinde: Kreisstraße wird ausgebaut

Ortsgemeinde: Regionalakademie nimmt Arbeit auf

(11.11.2010)

Bildung Ehrenamtlich agierende Menschen fördern – Plattform für Wissen aufbauen. Von unserem Redakteur Uli Pohl

Zollhaus. Im Januar nimmt die Regionalakademie Aar mit Sitz im Kulturhaus Kreml in Zollhaus ihre Arbeit auf. Ziel der Akademie ist es, in der ländlich strukturierten Region Menschen für das Ehrenamt weiterzubilden und zu fördern. Gleichzeitig dient sie als Plattform zum Austausch von Wissen. Dabei orientiert sich das Bildungsangebot an den beruflichen wie privaten Bedürfnissen der Bewohner der Region sowie an Parametern, die ihrer Entwicklung dienen. Die Regionalakademie will dazu beitragen, das „Leben auf dem Land“ besser und attraktiver zu gestalten. Unterstützt wird die Arbeit der Regionalakademie durch die Kooperation mit dem „Freiwilligendienst aller Generationen“, einer Initiative zur Förderung von ehrenamtlichem Engagement in Rheinland-Pfalz.

Die Idee zur Regionalakademie ist im Rahmen der Dorfmoderation in Burgschwalbach entstanden. Was zunächst als innerdörfliche Struktur eingerichtet werden sollte, hat sich über die Dorfgrenze hinaus entwickelt. Als Kommunikationszentrum dient das Kulturhaus. „Wir sind angewiesen auf die Kontakte mit den Bürgern, die über Wissen verfügen und dieses an andere weitergeben möchten“, sagte Silke Löhr, aus dem Kulturhaus Kreml in der Auftaktveranstaltung. Sie agiert neben Claus-Harry Becker und Michael Kürzinger als Ansprechpartnerin. Die drei koordinieren die Anregungen und Anfragen aus der Bevölkerung und fassen sie als Angebot der Akademie zusammen. „Wenn jemand eine Vereinskasse gut führen kann, sollte er seine Kenntnisse an andere weitergeben. Genauso ist Fachwissen aus Berufen gefragt. Die Regionalakademie soll zur Drehscheibe verschiedenster Interessenten werden“, betont Claus-Harry Becker. Ein Expertenteam, das sich aus dem Bedarf bildet, soll die Funktion als Multiplikator übernehmen. Fachleute, die je nach Nachfrage eingesetzt werden können. Mit den Kursen und Angeboten ist im Kulturhaus Kreml sowie in dem dort integrierten Mehrgenerationenhaus bereits ein Stamm von Mitarbeitern entstanden, der sich in die Regionalakademie integriert. „Wir haben aber noch keinen festen Rahmen und sind offen für alle neuen Ideen“, so Silke Löhr.

 

Informationen und Anmeldungen gibt es im Kreml-Kulturhaus, Telefon 06430/929 724.

 

 „Wir haben kein Öl und kein Gold. Was wir aber haben, ist das Wissen der vielen Bürger, die in unserer Region wohnen. Dieser Wert soll die Grundlage für unser Bildungsangebot sein.“

Claus-Harry Becker, Ortsbürgermeister aus Burgschwalbach und Initiator der Regionalakademie Aar.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 10. November 2010, Seite 17

Ortsgemeinde: Ehrenamt stärken

(02.11.2010)

Regionalakademie Projekt nimmt im Kulturhaus Kreml seine Arbeit auf.

 

Die bei der Dorfmoderation in Burgschwalbach entstandene Vision einer regionalen Akademie wird Wirklichkeit. Ab Januar 2011 soll das spezifische Weiterbildungsprogramm der Regionalakademie Aar das örtliche Bildungsangebot erweitern. Die Regionalakademie hat sich zum Ziel gesetzt, in einer ländlich strukturierten Region Menschen für das Ehrenamt weiterzubilden. Die Regionalakademie soll dazu beitragen, das „Leben auf dem Land“ attraktiver zu gestalten. Bei der Auftaktveranstaltung im Kulturhaus Kreml stellen die Initiatoren den aktuellen Stand des Projekts vor und blicken auf das Weiterbildungsprogramm 2011. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von den „Palmbachtalern“. Die Gründung wird am Montag, 8. November, 17 bis 18.30 Uhr, bei einem Umtrunk im Kreml-Kultursaal in Zollhaus gefeiert.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 2. November 2010, Seite 15

Foto zur Meldung: Ortsgemeinde: Ehrenamt stärken
Foto: Ortsgemeinde: Ehrenamt stärken

Erschließung im Burgschwalbacher Baugebiet beginnt

(22.10.2010)

In den kommenden Tagen beginnt die Erschließung des neuen Baugebiets „In der Seite“ in Burgschwalbach. Das ausführende Unternehmen hat die Baustelle bereits eingerichtet. Auf der Fläche in direkter Nachbarschaft der Kindertagesstätte bietet die Gemeinde 13 Bauplätze an, von denen bereits zwei verkauft sind. Mehrere Familien haben ihr Interesse bekundet. So erhält heute das erste Eigenheim den Beton für die Bodenplatte. Mit „In der Seite“ kommt die Gemeinde der verstärkten Nachfrage von Burgschwalbacher Bürgern nach. (up) M Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 22. Oktober 2010, Seite 19

Foto zur Meldung: Erschließung im  Burgschwalbacher  Baugebiet beginnt
Foto: Erschließung im Burgschwalbacher Baugebiet beginnt

Baugebiet ist sehr gefragt

(26.08.2010)

„In der Seite“ lässt Burgschwalbach wachsen

Heute Abend steht die Erschließung des Baugebietes „In der Seite“ in Burgschwalbach auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Mit der Erweiterung des Wohnangebots reagiert die Gemeinde auf die starke Nachfrage.

Burgschwalbach. In Burgschwalbach entsteht in Kürze ein Baugebiet mit 13 Bauplätzen auf einer Gesamtfläche von knapp 8000 Quadratmetern. Es beinhaltet Grundstücksflächen mit einer Größe von 437 bis 749 Quadratmetern. Die Lage ist vor allem durch die direkte Nachbarschaft der Kindertagesstätte für Familien ideal. Dementsprechend ist die Nachfrage nach den Grundstücken im Eigentum der Gemeinde. „Zwei Bauplätze sind bereits verkauft. Weitere Anfragen liegen vor. Ein Interessent hat sogar ein Angebot für zwei Bauplätze in den Raum gestellt“, berichtet Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker.

Heute Abend will die Gemeinde in der Ratssitzung ihren Anteil an den Arbeiten zur Erschließung des Gebiets auf den Weg bringen. Den anderen Teil tragen die Verbandsgemeinde-Werke in Hahnstätten. Wie Becker weiter berichtet, kommt die Gemeinde mit dem Gebiet „In der Seite“ der verstärkten Nachfrage von Burgschwalbacher Bürgern nach. So hätten in der Vergangenheit junge Bürger den Ort verlassen, da kein neues Baugebiet zur Verfügung stand. Mit „In der Seite“ sei die Ortschaft nun für alle Wünsche der Interessenten an Wohnraum gerüstet. Neben der Möglichkeit zum Neubau gibt es im Dorfkern immer wieder zum Verkauf stehende ältere Gebäude. So könnte sich auch eine Lösung für das einsturzgefährdete Haus in der Kirchstraße abzeichnen.

„Burgschwalbach hat eine gute demografische Struktur, eine intakte Dorfgemeinschaft, eine gute Verkehrsanbindung und Infrastruktur. Das lockt viele junge Familien an“, erklärt Becker das Interesse am Wohnort. Weiter betont der Ortsbürgermeister, dass diese Entwicklung nicht nur für Burgschwalbach, sondern für gesamte Region wichtig sei.

„Jüngere Bürger und Kinder sind wichtig für den Entwicklungsprozess unseres Dorfes. Deshalb ist die Kindertagesstätte ,Salto Vitale' ein wichtiger Bestandteil in unserer Struktur.“ Becker berichtet weiter, dass zugezogene Familien den Wohnort inzwischen so attraktiv finden, dass sie ihrerseits wieder bei Bekannten für ein Wohnen in Burgschwalbach werben. (up)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 26. August 2010, Seite 20

 

Unterhalb der Kindertagesstätte „Salto Vitale“ gelegen, erweist sich das Baugebiet „In der Seite“ besonders für junge Familien als attraktiv. Hinzu kommt die ruhige Ortsrandlage in Richtung Zollhaus. Foto: Uli Pohl

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Foto: Baugebiet ist sehr gefragt

Diagnose Ärzteschwund

(04.08.2010)

Politiker suchen fieberhaft nach Lösungen

 

Arzt auf dem Land – dieser Beruf scheint für viele angehende Mediziner wenig erstrebenswert. Sie strömen in die Ballungszentren oder gleich ins Ausland, nach Norwegen, England oder in die Schweiz. Menschen in ländlichen Regionen werden das wohl schon bald zu spüren bekommen.

Aar/Einrich. Noch ein paar Jahre – und die Menschen im Einrich müssen wohl lange Wege auf sich nehmen, um zum nächsten Arzt zu kommen, denn: vier von fünf Ärzten stehen vor der Verrentung, haben die 60-Jahre-Marke bereits überschritten (wir berichteten mehrfach). Die Politik macht sich Sorgen, und so trafen sich die Bürgermeister der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen, Harald Gemmer, und der Verbandsgemeinde Hahnstätten, Volker Satony, mit der Ressortleiterin Stephanie Finzsch und der Referentin für Niederlassungsberatung, Melitta Fechner, von der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz Regionalzentrum (KV RLP).

In dem Gespräch, an dem auch der Arzt Dr. Claus-Harry Becker und AOK-Direktor a. D. Günter Ackermann teilgenommen haben, ging es um die Sorge, dass zahlreiche Ärzte in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen und jetzt vorbereitend gehandelt werden müsse. Melitta Fechner und Stephanie Finzsch wiesen auf die Nachfolgeberatung hin, die die Kassenärztliche Vereinigung den niedergelassenen Ärzten anbietet. Damit soll rechtzeitig Vorsorge getroffen werden, um den Ärzten Nachfolgeregelungen vor dem Hintergrund der gesundheitlichen und der betriebswirtschaftlichen Seite zu ermöglichen.

 

Nachwuchs fördern

 

Die beiden Vertreterinnen der KV RLP zeigten auch die Möglichkeiten der Nachwuchsförderung im Bereich der Weiterbildungsassistenten auf. Hier wurden die finanziellen Bedingungen deutlich verbessert.

Der Versorgungsgrad mit Ärzten im Rhein-Lahn-Kreis liegt zurzeit bei 110,8 Prozent. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Versorgungsgrad auf den ganzen Kreis bezogen angesetzt wird – und nicht auf einzelne Regionen. Das bedeutet: Gesehen wird als kleinste Einheit der Rhein-Lahn-Kreis. Stimmt dort die Kopfzahl an allgemeinen Ärzten, ist für die Kassenärztliche Vereinigung zunächst einmal alles geritzt, auch wenn vielleicht die meisten Ärzte sich in den größeren Randlagen wie Lahnstein oder Diez tummeln, das weite Hinterland jedoch kaum mehr besetzt ist.

 

Zweigpraxis als Lösung

 

Von daher sagt der Versorgungsgrad allein betrachtet sehr wenig aus und muss im Zusammenhang gesehen werden. Deshalb baten die beiden Verbandsgemeindebürgermeister Harald Gemmer und Volker Satony um Hilfe aus Mainz. Diese wurde zugesagt. Nun soll sich mit den zuständigen Institutionen wegen der auf der Bundesebene getroffenen Regelung in Verbindung gesetzt werden. Weitere Aspekte des Gespräches waren Lösungsansätze wie die Schaffung medizinischer Versorgungszentren oder die Zweigpraxis, die sich in anderen Regionen des Landes bereits bewährt hat.

Auch die Vergabe von Ab- und Zuschlägen im Verhältnis zwischen Stadtpraxis und Ärztestandort im ländlichen Raum wurde als Lösungsweg diskutiert. Die Verbandsgemeindebürgermeister Harald Gemmer und Volker Satony bekräftigten noch einmal ihre Unterstützung im Zusammenhang mit der Schaffung von kommunalen Standortbedingungen und werden weiter gemeinsam den Dialog mit den zuständigen Institutionen zur zukunftsorientierten Lösung der Versorgung im ländlichen Raum suchen. Wie kommunale Unterstützung aussehen könnte, beweisen die ostdeutschen Bundesländer, die schon länger einen personellen Aderlass zu verkraften haben. Dort gibt es Gemeinden, die beispielsweise Ärzten mietfrei Praxisräume auf dem Land zur Verfügung stellen.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 4. August 2010, Seite 18

 

Müssen die Menschen im Einrich bald lange Wege für medizinische Behandlungen in Kauf nehmen, da es immer mehr Ärzte in Ballungszentren oder ins Ausland zieht? Politiker suchen fieberhaft nach Lösungen, um der medizinischen Landflucht entgegenzuwirken. M Foto: dpa

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Foto: Diagnose Ärzteschwund

Rehböcke im Todeskampf

(30.07.2010)

Tiere verfangen sich im Draht und verenden

„Rehbock in Elektrozaun verfangen und qualvoll verendet“, „Rehbock stirbt durch Weidezaun“. „Unbenutzter Weidezaun als Todesfalle“, oder „Wieder Reh in Weidezaun verendet“, so lauten in jedem Jahr die Schreckensnachrichten aus Wald und Flur. Zweimal kamen sie in diesem Jahr schon aus der Gemarkung der Gemeinde Burgschwalbach.

Burgschwalbach. Wie der Burgschwalbacher Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker mitteilt, ist kürzlich in der Palmbachgemeinde bereits zum zweiten Mal in kurzer Zeit ein Rehbock auf qualvolle Weise ums Leben gekommen. Durch Leichtsinn, Unkenntnis oder auch durch liegen gelassenen Zivilisationsmüll, damit ist auch unbenutzter Weidezaun inbegriffen, geschehen immer noch vermeidbare Wildunfälle.

Gräser locken Tiere an

Wiesen, bewachsene Feldwege oder unbenutzte Weiden voller Klee, Kräuter und wohlduftender Gräser locken Rotwild in die Nähe von Viehweiden. Hierbei werden ihnen Zäune, die nach dem Abgrasen nicht vorschriftsmäßig entfernt werden, oft zur Todesfalle.

Umgestürzte Pfähle, die halb zugewachsen sind und unsichtbare Drähte bergen Gefahren, die das Wild nicht auf Anhieb erkennt. Zwei junge Mädchen aus Burgschwalbach fanden kürzlich am Schäfersgraben gegenüber der Burgschwalbach einen sich im Todeskampf befindenden jungen Rehbock. Ihre schnelle Reaktion mit einem Hilferuf an die örtliche Feuerwehr konnte das Tier, das sich mit seinem Gehörn im Draht verfangen hatte, nicht mehr retten. Über drei Quadratmeter der Grasnarbe hatte der Bock mit seinen Hufen in seinem Todeskampf blank gescharrt, doch er hatte sich durch den achtlos liegen gelassenen Draht des nicht benutzten Weidezauns so schwer stranguliert, dass alle menschliche Hilfe zu spät kam.

Unnütze Zäune entfernen

Becker und Jagdpächter Dr. Werner Müller nahmen dies traurig zur Kenntnis. Dr. Müller sprach anschließend den beiden Mädchen seinen Dank aus und belohnte sie für ihre Aufmerksamkeit mit einem Geschenk. Der Burgschwalbacher Ortschef appelliert noch einmal an alle Bürger, die ihr Vieh auf Weiden halten, darauf zu achten, dass unbenutzte Zäune rechtzeitig entfernt werden, um solch traurige Vorkommnisse zu vermeiden, denn nach Paragraf 26 des deutschen Jagdgesetzes ist es Pflicht, Umzäunungen innerhalb der Gemarkungsgrenzen so zu montieren, dass freilaufende Wildtiere sich nicht darin verfangen können und dabei zu Tode kommen. Wilma Rücker

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 30. Juli 2010, Seite 17

Foto zur Meldung: Rehböcke im Todeskampf
Foto: Rehböcke im Todeskampf

Burgschwalbach zieht immer mehr Ausflügler an

(28.07.2010)

Mehr als 200 Besucher aus Karlsruhe, Düsseldorf und Berlin zu Gast – Burg, Märchenpark und Draisinenfahrten sind beliebt

Burgschwalbach. Burgschwalbach lockt immer mehr Touristen an. Neben dem Märchenpark mit neuen und alten Figuren aus der Welt der Brüder Grimm und Wilhelm Busch, der wie ein Magnet auf Familien mit Kindern aus weiten Teilen der Region wirkt, ist vor allem das weithin sichtbare imposante Bauwerk der Burgschwalbach aus dem 14. Jahrhundert mit ihrer reichen Geschichte ein starker Anziehungspunkt.

Ebenso beliebt sind die touristisch erschlossenen Wanderwege, die mit Besonderheiten aufwarten können. Ob eine Fledermaustour entlang des Palmbachs oder eine Wanderung entlang der Aar, vorbei an ehemals berühmten Mineralbrunnen bis nach Hahnstätten oder zur nahe gelegenen Burg Hohlenfels, auf die Ausflügler wartet immer Erholung pur. Eine weitere Attraktion sind die Draisinenfahrten, die den Tourismus an der Aar aufwerten.

Wie Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker mitteilt, waren in den vergangenen Tagen mehr als 200 Besucher aus dem Finanzministerium in Burgschwalbach zu Gast. Die Ausflügler, die allesamt aus Großstädten wie Karlsruhe, Düsseldorf und Berlin in Bussen angereist kamen, gönnten sich nach einem Fußballspiel auch einige Draisinenfahrten auf der stillgelegten Strecke der einstigen Aartalbahn. (wr)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 28. Juli 2010, Seite 18

 

Diese Ansichtskarte gab es um 1900. Schon damals war die Burg bei Ausflüglern beliebt

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Foto: Burgschwalbach zieht immer mehr Ausflügler an

Neue Brücke führt über den Palmbach

(21.07.2010)

Bürger können Vorschläge für den Namen des Bauwerkes abgeben – Einweihung wird geplant

Ein kürzerer Weg zur anderen Dorfseite. Dieser lang gehegte Wunsch geht in Burgschwalbach in Erfüllung.

Burgschwalbach.

Burgschwalbach hat eine neue Brücke. Fast fünf Jahre hat es gedauert, bis der lang gehegte Wunsch von Ralf Schwindt, Vorsitzender der örtlichen SPD-Fraktion, in Erfüllung ging. Schon in seiner Jugend hätte er den Weg auf die andere Seite des Dorfes gern abgekürzt. Doch gut Ding will Weile haben.

Nun steht sie, die neue Brücke über den Palmbach. Der frühe Wunsch und spätere Antrag von Schwindt wurde nach fünf Jahren Antrags-, Planungs- und Bauzeit endlich in die Tat umgesetzt. Die untere Landespflegebehörde, die Ortsgemeinde, die untere Wasserbehörde und die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord haben den Antrag geprüft und Zuschüsse genehmigt. Nicht nur Schwindt will die Brücke fleißig nutzen, sondern allen 240 Anwohnern rund um den Sonnenberg soll sie dienen. Nicht zuletzt wird eine neue Wanderwegführung die neue Brücke in das touristische Programm rund um Burgschwalbach mit einbeziehen.

„Viele Überlegungen wurden durchgeführt“, berichtet Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker, „denn ein Fußgängerweg bis nach Zollhaus wäre mit einer Aufschüttung der Böschung entlang der K 64 erheblich teurer geworden.“ Nun ist es möglich, entlang des Palmbachs zu Fuß und unbeeinträchtigt vom Durchgangsverkehr nach Zollhaus zu gelangen. Es stehen noch ein paar Korrekturen an, die den Weg leichter begehbar machen sollen: Kalksplitt für eine feinere Wegdecke und die Entfernung der Brennnesseln. Zusätzlich soll ein Zugang zum kleinen Schönbach geschaffen werden, um Kindern das Spielen und Planschen am Bach zu ermöglichen. Da der Palmbach mit seiner Strömung zu bestimmten Jahreszeiten nicht ungefährlich ist, ist eine kurze Wegeanbindung an den Schönbach erforderlich.

Die Fußgängerbrücke mit 2,50 Metern Breite und 5,24 Metern Länge hat noch keinen Namen. Deshalb sind die Bürger aufgerufen, Vorschläge zu machen. Ortschef Claus-Harry Becker sammelt die Namensideen. Der passende Name wird zur Brückeneinweihung bekannt gegeben. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eventuell eine Beleuchtung der neuen Wegführung über die Brücke Realität werden. Wilma Rücker

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 21. Juli 2010, Seite 19

 

Viele Gäste begutachten die neue Brücke (von rechts): Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker, Ralf Schwindt, Dieter Schuster, Manfred Schuhmacher, Josef Hoffmann, Bernd Thorn.  Foto: Rücker

Foto zur Meldung: Neue Brücke führt über den Palmbach
Foto: Neue Brücke führt über den Palmbach

Wasserversorgung des Friedhofs verbessert

(17.07.2010)

Burgschwalbacher Aktion erleichtert Bürgern sommerliche Grabpflege

Die Gruppe Aktiv für Burgschwalbach setzt sich für

einen schönen Friedhof ein. Das Resultat ist nun sichtbar.

Burgschwalbach. Gerade zur rechten Zeit konnte die erweiterte Wasserversorgung auf dem Friedhof in Burgschwalbach in Betrieb genommen werden. Bei einer Hitze wie in diesem Sommer macht es sich über einen längeren Zeitraum bemerkbar, ob man zur Grabpflege und Erhaltung der Sommerblüher lange oder verkürzte Wege mit der gefüllten Gießkanne von der Wasserzapfstelle bis zum Familiengrab geht.

Das dachten sich auch die Mitglieder der Gruppe Aktiv für Burgschwalbach und regelten dieses Problem ganz ohne Verwaltungsaufwand zur Zufriedenheit aller Friedhofsbesucher. Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker freut es sehr, dass die Dorfgemeinschaft in seiner Gemeinde so intensiv gepflegt wird und zu solchen außergewöhnlichen Leistungen führt.

Lange Jahre stand nur eine einzige Wasserzapfstelle zur Verfügung. Wer den großräumig angelegten und sehr gepflegten Burgschwalbacher Friedhof kennt, der weiß es zu schätzen, dass man jetzt an vier Stellen die Bepflanzung der Gräber wesentlich schneller als vorher mit dem nötigen Gießwasser versorgen kann. Viele ältere Friedhofsbesucher haben schon ihren Dank ausgesprochen und die Aktion sogar mit Geldspenden unterstützt.

Mehr als 100 Meter Wasserleitung haben die „Heinzelmännchen aus der Palmbachgemeinde“ verlegt. Drei Wasserzapfstellen sind hinzugekommen, und in vielen ungezählten ehrenamtlich geleisteten Stunden ist der Weg zum kühlen Nass erheblich verkürzt worden. Nun steht nur noch aus, die mit Rasenkantensteinen eingefasste Stellfläche für Gießkannen zu markieren. Anschließend sollen mit Klinkersteinen die Flächen noch befestigt und auch zugleich für eine naturnahe Entwässerung gesorgt werden. Wie Konni Milczewski aus der Gruppe Aktiv für Burgschwalbach der RLZ mitteilte, werden die Wasserstellflächen noch gepflastert und bevorzugt mit Lagermaterialien aus Altbeständen des Gemeindebauhofs ergänzt. Unterstützung bietet eine ortsansässige Baufirma an. Ortschef Becker betonte, dass die ganze Aktion dank der umsichtigen und tatkräftigen Initiative der Gruppe den Gemeindesäckel nur mit weit unter 1000 Euro belastet. Wilma Rücker

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 17. Juli 2010, Seite 17 (0 Views)

Neuerungen auf der Ruhestätte

Geplant sind in naher Zukunft ein anonymes Rasenurnenfeld, ein Urnenfeld im üblichen Sinne und eine naturnahe Einfriedungen mit Heckenrosen oder ähnlich schönen Umrandungen um die einzelnen Gräberabteilungen. Vielleicht lockern dabei auch einige neue Schatten spendenden Bäume den flächigen Teil des Friedhofs auf. Dies alles haben sich die älteren Herren der Aktion für Burgschwalbach auf ihre ehrenamtliche Fahne geschrieben. (wr)

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 17. Juli 2010, Seite 17 (0 Views)

 

Konni Milczewski, Aktion für Burgschwalbach, und Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker (links) beim Wasserzapfen an den neuen Wasserstellen auf dem Friedhof. M Foto: Rücker

Foto zur Meldung: Wasserversorgung des Friedhofs verbessert
Foto: Wasserversorgung des Friedhofs verbessert

Handwerker erstürmen das Gemäuer

(08.07.2010)

Die Sanierung von Burgschwalbach beginnt am Montag: LBB informiert über das millionenschwere Vorhaben

 

„Wenn wir hier mit der Instandsetzung der Burgschwalbach anfangen, dann machen wir es richtig oder gar nicht“ war die einhellige Botschaft, die Rainer Simon vom LBB (Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung) mit Nachdruck den interessierten Anwesenden während des inzwischen bereits dritten Informationstermins plausibel machte.

 

Burgschwalbach. Am kommenden Montag geht es los. Es tut sich was, in und um die imposante Burganlage aus dem 14. Jahrhundert aus dem einst respektablen Besitz der Katzenelnbogner Grafen. Wie dringend und wichtig der Erhalt des sich im Landesbesitz befindlichen historischen Gemäuers in Burgschwalbach letztendlich ist, darüber informierte die betreuende Architektin Kerstin Neeb aus Niederneisen anhand von Plänen und mit detaillierten sachkundigen Ausführungen, die von Schadensermittlungen bis hin zu angepasstem Mauergestein, hochverdichtendem Mörtel sowie festigenden Schlämm- statt Verputzmethoden führte. Sogar die Farbgebung der restaurierten Fassade wurde angesprochen, was aber zu diesem frühen Zeitpunkt noch zu keinem endgültigen Ergebnis führte.

 

Nach der Bestandsaufnahme im Jahre 2008, einer ausführlichen Information der Instandsetzung der teilweise schadhaften und ausgebrochenen Mauerstellen und dem Gesamtbild des Gebäudes im Jahr 2009, folgte nun im dritten Informationsgespräch die frohe Botschaft des Beginns einer längerfristigen Generalsanierung. Dass Baugerüste das Gesamtbild der Burg beeinträchtigen, ist nach dem einstürzenden Gesims im westlichen Mauerwerk nicht neu. Doch nun verkünden bald noch mehr Gerüste, dass sich etwas bewegt. Die Burg bleibt erhalten, wird gründlich und aufwendig saniert, und viele kluge Köpfe haben sich darüber ihre Gedanken gemacht. Das freut die Burgschwalbacher ungemein. Es wird nicht einfach lossaniert, es wird nun nach den gründlichen Untersuchungserkenntnissen das passende Gestein für die abgebrochenen Konsolen beschafft.

 

Statt wie ursprünglich vor mehr als 700 Jahren aus Taunus-Serizitgneis gestaltet, werden nun mit einem ähnlich aussehenden Sandstein die Fehlstellen korrigiert und ersetzt. Das ist keine böse Absicht, denn den Gneis gibt es in solch großen Mengen nicht mehr. Also muss ein ähnlicher Stein her, der ebenso statisch belastbar ist, um der alten Burg ihr Gesicht, ihren Charakter zu erhalten. So wird auch der hochverdichtende Mörtel samt dem Putz auf die vorhanden, schadhaften Stellen aufgebracht. Geschlämmt oder verputzt, das letzte Wort wird erst bei der aktuellen Ausbesserung gesprochen. Und falls Bausteine fehlen, so müssen auch diese erst beschafft werden, was nicht ganz leicht sein wird, denn die Steinbrüche, aus denen das Baumaterial für die stolze Burg herangeschafft wurde, sind längst geschlossen oder erschöpft.

 

Rainer Simon (LBB) verwies noch auf Verschiedenheiten der benutzbaren Materialien, die Putzproben und die vielen fast unsichtbaren reparaturbedürftigen Stellen im Mauerwerk. Doris Stoll (Bau- und Technik) und Armin Kraft (Liegenschaftsabteilung) machten sich ebenso ein genaues Bild von dem geplanten Vorhaben, dessen Gelingen auch für die Touristik an der Aar und am Palmbach nicht unwichtig ist.

 

Sabine Groß vom Finanzministerium berichtete über die finanziellen Möglichkeiten der Großsanierung, die bisher mit 1 Million Euro vorerst im Haushalt genehmigt wurde. Weitere 3,6 Millionen Euro Baukosten werden für die nächsten Bauabschnitte erwartet und sind mit eingeplant. Die Sanierung wird in Etappen vorgenommen, und so kann es sein, dass das Wahrzeichen Burgschwalbachs über längere Zeit eingerüstet bleibt. Das sollte die Gäste und Besucher nicht von einem Besuch abhalten, denn der Gastronomiebetrieb geht weiter. Zahlreiche Bürger aus Burgschwalbach hatten sich eingefunden und stellten ihre Fragen bezüglich der Baumaterialien und des späteren Erscheinungsbildes ihrer Burg, dass sich nach ihren Wünschen nicht viel verändern sollte, so die Meinung einiger ängstlicher Anwohner. Doch was sein muss, muss sein, so Sabine Groß, denn die Schadensermittlungen sind inzwischen abgeschlossen, und die Sanierung beginnt. Ein neuer Abschnitt für das alte Gemäuer lässt hoffen, dass die Schlösser- und Burgenkultur an der Aar noch für einige Jahrhunderte Zukunft und gefestigten Bestand hat.

 

Wilma Rücker

 

Rhein.-Lahn-Zeitung Diez vom Donnerstag, 8. Juli 2010, Seite 22

Foto zur Meldung: Handwerker erstürmen das Gemäuer
Foto: Handwerker erstürmen das Gemäuer

Gemeindebücherei

(02.07.2010)

Bücherei Burgschwalbach  führt Kinder an das Lesen heran

Nachwuchs aus Tagesstätte erhält Schultüte mit Leseausweis

 

BURGSCHWALBACH. Die Gerneindebücherei  Burgschwalbach beteiligt sich erneut an der Aktion Lesespaß aus der Bücherei". "Auch wir sind daran interessiert, dass der neue Lebensabschnitt der Kinder, die in diesem Jahr  eingeschult werden, erfolgreich verläuft", betont Leiterin Hannelore Becker. Bei der Aktion werden Vorschulkinder, die in Kürze die Tagesstätten verlassen, an das Lesen herangeführt. Am Donnerstag, 1. Juli, um 10 Uhr wird  dem Nachwuchs im Kindergarten ,,,Salto Vitale" in Burgschwalbach eine Schultüte mit einem Gutschein für einen kostenlosen Leseausweis überreicht. Für die Entwicklung der Kinder ist das begeisterte Lesen von Kinderbüchern ebenso wichtig wie eine gesunde Ernährung oder Bewegung und Spiel. In Büchern finden' sich schon die jüngsten Leser wieder - und entdecken zugleich andere, fremde, aufregende Welten, die sie nach Belieben betreten der wieder verlassen können. „ Leseerziehunq ist mehr als nur buchstabieren können. Vielmehr geht es darum, dass Kinder den Umgang mit Büchern als etwas Wertvolles erleben und dass sie erfahren,  wie spannend, lustig und befriedigend Geschichten sein können“, so Becker weiter. Dabei können Eltern ihr Kind unterstützen, zum Beispiel durch häufiges Vorlesen und regelmäßige Besuche in einer Bibliothek wie im Dorfgemeinschaftshaus 'in Burgschwalbach.

Dort können alle Bücher, Hörbücher und Kassetten für drei Wochen, alle Videos, CD- ROMs und DVDs für eine Woche kostenlos ausgeliehen werden.         (up) .

Die Öffnungszeiten der Gemeindebücherei sind montags von 17.30 bis 9.30 Uhr und donnerstags von15 bis 17Uhr.

 

Quelle: Rhein – Lahn – Zeitung vom 24.06.2010

Lammert unterstützt Umbau

(19.06.2010)

Der Gemeinde Burgschwalbach sicherte der Landtagsabgeordnete Matthias Lammert (CDU) seine Unterstützung beim Umbau der Turnhalle zu. Lammert informierte sich am Ort über den Stand der Planungen. Burgschwalbach hat für die Modernisierung einen Zuschussantrag aus Mitteln der Dorferneuerung gestellt. Die Sanierung sieht auch eine Neugestaltung des Außengeländes vor. (up) M Foto: Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 19. Juni 2010, Seite 23 (0 Views)

Foto zur Meldung: Lammert unterstützt Umbau
Foto: Lammert unterstützt Umbau

Aartal muss sich als Einheit präsentieren

(12.06.2010)

80 Bürger bei Konferenz in Burgschwalbach – Bildung ist wichtiges Thema

Fragen über künftige Perspektiven im Aartal wurden in der Aar-Konferenz erörtert. Dabei ging es auch um aktuelle Themen wie die Umgehung der B 54 oder die Schulentwicklung.

BURGSCHWALBACH. Eine Fachoberschule in Katzenelnbogen lässt sich nach Meinung von Landrat Günter Kern vertreten. „Der Antrag dazu liegt dem Kreis vor. Die Schülerzahlen gehen zwar zurück, doch könnten diese Zahlen für eine Fachoberschule im Einrich ausreichen. Wir werden das Thema intensiv im Schulträgerausschuss diskutieren. Vor Dezember wird aber keine Entscheidung fallen“, sagte Kern bei einer Podiumsdiskussion, zu der der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler jetzt nach Burgschwalbach eingeladen hatte.

Schulstandorte beachten

„Wir müssen auf das achten, was bereits angeboten wird, und die bestehenden Schulstandorte berücksichtigen“, führte Kern aus. Das gelte besonders für das Dauerthema „Schulentwicklung“. Neben der Bildung bestimmten Tourismus, Mobilität, Energie und die künftige ärztliche Versorgung die Diskussion, zu der rund 80 Personen in das Gasthaus „Felsenkeller“ gekommen waren. Mit „Zukunft gemeinsam gestalten“ war die Aar-Konferenz überschrieben. Im Podium saßen neben Günter Kern und Frank Puchtler noch VG-Bürgermeister Volker Satony und Evelin Stotz, die Vorsitzende der Aar-SPD.

Puchtler betonte zu Beginn, dass sich das Aartal als eine Einheit präsentieren müsse, doch auch der Blick zu den Nachbarn dürfe man nicht verlieren. „Diese Einheit sehe ich in der aktuellen Diskussion um die Aarumgehung gefährdet“, sagte Puchtler. Eine Spaltung sei gefährlich. „Gegner und Befürworter müssen sachlich diskutieren und die jeweiligen Positionen anerkennen. Die gilt auch für die Entscheidung, ob die Umgehung gebaut wird oder ob nicht“, betonte Puchtler.

Beispielhaft nannte er die Leistung des Arbeitskreises Aartalbahn, der mit immer größer werdendem Erfolg Draisinenfahrten auf der stillgelegten Bahnstrecke anbietet. „6000 Besucher werden in diesem Jahr erwartet. Das bedeutet eine enorme Wirtschaftskraft“, so Puchtler. Zur Aartalbahn äußerte sich auch Volker Satony. Er sieht in der geplanten Reaktivierung 2014 eine weitere Chance, die Wohnqualität im Aartal zu steigern. Zum Thema „DSL“ sagte der Bürgermeister: „Die Einrichtung der digitalen Schnellleitung gestaltet sich zwar etwas schwierig, doch ich bin mir sicher, dass wir das schaffen.“

Ärztliche Versorgung sichern

Die Sicherung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum sei eine der wichtigsten Aufgaben für die kommenden Jahre. „Sie muss neu geregelt werden. Wir können uns daran beteiligen, doch entschieden werden muss sie an anderer Stelle“, sagte Günter Kern.

Wie dringend eine solche Neuregelung ist, machte der Landrat an einem Beispiel deutlich: „2018 befinden sich die Hälfte der zurzeit im Rhein-Lahn-Kreis praktizierenden Allgemeinmediziner im Ruhestand.“

In einer abschließenden Diskussion mit den Besuchern kamen Themen wie die Kooperation mit dem benachbarten Rheingau-Taunus-Kreis, die Steigerung der Übernachtungsmöglichkeiten, die Kommunalreform oder die Stärkung der heimischen Betriebe zur Sprache. Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 12. Juni 2010, Seite 23 (0 Views)

Verbindung nach Hessen wieder offen

(10.06.2010)

Nach mehreren Monaten Vollsperrung rollt der Verkehr wieder über die K 64 in Richtung Hessen. Doch mit der Sanierung dieses Abschnitts ist der Ausbau in und vor Burgschwalbach noch nicht abgeschlossen.

BURGSCHWALBACH. Nachdem der Verkehr bereits seit einigen Tagen über die neue Fahrbahn der Kreisstraße 64 zwischen dem Ortsausgang Burgschwalbach und der hessischen Landesgrenze rollt, wurde gestern der 2,7 Kilometer lange Abschnitt auch offiziell freigegeben. 1,58 Millionen Euro betrugen die Baukosten. Auf den Kreis entfielen rund 460 000 Euro. Das Land steuerte rund 1,1 Millionen Euro bei. Die Straße ist für viele Pendler aus dem Aartal eine wichtige Verbindung in Richtung „Hünerstraße“ und weiter nach Wiesbaden.

Wesentlicher Bestandteil des Ausbaus ist eine Verbreiterung der Fahrbahn auf 5,5 Meter mit beidseitigen Banketten von jeweils einem Meter. Die Straße wurde im Bestandsaufbau saniert. Als Untergrund diente dabei die alte Fahrbahn. Zusätzlich wurde ein Amphibienschutz mit elf tunnelartigen Durchgängen installiert. Die Kosten dafür betrugen 115 000 Euro. „Insgesamt mussten 17 000 Kubikmeter Boden verschoben werden“, betonte Ulrich Neuroth, der neue Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Diez. Er nutzte den Termin zu einer Vorstellungsrunde bei den Vertretern des Landes und des Kreises sowie der Orts- und Verbandsgemeinde. „Ich freue mich auf meine neue Tätigkeit. Ich weiß aber auch, dass ein großer Berg Arbeit vor mir liegt“, sagte Neuroth.

Landrat Günter Kern freute sich, dass eines seiner ersten Projekte, das er zu Beginn seiner Amtszeit 2003 angestoßen hatte, nun zum Abschluss gekommen ist. Der Ausbau des Abschnitts zwischen Ortsausgang und Landesgrenze war im Kreisstraßen-Bauprogramm für 2009 und 2010 eingeplant. Für 2011 ist der Ausbau des zweiten Teils der K 64 zwischen Zollhaus und Ortsmitte Burgschwalbach vorgesehen. „Das Sparprogramm, dass jetzt in Berlin bekannt wurde, kann sich auf unsere weiteren Projekte auswirken. Wir müssen sehen, wie viel Geld uns im kommenden Jahr zur Verfügung steht. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir auch diesen Abschnitt zu einem guten Ende bringen“, betonte Kern.

Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker berichtete, dass nach der Freigabe der Strecke einige Fahrzeuge mit großem Tempo in Burgschwalbach einfahren. Dazu sagte Neuroth, dass man die Situation beobachten und gegebenenfalls Geschwindigkeitskontrollen vornehmen müsse.

Den Gästen in Burgschwalbach bereite der neu gegründete „Rat der Alten“ einen kulinarischen Empfang und servierte regionale Produkte.

Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 10. Juni 2010, Seite 22 (0 Views)

Foto zur Meldung: Verbindung nach Hessen wieder offen
Foto: Verbindung nach Hessen wieder offen

Entwürfe für Umbau der Turnhalle stehen

(02.06.2010)

Architektin stellt in Burgschwalbach Pläne in einer Bürgerversammlung vor

 

Dem Vorbild Flacht folgt die Ortsgemeinde Burgschwalbach: Aus der alten und in die Jahre gekommenen Turnhalle soll in den kommenden Jahren ein moderner und multifunktionaler Treffpunkt werden.

BURGSCHWALBACH. Die Planungen für den Umbau der alten Turn- in einer moderne Mehrzweckhalle in Burgschwalbach sind nahezu abgeschlossen. Die Entwürfe präsentierte jetzt die Architektin Sonja Meffert in einer Bürgerversammlung. Der Umbau wurde durch den Verkauf der zuvor vereinseigenen Halle der TuS Burgschwalbach an die Gemeinde möglich. Dadurch besteht jetzt die Möglichkeit, Zuschüsse bis zu zwei Drittel der Gesamtkosten aus Mitteln der Dorferneuerung zu beantragen. Auf 1,5 Millionen Euro werden die Baukosten zurzeit geschätzt.

„Die Planung erfolgte in den vergangenen Wochen in Absprache mit den Ortsvereinen und Bürgern. In der jüngsten Versammlung konnte jeder noch einmal seine Meinung dazu äußern und Verbesserungen vorschlagen“, sagte Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker. Ein wesentlicher Bestandteil der Veränderung ist ein Anbau in Richtung Palmbach. Dort werden in einem Teil Lager- und Geräteräume, Umkleidekabinen, eine Garderobe und sanitäre Anlagen eingerichtet, die von außerhalb zu erreichen sind. Im anderen Teil werden neue Wirtschaftsräume mit Küche und Thekenschankraum sowie ebenfalls Toiletten eingebaut. „Die Halle behält ihren alten Charakter, da das Gebäude ortsbildprägend ist“, so Becker weiter. In der Halle selbst kann nach dem Umbau mittels einer beweglichen Wand ein separater Klubraum abgetrennt werden.

„Die Ingenieurleistungen haben wie bereits im Rat vergeben, um eine genaue Kostenschätzung zu gewährleisten. Alles erfolgte in enger Absprache mit der Verwaltung der Verbandsgemeinde“, berichtete Claus-Harry Becker weiter. Die endgültige Planung soll im Juli vorliegen. Direkt im Anschluss sollen die Zuschussanträge beim Land gestellt werden. „Wenn alles glatt läuft und die Fördermittel bewilligt werden, können wir im kommenden Jahr mit dem Umbau beginnen“, so der Ortsbürgermeister. Die Gemeinde trägt zehn Prozent der Kosten in Eigenleistung. Dazu wird ein Organisationsteam gebildet, das die Arbeiten koordiniert. Die Bauleitung hat Manfred Schuhmacher. Welchen Namen die alte Turn- und zukünftige Mehrzweckhalle nach der Modernisierung trägt, ist noch offen. Dazu will die Gemeinde einen Wettbewerb ausschreiben, bei dem die Bürger Vorschläge machen können. Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 2. Juni 2010, Seite 25 (0 Views)

Foto zur Meldung: Entwürfe für Umbau der Turnhalle stehen
Foto: Entwürfe für Umbau der Turnhalle stehen

Sportverein trennt sich von seiner Turnhalle

(25.03.2010)

Dem Beispiel Flacht folgen die Ortsgemeinde und die TuS Burgschwalbach. Aus der alten Turnhalle soll ein neuer und moderner Treffpunkt für die Bürger werden. Dazu muss sich der Verein allerdings von seiner ehrwürdigen Sportstätte trennen.

BURGSCHWALBACH. 84 Mitglieder der TuS Burgschwalbach stimmten geschlossen für den Verkauf der vereinseigenen Turnhalle an die Gemeinde. Dadurch wechselt die Halle nach 80 Jahren im Eigentum des Sportvereins den Besitzer. Der Grund liegt auf der Hand und wurde vom Vorsitzenden Karl-Heinz Funk in dem Treffen noch einmal erläutert: "Die Turnhalle ist stark sanierungsbedürftig. Alleine können wir das finanziell nicht bewältigen. Innenminister Bruch hatte uns bei einem Besuch eine Förderung des Landes in Aussicht gestellt. Dafür muss die Halle in den Besitz der Gemeinde wechseln." Bis zu 65 Prozent der Gesamtkosten von rund 1,5 Millionen Euro für die Renovierung könnten als Zuschuss von Mainz an den Palmbach fließen. Diese hohe Förderung ist durch die Anerkennung Burgschwalbachs als Schwerpunktgemeinde möglich. 35 Prozent müsste die Gemeinde tragen.

"Davon könnten wir zehn Prozent in Eigenleistung erbringen", ergänzte Manfred Schuhmacher, Ehrenvorsitzender der TuS. Er kurbelte das Projekt "neue Halle" vor einigen Monaten an und erkundigte sich nach Möglichkeiten, die in die Jahre gekommenen Turnhalle in einen modernen Treffpunkt zu verwandeln. Schuhmacher kündigte zudem an, die Arbeiten in Eigenleistung zu koordinieren.

Das entscheidende Gespräch mit Minister Karl Peter Bruch sowie Vertretern des Kreises und der Verbandsgemeinde führten letztendlich zu der Entscheidung, die Halle zum symbolischen Preis von einem Euro an die Gemeinde zu veräußern. Jetzt gaben die Mitglieder ihre klare Zustimmung. Die Zuschussanträge werden bis zum August gestellt. Bei einer Zusage des Landes könnte die Sanierung bereits im kommenden Jahr beginnen. "Dadurch kommt es aber zu keiner Trainingspause. Wir haben bereits Gespräche mit anderen Vereinen geführt. Wir werden in der Zeit des Umbaus Ausweichmöglichkeiten für die Übungsstunden finden", betonte Karl-Heinz Funk und fügte an, dass die Abteilungen der TuS die Halle nach dem Umbau kostenfrei nutzen können.

Neben einer Sanierung erfährt die Halle auch eine Erweiterung. Die Kuppel bleibt erhalten. Eine Küche und ein Klubraum werden eingerichtet, sodass die Halle auch für private Feiern gemietet werden kann. Die Fastnacht und die Kirmes sollen weiter in der Regie der TuS veranstaltet werden. "Das müssen wir im Vertrag festlegen", so der Vorsitzende. Er sicherte den Mitgliedern zu, dass der Verein gestärkt aus dem Projekt hervorgehe. "Die Halle entspricht nicht mehr den heute erforderlichen Bedingungen. Die Sanierung ist notwendig, und wir freuen uns, dass ihr geschlossen für die Übergabe an die Gemeinde gestimmt habt", dankte Funk den Vereinskollegen.

Zum Verkauf zählen die Turnhalle mit dem dazu für die Zukunft erforderlichen Gelände. Die Zufahrt zur multifunktionalen Spielfläche in direkter Nachbarschaft bleibt nach Abschluss der Neugestaltung erhalten.    Uli Pohl

 

Auf große Resonanz stieß die außerordentliche Mitgliederversammlung, die die TuS Burgschwalbach wegen des Verkaufs der Turnhalle einberufen hatte.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 25. März 2010, Seite 22 (0 Views)

Foto zur Meldung: Sportverein trennt sich von seiner Turnhalle
Foto: Sportverein trennt sich von seiner Turnhalle

Grenzstein dokumentiert Zollhäuser Historie

(11.03.2010)

Ein überraschender Fund beschäftigt zurzeit nicht nur die Ortsgemeinde Burgschwalbach: Durch Zufall ist ein wichtiges Stück Zeitgeschichte zutage gefördert worden

 

Monument schlummerte viele Jahre auf dem ehemaligen Bauhof - Von Denkmalbehörde begutachtet

BURGSCHWALBACH. Der Zufall führte jetzt ein historisches Monument aus der Burgschwalbacher Historie zutage. Genauer gesagt, handelt es sich um ein Stück Zollhäuser Zeitgeschichte. Auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofs der Gemeinde Burgschwalbach ist ein alter Grenzstein entdeckt worden. Dabei soll es sich um den einzigen in der Luft hängenden Grenzstein des Herzogtums Nassau handeln. Er befand sich in der Mitte des Brückenbogens der alten Aarüberquerung in Zollhaus an der Straße nach Burgschwalbach.

Die Brücke aus dem Jahr 1807 wurde um 1970 abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt. Den "Bauschutt" lagerte man anschließend über die Jahre in Burgschwalbach, ohne zu wissen, dass darunter ein wichtiges Stück Zeitgeschichte schlummerte. An der Aarbrücke in Zollhaus stoßen die Gemarkungen der Ortschaften Hahnstätten, Burgschwalbach und Schiesheim aneinander.

Der Stein weist auf den Sonderstatus hin, den Zollhaus schon seit langer Zeit besitzt: Der Ort ist aufgeteilt und zählt zu Hahnstätten, Burgschwalbach, Mudershausen und Schiesheim. Auf der Tafel sind noch einige Buchstaben zu erkennen. Der Stein selbst ist durch seine bewegte Geschichte gezeichnet. Gestern nahmen ihn Katja Laupert von der Unteren Denkmalbehörde des Kreises in Bad Ems, Volker Satony, Bürgermeister der VG Hahnstätten und Claus-Harry Becker, Ortsbürgermeister von Burgschwalbach, unter die Lupe.

Was mit dem seltenen Fund geschieht, ist noch offen. Zunächst soll sein Zustand genau untersucht werden. Möglich ist es, den Stein wieder an der Brücke fest zu installieren, um Einheimische wie Touristen auf die Geschichte des Ortes Zollhaus hinzuweisen. Er könnte aber auch einem Museum zugeführt werden, wo er der Öffentlichkeit gezeigt wird. Wer noch alte Fotos besitzt, auf dem der Grenzstein zu sehen ist, oder weitere Informationen über den Fund geben kann, meldet sich bitt bei Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker, Telefon 06430/1589.    (up)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 11. März 2010, Seite 22 (0 Views)

 

Stark gezeichnet von äußeren Einflüssen ist der Grenzstein, der in Burgschwalbach gefunden wurde. Gestern nahmen in Volker Satony, Katja Laupert und Claus-Harry Becker unter die Lupe.

 

An der Brücke in Zollhaus stoßen Hahnstätten, Burgschwalbach und Schiesheim aneinander.   Fotos: Pohl

 

Foto zur Meldung: Grenzstein dokumentiert Zollhäuser Historie
Foto: Grenzstein dokumentiert Zollhäuser Historie

Turnhalle ist in die Jahre gekommen

(04.03.2010)

Dorferneuerung in Burgschwalbach: Staatsminister Karl Peter Bruch informiert sich über die geplante Modernisierung

Dem Flachter Beispiel will die Ortsgemeinde Burgschwalbach mit dem Umbau der alten Turnhalle in einen neuen multifunktionalen Treffpunkt folgen. Jetzt gab es dazu ein erstes Treffen, zu dem auch Innenminister Karl Peter Bruch eingeladen war.

BURGSCHWALBACH. Positive Signale gab es beim Ortstermin für die Modernisierung der Burgschwalbacher Turnhalle zur Mehrzweckhalle. Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Frank Puchtler besuchten der stellvertretende Ministerpräsident Karl Peter Bruch, Landrat Günter Kern und Verbandsgemeindebürgermeister Volker Satony die Ortsgemeinde im Palmbachtal. Mit den Worten "Unsere Halle ist unsere Zukunft" legte Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker die Bedeutung der 1928 erbauten Turnhalle für Burgschwalbach, seine Vereine und seine Bürger dar. Becker war es wichtig, Bruch zu erläutern, dass die Modernisierung ein wichtiger Bestandteil der Dorferneuerung ist. Karl-Heinz Funk, Vorsitzender des Halleneigentümers TuS Burgschwalbach, zeigte die intensive Nutzung der Turnhalle auf. "In der Summe ist sie an 270 Tagen im Jahr belegt", so Funk. Neben zahlreichen Veranstaltungen würde sie intensiv für Übungsstunden in Anspruch genommen. Zahlreiche Rats- und Ausschussmitglieder der Gemeinde kamen ebenfalls zum Ortstermin, in dem Details zur Umsetzung des Projektes besprochen wurden. Im Hinblick auf eine mögliche Förderung durch das Land bat Frank Puchtler den Gast aus Mainz um seine Unterstützung. Karl Peter Bruch stellt der Ortsgemeinde für die geplante Umbaumaßnahme eine Förderung im Rahmen der Dorferneuerung in Aussicht. Landrat Günter Kern und Volker Satony, Bürgermeister der VG Hahnstätten, sagten ebenfalls eine mögliche finanzielle Hilfe des Kreises und der Verbandsgemeinde zu. Als nächsten Schritt hin zu einer neuen, modernen Halle gibt es einen Termin mit den Dorferneuerungsbeauftragten von Land, Kreis und Verbandsgemeinde. Dann sollen die weiteren Details besprochen werden.    (up)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 4. März 2010, Seite 23 (0 Views)

 

Innenminister Karl Peter Bruch informierte sich vor Ort über das Vorhaben, die Turnhalle in Burgschwalbach in einen modernen Treffpunkt zu verwandeln

Foto zur Meldung: Turnhalle ist in die Jahre gekommen
Foto: Turnhalle ist in die Jahre gekommen

15 Linden in Allee fallen nächste Woche

(20.02.2010)

BURGSCHWALBACH. Wie der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Diez mitteilt, werden ab Montag, 22. Februar, entlang der K 64 zwischen Zollhaus und Burgschwalbach 15 Linden in der Allee gefällt. Dabei werde es durch kurze Vollsperrungen zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Seit geraumer Zeit fielen abgebrochene Äste und Totholzteile auf die Fahrbahn der Kreisstraße. Insbesondere bei den regelmäßigen Prüfungen wurden die starken Faulstellen am Wurzelansatz und die zum Teil gravierenden Fehlstellen auf der unterhalb liegenden Böschung mit Sorge beobachtet. Wegen der Besonderheit dieser alten, landschaftlich prägenden Baumallee, hat der LBM ein umfassendes Gutachten durch einen externen Baumsachverständigen in Auftrag gegeben, der die Standfestigkeit und Erhaltungswürdigkeit sämtlicher 72 Bäume bewertet hat.

Der Sachverständige komme zum Ergebnis, dass 15 Bäume wegen Gefahr sowie einer zu starken Schädigung im Stamm- und Kronenbereich umgehend zu fällen sind. Zunächst sei die Sicherheit der Kreisstraße der Auslöser. Jedoch seien benachbarte Grundstücke, Stromleitungen und Gebäude gleichermaßen gefährdet.

Darüber hinaus empfiehlt das Gutachten bei weiteren 15 Bäumen einen fachgerechten Schnitt der Kronen und die Entfernung von beschädigten Ästen sowie Totholz, um die Erhaltung zu fördern. Der LBM Diez wird diese Sanierungsmaßnahme in eigener Leistung übernehmen. Notwendige Ersatzpflanzungen müssen zu einem späteren Zeitpunkt mit der zuständigen Landespflegebehörde abgestimmt werden.

Die Fällarbeiten werden aufgrund der beengten Verhältnisse und zu schützender Objekte mindestens drei Tage dauern. Der LBM bittet die Verkehrsteilnehmer um Geduld und Verständnis. Damit der Berufsverkehr nicht unnötig behindert wird, werden die Arbeiten in der Zeit von 8 Uhr bis 15 Uhr erledigt. Fußgänger müssen die Bereiche meiden und den Fußweg im Tal benutzen.    (up)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 20. Februar 2010, Seite 21 (0 Views)

Die Linden an der Kreisstraße prägen das Landschaftsbild, jedoch ist die Standfestigkeit einiger Bäume nicht mehr gegeben.

Foto zur Meldung: 15 Linden in Allee fallen nächste Woche
Foto: 15 Linden in Allee fallen nächste Woche

Die Dorfgemeinschaft stärken

(06.02.2010)

Bücherei in Burgschwalbach in neuen Räumen - "Rat der Alten" bündelt Wissen und Erfahrung

In kleinen Schritten nimmt Burgschwalbach Anlauf für eine umfangreiche Erneuerung des Ortes. Ein wichtige Funktion nimmt dabei das Dorfgemeinschaftshaus ein, das mehr und mehr zum Treffpunkt der Bürger ausgebaut werden soll.

BURGSCHWALBACH. Eine zentrale Rolle nimmt das Dorfgemeinschaftshaus in der Dorferneuerung der Schwerpunktgemeinde Burgschwalbach ein. Es beherbergt zurzeit nicht nur den Amtssitz von Bürgermeister Harry Becker, sondern auch die Gemeindebücherei, die dort jetzt in neuen Räumen untergebracht ist. Ab sofort finden die Besucher das aktuelle Angebot an Lesestoff und neuen Medien im ehemaligen Sitzungssaal des Gemeinderates. "Mit dem Umzug bieten wir den Besuchern nicht nur mehr Platz. Gleichzeitig haben wir die Räume modernisiert und den Erfordernissen der heutigen Zeit angepasst", berichtet der Ortsbürgermeister in einem Gespräch mit der RLZ.

Neben dem Ausleihbestand sind dort jetzt auch zwei Internetplätze eingerichtet. Einer davon steht den Besuchern der Bücherei während den Öffnungszeiten kostenlos zur Verfügung. Der andere Arbeitsplatz bleibt den Mitarbeitern um Leiterin Hannelore Becker vorbehalten. "Ich sehe die Veränderung als den Beginn eines neuen Prozesses in der bereits langen Geschichte der Bibliothek", betont Becker weiter. So soll der Charakter der Lesestube als Treffpunkt der Bürger weiter verstärkt werden.

Doch nicht nur mit dem Umzug der Bücherei wird die Attraktivität des Dorfgemeinschaftshauses verbessert. So hat eine Bürgerin aus Burgschwalbach ihr Interesse bekundet, dort eine Krabbelgruppe zu eröffnen. Das Haus soll zum offenen Treff der Bürger aus allen Generationen werden. Eine weitere tragende Rolle sollen dort die alten Menschen des Ortes spielen. Am Donnerstag, 14. Februar, ist dort das erste Altencafé geplant.

"Wir wollen einen ,Rat der Alten" gründen. Er soll kein Entscheidungsgremium werden, sondern als Plattform dienen, auf der das Wissen und die Lebenserfahrung der Senioren gefragt ist", betont Becker. Viele ältere Bürger seien gefrustet, dass sie im Beruf oder in der Gesellschaft nicht mehr gefragt sind, doch für ein Dorf sei diese Erfahrung sehr wichtig.

"Diese Kompetenzen dürfen wir nicht brachliegen lassen. Sie sind in allen Bereichen des dörflichen Lebens gefragt", meint der Bürgermeister. Als ein Beispiel nannte er die Burgschwalbacher Rentnerband, die handwerklich im Ort aktiv ist und Verantwortung übernimmt. "Alte Menschen haben oft junge Ideen. Damit können sie den Begriff ,Heimat" neu definieren", so Becker abschließend. So sollen auch für die Senioren im Dorfgemeinschaftshaus Computerkurse angeboten werden, in die auch Jugendliche mit einbezogen werden. Dabei können die Jüngeren nicht nur viel von den Älteren lernen, sondern auch umgekehrt.

Dreh- und Angelpunkt des Erfahrungsaustauschs wird das Dorfgemeinschaftshaus sein.    Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 6. Februar 2010, Seite 21 (0 Views)

Das Dorfgemeinschaftshaus unterhalb der Burg Schwalbach spielt in den Plänen der Dorferneuerung ein wesentliche Rolle. Es soll zu einem Treffpunkt und Ort der Kommunikation für die Bürger aller Generationen werden. Am Donnerstag, 11. Februar, um 14 Uhr ist dort der Auftakt für das Altencafé, das zu einer regelmäßigen Einrichtung werden soll.  Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Die Dorfgemeinschaft stärken
Foto: Die Dorfgemeinschaft stärken

Untersuchung an Burg beendet

(15.01.2010)

Musterachsen im Rahmen der Sanierung in Burgschwalbach noch in 2010

BURGSCHWALBACH. Die im Juli 2009 gemeinsam mit Vertretern des Finanzministeriums, des Landesamtes für Denkmalpflege und einer Abteilung der Generaldirektion Kulturelles Erbe, Burgen-Schlösser-Altertümer, festgelegte ergänzende Untersuchung und Bestandsaufnahme an der Burg Schwalbach ist weitestgehend abgeschlossen. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden zurzeit zu einer Maßnahmenkonzeption für die Erstellung von Musterachsen zusammengeführt. Nach Vorlage dieser Konzeption wird die Generaldirektion Kulturelles Erbe die Entscheidungen zur konstruktiven, restauratorisch und denkmalpflegerischen Zielsetzung treffen. Die Ausführung der beschriebenen Musterachsen ist für 2010 geplant. Im Anschluss folgt die Definition der gesamten Sanierung, heißt es in einer Mitteilung des LBB.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 15. Januar 2010, Seite 19 (0 Views)

Visionen für den malerischen Mühlturm

(11.01.2010)

Dorfkonferenz: Erste Ideen für Nutzung des Bauwerks - Touristische Attraktion in Burgschwalbach

BURGSCHWALBACH. Was macht eine moderne und zugleich traditionsbewusste Gemeinde mit einem ungenutzten, zudem noch malerischen Turm mitten im alten, engen Ortsgefüge? Dickes Bruchsteinmauerwerk, innen mit einem sichtbaren Rest von Lehmputz versehen, nach Westen ein großer gemauerter Rundbogen im Eingangsbereich, angedeutete Fensternischen im Innenbereich - so präsentiert sich heute der Burgschwalbacher Mühlturm.

Nördlich gelegen, thront die mächtige Burgschwalbach. Nach Osten lehnt sich die einstige Fortsetzung der Stadtmauer an. Nach der Südseite ist der Mühlturm der direkte Nachbar von Familie Seibert in der Schulbergstraße 9. Heute würde man es als Grenzbebauung bezeichnen, so dicht ragt das in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaute Seibertsche Wohnhaus dem fast unerreichbaren Mühlturm auf den Leib. Durch das Flurfenster zu krabbeln, wäre kein großes Hindernis, um sich ihm zu nähern. Doch die Höhenunterschiede zwischen Turm und Haus sind nicht ganz so einfach zu überwinden.

In einer Dorfkonferenz beschlossen Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker und Landtagsabgeordneter Frank Puchtler, sich intensiver um den ungenutzten Mühlturm, der vermutlich als Forstsetzung der ehemaligen Stadtmauer die Funktion eines Wehrturmes hatte, zu kümmern. Dies war der Anlass für Dr. Angela Kaiser-Lahme, Direktorin für Kulturelles Erbe in der Direktion "Burgen, Schlösser, Altertümer", das Objekt in der Palmbachgemeinde näher in Augenschein zu nehmen. Gemeinsam mit Bürgermeister Becker, Landtagsabgeordnetem Puchtler und Familie Seibert wurden die Lage des Turmes, seine einstige mögliche Bedeutung sowie eine zukunftsorientierte Nutzung besprochen.

"Wie vermitteln wir unsere Geschichte? Wie wecken wir das Interesse für unser reiches kulturelles Erbe? Burgen und Schlösser zu öffnen, vor Ort den Menschen mit historischen Führungen die Vergangenheit näher zu bringen und diese lebendig zu erhalten, ist unser Ziel", so die Direktorin von "Burgen, Schlösser, Altertümer" im kleinen Kreis, der sich jetzt zum ersten Mal der möglichen touristischen Nutzung des versteckten Mühlturms widmete. Wenn sich auch in den nächsten Tagen in der Schulbergstraße nichts sichtbar bewegt, so wird der Gedanke einer touristischen Nutzung doch nicht ad acta gelegt.

Es werden weitere kleine Schritte erforderlich sein, die Lage zu sichten, den Weg zum Turm zu planen, Boden- und Gesteinsproben zu entnehmen, um das Areal vielleicht später in Form eines Gärtchens zu nutzen.

Es könnte ein kleiner Krautgarten sein, ein Kräutergarten wäre wahrscheinlich noch idealer. Falls das Wunschdenken konkrete Formen annimmt, die zudem nur annähernd historisch belegt sind, dann wäre Burgschwalbach um eine Attraktion reicher in seinem touristischen Angebot.    Wilma Rücker

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 11. Januar 2010, Seite 17 (0 Views)

Eine potenzielle Touristenattraktion in direkter Nachbarschaft zu Wohnhäusern: Die Gemeinde Burgschwalbach überlegt, wie sie den Mühlturm nutzen kann.  Foto: Wilma Rücker

Foto zur Meldung: Visionen für den malerischen Mühlturm
Foto: Visionen für den malerischen Mühlturm

Land fördert die Dorferneuerung in Burgschwalbach

(08.01.2010)

Als Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung erhält Burgschwalbach weitere Fördermittel vom Land. Aus dem Dorferneuerungsprogramm fließen insgesamt 18 000 Euro in die Palmbachgemeinde. Zum einen erhält Burgschwalbach für die Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes einen Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro. Weitere 8000 Euro sind für die Beratung von privaten und öffentlichen Projekten in der Schwerpunktgemeinde. (up)  Foto: Uli Pohl

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 8. Januar 2010, Seite 19 (0 Views)

Foto zur Meldung: Land fördert die Dorferneuerung in Burgschwalbach
Foto: Land fördert die Dorferneuerung in Burgschwalbach

Toller Markt vor märchenhafter Kulisse

(01.12.2009)

Rund 50 Stände und mehrere Hundert Besucher in Burgschwalbach

Viele Händler aus dem heimischen Raum präsentierten in Burgschwalbach ihr weihnachtliches Angebot.

Märchenhafte Kulisse für einen Weihnachtsmarkt: In Burgschwalbach sorgten liebevoll gestaltete Details in Kombination mit dem historischen Ortskern für eine besondere Atmosphäre.

BURGSCHWALBACH. Der märchenhafte Weihnachtsmarkt in Burgschwalbach hat seine Ausnahmestellung unter den vorweihnachtlichen Veranstaltungen in der Region eindrucksvoll unterstrichen. Hunderte Besucher kamen in die Weihnachtsstraße rund um die Dorfkirche. Der historische Ortskern bot dazu die passende Atmosphäre. Knapp 50 Stände waren auf dem Dorfplatz und in der Kirchstraße aufgebaut. Meist einheimische Händler boten Dekoratives zum Fest, Schmuck oder Kunsthandwerk an. Lange Staus gab es vor den Essens- und Getränkeständen. Zeitweise ging es auf dem Dorfplatz nur sehr schleppend voran. Die ein oder andere Köstlichkeit war bereits gegen 20 Uhr ausverkauft.

Bereits kurz nach der Eröffnung um 16 Uhr hatte sich das Marktgelände mit vielen Besuchern gefüllt. "Alles funktioniert reibungslos. Händler und Besucher zeigen sich zufrieden", zog Bärbel Völker aus dem Organisationsteam der Gemeinde bereits lange vor Ende des Marktes ein positives Fazit. Zum Gelingen trugen auch Burgschwalbacher Ortsvereine und viele Bürger bei, die bei den Vorbereitungen kräftig mit angepackt hatten oder während des Marktes an den Ständen aktiv waren.

Stille und Einkehr abseits des Marktes fanden die Gäste in der Kirche, die bei drei Andachten immer gut besucht war. Für Gesang und Musik sorgten der Frauenchor aus Burgschwalbach, die Alphornbläser Udo und Hartmut Walter, Fabian Fischer am Saxofon sowie Eva und Jürgen Müller auf der Posaune.

Gut gefüllt war die Wunschbox für Kinder. Die staunten nicht schlecht, als gegen 19.30 Uhr ein beleuchteter Rentierschlitten vom Dorfgemeinschaftshaus in Richtung Burg in den Himmel schwebte. Detlef Stechert hatte den Schlitten über ein Stahlseil geführt in Bewegung gesetzt. Im Schlitten lag ein Sack, der mit den Wunschzetteln der Kinder gefüllt war. Empfänger ist das Christkind. Für die zauberhafte Kulisse sorgten weiter zehn Figuren aus der Märchenwelt und eine Weihnachtskrippe mit lebensgroße Figuren, vor denen sich Schafe tummelten. Viele Details, die das Gesamtbild ergaben.    Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 1. Dezember 2009, Seite 22 (0 Views)

Per Luftpost zum Christkind: Mit einem beleuchteten Schlitten gingen die Wunschzettel auf die Reise in den Himmel. Zuvor hatten Kinder ihre Wünsche notiert und in eine Box geworfen. Jetzt hoffen die Absender, dass sie in Erfüllung gehen.   Fotos: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Toller Markt vor märchenhafter Kulisse
Foto: Toller Markt vor märchenhafter Kulisse

Märchenhafter Markt in Burgschwalbach

(14.11.2009)

Weihnachtliches an 50 Ständen im Ortskern - Wunschzettel für Kinder

Mit dem ersten Adventswochenende beginnt die Zeit der Weihnachtsmärkte. Bis Heiligabend können sich die Menschen auf das große Fest einstimmen. Einen Markt mit besonderer Atmosphäre gibt es in Burgschwalbach.

BURGSCHWALBACH. Mit rund 50 Ständen verzeichnet die Ortsgemeinde Burgschwalbach eine Rekordteilnehmerzahl in der mittlerweile fünfjährigen Geschichte des "Märchenhaften Weihnachtsmarktes". Am Samstag vor dem ersten Advent, 28. November, bietet der historische Ortskern rund um die mittelalterliche Kirche wieder die einmalige Kulisse für den Markt, der in den vergangenen Jahren immer mehr Besucher anlockte. Von 16 bis 21 Uhr bieten zumeist einheimische Händler ihre Waren an. Die Palette reicht von Lampen, Bildern, Mode, Schmuck, Holzspielzeug bis zu Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge und kulinarischen Genüssen passend zur Adventszeit. Der Markt beginnt mit einem kleinen Konzert des Frauenchores aus Burgschwalbach um 16 Uhr. Eine besondere musikalische Einlage bieten die beiden Alphornbläser Udo und Hartmut Walter um 17 Uhr.

Die Stände sind so angeordnet, dass alle per Rundgang aufgesucht werden können. Drei Eingänge an der Kirche, am Dorfplatz und über die Rathausstraße stehen zur Verfügung. "Leider ist der Markt wegen der Baustelle auf der Straße nach Panrod nur über Zollhaus zu erreichen", bittet Bärbel Völker, bei der die Fäden in der Organisation zusammenlaufen, die Besucher um Verständnis und Beachtung. Größere Parkplätze sind ausgeschildert. Zudem bestehen in den Dorfstraßen weitere Abstellflächen.

Zum Programm zählen drei Andachten in der evangelischen Kirche um 18,19 und 20 Uhr. Der Gottesdienst um 20 Uhr wird vom Posaunenchor aus Oberneisen mitgestaltet. Entlang des Rundgangs stehen zehn beleuchtete Märchenfiguren und am Eingang an der Kirche ist eine lebensgroße Krippe mit Tieren aufgebaut. Ein nostalgisches Karussell sorgt für weitere Atmosphäre. Für die Kinder gibt es eine Wunschzettel-Aktion, bei der alle jungen Besucher einen Wunsch an das Christkind senden können. Als Überraschung startet der Rentierschlitten um 19.30 Uhr mit allen Zetteln im Gepäck in Richtung Himmel. Das Christkind versucht, alle Wünsche zu erfüllen.

Im Dorfgemeinschaftshaus ist ein Café eingerichtet, in dem Bücherraritäten angeboten werden, und bei einer kleinen Tombola warten einige Gewinne. "Alle Gäste sollen Zeit mitbringen, um die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen und um in aller Ruhe an den Ständen zu stöbern", betont Bärbel Völker abschließend.    Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 14. November 2009, Seite 21

Maria, Josef und das Jesuskind erwarten die Besucher am Eingang des Marktes unterhalb der Kirche. Dazu gesellen sich lebende Schafe in einem Gehege.

Foto zur Meldung: Märchenhafter Markt in Burgschwalbach
Foto: Märchenhafter Markt in Burgschwalbach

Mit Eicheln gegen den Erdrutsch

(09.11.2009)

SPD-Ortsverein pflanzte Bäume an der Auffahrt zur Burg Schwalbach

BURGSCHWALBACH. Vor allen Dingen um die Zukunft der Natur ging es ehrenamtlichen Helfern aus Burgschwalbach nun bei einer Pflanzaktion. Zahlreiche Eicheln setzten die Arbeiter aus den Reihen des SPD Ortsvereins, die in einigen Jahren mit viel Glück zu stabilen Bäumen herangewachsen sind. Der Eichelberg entlang der Auffahrt zur Burg Schwalbach litt in den letzten Jahren unter einigen heftigen Regengüssen, die das lockere Erdreich nicht nur einmal auf die Straße spülten. Vor zwei Jahren musste sogar die Feuerwehr anrücken, um das Dorf von der Matschlawine zu befreien. Besonders durch das Bröckeln des Schiefers besteht ständig die Gefahr des Abrutschens.

Diese langfristige Aktion soll den Hang sicherer machen. Schon im letzten Jahr überlegten die Mitglieder, was getan werden kann. Sie legten Matten aus und besäten sie mit Gras. Dies allein brachte jedoch nicht so viel Stabilität wie erhofft. Mit dem in den nächsten Jahren entstehenden Wurzelwerk der teilweise schon gekeimten Eicheln soll das Erdreich wieder gefestigt werden. Die ganze Aktion wurde mit dem Förster abgestimmt. Die Fehler der vergangenen Generationen müssen nun wieder geglättet werden, denn zahlreiche Bäume, die früher einmal den Hang sicherten, wurden jahrelang als Brennholzvorrat verwendet, so dass der Hang aus Unmengen von Totholz besteht.

Die Gemeinde versucht so gut es geht, die Arbeiten ehrenamtlich zu leisten. In den letzten Jahren waren die Helfer einige Samstage an der Arbeit, um den Weg zum beliebten Ausflugsziel zu sichern. Auch in diesem Jahr werden noch einige Stunden hinzukommen. Von Wind und Wetter lassen sie sich dabei nicht abhalten.   Lisa Biebricher

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 9. November 2009, Seite 14

 

Mit einer Pflanzaktion wollen die Burgschwalbacher gegen die Gefahr eines Erdrutsches vorbeugen.  Foto: Lisa Biebricher

Foto zur Meldung: Mit Eicheln gegen den Erdrutsch
Foto: Mit Eicheln gegen den Erdrutsch

Rentner leben das Ehrenamt

(04.11.2009)

Rüstige Gruppe installiert Geländer am Palmbach

Ehrenamtliche Arbeit ist in den kommenden Jahren in der Schwerpunktgemeinde Burgschwalbach gefragt. Mit gutem Beispiel voran gehen sechs rüstige Rentner, die in dieser Woche ihre Arbeitskraft unentgeltlich zur Verfügung stellen, damit ihr Dorf schöner wird.

BURGSCHWALBACH. Die sechs Männer sind fast alle älter als 70 Jahre alt und sorgen seit einiger Zeit für ein schöneres Ortsbild in Burgschwalbach. In dieser Woche installieren Konrad und Harry Milczewski, Johann Schuh, Hans Schön, Karlheinz Aßmann und Klaus Fink ein neues Geländer am Palmbach, entlang der fußläufigen Verbindung zwischen Rathaus-/Kirchstraße und dem Dorfplatz. Auch die Absicherung auf der Brücke über den Palmbach wird ausgetauscht. Das alte Holz war morsch und musste abgebaut werden. Mit gemeinsamem Einsatz waren die Senioren gestern am Werk. Das Material stellt die Gemeinde zur Verfügung. Doch die Arbeiten am Palmbach sind nicht die ersten, die von der "Rentnerband" aus Burgschwalbach in Angriff genommen werden.

"In den vergangenen Jahren haben wir bereits den Zaun und das Tor des örtlichen Bauhofs erneuert, die beiden Kinderspielplätze auf der ,Lehmkaut" und im Neubaugebiet wurden von uns eingezäunt, und im Gebiet ,Hinter den Zäunen" haben wir rund 80 Bäume auf der Streuobstwiese gepflanzt", nannte Konrad Milczewski nur einige Beispiele der zahlreichen Aktivitäten zum Wohl des Dorfes.

"Unsere Gemeinde kann sich glücklich schätzen, über solch tatkräftige Helfer zu verfügen", dankte Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker den Senioren für ihren Einsatz. "Es ist gut zu wissen, dass es so viele Bürger gibt, die Wert darauf legen, dass Burgschwalbach vorankommt", so Becker weiter. Der Bürgermeister berichtete, dass die "Rentnerband" darauf gedrungen hat, das Geländer noch vor dem historischen Weihnachtsmarkt am Samstag, 28. November, ab 16 Uhr zu installieren, um den Weg zum Dorfplatz schöner zu gestalten.

Im Vorfeld des Marktes sind die Senioren ebenfalls wieder am Werk. Mitte des Monats sorgen sie mit dem Aufhängen der Lichterketten für eine stimmungsvolle Beleuchtung des Marktgeländes im historischen Ortskern rund um die evangelische Kirche.   Uli Pohl

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 4. November 2009, Seite 15 (0 Views)

Die Burgschwalbacher Rentner stellen gerne ihr Wissen, ihre Erfahrung und die Arbeitskraft zur Verfügung. Zurzeit sorgen sie mit dem Bau eines neuen Geländers am Palmbach für ein schöneres Ortsbild.  Foto: Uli Pohl

Foto zur Meldung: Rentner leben das Ehrenamt
Foto: Rentner leben das Ehrenamt

Möbelrücken ist angesagt

(17.10.2009)

Burgschwalbach: Räume werden neu aufgeteilt

Im Dorfgemeinschaftshaus von Burgschwalbach wird sich eine Menge ändern. Geplant ist dort ein großer Raumtausch.

BURGSCHWALBACH. Einige Veränderungen stehen im Dorfgemeinschaftshaus in Burgschwalbach an. Der Gemeinderat stimmte generell der Neuaufteilung der Räume in dem Gebäude zu. Doch bevor umgeräumt werden kann, sollen noch die Kosten für die Umzugsaktion ermittelt werden. Vorgesehen ist, die Nutzung der beiden Räume im Erdgeschoss zu tauschen.

Dort, wo jetzt noch der Gemeinderat tagt und andere Sitzungen abgehalten werden, soll künftig die Gemeindebücherei ihr Domizil finden. Wo momentan noch Bücher gelesen und ausgeliehen werden, sollen dagegen demnächst alle Zusammenkünfte erfolgen. Nur das Büro des Ortsbürgermeisters bleibt an seiner gewohnten Stelle.

"Wir wollen mit dem Raumtausch eine bessere Nutzung, auch für die Vermietung, gewährleisten", erklärt Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker. Über den großen Saal, der derzeit noch den Bücherbestand beherbergt, besteht nämlich ein direkter Zugang zur Küche. Damit wird es leichter, die Gäste bei Feiern zu bewirten.

Außerdem werden vier neue Computer im Dorfgemeinschaftshaus installiert, die Burgschwalbacher Bürger gespendet haben. Zum Teil werden die PCs in der Bücherei eingesetzt. Die anderen Geräte sollen zur Internetbenutzung für die Bürger freigegeben werden.

Die Ratsmitglieder stimmten zunächst zu, die kostenfreien Computer, wie gesetzlich inzwischen vorgegeben, anzunehmen. Für den Internetzugang muss noch geprüft werden, inwieweit die Kommune bei missbräuchlicher Nutzung haftbar ist.

Die Ratsmitglieder sprachen auf noch über die Teilnahme an der FSC-Gruppenzertifizierung des Kommunalwalds in Rheinland-Pfalz. Sie stimmten zu, dass das Gütesiegel für den gemeindeeigenen Forst weitergeführt werden soll.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 17. Oktober 2009, Seite 22 (0 Views)

Im Burgschwalbacher Dorfgemeinschaftshaus steht ein umfangreicher Tausch der Räume an. Unter anderem soll die Gemeindebücherei dort einen neuen Platz finden.  Foto: Andreas Galonska

 

Foto zur Meldung: Möbelrücken ist angesagt
Foto: Möbelrücken ist angesagt

Land fördert Ausbau der Kreisstraße 64

(14.10.2009)

Burgschwalbach: 1,1 Millionen Euro für Sanierung der Fahrbahn

Bei Burgschwalbach wird die K 64 ausgebaut. Hierzu werden Zuschüsse in Millionenhöhe benötigt. Der Ausbau ist unter anderem aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens unverzichtbar.

BURGSCHWALBACH. Zum Ausbau der Kreisstraße 64 zwischen Burgschwalbach und der Landesgrenze Hessen wurde ein Zuschuss von rund 1,14 Millionen Euro zugesagt. Bewilligt wurde die Investition von Verkehrsminister Hendrik Hering.

Rund 2000 Fahrzeuge verkehren täglich auf der K 64. Das ist für eine Kreisstraße ein relativ hohes Aufkommen. Um dieser Dichte gerecht zu werden und einen ordentlichen Begegnungsverkehr abzuwickeln, erfolgt nun der Ausbau.

Die Fahrbahn wird auf einer Länge von 2,7 Kilometern und in einer Breite von 5,5 Metern frostsicher ausgebaut. Gleichzeitig werden die Entwässerungseinrichtungen erneuert. Die Maßnahme befindet sich bereits seit Anfang September im Bau. Die Verkehrsteilnehmer müssen sich seit Beginn der Arbeiten auf eine Umleitung einrichten, eine ausgeschilderte Umleitung ist zwischen Panrod und Kettenbach über die L 3031 ausgewiesen.

"Der Ausbau ist dringend erforderlich, weil der derzeitige Straßenzustand durch zahlreiche Flickstellen, den fehlenden frostsicheren Aufbau und eine unzureichende Straßenentwässerung nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht", erläuterte Hering.

Der Rhein-Lahn-Kreis profitiert bei der Maßnahme von einer höheren Förderung, da das Land Zuschläge zu den Grundfördersätzen in Höhe von jeweils zehn Prozent für den Ausbau von besonders sanierungsbedürftigen Straßen der freien Strecke eingeführt hat. Ebenso wurden für die grundlegende Sanierung von Brücken und Stützmauern, sowie deren Umbau im Zuge von förderfähigen Straßen solche Zuschüsse bewilligt.

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering hat die Förderzuschläge von zehn Prozent bis Ende 2011 erweitert.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 14. Oktober 2009, Seite 15 (0 Views)

Der Ausbau der Kreisstraße 64 bei Burgschwalbach läuft bereits seit einiger Zeit mit Erfolg. Nun will das Land das Vorhaben mit 1,1 Millionen Euro unterstützen.   Foto: Theresa Schöberl

 

Foto zur Meldung: Land fördert Ausbau der Kreisstraße 64
Foto: Land fördert Ausbau der Kreisstraße 64

Die Siegergemeinden stellen sich vor

(06.10.2009)

Erfolgreiche Orte bei "Unser Dorf hat Zukunft" werden in Filsen geehrt

Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ist ein Spiegel dafür, wie sich die teilnehmenden Gemeinden entwickelt haben. In einer Feierstunde wurden die Siegergemeinden des Kreises vorgestellt.

FILSEN/AAR. Die Kreissieger des landesweiten Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" stehen fest, sie wurden in einer Feierstunde im Pfarrheim Filsen, zugleich Dorfgemeinschaftshaus der Rheingemeinde, öffentlich vorgestellt und geehrt. Sechs Gemeinden hatten in zwei Klassen an dem Wettbewerb teilgenommen, der Hauptklasse und der Sonderklasse. In der Hauptklasse belegte Filsen Platz eins, Hahnstätten Platz zwei, und auf Platz drei folgte Lykershausen. Erste in der Sonderklasse wurde die Gemeinde Burgschwalbach, zweite Winden und dritte Oberneisen. Ortsbürgermeister Berthold Dorweiler entbot als Gastgeber neben den zahlreichen Gästen und Vertretern der beteiligten Behörden natürlich "ganz besonders herzliche Willkommensgrüße den Repräsentanten der Siegergemeinden im kleinen Filsen an der großen Rheinschleife". Zugleich stellte Dorweiler die Gemeinde Filsen mit ihrer demografischen Entwicklung, der Infrastruktur, dem aktiven Naturschutz, der Wohnqualität, der gelungenen Integration der vielen Neubürger, den Vereinen, der sehr aktiven Kirchengemeinde und vor allem auch der Jugendarbeit mit der Bildung eines Jugendrates vor. Besonders stolz zeigte sich Dorweiler "im Namen der Gemeinde und seiner Bürgerinnen und Bürger", nach jeweiligen vierten Plätzen in den Jahren 2001, 2002 und 2003 sowie einem dritten Platz in 2005, nunmehr den ersten Platz errungen zu haben. Landrat Günter Kern sah sich gut aufgehoben, "hier, wo Ziegen futtern und Obst gedeiht", bei Menschen, mit denen im wahrsten Wortsinn "gut Kirschen essen ist", und wo "Naturschutz" großgeschrieben wird und "Gemeinschaft" noch größer. Die Teilnahme an diesem Wettbewerb sei "eine Angelegenheit der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung", fuhr er fort, wie sie ausdrücklich im Artikel 28 Abs. 2 des Grundgesetzes garantiert sei. Und an dieser Selbstständigkeit und gestalterischer Freiheit der Gemeinden dürfe nicht gerüttelt werden.

Dass sich in diesem Jahr nur sechs Gemeinden am Wettbewerb beteiligt hatten, könne viele Gründe haben, wie zum Beispiel die Kräftebindung zur Vorbereitung und Durchführung der Kommunal- und Bundestagswahlen. Kern drückte aber auch seine Hoffnung aus, "in zwei Jahren wieder mehr Teilnehmer zu haben, wofür jetzt schon einiges spricht". 2010 aber werde es wegen des Bundeswettbewerbes keinen Wettbewerb auf Kreisebene geben.

Nach Erläuterungen der grundsätzlichen Teilnahmebedingungen und Bewertungskriterien ging Kern detailliert auf die beteiligten Gemeinden ein mit ihren Vorzügen, Innovationen, ihrem Ideenreichtum, der gezeigten Kreativität, um in fortlaufender Entwicklung eine funktionierende Dorfgemeinschaft zu schaffen. Im Gebietsentscheid konnte keine der Gemeinden punkten. Gemeldet waren Filsen in der Hauptklasse und Burgschwalbach in der Sonderklasse. In der Hauptklasse wurden nur den ersten fünf Gemeinden und in der Sonderklasse nur den ersten vier Gemeinden Platzierungen zugeordnet.

Die Feierstunde wurde umrahmt von Darbietungen der zackigen Majoretten des Karnevalclubs Filsen (KCF) und Liedbeiträgen des Kirchenchores Osterspai/Filsen. Berthold Dorweiler lud ein zu einer Besichtigung "unserer neuen guten Stube Pfarrheim". Eine Dauerprojektion historischer wie aktueller Fotos bot Einblicke in die Entwicklung der Gemeinde.   Norbert Schmiedel

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 6. Oktober 2009, Seite 21 (0 Views)

Landrat Günter Kern (Mitte) überreichte den stolzen Ortsbürgermeistern der Siegergemeinden im Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" die Urkunden: Klaus-Harry Becker (von links), Burgschwalbach, Gebhard Linscheid, Winden, Peter Pelk, Oberneisen, Berthold Dorweiler, Filsen, Joachim Egert, Hahnstätten, Hans-Josef Kring, Lykershausen.  Foto: Norbert Schmiede

 

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Foto: Die Siegergemeinden stellen sich vor

Bürger machen ihren Ort fit für die Zukunft

(15.09.2009)

Auftakt der Dorferneuerung in Burgschwalbach - Viele Ideen eingesammelt

Mit der Dorfmoderation begann in Burgschwalbach ein Prozess, der sich über viele Jahre fortsetzen soll. Mehr als 100 Bürger kamen in die Turnhalle, um ihre Ideen und Wünsche zur Erneuerung der Gemeinde zu äußern.

BURGSCHWALBACH. Eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h im ganzen Ort, flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen (DSL) oder auch eine Boulebahn auf dem Dorfplatz - zu Beginn der Dorferneuerung konnten die Bürger aus Burgschwalbach in der Turnhalle ihre ganz persönlichen Wünsche für die zukünftige Gestaltung ihrer Gemeinde zum Ausdruck bringen.

Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker stellte gemeinsam mit dem operativen Projektleiter Harry Rollig während einer Bürgerversammlung das Projekt "Dorferneuerung" vor und lud die Gemeindemitglieder im Rahmen der Dorfwerkstatt dazu ein, sich aktiv an der Umsetzung zu beteiligen und Vorschläge zu machen. Burgschwalbach wurde jüngst als Schwerpunktgemeinde anerkannt und erhält in den kommenden sechs Jahren Zuschüsse vom Land Rheinland-Pfalz - sowohl für öffentliche als auch private Baumaßnahmen.

Weit mehr als 100 Bürger nutzten die Möglichkeit und notierten ihre Wünsche zu Handlungsfeldern wie wirtschaftliche Entwicklung, bürgerliches Engagement oder Grüngestaltung. Die Handlungsfelder hatte der Gemeinderat zuvor erarbeitet. Das Sammeln der Vorschläge im Rahmen der Dorfmoderation war nur ein erster Schritt und bildete den Auftakt für einen langjährigen Entwicklungsprozess. Im weiteren Verlauf werden die Ideen zusammengefasst und in Gruppenarbeit soll geprüft werden, ob sie realisierbar sind. Danach werden konkrete Konzepte ausgearbeitet. Je nach Interessenlage kann sich jeder Bürger einer der Gruppen anschließen und so bei der Umsetzung aktiv mitwirken.

"Natürlich ist während des gesamten Prozesses Raum für Ergänzungen, sodass neue Vorschläge jederzeit mit eingebracht und bereits bestehende weiter ausgefeilt werden können", erklärte Claus-Harry Becker.

Schon nach der ersten Versammlung wurden wesentliche Interessen deutlich, die den Bürgern am Herzen liegen. Neben der Neugestaltung des Dorfplatzes genießt auch die Sanierung der Turnhalle hohe Priorität. Innerhalb der Ortschaft soll die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 herabgesetzt werden. Dadurch erhoffen sich die Bürger mehr Sicherheit für ihre Kinder. Aber auch die jüngsten Dorfbewohner hatten einige Vorschläge parat. So wünschen sie sich beispielsweise einen Wasserspielplatz direkt am Palmbach.

"Das aktive Mitwirken der Bürger ist entscheidend für den Erfolg der Dorferneuerung. Um weitere Motivation zu geben sollen erste Ergebnisse so schnell wie möglich sichtbar sein", sagte der Ortsbürgermeister.   Alexander Reitz

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 15. September 2009, Seite 21 (0 Views)

Die Zukunft gestalten: Die Burgschwalbacher entwickeln fleißig Ideen, damit ihr Dorf für die Anforderungen der kommenden Jahre gerüstet ist.  Foto: Alexander Reitz

 

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Foto: Bürger machen ihren Ort fit für die Zukunft

Anerkennung für die Leistung im Ehrenamt

(22.08.2009)

Burgschwalbach bewirbt sich beim Modellprojekt "engagierte Kommunen"

Ehrenamtler, die sich in ihren Heimatorten oder für bestimmte Themen engagieren, werden überall gebraucht. Doch nicht immer wird der Einsatz dieser Menschen entsprechend gewürdigt. Oft gibt es auch keinen Überblick für Interessierte, welche Möglichkeiten bestehen, sich gesellschaftlich einzubringen. In Burgschwalbach laufen jetzt zwei Initiativen, die das ändern sollen.

BURGSCHWALBACH. Die Ortsgemeinde Burgschwalbach will mitmachen beim Modellprojekt "engagierte Kommunen". Die Bewerbung ist schon beim "Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement" (BBE), Träger des Pilotvorhabens, gestellt. "Unser Antrag hat auch Aussicht auf Erfolg", schätzt Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker die Situation ein.

"Wir setzen auf die Förderung des Ehrenamts. Wir wollen, dass die Menschen gewürdigt werden, die oft an vielen Stellen im Dorf helfen, ohne öffentliches Aufsehen zu erregen", erklärt der Ortschef die Initiative. "Es hat mich überrascht zu sehen, wie viele Einwohner sich im Ort in den verschiedensten Bereichen einbringen. Das reicht von der Pflege der Blumenkübel bis zur Gruppe ,Aktiv für Burgschwalbach', die kleinere Handwerksarbeiten für die Kommune verrichtet. Dazu kommen Bürger, die die Geschichte der Gemeinde in den Archiven erforschen", zählt er einige Beispiele auf. "Das Ehrenamt bringt eine hohe soziale Kompetenz und eröffnet neue Möglichkeiten", erläutert er auch noch einige Vorteile, die sich aus diesem Engagement ergeben.

Das Modellprojekt "engagierte Kommunen" ist ein Baustein des Programmes "Engagement schlägt Brücken". Unter diesem Leitmotiv fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der neuen "Freiwilligendienste aller Generationen" den Aufbau und die Weiterentwicklung nachhaltiger Strukturen, in denen sich Menschen aller Altersgruppen über einen gewissen Zeitraum einsetzen. Das spezielle Modul, für das sich nun Burgschwalbach beworben hat, zielt darauf ab, Angebot und Nachfrage an Freiwilligenplätzen und Engagementsmöglichkeiten zusammenzuführen.

Interessierten Bürgern, Kommunen und Trägern soll so eine Plattform eröffnet werden, sich schnell orts- und themenübergreifend zu orientieren. Mit vier Millionen Euro will der Bund 2000 Gemeinden beim Aufbau eines Internetauftritts für freiwilliges Engagement unterstützen. Die ausgewählten Bewerber erhalten je 2000 Euro, um ihre Angebote per weltweitem Netz bekannt zu machen und deren Aktualität zu gewährleisten.

Zusätzlich will Claus-Harry Becker auch noch die sogenannte "Ehrenamtscard" einführen. Ehrenamtlichen werden in diesem Rahmen Vergünstigungen bis zu zehn Prozent gewährt. Bundesweit hat die Arbeitsgemeinschaft Deutschland diese Aktion als ein Dankeschön für Menschen aufgelegt, die sich für das Allgemeinwohl positionieren. Reiseanbieter, Versandhäuser und andere Unternehmen beteiligen sich schon daran. Burgschwalbachs Ortsbürgermeister schwebt vor, auch regionale Firmen einzubinden. Sie könnten eventuell in Vereinen Tätigen Sonderkonditionen einräumen.   Christel Debusmann

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 22. August 2009, Seite 24 (0 Views)

 

Anschub für die Dorferneuerung

(04.08.2009)

Ortsgemeinderat Burgschwalbach legt Planung für die kommenden Wochen fest - Treffen mit Vereinsvertretern und Bürgern

In Burgschwalbach wird der Weg für die Dorferneuerung geebnet. Im Ortsgemeinderat fielen jetzt die Entscheidungen über die nächsten Schritte, damit das mehrjährige Projekt in der Ortschaft am Palmbach in die Gänge kommt.

BURGSCHWALBACH. Intensiv in die Materie der Dorferneuerung will im Rahmen der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde der Burgschwalbacher Ortsgemeinderat eintauchen. Die damit verbundenen Aufgaben und Vorhaben sollen genau definiert werden. Die Diskussion dient dazu, eine gemeinsame Basis für das langjährige Projekt zu finden.

Harry Rollig, der operative Projektleiter, stellte im Rat jetzt den Zeitplan für die kommenden Wochen vor, um die nötigen Grundlagen zu schaffen. Zunächst soll es eine Sondersitzung des Ortsgremiums am 26. August geben. Der Hintergrund dabei ist, dass die Ratsmitglieder die Standards, Initiativen sowie kurz-, mittel- und langfristige Ziele festsetzen.

In der nächsten Phase werden dann die Vereine und Institutionen einbezogen. Bei einem Treffen am 4. September sollen ihren Vertretern die Grundzüge der Dorferneuerung erläutert werden. Dabei wird zudem angestrebt, die verschiedenen Vereinstätigkeiten zusammenzuführen sowie mit- und aufeinander abzustimmen. So soll ein Netzwerk aufgebaut werden, bei dem die Vereinsvorsitzenden als Multiplikatoren fungieren.

Damit kann eine Transparenz geschaffen werden über alles, was im Dorf geschieht. "Bei einer ersten Gesprächsrunde hat es zu diesen Anregungen schon positive Signale gegeben", merkte Harry Rollig an.

In einer Dorfwerkstatt können sich schließlich alle Bürger am Samstag, 12. September, ein Bild davon machen, was geplant ist. Die verschiedenen Handlungsfelder werden dabei genauso vorgestellt wie die Themen, die die Ratsmitglieder im Vorfeld ausgewählt und mit Prioritäten versehen haben. Dann sind auch die Ideen der Einwohner gefragt. Sie können ihre Idee bei dem nachmittäglichen Treffen (geplant von 15 bis 18 Uhr) einbringen. "Die Bevölkerung soll auf breiter Ebene mitwirken und ihre Kernkompetenzen einbringen, um die Ortschaft zukunftsfähig zu machen", unterstrich Ortsbürgermeister Claus-Harry Becker. Einstimmig billigten die Ratsmitglieder die vorgeschlagene Verfahrensweise.

Professionelle Unterstützung für das Projekt gibt es über die Dorfmoderation. Ein entsprechender Experte erhält dafür einen Auftrag. Der Fachmann übernimmt beispielsweise die Bauberatung bei Privatleuten und kümmert sich um die Fortschreibung des Dorferneuerungskonzepts.

Dafür gibt es auch Fördermittel des Landes. Der Planer Michael Kürzinger soll diesen Part übernehmen, entschied der Ortsgemeinderat. So liegen jetzt die Voraussetzungen vor, um die einzelnen Aufgaben anzugehen.

Um ein Gremium zu haben, in dem alle Themen erörtert werden können, ist die Hauptsatzung geändert worden. In einem Dorfentwicklungsausschuss sollen alle Fäden zusammenlaufen. Auch die Besetzung wurde festgelegt.    Christel Debusmann

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 4. August 2009, Seite 19 (0 Views)

In Burgschwalbach soll die Dorferneuerung auf eine breite Basis gestellt werden. Im Ortsgemeinderat wurden jetzt die Termine für die nächsten Wochen festgesetzt. In einer Dorfwerkstatt wird das mehrjährige Projekt den Bürgern vorgestellt.  Foto: Debusmann

 

Foto zur Meldung: Anschub für die Dorferneuerung
Foto: Anschub für die Dorferneuerung

Land gewährt Zuschüsse

(30.05.2009)

Innenminister Karl Peter Bruch erkannte Burgschwalbach am 27. März als Investitions- und Maßnahmeschwerpunkt im Rahmen der Dorferneuerung an. Für die Dauer von sechs Jahren wird die Ortsgemeinde bei der Vergabe von Fördergeldern bevorzugt behandelt. Als Schwerpunktgemeinde kann Burgschwalbach zum Entwickeln und Erweitern des Dorferneuerungskonzepts bis zu 10 000 Euro Unterstützung vom Land beantragen. Die Beratung privater Bauvorhaben von Burgschwalbacher Hauseigentümern im Ortskern bezuschusst Rheinland-Pfalz mit bis zu 8000 Euro. Für die sogenannte Dorfmoderation, die die Maßnahmen zur Dorferneuerung transparent macht und die Bürger aktiv in den Prozess einbezieht, gibt es bis zu 15 000 Euro Zuschuss. Für die einzelnen Projekte der Gemeinde und der privaten Haushalte können weitere Fördermittel beantragt werden.    (jul)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 30. Mai 2009, Seite 21 (0 Views)

Burgschwalbacher Bürger gestalten die Zukunft ihres Ortes

(30.05.2009)

Bisherige Planungen zur Dorferneuerung an Informationsabend präsentiert

BURGSCHWALBACH. "Burgschwalbach: viel Natur, eine Burg und nette Menschen" - so fasst ein Imagefilm das Wesen der Ortsgemeinde zusammen. Das Interesse an der Dorferneuerung ist groß - bei der ersten Informationsveranstaltung am Donnerstagabend waren nahezu alle Stühle im Dorfgemeinschaftshauses besetzt. Beste Voraussetzungen zur gemeinschaftlichen Entwicklung einer zukunftsträchtigen Dorfstruktur.

Das Organisationsteam "Burgschwalbach hat Zukunft" formierte sich im Februar vergangenen Jahres. In Anlehnung an die Empfehlungen des Landes Rheinland-Pfalz haben die Initiatoren um Bürgermeister Ulrich Ohlemacher, Claus-Harry Becker und Harry Rollig bereits zahlreiche konkrete Maßnahmen zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Dorfstruktur geplant.

Um den Burgschwalbacher Bürgern erste Ansatzpunkte für ihr Engagement in der Dorferneuerung zu bieten, präsentierte Claus-Harry Becker die bisherigen Vorhaben. Die Dorferneuerung soll Burgschwalbach für Bürger aller Altersgruppen in jeder Hinsicht "noch lebenswerter" machen: Angriffspunkte sind der Ausbau der Infrastruktur und sozialer Netzwerke, der Erhalt der historischen Bauten, der Natur und der Tradition.

In einem Dorfladen sollen die Bürger das Nötigste kaufen können, für den flexiblen Personen-Transport soll ein "VG-Bus" und die Initiative "Ich nehme mit!" sorgen. Auto-Aufkleber mit diesem Slogan sollen Fahrer ausweisen, die gerne Personen mitnehmen. Jochen Kliem erklärte sich spontan bereit, die Ausgestaltung der Mitfahrinitiative zu betreuen.

Die Anregung, die Nachbarschaftshilfe auszubauen und insbesondere den Austausch der Generationen zu verstärken, wurde von mehreren Bürgern begeistert kommentiert. Der Erhalt der Burg, der Kirche und des Johannisbrunnen sei selbstverständlich, zudem sind die Burgschwalbacher aufgerufen, die Förderung privater Umbaumaßnahmen zu nutzen. "Wichtig dabei ist", betonte Claus-Harry Becker, "dass die Renovierung noch nicht begonnen hat!"

Forstarbeiten auf dem "Hexenkippel" sollen den Lebensraum von Feldlerche, Spatz und Kreuzotter sichern. Die Arbeiten am Streuobstgürtel um den Ort haben bereits begonnen: 80 Bäume wurden von der Gemeinde gesetzt, einige Bürger pflanzten in Eigenregie 30 weitere.

Die Bürger regten den Ausbau und die stetige Aktualisierung der Internetseite an, um die Stärken der Gemeinde - wie den vorbildlichen Kindergarten - publik und Burgschwalbach für Neubürger attraktiver zu machen. Das Erstellen eines "Talentregisters" wird den Grundstein für die Dorferneuerung legen. "Fachwissen ist die wichtigste Ressource, die wir haben", erklärte Claus-Harry Becker. Sobald die Ansprechpartner der Dorferneuerung erst einmal definiert sind, kann mit der Umsetzung begonnen werden.

Das Organisationsteam betonte: Dass Burgschwalbach Schwerpunktgemeinde ist, sei nicht der Grund, etwas zu tun, sondern eine Chance mit Unterstützung des Landes die Struktur der Ortsgemeinde zu verbessern und den Ort für die Zukunft zu wappnen. Der Mithilfe der Bürger sind sich die Initiatoren von "Burgschwalbach hat Zukunft" sicher: "Die Burgschwalbacher haben mehrfach gezeigt, dass viele kleine Hände Großes bewirken", lobte Claus-Harry Becker das bürgerschaftliche Engagement der 1200-Seelen-Gemeinde.    Julia Schrinner

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 30. Mai 2009, Seite 21 (0 Views)

Die Beteiligung der Bürger am ersten Informationsabend zur Dorferneuerung war enorm.  

 Foto: Julia Schrinner

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Foto: Burgschwalbacher Bürger gestalten die Zukunft ihres Ortes

Ein Dorf im Aufbruch

(13.05.2009)

Ortsgemeinde Burgschwalbach setzt hohe Ziele

Schon viel Vorarbeit wurde in Burgschwalbach bezüglich der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde in der Dorferneuerung geleistet. Deswegen können die ersten Projekte auch rasch angegangen werden. Die RLZ sprach mit Ortsbürgermeister Ulrich Ohlemacher und dem Ersten Ortsbeigeordneten Claus-Harry Becker über die Vorhaben im schon laufenden Jahr.

BURGSCHWALBACH. Die Liste mit Ideen ist lang, um die Palmbachgemeinde weiterzuentwickeln und der Ortschaft eine Perspektive zu geben. Das Organisationsteam "Burgschwalbach hat Zukunft" hat alle Vorschläge gebündelt und ein Strategiepapier zum weiteren Vorgehen erarbeitet. Es bestehen schon Arbeitsgruppen, die sich mit verschiedenen Komplexen befassen. Weitere Bürger können sich jederzeit den Arbeitskreisen anschließen.

Ein Projekt, das bereits in diesem Jahr angegangen werden soll, ist die Spielleitplanung. Das bedeutet die Erfassung aller Räume in denen sich die Kinder tatsächlich gerne aufhalten. Das sind oft nicht die offiziellen Spielplätze, sondern bestimmte Stellen im Dorf, wie zum Beispiel am Bachrand. In die Erhebung soll der Nachwuchs einbezogen werden. Das Angebot für den Treffpunkt der Heranwachsenden wird fortgeschrieben. Der Jugendkeller im Rathaus ist seit einiger Zeit wieder geöffnet und wird von Paten betreut. Nun soll mit den jungen Leuten gemeinsam ein Monatsprogramm skizziert werden, damit das Domizil weiter gut frequentiert bleibt.

Die Älteren sollen ebenfalls stärker ins Dorfgeschehen eingebunden werden. Es gibt schon die Gesangsgruppe "Palmbachtaler" sowie den Kreis "Aktiv für Burgschwalbach", der permanent im Dorf im Einsatz ist, wo Hilfe gebraucht wird. Dieses Engagement soll weiter gefördert werden. Dazu soll in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Kreml in Zollhaus unter Beteiligung der Senioren noch das Projekt "Altersbegleitung" aufgebaut werden. Das beinhaltet auch eine Begegnungsstätte im Dorfkern.

Landschaftsbild im Blick

Ein weiterer Schwerpunkt wird beim Landschaftsbild gesetzt. Priorität hat dabei beispielsweise die Renaturierung des Palmbachtals. Dort sollen standortfremde Gewächse am Ufer entfernt sowie Biotope für Reptilien und Insekten geschaffen werden. Auch die Reaktivierung der alten Fischteiche am Bachlauf ist vorgesehen. Die Ortsgemeinde will außerdem von der Verbandsgemeinde Hahnstätten den alten Wasserhochbehälter im Dorf übernehmen. Er soll ökologisch umgestaltet werden, um so Lebensraum für Kleintiere und Fledermäuse zu schaffen.

Die wertvollen Halbtrockenrasen-Gebiete, die sich oberhalb der Burg Schwalbach auf dem Hexenküppel erstrecken, sollen zudem gesichert beziehungsweise durch Entbuschung wieder hergestellt werden. Sie sind eine Besonderheit in der Region und sollen künftig von einer einheimischen Schäferin nachhaltig gepflegt werden.

Nicht zuletzt werden sich auch die Streuobstwiesen weiter ausdehnen. 70 Apfelbäume mit typischen Sorten aus der Gegend sind bereits gesetzt. Weitere Pflanzungen von Obstbäumen folgen. Sie sollen sich einmal wie ein Gürtel um die Ortschaft schlingen. Sinn ist es, alte Traditionen beizubehalten und ins Bewusstsein zu rücken. Daraus soll so etwas wie eine "Kulinaria der Region" entstehen.

Vorgesehen ist zudem eine komplette Erneuerung des Rathauses. Ein neues Dach, Wärmedämmung des Gebäudes und neue Heizkörper sollen helfen, den Energieverbrauch zu senken. Eine Nutzung des Dachbodens, beispielsweise als Dorfarchiv ist weiterhin angedacht.

Auftrag für Dorfmoderation

Der nächste Schritt wird nun die Ausschreibung für die Dorfmoderation sein. Ein Planer soll es übernehmen, den Entwicklungsprozess zu begleiten. 15 000 Euro Förderung hat das Land dafür schon bewilligt.

Der Ortsgemeinderat tagt am Donnerstag, 14. Mai, um 19.30 Uhr im Rathaus. Er berät dabei über das weitere Vorgehen im Rahmen der Schwerpunktgemeinde und beschäftigt sich auch mit der ökologischen Entwicklung der Kommune. Alle genannten Vorhaben werden dabei angesprochen. Weitere Themen sind die Aufstellung des Bebauungsplans für das neue Wohnareal "In der Seite" und der Austausch der bisherigen Straßenbeleuchtung gegen verbrauchs- und kostensenkende Natriumdampf-Hochdrucklampen. Die Anschaffung eines EDV-Bibliotheksprogramm für die Gemeindebücherei und die Auftragsvergabe für den Umbau an der Kindertagesstätte stehen ebenfalls auf der Tagesordnung.    Christel Debusmann

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 13. Mai 2009, Seite 16 (0 Views)

 

In Burgschwalbach wird im Rahmen der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde in der Dorferneuerung kräftig angepackt. Im Landschaftsbild sollen dabei auch die typischen Halbtrockenrasen-Gebiete oberhalb der Burg aufgewertet werden.  Foto: Debusmann

 

Foto zur Meldung: Ein Dorf im Aufbruch
Foto: Ein Dorf im Aufbruch

Burgschwalbach geht ins Rennen

(25.02.2009)

Rat billigt Teilnahme an "Unser Dorf hat Zukunft"

BURGSCHWALBACH. Die Gemeinde Burgschwalbach wird sich wieder am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" beteiligen. Das hat jetzt der Gemeinderat einstimmig beschlossen. "Die Bürger haben dabei die Möglichkeit, bei der Entwicklung der Ortschaft mitzuwirken", nennt Claus-Harry Becker, Erster Beigeordneter, einen entscheidenden Grund für die erneute Teilnahme.

Schon im vergangenen Jahr war die Palmbachgemeinde angetreten und hatte einen guten Platz belegt. Beim Kreisentscheid landete die Kommune in der Hauptklasse auf Rang zwei hinter Winden. Herausgehoben wurde damals bei der Beurteilung durch die Expertenkommission das hohe bürgerschaftliche Engagement. Pluspunkte bei der Bewertung brachte auch der Märchenwald als touristischer Anziehungspunkt sowie die Burganlage.

Diesmal geht Burgschwalbach in der Sonderklasse ins Rennen und hofft auf einen ähnlichen Erfolg wie 2008. Der Gemeinderat setzt dabei erneut auf das schon bewährte Organisationsteam aus dem Vorjahr. Es soll sich wieder um die Unterlagen und alle weiteren Vorbereitungen kümmern. "Es wurde in der Sitzung aber auch deutlich gemacht, dass sich die Ratsmitglieder mehr einbringen müssen", informierte Claus-Harry Becker noch abschließend zu diesem Tagesordnungspunkt.    (cde)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 25. Februar 2009, Seite 19 (0 Views)

Palmbach - Ort strebt Dorferneuerung an

(15.07.2008)

Burgschwalbach will Schwerpunktgemeinde werden - Antrag ist vorbereitet

In Burgschwalbach muss weiter am Ortsbild und dem Gemeinwohl gearbeitet werden, das ergab die Beteiligung am Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Die Weichen für das Zukunftsprojekt wurden jetzt im Gemeinderat gestellt.

BURGSCHWALBACH. Die Gemeinde Burgschwalbach folgt einer Empfehlung der Prüfungskommission beim Gebietsentscheid "Unser Dorf hat Zukunft": Der Rat beschloss einstimmig, einen Antrag auf Anerkennung als Schwerpunktgemeinde für das Jahr 2009 im Rahmen der Dorferneuerung zu stellen.

"Die Delegation hat uns bei ihrer Besichtigungstour eindringlich geraten, uns an diesem Programm zu beteiligen", informierte Ortsbürgermeister Ulrich Ohlemacher, wie es in der Ortschaft am Palmbach zu dieser Initiative kam. "Unser Kenntnisstand bisher war, dass Gemeinden, die zuweisungsbedürftig sind, keine Förderung bekommen können und deswegen nicht berücksichtigt werden. Doch die Kommission hat uns ausdrücklich aufgefordert, uns als Schwerpunktgemeinde zu bewerben", berichtet er weiter.

"Die Gruppe hat viele Punkte aufgezählt, die in Burgschwalbach aufgegriffen werden sollten und über entsprechende Zuschüsse gefördert werden können. Zu dem Potenzial zählen bauliche Vorhaben genauso wie soziale Projekte", führte der Ortschef dazu aus. Als Beispiele nannte er den historischen Ortskern und den Jugendkeller.

"Für die Antragstellung haben wir in einem kleinen Gremium schon die Vorarbeit geleistet. Die Unterlagen müssen nämlich bis Mitte August eingereicht werden", informierte er über den bisherigen Stand der Arbeit.

Dass die Bürger an der Zukunft ihres Heimatortes interessiert sind, zeigte sich auch beim Rundgang der Kommission Anfang Juni. Eine große Zahl an Einwohnern hatte sich zu dem Termin im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden. Ulrich Ohlemacher richtete in diesem Zusammenhang auch noch einmal ein Dankeschön für die große Beteiligung und die vielfältige Unterstützung beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" an die Bevölkerung. Im Gebietsentscheid belegte Burgschwalbach einen guten Mittelplatz.

Der Ortsbürgermeister teilte in der Sitzung des Gemeinderats auch mit, dass es eine nicht öffentliche Versammlung der Windpark GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) gegeben hat, in der die Gemeinde Mitglied ist. Die Ergebnisse, die dabei erzielt wurden, sind aber noch nicht spruchreif.

Weiter wird in der Kommune auch an einem verbesserten DSL-Anschluss gearbeitet. Es wurde Kontakt mit der Telekom aufgenommen. Das Unternehmen recherchiert jetzt, welche Möglichkeiten bestehen, um den Zugang zu erleichtern. Die Resultate sollen spätestens in zwei Monaten vorliegen. Dann gibt es eventuell dazu auch eine Informationsveranstaltung.

Auf dem Aartal Rad- und Wanderweg in der Scholau, der zugleich auch Wirtschaftsweg ist, müssen zwei Pappeln gefällt werden, gab der Ortschef außerdem bekannt. Bei den großen Bäumen brechen die Äste ab. Es ist Gefahr im Verzuge, weil ihre Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Zur Beseitigung der Gewächse muss ein Auftrag vergeben werden. Die Verbandsgemeinde Hahnstätten holt dafür gerade Angebote ein.    (cde)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 15. Juli 2008, Seite 20 (0 Views)

In Burgschwalbach gibt es schon viele schöne Ecken. Schmucke Fachwerkhäuser und die Burg sind dafür Beispiele. Doch der Ort hat sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft und will daher jetzt im Rahmen der Dorferneuerung Schwerpunktgemeinde werden.  Foto: Christel Debusmann

 

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Foto: Palmbach - Ort strebt Dorferneuerung an


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